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4.9 Wahl des Standorts

Die Gesundheit der Bienenvölker und der Erfolg der Imkerei hängen oft vom Standort der Bienenstände ab. Es lohnt sich, die Standorte sorgfältig auszuwählen und ihre Eignung mit zwei bis drei Völkern zu überprüfen. An einem optimalen Standort entwickeln sich die Völker im Frühjahr rasch und kräftig. Schöne Brutnester sowie ausreichende Pollen- und Nektarreserven sind ein gutes Zeichen.

Die Wahl des Standorts für den Bienenstand muss verschiedenen Kriterien entsprechen. Das wichtigste davon ist die Nähe zu Nahrungsquellen, die den Ernährungsbedarf decken können. Die umliegende Flora sollte möglichst vielfältig sein, damit die Bienen das ganze Jahr über von Nahrungsquellen profitieren. Zudem müssen sich eine oder mehrere saubere und regelmäßig erneuerte Wasserquellen in unmittelbarer Nähe des Bienenstands befinden. Diese können natürlich (Gewässer) oder vom Imker angelegt (Tränken) sein.

Weitere Kriterien begünstigen die Entwicklung der Völker. Die folgenden Punkte sind für einen Bienenstand ebenfalls wichtig:

Ein vorherrschend vor kalten Winden geschützter Standort ist zu bevorzugen. Dies vermeidet im Sommer das Verdriften der Völker und erleichtert im Winter die Temperaturregulation der Beute. Trotz Windschutz muss der Standort trocken sein, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Die Ausrichtung des Fluglochs sollte idealerweise nach Süden oder Südosten erfolgen. Diese Ausrichtung gewährleistet eine morgendliche Erwärmung und eine Besonnung des Fluglochs über den Tag hinweg. Die starke Mittagssonne im Sommer ist jedoch zu vermeiden, während sie im Winter willkommen ist. Pflanzen eignen sich daher hervorragend, um die Beuten vor Sommerhitze zu schützen: Ihr Laub spendet im Sommer Schatten und lässt im Winter die Sonne durch, zudem bieten sie – je nach Art – eine nahegelegene Nahrungsquelle.

Neben der Eignung für die Bienen sollte der Standort auch für den Imker angenehm sein. Er muss daher gut zugänglich sein und ausreichend Platz bieten, um stabil und sicher um die Beuten herum arbeiten zu können. Ideal ist es, wenn sich in unmittelbarer Nähe des Bienenstands ein Ort zur Lagerung des imkerlichen Materials befindet.

Schließlich darf der Bienenstand – je nach Lage – keine Belästigungen für Nachbarn verursachen. Vorgespräche vor der Aufstellung der Beuten sind erforderlich, um mögliche Befürchtungen auszuräumen, Anliegen zu verstehen und Risiken zu erklären. Gegebenenfalls können Maßnahmen ergriffen werden, um zu verhindern, dass die Flugbahnen der Bienen den angrenzenden Garten kreuzen. Um dies zu vermeiden, kann beispielsweise einige Meter vor den Fluglöchern eine dichte Hecke gepflanzt werden, sodass die Bienen gezwungen sind, höher aufzusteigen.

 

 

 

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Autor
www.apiservice.ch & Djordje Ney
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