Varroa saugt die Hämolymphe der Bienen – das ist allgemein bekannt. Allgemein bekannt, aber offenbar (weitgehend) falsch.
US-amerikanische Forschende wurden durch das Ausmaß der Auswirkungen der Varroa auf die Gesundheit der Bienen irritiert, gemessen an der vergleichsweise geringen Menge an Hämolymphe, die sie entnimmt. Da die Hämolymphe von Insekten im Vergleich zum Blut von Säugetieren deutlich nährstoffärmer ist, stellten sie sich die Frage, wie sich der Parasit mit dieser Ressource entwickeln kann.
Die Erzeugung von F1-Hybridlinien erfordert eine umfangreiche vorgängige Selektionsarbeit an reinen Linien aus unterschiedlichen Populationen sowie anschließende Kreuzungsversuche dieser reinen Linien. Um einen maximalen Heterosiseffekt (siehe unten) zu erzielen, müssen sich diese Linien deutlich unterscheiden (durch die Kreuzung verschiedener genetischer Pools, etwa ehemals geografisch isolierter Herkünfte). Zudem müssen die gewünschten Merkmale eingebracht werden können, was das Vorhandensein dessen voraussetzt, was Genetiker als „Variabilitätsreservoir“ bezeichnen.
Bienenkrankheiten erkennen und dazu die angezeigten Bekämpfungs- und Vorbeugemassnahmen zur Hand zu haben, sind Grundvoraussetzungen für eine gute imkerliche Praxis und damit der Schlüssel für gesunde Bienenvölker. Seuchen- und Kranheitsprävention haben bei den Bienen einen noch wichtigeren Stellenwert als bei andern Nutztieren. Durch die komplexen Interaktionen und Verhaltensmöglichkeiten ist bei schweizerischen Verhältnissen nie nur ein Einzelstand betroffen. Krankheiten verbreiten sich durch Verfl ug, Räuberei und Standmobilität sehr rasch und effizient über weite Gebiete. Dieser Leitfaden ergänzt die relevanten Gesetze und technischen Weisungen für Bienenkrankheiten.
Bienenpakete – alle ähnlich, aber in Zusammensetzung und Verwendung sehr unterschiedlich.
Die Herstellung von Bienenpaketen ist in der Imkerei keine gängige Praxis, da sie ein spezifisches Fachwissen erfordert, das in Imkerschulen nur selten vermittelt wird. Im Internet vermitteln zahlreiche Videos nicht alle Informationen, die diese Technik begleiten. In der praktischen Umsetzung durch Imkerinnen und Imker führt dies häufig zu unbefriedigenden Ergebnissen.
Obwohl sie nur in geringer Zahl vorkommen, existieren wilde oder verwilderte Kolonien von A. mellifera mellifera tatsächlich in der Natur und sind gegenüber Varroa widerstandsfähig – aufgrund ihrer geringen Größe, ihrer Schwarmneigung, der geringen Habitatdichte und vermutlich durch natürliche Selektion. Studien zeigen zudem, dass diese Linien der Dunklen Biene rein sind, ohne Hybridisierung. Folglich plädieren Forschende für die Entwicklung einer Schutzpolitik für diese Bienenpopulationen, weil sie einerseits eine wahrscheinlich rückläufige Wildart darstellen, andererseits aber auch aus imkerlicher Sicht ein interessantes genetisches Reservoir bilden.
Das individuelle Verhalten der Honigbiene ist in das globale Management des Superorganismus Kolonie eingebettet. Die Aktivität im Innersten des Brutnestes wird dank der Arbeit eines Forschungsteams erstmals sichtbar, das eine Technologie zur digitalen Aufzeichnung überraschender Videoaufnahmen entwickelt hat. Die Intimität der Kolonie wird bis in den Grund der Wabenzellen offengelegt: Eiablage, Schlupf der Larven, Pflege der offenen Brut und die Vorratshaltung werden in kurzen Videos sichtbar und erlauben die Visualisierung bislang unbekannter Verhaltensweisen.
Das Kap-Greiskraut (Senecio inaequidens) ist eine ausdauernde krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae), die ursprünglich aus Südafrika stammt und über den Wollhandel unbeabsichtigt eingeführt wurde. Der verzweigte Stängel erreicht eine Höhe von 40 bis 60 cm und trägt gelbe Blüten, die über einen langen Zeitraum vom Frühsommer bis in den Herbst hinein blühen und Bienen vor allem wegen ihres gelben Pollens anziehen.
Astern sind ausdauernde krautige Pflanzen aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Ihr Name leitet sich vom griechischen aster = Stern bzw. Blume ab.
Es handelt sich um Zierpflanzen, die sehr häufig in Gärten kultiviert werden und von denen es mehr als 250 Arten gibt. Die meisten stammen aus Nordamerika, einige wurden aus Asien eingeführt, während andere in Europa heimisch sind.
Der Januar entspricht in der Schweiz in der Regel dem Kern der Überwinterung. Das Volk lebt verlangsamt in der Wintertraube: Es hält eine ausreichende Innentemperatur zum Schutz der Königin aufrecht, und falls Brut vorhanden ist (je nach Höhenlage/Klima unterschiedlich), wird der zentrale Bereich stärker beheizt. Der Honigverbrauch bleibt moderat, ist jedoch kontinuierlich. Typische Risiken des Monats sind die „stille“ Verhungern (unzureichende oder unzugängliche Vorräte), Feuchtigkeit und Störungen. Der Imker handelt daher vor allem durch äußere Beobachtung, gezielte Sicherung der Vorräte, Hygiene und Vorbereitung des Materials und vermeidet jegliche Eingriffe. Die Devise lautet: „Nicht stören!“
Februar ist ein Schlüsselmonat für das Volk. Die Tageslänge nimmt zu, und die Königin nimmt ihre Eiablage allmählich wieder auf. Diese Wiederaufnahme bleibt fragil: Die Vorräte können kritisch werden, die Temperaturen sind instabil, und jede längere Öffnung kann die Brut auskühlen. Der Imker handelt vor allem durch Beobachtung, Antizipation und Vorbereitung, wobei er Eingriffe begrenzt.
Im März erwacht der Bienenstand wieder zum Leben: Die Königin steigert schrittweise ihre Legetätigkeit, die Sammlerinnen fliegen aus, sobald es die Temperaturen zulassen, und der Futterverbrauch nimmt zu, um die Entwicklung der Brut zu unterstützen. Es handelt sich um eine Schlüsselphase, in der die Imkerin oder der Imker jedes Volk ruhig beobachten muss, da ein Ressourcenmangel oder eine nicht erkannte Krankheit den Wiederaufbau nach dem Winter gefährden kann.
Der April markiert eine entscheidende Phase in der Entwicklung der Bienenvölker. Nach dem Ende des Winters wächst die Population schnell und die Aktivität im Bienenstock nimmt zu. Die Raumverwaltung, die Beobachtung der ersten Anzeichen für einen Schwarm und die Gesundheitsüberwachung werden nun zu Prioritäten. Die Maßnahmen müssen maßvoll bleiben und sich in erster Linie auf die Beobachtung der tatsächlichen Dynamik des Bienenvolkes und der Umgebung stützen.
Der Monat Mai ist eine intensive Zeit am Bienenstand. Die Völker werden rasch stärker, die Honigräume müssen zum richtigen Zeitpunkt aufgesetzt werden, die Schwarmstimmung nimmt oft deutlich zu und auch die Gesundheitsführung bleibt zentral. Je nach Region, Höhenlage und Wetter kann dieser Monat mancherorts bereits den Weg zu einer ersten Frühtrachternte eröffnen.

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Im Juni bleibt am Bienenstand viel in Bewegung, doch die Logik der Saison beginnt sich bereits zu verändern. Zwischen Tracht, Platzmangel, Schwärmen, Jungvolkbildung, Transhumanz (wandern mit den Bienen) und Varroa-Kontrolle muss der Imker zugleich noch sehr starke Völker begleiten und bereits den weiteren Verlauf des Sommers vorbereiten. Dieser Artikel zeigt die wichtigsten Themen und Arbeiten des Monats Juni in einer Logik, die auf die Realitäten der Imkerei in der Schweiz abgestimmt ist.
Der Juli ist ein entscheidender Monat im Bienenhstand. Zwischen der Honigernte, der ersten Sommerbehandlung, der Gründung junger Völker und der schrittweisen Vorbereitung auf die Überwinterung muss der Imker bereits weit über den Honig dieser Saison hinausdenken. Dieser Monat erfordert daher besonnene, gut organisierte Entscheidungen, die unmittelbar mit der Gesundheit der Völker im Herbst und Winter zusammenhängen.
Der August markiert einen Wendepunkt im Bienenhaus: Die Ernte neigt sich dem Ende zu, während Entscheidungen bezüglich der Varroamilbe, der Vorräte und der Auswahl der Bienenvölker bereits die Überwinterung vorbereiten. Dieser Artikel fasst die praktischen Schwerpunkte des Monats, zu vermeidende Fehler und wichtige Punkte zusammen, die für die Qualität der Winterbienen entscheidend sind.
Im September treten die Bienenvölker in eine entscheidende Phase ein: Gesundheit, Vorräte, Qualität der Königinnen und die Auslese der Völker sind nun wichtiger als die Ertragsproduktion. In diesem Monat wird bereits die Überwinterung vorbereitet: Eine wirksame Varroa-Behandlung, das rechtzeitige Auffüllen der Vorräte und der Verzicht darauf, aussichtslose Völker künstlich am Leben zu erhalten, sind Entscheidungen, die sich direkt auf das kommende Frühjahr auswirken werden.
Oktober, der Monat der Einwinterung
Der Herbst ist die Phase der aktiven Vorbereitung auf die Einwinterung, sowohl seitens der Bienen als auch des Imkers, der um das Wohl seiner Völker besorgt ist.
Eine erste Behandlung wurde nach der Ernte, in Abwesenheit der Honigräume, mit Ameisensäure oder mit Streifen durchgeführt. Eine zweite Behandlung erfolgte Anfang September. Der Varroafall wurde gezählt und überschreitet nicht 1 pro Tag. Ziel ist es, die Völker mit weniger als 50 Varroamilben pro Beute einzuwintern.
Wenn es im November donnert, wird das Jahr gut
Oktoberwind und Novemberregen machen einen guten Dezember
Diese Bauernregeln kündigen Regen im November an. Er begünstigt die Entwicklung der Wurzelsysteme von Bäumen und mehrjährigen Pflanzen. Für die Völker ist die tote Jahreszeit bereits angebrochen. Die in ihren Beuten eingeschlossenen Bienen verbrauchen ihre Vorräte.
Es ist die Zeit der Ruhe, und das Schlüsselwort lautet Frieden
Je nach Region gibt es noch einige schöne Tage, an denen die erwärmten Bienen ausfliegen. Danach beginnt die lange Überwinterung. In der Wintertraube schmiegen sich die Bienen um ihre Königin. Sie wechseln sich dabei ab, an die Oberfläche der Traube zu gelangen, um den Energieaufwand untereinander zu verteilen.
Das Varroakonzept bildet den zentralen Rahmen für eine nachhaltige und wirksame Bekämpfung der Varroamilbe im Jahresverlauf. Es kombiniert Überwachung, biotechnische Massnahmen und gezielte Behandlungen zu einem abgestimmten Gesamtkonzept. Die folgenden Hinweise basieren auf dem offiziellen Varroakonzept des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes.