Die Europäische Honigbiene, auch als Avette oder Honigfliege bezeichnet (Apis mellifera), ist eine in Europa beheimatete Honigbienenart. Sie gilt als halb domestiziert. Sie ist eine der Bienenarten, die in großem Maßstab zur Honigproduktion gehalten werden.
In der Schweiz zählt die Imkerei zu den Freizeitbeschäftigungen. Heute betreuen rund 17'500 Imkerinnen und Imker etwa 188'000 Bienenvölker, im Durchschnitt 11 Völker pro Person. In Deutschland gilt ein Betrieb mit mehr als 30 Völkern als Freizeitbetrieb; ein Berufsimker betreut mehr als 300 Völker.
Was Imkerinnen und Imker über Exposition, Immunreaktionen und Schutz wissen sollten
Bei Imkerinnen und Imkern stellen Bienenstiche eine häufige berufliche Exposition dar, die oft banalisiert wird und traditionell mit der Vorstellung einer durch wiederholte Exposition erworbenen Toleranz verbunden ist. Diese weit verbreitete Vorstellung beruht auf realen empirischen Beobachtungen, entspricht jedoch nur teilweise der dokumentierten klinischen und immunologischen Realität.
Von Claude Pfefferlé und Serge Imboden
Lange Zeit als Modell ununterbrochener Aktivität betrachtet, hört die Honigbiene dennoch nicht auf, die Forschung zu überraschen. Jüngste Studien haben gezeigt, dass sie schläft und dass dieser Schlaf eine wesentliche Rolle bei der Regulation ihres Gedächtnisses, ihrer Physiologie und des Zusammenhalts der Gruppe spielt. Zu verstehen, wie und warum Bienen schlafen, heißt, ein Fenster zur Gesundheit des Bienenstocks zu öffnen – und zum Gleichgewicht des Lebendigen selbst.
Die Isolierung von Bienenstöcken im Winter ist seit Langem Gegenstand einer Debatte innerhalb der Imkerschaft. Während einige Studien ihre positiven Effekte auf die Reduktion des Energieverbrauchs und das Überleben der Völker hervorheben (St. Clair et al., 2022; Alburaki & Corona, 2021), weisen andere auf ihre Grenzen und potenziellen Nebenwirkungen hin, insbesondere wenn sie die natürlichen Mechanismen der Thermoregulation des Superorganismus stört (Mitchell, 2023; Minaud et al., 2024).
Bienen sind erstaunliche Tiere. Wussten Sie, dass sie seit mehr als 65 Millionen Jahren existieren (das ist etwa 260-mal länger als der Mensch) und dass sie die einzigen Insekten der Welt sind, die ein Nahrungsmittel produzieren, das vom Menschen ohne weitere Verarbeitung verzehrt wird.
Einige Akarizide, die im Rahmen alternativer Bekämpfungsstrategien gegen Varroa eingesetzt werden, wie beispielsweise Ameisensäure oder ätherische Öle, weisen nicht immer eine ausreichende Wirksamkeit auf. Als ergänzende Maßnahmen empfehlen wir die Entnahme von Drohnenbrut oder die Bildung junger Völker im Frühjahr. Diese Eingriffe zielen darauf ab, die Entwicklung der Varroa-Populationen zu verlangsamen und dadurch den Befallsdruck zu reduzieren. Sie haben den Vorteil, dass sie während der vollen Bienensaison durchgeführt werden können, während der Einsatz von Chemotherapie erhebliche Risiken einer Kontamination der Honigernte mit sich bringen würde.
Im März erwacht der Bienenstand wieder zum Leben: Die Königin steigert schrittweise ihre Legetätigkeit, die Sammlerinnen fliegen aus, sobald es die Temperaturen zulassen, und der Futterverbrauch nimmt zu, um die Entwicklung der Brut zu unterstützen. Es handelt sich um eine Schlüsselphase, in der die Imkerin oder der Imker jedes Volk ruhig beobachten muss, da ein Ressourcenmangel oder eine nicht erkannte Krankheit den Wiederaufbau nach dem Winter gefährden kann.
Februar ist ein Schlüsselmonat für das Volk. Die Tageslänge nimmt zu, und die Königin nimmt ihre Eiablage allmählich wieder auf. Diese Wiederaufnahme bleibt fragil: Die Vorräte können kritisch werden, die Temperaturen sind instabil, und jede längere Öffnung kann die Brut auskühlen. Der Imker handelt vor allem durch Beobachtung, Antizipation und Vorbereitung, wobei er Eingriffe begrenzt.
Der Januar entspricht in der Schweiz in der Regel dem Kern der Überwinterung. Das Volk lebt verlangsamt in der Wintertraube: Es hält eine ausreichende Innentemperatur zum Schutz der Königin aufrecht, und falls Brut vorhanden ist (je nach Höhenlage/Klima unterschiedlich), wird der zentrale Bereich stärker beheizt. Der Honigverbrauch bleibt moderat, ist jedoch kontinuierlich. Typische Risiken des Monats sind die „stille“ Verhungern (unzureichende oder unzugängliche Vorräte), Feuchtigkeit und Störungen. Der Imker handelt daher vor allem durch äußere Beobachtung, gezielte Sicherung der Vorräte, Hygiene und Vorbereitung des Materials und vermeidet jegliche Eingriffe. Die Devise lautet: „Nicht stören!“
Dieses offizielle Merkblatt beschreibt den Einsatz des FAM-Dispensers unter Verwendung von Formivar 70% und legt den Fokus auf Schutzmassnahmen, benötigtes Material, wichtige Punkte und ein klar strukturiertes Vorgehen. Besonders hervorgehoben wird, dass Ameisensäure (Formivar) stark ätzend ist und der Umgang grosse Vorsicht erfordert. Für Details und die vollständige Anleitung gilt das Merkblatt als verbindliche Referenz.
Die Sommerbehandlung ist ein zentraler Baustein der Varroa-Bekämpfung in der Schweiz. Der Liebig-Dispenser ist eine verbreitete Methode zur Anwendung von Ameisensäure (Formivar) und erfordert ein korrektes Vorgehen, damit Wirkung und Verträglichkeit stimmen. Die Kurzfassung unten basiert ausschliesslich auf dem offiziellen Merkblatt (BGD/SSA) und verweist auf die vollständige Anleitung.
Das Verdampfen/Sublimieren von Oxalsäure ist eine in der Schweiz empfohlene Winterbehandlung gegen Varroa, sofern die Bienenvölker brutfrei oder nur offene Brut enthalten. Die Verdampfung erfolgt mit einem speziellen Sublimator/Verdampfergerät; die richtige Anwendung ist entscheidend für Wirkung und Sicherheit. Die folgende Zusammenfassung basiert ausschließlich auf dem offiziellen Merkblatt 1.3.3 (V 2511) des SSA / BGD.
Das kontrollierte Einschmelzen von Waben (z. B. aus Brutwaben oder Drohnenrahmen) dient der Entnahme von Wachs oder zur Aufbereitung von Altmaterial. Richtig gemacht, reduziert es Verunreinigungen und erleichtert die Verarbeitung von Bienenwachs. Die folgende Kurzfassung basiert auf dem offiziellen Merkblatt 4.4.1 (BGD/SSA).
Das Erstellen von Sammelbrutablegern dient der Reproduktion von Völkern, der Auffütterung oder der Sanierung geschwächter Bestände. Dieser Abschnitt fasst die Kernpunkte des offiziellen Merkblatts 1.4.4.1 zusammen und verweist auf die vollständige Originalquelle.
Ist ein Bienenvolk von einer unheilbaren Krankheit betroffen oder stark geschwächt, muss es eliminiert werden. Dies ist eine wichtige Maßnahme im Rahmen der Bekämpfung und Prävention von Epizootien bzw. Krankheiten. Bei Verdacht auf eine meldepflichtige Krankheit ist vor der Eliminierung des Volkes der Bieneninspektor zu informieren.
Die Amerikanische Faulbrut ist eine hochkontagiöse, meldepflichtige bakterielle Brutkrankheit der Honigbienenlarven. Sie ist eine der schwerwiegendsten Brutseuchen im Bienenstand, da die Erreger-Spore extrem widerstandsfähig sind und sich über Waben, Honig oder Werkzeuge verbreiten können. Diese Kurzfassung stützt sich auf das offizielle Merkblatt 2.1 (BGD/SSA) und beschreibt Ursache, Symptome, Übertragung und erste Massnahmen.
Die Fütterung ist ein zentrales Element der Betriebsführung und dient dazu, Versorgungsengpässe auszugleichen sowie die Entwicklung und Überwinterungsfähigkeit der Bienenvölker sicherzustellen. Zeitpunkt, Menge und Art des Futters müssen an die Volksstärke und die Jahreszeit angepasst werden. Die folgenden Hinweise basieren auf dem offiziellen Merkblatt 4.2 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes (BGD).
Die Selektion und Beurteilung von Bienenvölkern ist ein zentrales Instrument zur langfristigen Verbesserung der Bienenhaltung. Durch systematische Beobachtung und gezielte Auslese können leistungsfähige, gesunde und an die lokalen Bedingungen angepasste Völker gefördert werden. Die folgenden Hinweise basieren auf dem offiziellen Merkblatt 4.7 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes (BGD).
Kalkbrut ist eine Pilzkrankheit der Honigbienenbrut, die vor allem Arbeiterinnen- und Drohnenbrut befällt. Sie tritt häufig bei schwachen Völkern auf und wird durch Sporen des Pilzes Ascosphaera apis verursacht. Die folgende Kurzfassung stützt sich auf das offizielle Merkblatt 2.4 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes (BGD).
Die Anlage eines Fluglings (mittags gebildeter Nucleus aus Sammelbrutableger und zusätzlicher Aufzuchtregion) dient dazu, junge Völker gezielt am Tag mit Flugbienen zu versorgen und die Entwicklung zu fördern. Die nachfolgende Kurzfassung basiert ausschließlich auf dem offiziellen Merkblatt 1.4.5 (BGD/SSA) und verweist auf die Originalquelle.