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Wie wird man ImkerIn?

In der Schweiz zählt die Imkerei zu den Freizeitbeschäftigungen. Heute betreuen rund 17'500 Imkerinnen und Imker etwa 188'000 Bienenvölker, im Durchschnitt 11 Völker pro Person. In Deutschland gilt ein Betrieb mit mehr als 30 Völkern als Freizeitbetrieb; ein Berufsimker betreut mehr als 300 Völker.

Erwerb der Grundkenntnisse

Die Imkervereine bieten Grundkurse an, zu denen sich alle an der Imkerei Interessierten anmelden können. Diese Kurse werden unter der Leitung von Bienenberatern durchgeführt und umfassen 18 Halbtage, verteilt über zwei Jahre. Für das Wallis finden Sie weitere Informationen unter: http://www.favr.ch/cours-debutants

 

Imkerliche Arbeiten im 1. Halbjahr

 

Frühling

Sommer

Herbst

 

Siehe auch die Merkblätter von ApiService

 

Standort finden

Die Wahl eines geeigneten Standorts für die Bienenvölker ist entscheidend für deren Entwicklung und den Erfolg der Imkerei. Der Standort wird nach den Bedürfnissen ausgewählt:

  1. der Bienen
  2. des Imkers
  3. und der Nachbarn

Die Bedürfnisse der Bienen

Die Bienen müssen in einem Umkreis von etwa 1,5 km ausreichend Nektar und Pollen finden, insbesondere im Frühling und im Spätsommer.

Der Standort des Bienenstands sollte dort liegen, wo der Schnee zuerst schmilzt, vor kalten Nord- und Ostwinden geschützt sein, nicht in Kaltluftsenken oder an nordexponierten Hängen liegen, sondern nach Süden oder Südosten ausgerichtet sein, im Winter von der Mittagssonne und im Sommer von der Morgensonne profitieren, jedoch durch Pflanzen vor der brennenden Mittagssonne geschützt werden. Am sichersten ist es, einen Standort zu übernehmen, der sich bereits bewährt hat. Für einen neuen Standort empfiehlt es sich, erfahrene Imkerinnen und Imker der Region zu konsultieren.

Die Bedürfnisse des Imkers

Der Betrieb der Imkerei erfordert neben dem Standort des Bienenstands auch Platz für die Lagerung von Werkzeugen, leeren Beuten und leeren Rähmchen. Je näher Wohnort und Lagerplatz des Imkers bei den Völkern liegen, desto ökologischer und zeitsparender ist die Bewirtschaftung. Der Zugang zum Bienenstand sollte mit dem Auto oder zumindest mit einer Schubkarre oder einem Fahrradanhänger möglich sein.

Die Bedürfnisse der Nachbarn

Bei der Wahl des Standorts sind die Nachbarschaftsrechte zu respektieren. Grundsätzlich kann niemand die Haltung von Bienen verbieten, da die Imkerei eine Freiheit darstellt. Die Behörden können jedoch die Anzahl der Völker und die Abstände zu den Grundstücksgrenzen begrenzen. Nachbarn können daher verlangen, dass die vorgeschriebenen Abstände eingehalten werden und dass das Flugloch nicht auf ihr Grundstück ausgerichtet ist. Sie können auch fordern, dass der Imker für friedliche und sanftmütige Bienen sorgt. Die Bienen dürfen die Nachbarn nicht übermäßig stören. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn bei den Nachbarn Besucher anwesend sind oder wenn die Beuten geöffnet werden. In der Regel kann der Imker nicht für Bienenstiche haftbar gemacht werden, da er ein wildlebendes Tier nicht beeinflussen kann.

Erwerb von Bienenvölkern

Man kann einen Schwarm (= ein Volk ohne Rähmchen), einen Ableger (= ein kleines Volk auf 4 bis 5 Waben mit einer legenden Königin) oder ein vollständiges Volk (= ein Volk auf 8 Waben mit einer Königin) kaufen. Vor jedem Erwerb ist es notwendig, sich beim zuständigen Bieneninspektor der Region zu informieren, um sicherzustellen, dass die angebotenen Bienen frei von Krankheiten sind. Es wird empfohlen, die in der Region verbreitete Rasse zu wählen und mit zwei bis fünf Völkern zu beginnen.

Mitgliedschaft in einem Imkerverein

Der Beitritt zu einem lokalen Imkerverein bietet zahlreiche Vorteile. Erfahrene Imkerinnen und Imker geben ihr Wissen gerne weiter, und oft bietet sich ein „Pate“ an, der Sie bei den ersten Durchsichten Ihrer Völker begleitet.

Während der Imkersaison werden mehrere Standbesuche organisiert. Dies bietet die Gelegenheit, sich zu spezifischen Themen weiterzubilden und sich mit Kolleginnen und Kollegen über verschiedene Methoden auszutauschen. Sammelbestellungen von Gläsern, Behandlungsmitteln und Futterteig ermöglichen zudem den Bezug zu günstigen Preisen.

Schließlich informiert das Abonnement der Zeitschrift der Société romande d'apiculture (SAR), das im Mitgliederbeitrag enthalten ist, Monat für Monat über die anstehenden Arbeiten und die neuesten Entwicklungen in der wissenschaftlichen Forschung. Die Kleinanzeigen bringen Sie zudem mit Züchtern in Kontakt, bei denen Sie Ihre ersten Bienen oder Königinnen erwerben können.

Autor
L'apiculture - une fascination, édition SAR, 2014 & www.apiculteur.ch
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