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FAQ – Einfache Antworten auf wichtige Fragen

In dieser Rubrik finden Sie häufig gestellte Fragen aus der Imkerpraxis mit kurzen, konkreten Antworten, die direkt im Bienenstand von Nutzen sind. Bei jeder Frage geht es darum, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Was ist zu tun, was sollte vermieden werden und was ist zu überprüfen, wenn etwas nicht wie geplant verläuft? Ziel ist es, einfache, zuverlässige und leicht umsetzbare Anhaltspunkte zu geben, damit Sie im richtigen Moment die richtigen Entscheidungen treffen können.

1. Erste Durchsichten und Beobachtung des Volkes

Führen Sie die erste eigentliche Frühjahrsdurchsicht erst dann durch, wenn das Wetter ein Öffnen erlaubt, ohne das Brutnest abzukühlen: ein milder, ruhiger und möglichst sonniger Tag mit etwa 14–15 °C oder mehr. Verlassen Sie sich nicht auf ein festes Datum: Höhenlage, lokales Wetter und Volksstärke sind wichtiger als der Kalender. Im Februar beobachtet man vor allem von aussen; im März oder Anfang April öffnet ein Wetterfenster oft die Möglichkeit für die erste vollständige Durchsicht.

Was zu tun ist

  • Vor dem Öffnen das Flugloch und nach Möglichkeit das Gemüll auf der Varroaunterlage beobachten: das liefert bereits Hinweise auf die Aktivität, die Lage der Wintertraube, die Vorräte und mögliche Probleme.
  • Einen milden, ruhigen und möglichst sonnigen Tag wählen.
  • Das Material vor dem Öffnen bereitlegen: Smoker, Stockmeissel, Reservewaben falls nötig, Stockkarte.
  • Kurz öffnen und gezielt arbeiten.
  • Zuerst die Futtervorräte überprüfen.
  • Die Anwesenheit einer in Eilage befindlichen Königin kontrollieren: frische Eier, junge Brut oder regelmässiges Brutbild.
  • Die Volksstärke beurteilen: Anzahl besetzter Waben, Zusammenhalt des Brutnests, allgemeine Aktivität.
  • Den Raum nur bei Bedarf anpassen: ein schwaches Volk nicht zu früh erweitern.
  • Auf auffällige Anzeichen achten: verdächtiger Geruch, lückenhaftes Brutnest, ungewöhnlicher Totenfall, Spuren von Krankheit.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Bleibt das Wetter kalt oder unbeständig, erzwingen Sie die vollständige Durchsicht nicht. Beobachten Sie weiterhin am Flugloch, kontrollieren Sie das Gewicht der Beute, sichern Sie bei Bedarf die Vorräte und warten Sie auf ein echtes Wetterfenster. Bei verdächtigem Geruch, stark abnormem Brutbild oder Verdacht auf eine meldepflichtige Tierseuche schliessen Sie die Beute wieder und kontaktieren Sie den Bieneninspektor, bevor Sie weiter eingreifen.

Zu vermeiden

  • Aus Neugier schon bei den ersten Flügen im Februar öffnen.
  • Eine vollständige Durchsicht bei kaltem, feuchtem oder windigem Wetter durchführen.
  • Lange nach der Königin suchen, wenn frische Eier oder junge Brut ihre Anwesenheit bereits bestätigen.
  • Ein schwaches Volk zu früh erweitern.
  • Stark mit Sirup stimulieren, obwohl die Vorräte ausreichen und das Wetter unsicher bleibt.

Wichtig

Die erste Frühjahrsdurchsicht richtet sich nicht nach einem festen Datum: Sie erfolgt, wenn das Volk wieder anläuft und das Wetter ein Öffnen ohne Abkühlen des Brutnests erlaubt.

Siehe auch

2. Frühjahrsentwicklung, Honigzarge und Tracht

Bereiten Sie die Honigzarge vor, sobald Löwenzahn und Obstbäume zu blühen beginnen. Setzen Sie sie dann auf, wenn das Volk stark ist, die Tracht wirklich anläuft und die Bienen Platz zu brauchen beginnen. Bei einer einfachen Betriebsweise wird die Honigzarge mit einem Absperrgitter aufgesetzt, bevor der Brutraum durch Nektar blockiert wird.

Was zu tun ist

  • Sobald Löwenzahn und Obstbäume blühen, das Material vorbereiten: Honigzarge, Honigwaben und Absperrgitter.
  • Das Volk beobachten, nicht nur den Kalender: ein schwaches Volk nutzt eine zu früh aufgesetzte Honigzarge nicht gut.
  • Sicherstellen, dass der Brutraum gut von Bienen besetzt ist und sich die Brut normal entwickelt.
  • Auf Anzeichen von Platzmangel achten: viele Bienen oben im Brutraum, regelmässiger Nektareintrag, Wildbau auf den Wabenoberkanten oder unter dem Deckbrett.
  • Das Absperrgitter zwischen Brutraum und Honigzarge legen.
  • Eine einsatzbereite Honigzarge aufsetzen, idealerweise mit bereits ausgebauten oder korrekt bestückten Waben.
  • Einige Tage später kontrollieren: Wenn die Bienen hochziehen und einzulagern beginnen, war der Zeitpunkt richtig.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Bleibt die Honigzarge leer, war das Volk wahrscheinlich noch nicht stark genug oder die Tracht ist noch nicht wirklich angelaufen. Setzen Sie keine weiteren Zargen auf: warten Sie, bis der Eintrag regelmässig wird. Bauen die Bienen umgekehrt auf den Wabenoberkanten oder unter dem Deckbrett, oder füllt sich der Brutraum schnell mit Nektar, ist das oft ein Zeichen, dass rasch Platz geschaffen werden muss.

Zu vermeiden

  • Die Honigzarge zu einem festen Datum aufsetzen, ohne auf das Volk zu schauen.
  • Vorbereitungssignal und Aufsetzsignal verwechseln: Löwenzahn und Obstbäume zeigen an, dass man bereit sein muss, nicht dass alle Völker am selben Tag eine Honigzarge erhalten.
  • Eine Honigzarge zu früh auf ein noch schwaches Volk aufsetzen.
  • Warten, bis der Brutraum mit Nektar gesättigt ist.
  • Wildbau oben im Brutraum ignorieren: er deutet oft darauf hin, dass das Volk Platz sucht.
  • Das Absperrgitter vergessen und damit riskieren, Brut in den Honigwaben zu finden.

Wichtig

Löwenzahn und Obstbäume: vorbereiten. Starkes Volk, echte Tracht und Anzeichen von Platzmangel: Honigzarge mit Absperrgitter aufsetzen.

Siehe auch

Eine Honigzarge wird aufgesetzt, wenn das Volk stark ist, die Tracht beginnt und die Bienen den Brutraum gut besetzen. Die einfache Regel lautet: Absperrgitter und Honigzarge gleichzeitig aufsetzen, wobei das Absperrgitter zwischen Brutraum und Honigzarge zu liegen kommt. Es verhindert, dass die Königin in die Honigwaben aufsteigt und dort Eier legt, damit die Honigzarge dem Erntehonig vorbehalten bleibt.

Was zu tun ist

  • Sicherstellen, dass das Volk stark genug ist: viele Bienen, gut entwickelte Brut und sichtbare Sammeltätigkeit.
  • Einen milden Tag mit guten Flugbedingungen wählen und zügig arbeiten, um die Brut nicht abzukühlen.
  • Eine saubere Honigzarge mit passenden Honigwaben vorbereiten, möglichst ausgebaut, oder mit Mittelwänden, wenn das Volk gut baut.
  • Die Beute öffnen, das Deckbrett abnehmen und das Absperrgitter direkt auf den Brutraum legen.
  • Die Honigzarge über das Absperrgitter setzen, das Deckbrett wieder auflegen und die Beute schliessen.
  • Einige Tage später kontrollieren, ob die Bienen in die Honigzarge ziehen und die Waben zu besetzen beginnen.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Wenn die Bienen nicht in die Honigzarge ziehen, wurde sie oft zu früh aufgesetzt, das Volk ist zu schwach, das Wetter ungünstig oder die Tracht hat noch nicht wirklich begonnen. Erscheint Brut in einer Honigzarge, muss zuerst die Anwesenheit und korrekte Lage des Absperrgitters überprüft und die Betriebsweise vor der Ernte korrigiert werden.

Zu vermeiden

  • Eine Honigzarge ohne Absperrgitter aufsetzen, wenn man die Honigwaben dem Erntehonig vorbehalten will.
  • Das Absperrgitter an der falschen Stelle platzieren: es muss Brutraum und Honigzarge trennen.
  • Eine Honigzarge auf ein schwaches Volk aufsetzen: es besetzt sie womöglich nicht und sie kühlt aus.
  • Zu lange auf ein starkes Volk warten: Platzmangel kann den Schwarmtrieb fördern.
  • Waben, die Brut enthielten, in der für den Erntehonig bestimmten Honigzarge verwenden.
  • Mit Sirup füttern, solange für die Ernte bestimmte Honigzargen aufgesetzt sind.
  • Eine Varroabehandlung mit zum Konsum bestimmten Honigzargen auf der Beute durchführen, ausser dies ist gemäss offiziellen Angaben mit dem verwendeten Produkt vereinbar.

Wichtig

In einer einfachen Betriebsweise gehören Honigzarge und Absperrgitter zusammen: das Absperrgitter wird zwischen Brutraum und Honigzarge gelegt, um den Erntehonig von der Brut zu trennen.

Siehe auch

Nein, das Absperrgitter ist als gesetzlich vorgeschriebenes Material nicht Pflicht, wird aber dringend empfohlen. Die einfache Regel lautet, es immer dann zu verwenden, wenn eine Honigzarge zur Erzeugung von Erntehonig aufgesetzt wird. Es hilft, die Honigzarge dem Honig vorzubehalten und zu verhindern, dass die Königin dort Eier legt.

Was zu tun ist

  • Das Absperrgitter zwischen Brutraum und Honigzarge legen.
  • Es gleichzeitig mit der Honigzarge aufsetzen.
  • Prüfen, dass es sauber, korrekt aufliegend und seitlich nicht durchlässig ist.
  • Die Honigwaben der Honigproduktion vorbehalten.
  • Bei der Ernte nur Honigwaben mit Honig und ohne Brut entnehmen.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Enthält die Honigzarge bereits Brut, dürfen diese Waben nicht geschleudert werden. Zuerst muss mit einem Absperrgitter verhindert werden, dass die Königin erneut in die Honigzarge aufsteigt, dann das Schlüpfen der Brut abgewartet werden, bevor die betroffenen Waben für die Ernte in Betracht kommen. In der Praxis sollten Waben, die Brut enthielten, nicht in den geschleuderten oder abgetropften Honig gelangen.

Der entscheidende rechtliche Punkt ist also nicht die Pflicht, ein Absperrgitter zu haben, sondern die Pflicht, konformen Honig zu erzeugen. In der Schweiz untersteht abgegebener oder verkaufter Honig dem Lebensmittelrecht, insbesondere dem Lebensmittelgesetz (LMG) und den Verordnungen, welche die Anforderungen an Honig, Hygiene und Selbstkontrolle konkretisieren.

Zu vermeiden

  • In einer einfachen Betriebsweise eine Honigzarge ohne Absperrgitter aufsetzen.
  • Waben mit Brut ernten oder schleudern.
  • Brutwaben mit den für den Honig bestimmten Honigwaben vermischen.
  • Vergessen, dass es Betriebsweisen ohne Gitter gibt, die aber mehr Erfahrung erfordern.

Wichtig

Das Gesetz schreibt das Absperrgitter nicht direkt vor, verlangt aber konformen Honig: in einer einfachen Betriebsweise ist das Absperrgitter die sicherste Lösung, um die Honigzarge dem Honig vorzubehalten.

Siehe auch

Ziehen die Bienen nicht in die Honigzarge, drängen Sie das Volk nicht. Prüfen Sie zuerst drei Dinge: Ist das Volk stark genug, läuft die Tracht wirklich, und ist die Honigzarge attraktiv? In den meisten Fällen bleibt eine Honigzarge leer, weil sie etwas zu früh aufgesetzt wurde oder die Bienen den Raum noch nicht brauchen.

Was zu tun ist

  • Den Brutraum beobachten: die Bienen sollen die oberen Wabenbereiche gut besetzen.
  • Prüfen, ob tatsächlich Nektar eingetragen wird, nicht nur ob Blüten vorhanden sind.
  • Schauen, ob sich der Brutraum mit Nektar zu füllen beginnt: ist das nicht der Fall, brauchen die Bienen die Honigzarge vielleicht noch nicht.
  • Die Honigzarge prüfen: saubere, korrekt platzierte Waben, Wachs in gutem Zustand, ohne Fremdgeruch, ohne Schimmel und ohne zweifelhafte Lagerspuren.
  • Wenn möglich ein bis zwei bereits ausgebaute Honigwaben in die Mitte der Honigzarge stellen: sie werden meist besser angenommen als reine Mittelwände.
  • Das Absperrgitter belassen und prüfen, dass es korrekt aufliegt.
  • Einige Tage später erneut kontrollieren, vor allem wenn das Wetter günstig wird und der Eintrag zunimmt.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Enthält die Honigzarge überwiegend Mittelwände, braucht es eine echte Tracht, Wärme und ein starkes Volk, damit die Bienen bauen. Bereits ausgebaute Honigwaben in der Mitte können helfen. Bleibt die Honigzarge dennoch leer, ergänzen Sie kein zusätzliches Volumen: warten Sie, bis sich das Volk verstärkt oder die Tracht wirklich beginnt.

Zu vermeiden

  • Eine zweite Honigzarge ergänzen, obwohl die erste noch leer ist.
  • Vorschnell ein Volksproblem annehmen.
  • Eine Honigzarge zu früh auf ein noch schwaches Volk aufsetzen.
  • Schnellen Wabenbau auf Mittelwänden ohne echte Tracht erwarten.
  • Sirup in eine für die Honigernte bestimmte Honigzarge sprühen: das vermischt Fütterung und geernteten Honig.
  • Honig auf die Waben sprühen: das kann Räuberei begünstigen und wirft Hygienefragen auf, wenn die Herkunft des Honigs nicht eindeutig kontrolliert ist.
  • Brut in Honigwaben einbringen, die für den Erntehonig bestimmt sind.

Wichtig

Eine leere Honigzarge ist nicht zwangsläufig ein Problem: starkes Volk, echte Tracht und attraktive Honigwaben sind die drei Hauptvoraussetzungen, damit die Bienen hochziehen.

Siehe auch

3. Schwärmen, Völkervermehrung und Königinnenzucht

Das Schwärmen lässt sich nicht zu 100 % verhindern, denn es ist die natürliche Vermehrungsform eines Volkes. Die einfache Regel lautet, vorausschauend zu handeln: im Frühjahr starke Völker überwachen, ihnen rechtzeitig Platz geben, bevor das Brutnest blockiert wird, und die kräftigsten Völker bei Bedarf entlasten. Das Schwärmen kann sich mehr als eine Woche vor dem Abflug vorbereiten: etwa 9 Tage nach der Eiablage in eine Weiselzelle kann der Schwarm bei günstigem Wetter abgehen.

Was zu tun ist

  • Vor allem starke Völker im Frühjahr und Frühsommer beobachten.
  • Rechtzeitig Platz geben: die Honigzarge zum richtigen Zeitpunkt aufsetzen, verhindern, dass Nektar das Brutnest blockiert, und Platz für die Eilage erhalten.
  • Bei den Durchsichten auf Anzeichen des Schwarmtriebs achten: sehr dichtes Volk, Weiselzellen, verlangsamte Eilage, Platzmangel.
  • Während der Risikoperiode die stärksten Völker etwa einmal pro Woche kontrollieren, wenn das Wetter es zulässt.
  • Nach einer langen Schlechtwetterperiode die starken Völker beim ersten günstigen Wetter durchsehen: die Bienen können das Schwärmen während der Tage, an denen sie nicht flogen, vorbereitet haben.
  • Wird ein Volk zu stark, lieber ein Jungvolk oder einen Kunstschwarm bilden, statt auf den Abflug eines Naturschwarms zu warten.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Sind die Weiselzellen bereits weit entwickelt, ist davon auszugehen, dass das Volk wahrscheinlich im Schwarmtrieb steckt. In diesem Fall genügt es nicht, die Weiselzellen zu brechen: der Druck im Volk muss reduziert werden, etwa durch eine Teilung oder einen Kunstschwarm, mit einer sorgfältigen Begleitung des neuen Volkes. Wichtig ist, das Unterdrücken der Anzeichen nicht mit der Lösung der Ursache zu verwechseln.

Zu vermeiden

  • Warten, bis ein Schwarm an einem Ast hängt, um zu handeln.
  • Glauben, dass das Schwärmen am Tag des Abflugs beginnt: es ist meist schon mehrere Tage vorher vorbereitet worden.
  • Weiselzellen zerstören, ohne den Platzmangel oder den Bienenüberschuss zu beheben.
  • Die Honigzarge zu spät aufsetzen, wenn das Brutnest bereits blockiert ist.
  • Ein schwaches oder schlecht betreutes Volk allein zur Schwarmverhinderung teilen.

Wichtig

Der beste Schwarmvorbeuger ist die Vorausschau: rechtzeitig Platz, gezielte Durchsichten und frühzeitige Teilung zu starker Völker.

Siehe auch

Bereiten Sie den geschlossenen Starter am Vorabend des Umlarvens vor oder mindestens einige Stunden vorher. Er muss viele junge Ammenbienen enthalten, aber weder Königin noch Brut. Seine Aufgabe ist es, die Zuchtnäpfchen während etwa 24 Stunden anzunehmen; danach muss die Zuchtwabe in ein Pflegevolk gehängt werden.

Was zu tun ist

  • Ein starkes, gesundes und ruhiges Volk mit einer guten, in Eilage befindlichen Königin wählen.
  • Ein gut belüftetes 6-Waben-Ablegerkästchen vorbereiten.
  • An eine Seitenwand eine Futterwabe mit Honig und Pollen samt aufsitzenden Bienen, aber ohne Brut und ohne die Königin, einhängen.
  • Direkt daneben einen leeren Platz für die Zuchtwabe freilassen.
  • Eine alte, ausgebaute Leerwabe gut anfeuchten oder eine Tränkewabe einsetzen, um den Ammenbienen Wasser zur Verfügung zu stellen.
  • Die jungen Ammenbienen von 3 bis 4 offenen Brutwaben in das Ablegerkästchen abkehren und dabei sorgfältig prüfen, dass sich die Königin nicht unter den abgekehrten Bienen befindet.
  • Mit einem Schied einengen.
  • Anstelle des Deckbretts eine durchsichtige Klarsichtfolie oben am Starter befestigen, ohne die Belüftung zu blockieren.
  • Den Starter schliessen und mindestens einige Stunden kühl und dunkel stellen, damit die Bienen sich weisellos fühlen.
  • Am Tag des Umlarvens mit einem Cutter einen langen Schlitz in die Klarsichtfolie schneiden, dort wo die Zuchtwabe vorgesehen ist.
  • Die Zuchtwabe mit den frisch umgelarvten, sehr jungen Larven zügig einhängen und die Folie wieder um die Wabe legen, damit weniger Bienen austreten.
  • Den geschlossenen Starter die Zuchtnäpfchen etwa 24 Stunden lang annehmen lassen, dann die Wabe in ein Pflegevolk umhängen.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Sind die Bienen sehr unruhig, ziehen massenhaft aus, überhitzen oder lehnen die Larven ab, ist der Starter oft schlecht ausbalanciert: zu wenige junge Ammenbienen, Wassermangel, Futtermangel, mangelnde Belüftung, versehentlich vorhandene Königin oder Anwesenheit von Brut. In diesem Fall ist es besser, die Vorbereitung zu korrigieren und eine kleine Serie neu zu starten, statt die Zucht zu erzwingen.

Zu vermeiden

  • Brut in den geschlossenen Starter einbringen: die Bienen könnten ihre eigenen Larven anstelle der umgelarvten Larven pflegen.
  • Die Königin versehentlich mit den abgekehrten Bienen entnehmen.
  • Zu alte Larven verwenden: die besten Larven sind sehr jung, idealerweise jünger als 24 Stunden.
  • Beim Einhängen der Zuchtwabe den gesamten Starter oben öffnen: dabei ziehen viele Bienen aus.
  • Eine Klarsichtfolie verwenden, welche die Belüftung blockiert.
  • Den geschlossenen Starter zu lange geschlossen lassen, besonders bei warmem Wetter.

Wichtig

Ein guter geschlossener Starter ist ein provisorisches Ablegerkästchen, sehr reich an jungen Ammenbienen, ohne Königin und ohne Brut, das nur dazu dient, die Königinnenzucht während etwa 24 Stunden anzustossen.

Siehe auch

4. Honigernte

Der beste Zeitpunkt ist kein festes Datum. Geerntet wird, wenn der Honig der Honigzargen reif ist, bei trockenem Wetter, und wenn die Waben beim Schütteltest nicht mehr spritzen. Die einfache Regel lautet, vor allem gut verdeckelte Honigwaben zu ernten, idealerweise zu mindestens zwei Dritteln, und den Wassergehalt nach Möglichkeit mit dem Refraktometer zu prüfen. Es ist jedoch nicht sinnvoll, unnötig zu warten: lieber genug Zeit lassen, um gute Winterbienen heranzuziehen, als den letzten Gramm Honig hinterherjagen.

Was zu tun ist

  • Die Honigzargen beobachten, nicht nur den Kalender.
  • Einen trockenen Tag wählen, möglichst nach einer regenfreien Phase.
  • Prüfen, dass die Honigwaben überwiegend verdeckelt sind.
  • In den unverdeckelten Bereichen den Schütteltest durchführen: spritzt Nektar heraus, diese Wabe nicht ernten.
  • Mit einem Refraktometer den Wassergehalt an mehreren Waben derselben Honigzarge messen.
  • Die letzte Ernte so planen, dass die wichtigen Schritte am Saisonende nicht verzögert werden: Varroakontrolle, Behandlung falls nötig, Fütterung und Vorbereitung auf die Überwinterung.
  • Die Honigzargen entfernen und rasch abdecken, um Feuchtigkeitsaufnahme und Räuberei zu vermeiden.
  • Den Honig am selben oder nächsten Tag in einem sauberen, trockenen Schleuderraum schleudern.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Sind einige Waben reif und andere nicht, ernten Sie nicht die ganze Honigzarge automatisch. Entnehmen Sie nur die fertigen Waben oder lassen Sie die Honigzarge einige Tage länger. Am Saisonende aber nicht zu lange warten: eine späte Ernte kann die verfügbare Zeit verkürzen, um die Winterbienen vor der Varroa zu schützen und die Vorräte ordentlich zu ergänzen. Bei schnell kristallisierenden Honigen, etwa Raps oder gewissen Frühjahrshonigen, muss man besonders aufpassen: zu langes Warten kann die Schleuderung erschweren.

Zu vermeiden

  • Ernten, nur weil «die Saison da ist».
  • Nach mehreren Regentagen oder bei hoher Luftfeuchtigkeit ernten.
  • Sich allein auf die Verdeckelung verlassen, ohne Kontrolle, wenn die Tracht sehr stark war.
  • Reife Waben mit noch zu feuchten Waben vermischen.
  • Waben schleudern, die bereits Brut enthielten.
  • Die letzte Ernte so weit hinausschieben, dass die Varroabehandlung oder die Spätsommerfütterung verzögert wird.
  • Den letzten Gramm Honig abwarten, wenn dies die Vorbereitung der Winterbienen gefährdet.

Wichtig

Die richtige Ernte beginnt, wenn der Honig reif ist, sie darf aber die Vorbereitung der Winterbienen nicht verzögern.

Siehe auch

5. Gesundheit der Völker und Behandlungen

Die Varroabekämpfung beschränkt sich nicht auf eine einzige Behandlung. Die einfache Regel lautet, einem Jahreskonzept zu folgen: im Frühjahr den Druck nach Möglichkeit reduzieren, den Befall kontrollieren, rasch nach der Ernte behandeln, eine zweite Sommerbehandlung durchführen und mit der Winterbehandlung in brutfreier Phase abschliessen. Hauptziel ist der Schutz der Winterbienen: sind die Sommerbehandlungen zu spät oder unzureichend, kann die Winterbehandlung die bereits erlittenen Schäden am Volk nicht reparieren.

Orientierungspunkte im Jahr

Zeitpunkt Hauptmassnahme Ziel
April / Mai Drohnenschnitt, falls diese Massnahme zur Betriebsweise gehört. Im Frühjahr einen Teil der Varroamilben mechanisch reduzieren.
Mai / Juni Kontrolle des natürlichen Milbenfalls. Einen zu starken Befall vor dem Sommer erkennen.
Nach der letzten Ernte, vor Ende Juli Honigzargen entfernen, 2 bis 3 Liter Futtersirup geben, dann die erste Sommerbehandlung durchführen. Den Varroadruck vor der Aufzucht der Winterbienen schnell senken.
Anfang September, spätestens um Mitte September Die zweite Sommerbehandlung durchführen. Die Winterbienen während ihrer Aufzucht schützen.
Ende November / Dezember Die Winterbehandlung in brutfreier Phase durchführen. Mit niedrigem Varroadruck in die neue Saison starten.
Während der ganzen Saison Reagieren, wenn ein kritischer Schwellenwert überschritten wird. Nicht auf die geplante Behandlung warten, wenn das Volk gefährdet ist.

Was zu tun ist

  • Die Varroabekämpfung als jährliches Monitoring verstehen, nicht als Einzelaktion.
  • Im Frühjahr den Drohnenschnitt einsetzen, wenn er beherrscht und in die Betriebsweise integriert ist.
  • Den Befall regelmässig kontrollieren, insbesondere über den natürlichen Milbenfall.
  • Nach der letzten Ernte die Honigzargen entfernen und die erste Sommerbehandlung nicht verzögern.
  • Nach dem Entfernen der Honigzargen eine kleine Übergangsfütterung geben, dann zügig behandeln.
  • Die zweite Sommerbehandlung früh genug einplanen, idealerweise Anfang September und spätestens um Mitte September.
  • Die Winterbehandlung nur dann durchführen, wenn das Volk frei von verdeckelter Brut ist.
  • Nur zugelassene Methoden und Präparate verwenden und die offizielle Gebrauchsanweisung beachten.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Wird ein kritischer Schwellenwert überschritten, darf nicht mechanisch auf den nächsten Kalender­schritt gewartet werden. Das Vorgehen hängt vom Zeitpunkt im Jahr ab: zu Saisonbeginn kann eine Notmassnahme nötig sein; im Spätherbst kann eine ergänzende Oxalsäurebehandlung angezeigt sein, selbst wenn noch Brut vorhanden ist.

Verzögert eine späte Ernte die erste Sommerbehandlung, muss die Priorität überprüft werden. Ein paar Kilogramm Honig mehr rechtfertigen es nicht, die Gesundheit der Winterbienen zu gefährden. Der richtige Zeitpunkt für den Schutz der Winterbienen entscheidet sich vor allem im Sommer, nicht erst bei der Winterbehandlung.

Zu vermeiden

  • Annehmen, eine einzige Behandlung reiche für das ganze Jahr.
  • Die Varroa erst im Herbst entdecken.
  • Die erste Sommerbehandlung verzögern, um die Ernte zu verlängern.
  • Vergessen, dass der Drohnenschnitt eine Hilfe ist und nicht die nötigen Behandlungen ersetzt.
  • Sich auf die Winterbehandlung verlassen, um schlechte Sommerführung auszugleichen.
  • Behandeln, während noch für die Ernte bestimmte Honigzargen aufgesetzt sind.
  • Ein nicht zugelassenes Präparat verwenden oder von der offiziellen Gebrauchsanweisung abweichen.

Wichtig

Das Varroakonzept folgt einer jährlichen Logik: reduzieren, kontrollieren, im Frühsommer behandeln, im Spätsommer bestätigen, im Winter abschliessen. Der entscheidende Zeitpunkt bleibt der Sommer, denn dort entscheidet sich die Gesundheit der künftigen Winterbienen.

Siehe auch

Es gibt keinen einzigen, das ganze Jahr gültigen Wert. Die einfache Regel lautet, den natürlichen Milbenfall während 2 Tagen zu messen, dann den Durchschnitt pro Tag mit den saisonalen Orientierungspunkten zu vergleichen. Liegt das Ergebnis nahe einem Grenzwert, wird eine zweite 2-Tages-Zählung durchgeführt, statt vorschnell zu schliessen. Sind Ameisen anwesend, darf die Varroaunterlage nicht zu lange in der Beute liegen: sie können tote Varroamilben wegtragen und so den Befall unterschätzen lassen.

Praktische Orientierungspunkte

Zeitpunkt im Jahr Orientierungspunkt natürlicher Milbenfall Was das bedeutet
Ende Mai Mehr als 3 Varroamilben pro Tag Warnsignal: rasch handeln, allenfalls je nach Situation mit einer Notbehandlung.
Ende Juni / Anfang Juli Mehr als 10 Varroamilben pro Tag Nicht warten: sofortige Sommerbehandlung oder Notbehandlung je nach Situation.
Juli Keinen hohen Schwellenwert abwarten Nach der Ernte die Honigzargen entfernen, eine kleine Übergangsfütterung geben und die erste Sommerbehandlung vor Ende Juli beginnen.
Anfang bis Mitte September Behandlung gemäss Kalender Die zweite Sommerbehandlung muss früh genug erfolgen, um die Winterbienen zu schützen.
Oktober Mehr als 5 Varroamilben pro Tag Kritisches Signal: rasch mit einer zugelassenen und geeigneten Methode behandeln.
Nach der Winterbehandlung Mehr als 500 Varroamilben innerhalb von zwei Wochen Situation neu beurteilen und Beratung einholen, bevor eine Behandlung wiederholt wird.

Was zu tun ist

  • Eine saubere Varroaunterlage einlegen, nach Möglichkeit durch ein Gitter geschützt.
  • Den natürlichen Milbenfall während 2 Tagen zählen.
  • Die Gesamtzahl der Varroamilben durch die Anzahl Tage teilen, um den Tagesdurchschnitt zu erhalten.
  • Diesen Durchschnitt mit den saisonalen Orientierungspunkten vergleichen.
  • Liegt das Ergebnis nahe an einem Grenzwert, eine zweite 2-Tages-Zählung durchführen.
  • Bei Anwesenheit von Ameisen die Unterlage nach 24 bis 48 Stunden auswerten oder eine Methode wählen, die das Wegtragen der Varroamilben verhindert.
  • Bei klarer Überschreitung eines Grenzwerts nicht warten: Kontrolle, zugelassene Behandlung, Notbehandlung falls nötig oder Beratung beim Bienengesundheitsdienst.
  • Die Ergebnisse in der Stockkarte festhalten, um die Entwicklung des Volkes zu verfolgen.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Sind Ameisen auf der Varroaunterlage präsent, kann die Zählung den Befall unterschätzen, da tote Varroamilben weggetragen werden können. In diesem Fall darf die Unterlage nicht mehrere Tage unkontrolliert liegen. Besser nach 24 bis 48 Stunden auswerten und die Messung wiederholen, wenn das Ergebnis nahe einer Eingreifschwelle liegt.

Wird der Schwellenwert im Mai, Ende Juni oder Anfang Juli überschritten, darf nicht die nächste normale Behandlung abgewartet werden. Das Volk kann bereits zu stark befallen sein. Es muss rasch gehandelt werden, allenfalls mit einer Notbehandlung, und vor dem Improvisieren Beratung eingeholt werden.

Wird der Schwellenwert im Oktober überschritten, riskiert das Volk, mit zu hohem Varroadruck in den Winter zu gehen. In diesem Fall darf die normale Winterbehandlung nicht unreflektiert abgewartet werden.

Zu vermeiden

  • Das ganze Jahr denselben Schwellenwert verwenden.
  • Auf einen einzigen Zähltag stützen, wenn das Ergebnis nahe einem Grenzwert liegt.
  • Die Varroaunterlage zu lange liegen lassen, wenn Ameisen die Varroamilben wegtragen können.
  • Ein niedriges Ergebnis als sicher interpretieren, wenn die Messung gestört wurde.
  • Sich beruhigen, weil das Volk stark wirkt: ein starkes Volk kann einen hohen Befall verbergen.
  • Auf die nächste kalendarisch vorgesehene Behandlung warten, obwohl die Situation möglicherweise eine Notbehandlung erfordert.
  • Den natürlichen Milbenfall mit dem Behandlungstotenfall verwechseln.

Wichtig

Die richtige Frage lautet nicht nur «wie viele Varroamilben?», sondern «wie viele Varroamilben zu welchem Zeitpunkt im Jahr?». In der Praxis genügen drei Orientierungspunkte als Warnung: mehr als 3 Varroamilben pro Tag Ende Mai, mehr als 10 Varroamilben pro Tag Ende Juni / Anfang Juli, und mehr als 5 Varroamilben pro Tag im Oktober. Eine 2-tägige Messung ist oft ein guter praktischer Kompromiss, insbesondere wenn Ameisen die Zählung verfälschen könnten.

Siehe auch

Beginnen Sie mit der ersten Sommerbehandlung gegen die Varroa nach der letzten Honigernte, sobald die für die Ernte bestimmten Honigzargen entfernt sind. Die einfache Regel lautet: vor Ende Juli die Honigzargen entfernen, 2 bis 3 Liter Futtersirup geben, dann die erste Varroabehandlung beginnen. Es lohnt sich nicht, für weitere 1 bis 2 kg Honig zu warten, wenn dies die Behandlung verzögert: die Gesundheit der künftigen Winterbienen geht vor das Ende der Tracht.

Was zu tun ist

  • Die letzte Ernte so planen, dass die Behandlung nicht über Ende Juli hinaus verschoben wird.
  • Alle für die Ernte bestimmten Honigzargen vor der Behandlung entfernen.
  • Zügig 2 bis 3 Liter Futtersirup geben, um nach dem Entfernen der Honigzargen eine Versorgungslücke zu vermeiden.
  • Anschliessend die erste Sommerbehandlung gegen die Varroa beginnen, mit einer zugelassenen, an die Witterungsverhältnisse angepassten Methode.
  • Die offizielle Gebrauchsanweisung des verwendeten Präparats strikt lesen und befolgen: Dosierung, Dauer, Temperatur, Sicherheit und Anwendungsbedingungen.
  • Das Behandlungsdatum in der Stockkarte vermerken.
  • Den weiteren Saisonverlauf bereits einplanen: Befallskontrolle, falls erforderlich zweite Sommerbehandlung, dann Vorbereitung auf die Überwinterung.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Verlängert sich die Tracht oder sind einige Waben noch nicht ganz reif, darf die Behandlung nicht endlos verschoben werden, um noch 1 bis 2 kg Honig zu gewinnen. Diese Verzögerung wird oft mit der Gesundheit der künftigen Winterbienen bezahlt. Ab Ende Juli hat der Schutz der Winterbienen Vorrang.

Ist der Befall bereits hoch, muss ohne Verzögerung gehandelt werden: Honigzargen entfernen, kurz füttern falls nötig, dann mit einer zugelassenen Methode behandeln. Bei Zweifeln an Methode, Temperatur oder Befallsniveau Beratung beim Bienengesundheitsdienst oder bei einer erfahrenen Person einholen, bevor improvisiert wird.

Zu vermeiden

  • Bis August oder September warten, um die erste Sommerbehandlung zu beginnen.
  • Behandeln, während noch für die Ernte bestimmte Honigzargen auf der Beute sind.
  • Die Behandlung verschieben, um noch 1 bis 2 kg Honig zu ernten.
  • Die kleine Übergangsfütterung nach dem Entfernen der Honigzargen vergessen.
  • Ein nicht zugelassenes Präparat verwenden oder von der offiziellen Gebrauchsanweisung abweichen.
  • Behandeln, ohne die Temperatur zu berücksichtigen, besonders bei hitzeempfindlichen Behandlungen.

Wichtig

Vor Ende Juli: Honigzargen entfernt, 2 bis 3 Liter Futtersirup, dann die erste Sommerbehandlung gegen die Varroa. Das Ziel ist der Schutz der Winterbienen, nicht die Verlängerung der Ernte um einige Kilogramm.

Siehe auch

Beginnen Sie mit der zweiten Sommerbehandlung gegen die Varroa früh genug, idealerweise Anfang September und spätestens um Mitte September. Die einfache Regel lautet: einen ausreichenden Abstand zur ersten Behandlung einhalten, die Vorräte zwischen den beiden Behandlungen ergänzen, dann die zweite Behandlung beginnen, ohne sie zu verschieben. Diese zweite Behandlung schützt noch die Winterbienen: sie darf nicht geopfert werden, weil die Fütterung in Verzug geraten ist.

Was zu tun ist

  • Nach der ersten Sommerbehandlung prüfen, dass das Volk weiterhin Zugang zu Nahrung hat.
  • Zwischen der ersten und der zweiten Behandlung die Vorräte mit Futtersirup ergänzen.
  • Die Fütterung so organisieren, dass die zweite Behandlung nicht verschoben wird.
  • Einen ausreichenden Abstand zwischen Ende der ersten Behandlung und Beginn der zweiten einhalten.
  • Die zweite Behandlung so einplanen, dass sie idealerweise Anfang September beginnt, spätestens um Mitte September.
  • Eine zugelassene, an die Witterungsverhältnisse angepasste Methode wählen.
  • Die offizielle Gebrauchsanweisung des verwendeten Präparats strikt lesen und befolgen: Dosierung, Dauer, Temperatur, Sicherheit und Anwendungsbedingungen.
  • Das Behandlungsdatum in der Stockkarte vermerken.
  • Nach der Behandlung prüfen, dass die Wintervorräte ausreichen, und solange die Bedingungen es erlauben, falls nötig ergänzen.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Hat die erste Behandlung zu spät begonnen, darf die zweite Behandlung nicht automatisch auf Ende September oder Oktober verschoben werden. Stattdessen müssen Volksstärke, Vorräte und Befallsniveau rasch geprüft und mit Unterstützung einer erfahrenen Person oder des Bienengesundheitsdienstes ein sicheres Vorgehen gewählt werden.

Sind die Vorräte zum vorgesehenen Zeitpunkt der zweiten Behandlung noch nicht ausreichend, muss die Situation korrigiert werden, ohne die Varroabekämpfung unnötig zu verzögern. Ein Volk darf nicht hungern, aber eine zu späte Behandlung setzt die Winterbienen einem zu hohen Varroadruck aus.

Zu vermeiden

  • Die zweite Behandlung erst Ende September oder im Oktober beginnen.
  • Annehmen, die erste Sommerbehandlung reiche immer aus.
  • Die Fütterung zwischen den beiden Behandlungen vergessen.
  • Die Behandlung verschieben, weil die Vorräte nicht rechtzeitig ergänzt wurden.
  • Zwei Behandlungen ohne ausreichenden Abstand aneinanderreihen.
  • Behandeln, ohne Temperatur und Wetter zu berücksichtigen.
  • Ein nicht zugelassenes Präparat verwenden oder von der offiziellen Gebrauchsanweisung abweichen.

Wichtig

Die zweite Sommerbehandlung beginnt mit dem Ende der ersten: dazwischen füttern, das Volk nicht hungern lassen, dann früh genug behandeln, idealerweise Anfang September und spätestens um Mitte September. Das Ziel bleibt der Schutz der Winterbienen.

Siehe auch

Beginnen Sie mit der Winterbehandlung gegen die Varroa, sobald das Volk keine verdeckelte Brut mehr hat, in der Regel zwischen Ende November und Ende Dezember, je nach Region, Höhenlage und Witterung. Die einfache Regel lautet: eine echte brutfreie Phase abwarten, dann mit Oxalsäure behandeln, mit einem zugelassenen Präparat und gemäss der offiziellen Gebrauchsanweisung. Entscheidend ist nicht das genaue Datum, sondern die Abwesenheit verdeckelter Brut: Oxalsäure wirkt nicht auf Varroamilben, die in verdeckelten Zellen geschützt sind.

Was zu tun ist

  • Die Winterbehandlung nach den ersten anhaltenden Kälteperioden einplanen, wenn die Eilage gestoppt oder fast gestoppt ist.
  • Bei Bedarf prüfen, dass das Volk keine verdeckelte Brut mehr enthält.
  • Eine in der Schweiz zugelassene Oxalsäurebehandlung wählen.
  • Die offizielle Gebrauchsanweisung des verwendeten Präparats strikt lesen und befolgen: Dosierung, Anwendungsart, Temperatur, Sicherheit und Anwendungsbedingungen.
  • Geeignete Schutzausrüstung tragen: säurebeständige Handschuhe, Schutzbrille und langärmlige Kleidung.
  • Eine durch ein Gitter geschützte Varroaunterlage einlegen, um den Milbenfall nach der Behandlung zu kontrollieren.
  • Das Behandlungsdatum in der Stockkarte vermerken.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Finden Sie zum vorgesehenen Zeitpunkt noch verdeckelte Brut vor, behandeln Sie nicht, als wäre das Volk brutfrei. Das sicherste Vorgehen ist, die Behandlung auf eine brutfreie Phase zu verschieben oder vor dem Eingriff Beratung einzuholen. Eine zu frühe Behandlung verringert die Wirksamkeit erheblich.

Bleibt der Milbenfall nach der Winterbehandlung sehr hoch, muss die Situation neu beurteilt werden. Wiederholen Sie nicht einfach eine Träufelbehandlung: diese Methode darf am selben Volk nicht wiederholt werden. Bei Zweifeln Beratung beim Bienengesundheitsdienst oder bei einer erfahrenen Person einholen.

Zu vermeiden

  • Zu früh behandeln, solange noch verdeckelte Brut vorhanden ist.
  • Sich allein auf den Kalender verlassen, ohne Wetter und Brut zu berücksichtigen.
  • Eine Behandlung «zur Sicherheit» durchführen, ohne die offizielle Gebrauchsanweisung zu beachten.
  • Eine Träufelbehandlung am selben Volk wiederholen.
  • Den persönlichen Schutz beim Einsatz von Oxalsäure vernachlässigen.
  • Glauben, die Winterbehandlung kompensiere eine schlechte Sommerbehandlung: die Winterbienen müssen bereits im Sommer geschützt worden sein.

Wichtig

Die Winterbehandlung erfolgt in brutfreier Phase, in der Regel Ende November oder im Dezember. Sie dient dazu, die neue Saison mit möglichst niedrigem Varroadruck zu starten, ersetzt aber nicht die Sommerbehandlungen.

Siehe auch

Nein. In der Schweiz dürfen amitrazhaltige Präparate nicht gegen die Varroa eingesetzt werden. Die einfache Regel lautet, ausschliesslich in der Schweiz zugelassene Medikamente oder Präparate gemäss ihrer offiziellen Gebrauchsanweisung zu verwenden.

Was zu tun ist

  • Kein Amitraz verwenden, auch wenn das Präparat in einem Nachbarland verkauft oder zugelassen ist.
  • Vor jeder Behandlung die aktuelle Liste der zugelassenen Tierarzneimittel überprüfen.
  • Nur ein in der Schweiz zugelassenes Präparat verwenden und die offizielle Gebrauchsanweisung genau einhalten: Dosierung, Zeitfenster, Dauer, allfälliges Entfernen der Honigzargen und Einschränkungen für den Honig.
  • Die durchgeführte Behandlung in der Stockkarte vermerken.
  • Im Zweifelsfall den Bienenberater, den Bienengesundheitsdienst oder den kantonalen Veterinärdienst um Rat fragen.

Swissmedic veröffentlicht regelmässig aktualisierte Listen (Liste der zugelassenen Tierarzneimittel).

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Wurde bereits Amitraz verwendet, den betroffenen Honig nicht vor Klärung in Verkehr bringen. Die potenziell betroffenen Waben, das Wachs und die Chargen isolieren und rasch den zuständigen kantonalen Dienst oder den Bienengesundheitsdienst um Rat fragen. Das Hauptproblem ist das Risiko einer nicht zugelassenen Behandlung und von Rückständen in den Bienenprodukten.

Zu vermeiden

  • Apivar oder ein anderes amitrazhaltiges Präparat aus dem Ausland verwenden.
  • Annehmen, ein in Frankreich, Deutschland oder anderswo zugelassenes Präparat sei automatisch in der Schweiz zugelassen.
  • Selbst Streifen herstellen oder ein nicht für Bienen vorgesehenes Präparat dosieren.
  • Während einer Tracht oder mit für die Ernte bestimmten Honigzargen behandeln, ohne eine schweizerische offizielle Gebrauchsanweisung zu beachten.
  • Sich auf eine lokale Gewohnheit verlassen statt auf die aktuelle Liste der zugelassenen Präparate.

Wichtig

In der Schweiz: kein Amitraz gegen die Varroa. Es werden ausschliesslich in der Schweiz zugelassene Präparate gemäss der offiziellen Gebrauchsanweisung eingesetzt.

Siehe auch

Eine Notbehandlung gegen die Varroa ist eine Ausnahmemassnahme. Die einfache Regel lautet: Ist ein kritischer Schwellenwert klar überschritten oder zeigt das Volk Anzeichen eines schweren Befalls, nicht auf die nächste kalendarisch vorgesehene Behandlung warten. Zuerst die Messung überprüfen, allfällige für die Ernte bestimmte Honigzargen entfernen, dann vor dem Improvisieren Beratung einholen. Die Notbehandlung hängt stark vom Zeitpunkt im Jahr ab.

Was zu tun ist

  • Prüfen, dass die Zählung zuverlässig ist: saubere Varroaunterlage, kurze Messung, keine Ameisen, die Varroamilben wegtragen.
  • Den natürlichen Milbenfall mit den saisonalen Orientierungspunkten vergleichen.
  • Rasch handeln, wenn die kritischen Schwellenwerte klar überschritten sind, beispielsweise mehr als 3 Varroamilben pro Tag Ende Mai, mehr als 10 Varroamilben pro Tag Ende Juni / Anfang Juli oder mehr als 5 Varroamilben pro Tag im Oktober.
  • Vor jeder Tierarzneimittelbehandlung die für die Ernte bestimmten Honigzargen entfernen.
  • Beurteilen, ob das Volk noch stark genug ist, um gerettet zu werden: Volksstärke, Brutbild, Vorräte, beschädigte Bienen oder Bienen mit Stummelflügeln.
  • Ausschliesslich eine zugelassene, an Saison, Beutentyp und Brutzustand angepasste Methode wählen.
  • Im Zweifelsfall vor einer Notmassnahme den Bienengesundheitsdienst oder eine erfahrene Person um Rat fragen.
  • Die Entscheidung und die Behandlung in der Stockkarte vermerken.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Im Frühjahr oder Frühsommer kann die eigentliche Notmassnahme in einer raschen Sanierung des Volkes bestehen. In den Merkblättern des Bienengesundheitsdienstes beruht diese Massnahme auf einer Umstellung des Volkes auf neue Waben und einer Anwendung von Oxalsäure. Das ist keine normale Sommerbehandlung: es ist ein aussergewöhnlicher Eingriff für ein zu stark befallenes Volk.

Im Spätherbst ist die Situation eine andere: in der Regel ist eine Umstellung des Volkes auf neue Waben nicht mehr möglich. Wird der kritische Schwellenwert überschritten, empfiehlt der Bienengesundheitsdienst dann eine sofortige Zusatzbehandlung mit Oxalsäure, auch wenn noch Brut vorhanden ist. Diese Behandlung soll nur den Befallsspitzenwert brechen; die eigentliche Winterbehandlung muss anschliessend noch in brutfreier Phase erfolgen.

Ist das Volk bereits sehr schwach, sehr stark befallen oder stark von Viren betroffen, wird eine späte Behandlung es nicht immer retten. In diesem Fall rasch Beratung einholen, denn dann geht es nicht mehr nur um die Wahl des Präparats, sondern auch um die tatsächliche Überwinterungsfähigkeit des Volkes.

Zu vermeiden

  • Notbehandlung und normale Sommerbehandlung verwechseln.
  • Auf die nächste vorgesehene Behandlung warten, obwohl ein kritischer Schwellenwert klar überschritten ist.
  • Behandeln, ohne die für die Ernte bestimmten Honigzargen entfernt zu haben.
  • Eine Methode improvisieren oder ein nicht zugelassenes Präparat verwenden.
  • Im Juni, Oktober und Winter dieselbe Lösung anwenden, ohne die Saison zu berücksichtigen.
  • Glauben, eine späte Behandlung repariere die bereits erlittenen Schäden an den Winterbienen.
  • Behandlungen ohne Diagnose und ohne klare Strategie häufen.

Wichtig

Eine Notbehandlung wird beschlossen, wenn der Varroadruck zu hoch ist, um den normalen Kalender abzuwarten. Der richtige Reflex lautet: messen, mit dem saisonalen Schwellenwert vergleichen, gegebenenfalls die Honigzargen entfernen, Beratung einholen, dann eine zugelassene Methode anwenden. Im Spätherbst kann eine sofortige Oxalsäure-Anwendung selbst bei vorhandener Brut nötig sein, sie ersetzt jedoch nicht die Winterbehandlung in brutfreier Phase.

Siehe auch

6. Fütterung und Einwinterung

Ein für den Winter vorbereitetes Volk muss ausreichend schwer sein und über zugängliche Futtervorräte rund um die Wintertraube verfügen. Bei einem Wirtschaftsvolk werden in der Regel etwa 15 bis 20 kg Vorräte angestrebt, das entspricht je nach Beutenformat etwa 4 bis 5 gut gefüllten Futterwaben, wenn man knapp 4 kg pro voller Wabe rechnet. Je länger und kälter der Winter — etwa in höheren Lagen oder kühleren Regionen — desto näher rückt man an 20 kg heran.

Was zu tun ist

  • Mit der Fütterung sofort nach dem Entfernen der Honigzargen nach der letzten Ernte beginnen. Vor der ersten Behandlung rasch 2 bis 3 kg Sirup geben, um jede Versorgungslücke zu vermeiden.
  • Die Hauptfütterung spätestens zu Beginn der zweiten Sommerbehandlung abschliessen, damit die Vorräte rechtzeitig aufgebaut sind.
  • Die Vorräte nach der Ernte und der Herbstfütterung kontrollieren, idealerweise vor Ende September.
  • Die Beute hinten leicht anheben oder eine Waage verwenden, um deutlich leichtere Völker zu erkennen.
  • Bei einer letzten Durchsicht an einem milden Tag prüfen, dass das Volk etwa 4 bis 5 gut gefüllte Futterwaben (15 bis 20 kg) zusätzlich zu den Futterkränzen nahe am Brutnest hat.
  • In Höhenlagen, in kalten Regionen oder bei lang anhaltendem Winter eher den oberen Bereich der Spanne anstreben.
  • Die gegebenen Sirupmengen und die geschätzten Vorräte in der Stockkarte vermerken.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Zeigt die letzte Kontrolle Ende September, dass das Volk nicht genug Vorräte hat, muss die Situation rasch korrigiert werden. Solange die Temperaturen es zulassen, kann man mit Futtersirup ergänzen oder eine gut gefüllte, gesunde Futterwabe aus dem eigenen Bienenstand direkt an die Wintertraube oder die von den Bienen besetzte Zone hängen. Im Winter oder Spätwinter darf in einem Futtergeschirr fernab der Wintertraube in der Regel kein kalter Sirup mehr gegeben werden: Die sicherste Lösung ist dann eine Notfütterung mit Futterteig, direkt über die Waben und möglichst nah an der Wintertraube. Ein Volk darf nie hungern: die Versorgungslücke erzeugt Stress, schwächt die Wintertraube und kann eine Abwärtsspirale auslösen.

Zu vermeiden

  • Sich allein auf die Flugloch-Aktivität verlassen: ein Volk kann fliegen und dennoch zu wenig Nahrung haben.
  • Erst im Dezember oder Januar feststellen, dass die Vorräte unzureichend sind.
  • Die Beute bei kaltem Wetter lange öffnen, um zu «kontrollieren».
  • Im Winter kalten Sirup fern der Wintertraube geben.
  • Ein Volk «etwas knapp» lassen, in der Annahme, es werde wohl bis zum Frühjahr durchhalten.

Wichtig

Der einfache Orientierungspunkt: Ein eingewintertes Volk muss schwer sein und über etwa 4 bis 5 gut gefüllte Futterwaben verfügen, das sind je nach Beutenformat, Region und Länge des Winters etwa 15 bis 20 kg Vorräte.

Siehe auch

7. Material, Waben, Wachs und gute Praxis

Die einfache Regel: Brutwaben regelmässig erneuern, idealerweise etwa ein Drittel pro Jahr. Bei einer Beute mit 10 Waben entspricht das mindestens 3 bis 4 Waben pro Jahr; bei einer Beute mit 12 Waben mindestens 4 bis 5 Waben pro Jahr. Es geht dabei nicht nur um das Aussehen: in alten Waben verengen sich die Zellen, und das Wachs kann Rückstände anreichern. Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr oder der Frühsommer, wenn das Volk stark ist und leicht baut.

Was zu tun ist

  • Vorrangig die Waben erneuern, die Brut enthielten, besonders wenn sie sehr dunkel sind.
  • Eine schrittweise Erneuerung vorsehen, zum Beispiel etwa ein Drittel der Brutwaben pro Saison.
  • Neue Wachswaben oder Mittelwände einsetzen, wenn das Volk stark genug zum Bauen ist.
  • Alte Waben an den Rand des Brutnests rücken und dann entfernen, sobald sie keine Brut mehr enthalten.
  • Deformierte, gebrochene, verschimmelte oder schwer kontrollierbare Waben rasch entfernen.
  • Das Alter oder Jahr der Waben in der Stockkarte oder mit einer einfachen Markierung festhalten.
  • Honigwaben getrennt führen: nur behalten, wenn sie sauber, trocken, stabil sind und keine Brut enthielten.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Ist das Volk schwach oder baut es nicht, die Erneuerung nicht erzwingen: nur tatsächlich unbrauchbare Waben entfernen und einen günstigeren Zeitpunkt abwarten. Bei abnormaler Brut, verdächtigem Geruch oder Zweifeln am Gesundheitszustand die Wabe nicht in ein anderes Volk verbringen und kompetenten Rat einholen.

Zu vermeiden

  • Schwarze Brutwaben jahrelang in der Beute belassen, weil sie noch stabil sind.
  • Zu viele Waben gleichzeitig in einem schwachen Volk ersetzen.
  • Mittelwände zu früh, zu spät oder bei schlechtem Wetter einsetzen, wenn die Bienen nicht bauen.
  • Waben, die Brut enthielten, in der Honigzarge einsetzen.
  • Eine verdächtige Wabe von einem Volk in ein anderes umhängen.
  • Feuchte, schmutzige oder von der Wachsmotte befallene Waben lagern.

Wichtig

Brutwaben schrittweise erneuern, vor allem im Frühjahr und Frühsommer: alte, schwarze oder beschädigte Waben sind vorrangig zu entfernen.

Siehe auch

 

Autor
Serge Imboden; Claude Pfefferlé et Gianluca Gatti
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