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FAQ – Einfache Antworten auf wichtige Fragen

In dieser Rubrik finden Sie häufig gestellte Fragen aus der Imkerpraxis mit kurzen, konkreten Antworten, die direkt im Bienenstand von Nutzen sind. Bei jeder Frage geht es darum, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Was ist zu tun, was sollte vermieden werden und was ist zu überprüfen, wenn etwas nicht wie geplant verläuft? Ziel ist es, einfache, zuverlässige und leicht umsetzbare Anhaltspunkte zu geben, damit Sie im richtigen Moment die richtigen Entscheidungen treffen können.

1. Erste Durchsichten und Beobachtung des Volkes

Die einfache Regel lautet: nicht allein und nicht zu schnell beginnen. Bevor man Bienen kauft, muss man prüfen, ob man genug Zeit hat, sich regelmässig um sie zu kümmern: Ein lebendes Volk braucht Betreuung, besonders im Frühjahr, im Sommer und vor der Einwinterung. Der gute Einstieg besteht darin, Kontakt zu einem lokalen Imkerverein aufzunehmen, einen Grundkurs zu besuchen, einen geeigneten Standort zu finden, den Bienenstand beim Kanton zu melden und dann bescheiden mit einigen gut betreuten Völkern zu starten.

Was zu tun ist

  • Kontakt zu einem Imkerverein oder einer regionalen Sektion aufnehmen: Deutsche und italienische Schweiz, Französische Schweiz.
  • Sich für einen Grundkurs anmelden; in der Westschweiz ist er in der Regel auf zwei Jahre angelegt.
  • Mehrere Bienenstände besuchen, bevor man Material oder Völker kauft.
  • Die verfügbare Zeit gut einschätzen: Von März bis September lassen sich bestimmte Eingriffe nicht lange aufschieben.
  • Verstehen, dass das Halten von Bienen eine Verantwortung gegenüber den Völkern, der Nachbarschaft und der Gesundheit der übrigen Bienenstände bedeutet.
  • Einen geeigneten Standort suchen: zugänglich, ruhig, gut ausgerichtet, mit der Nachbarschaft und den lokalen Regeln vereinbar.
  • Sich vor der Aufstellung beim Bieneninspektor oder beim zuständigen kantonalen Dienst erkundigen.
  • Den Bienenstand gemäss den kantonalen Vorschriften melden und registrieren lassen.
  • Zu Beginn ein einziges Beutensystem wählen, möglichst eines, das in der Region verbreitet ist.
  • Das Grundmaterial bereithalten: Beute, Rähmchen, Schutzkleidung, Smoker, Stockmeissel, Futtergeschirr, Material zur Varroa-Kontrolle und Bestandeskontrollblatt.
  • Mit einigen Völkern beginnen, idealerweise 2 bis 3, statt mit einem einzigen.
  • Lokale, gesunde und rückverfolgbare Völker aus einer zuverlässigen Quelle kaufen.
  • Von Anfang an eine einfache Betriebsweise vorsehen: Beobachtung, Schwarmverhinderung, Varroa-Kontrolle, Fütterung und Vorbereitung auf die Einwinterung.

Wenn es nicht wie geplant läuft

Ist der Standort noch nicht geklärt, steht keine Begleitung zur Verfügung, fehlt die Zeit oder sind die kantonalen Pflichten nicht abgeklärt, wartet man besser, bevor man Bienen kauft. Eine Saison, die man in einem Lehrbienenstand oder bei einer erfahrenen Person verbringt, erspart viele Fehler. Wird rasch ein Volk angeboten, etwa ein Schwarm oder ein zu übernehmendes Volk, sind zuerst seine Herkunft, sein Gesundheitszustand, das verwendete Material und die Bedingungen des Standortwechsels zu prüfen.

Zu vermeiden

  • Bienen kaufen, bevor man einen Standort und eine Bezugsperson hat.
  • Ein Volk «zum Ausprobieren» kaufen, ohne sicher zu sein, dass man Zeit hat, es zu betreuen.
  • Allein beginnen, nur mit Videos oder verstreuten Ratschlägen.
  • Beuten ohne Meldung oder ohne Abklärung der kantonalen Regeln aufstellen.
  • Schon in der ersten Saison das Beutensystem wechseln.
  • Altes Material kaufen, das schwer zu reinigen oder von zweifelhafter Herkunft ist.
  • Einen Bienenstand aufstellen, ohne an die Nachbarschaft, an Durchgangswege und an die kantonalen Pflichten zu denken.
  • Die Zeit von April bis August unterschätzen: Oft müssen gerade dann die Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt getroffen werden.
  • Denken, ein Volk könne ohne sanitäre Betreuung, insbesondere gegen Varroa, sich selbst überlassen werden.
  • Vergessen, dass eine unbeaufsichtigte Beute zu einem sanitären Problem für die benachbarten Bienenstände werden kann.

Merke

Imker oder Imkerin zu werden bedeutet nicht nur, eine Beute aufzustellen. Es bedeutet, die Verantwortung für lebende Völker zu übernehmen, mit regelmässiger Betreuung, sanitären Pflichten und Aufmerksamkeit gegenüber der Nachbarschaft. Der beste Einstieg ist einfach: Ausbildung, Begleitung, verfügbare Zeit, registrierter Bienenstand, guter Standort, eine kleine Anzahl Völker und stimmiges Material.

Siehe auch

Die einfache Regel lautet, einen sonnigen, trockenen, windgeschützten, gut zugänglichen und von Passagezonen entfernten Standort zu wählen. Ein guter Bienenstand muss während der Saison Nektar- und Pollenangebote bieten, ruhige Durchsichten ermöglichen und Konflikte mit der Nachbarschaft begrenzen. Vor der Aufstellung von Beuten sind zudem die lokalen Rahmenbedingungen zu prüfen: Einverständnis des Grundeigentümers, kommunale oder kantonale Regeln, Abstände, Meldepflichten und die Gesundheitslage in der Region.

Was zu tun ist

  • Einen ruhigen, stabilen und ganzjährig zugänglichen Ort wählen.
  • Die Beuten auf eine solide Unterlage stellen, ausserhalb der Bodenfeuchtigkeit.
  • Eine Ausrichtung zur Morgensonne bevorzugen, mit etwas Schatten bei grosser Hitze.
  • Die Völker vor den vorherrschenden Winden schützen.
  • Kalte Senken, sehr feuchte Zonen, Windkorridore und Standorte mit stehendem Wasser vermeiden.
  • Die Fluglöcher so ausrichten, dass die Bienen nicht direkt einen Weg, eine Terrasse, einen Hauseingang oder eine viel begangene Zone queren.
  • Einen ausreichenden Abstand zu Wohnhäusern, Strassen, öffentlichen Wegen, Schulen, Spielplätzen und Bereichen einhalten, in denen regelmässig Personen oder Tiere verkehren.
  • Eine Flugschneise vorsehen, die rasch ansteigt, etwa durch eine Hecke, einen Zaun oder ein sanftes Hindernis vor den Beuten.
  • Die Verfügbarkeit von Nektar- und Pollenquellen im Umfeld prüfen.
  • Eine zuverlässige Wasserquelle in der Nähe vorsehen, insbesondere vor den heissen Perioden.
  • Nicht zu viele Völker am selben Ort aufstellen, vor allem in einem Gebiet mit geringem Angebot.
  • Den Bienenstand so anlegen, dass der Verflug begrenzt wird: die Beuten nicht zu einheitlich ausrichten, visuelle Anhaltspunkte variieren und nach Möglichkeit etwas Abstand zwischen den Völkern lassen.
  • Vor der Aufstellung die lokalen Regeln prüfen, insbesondere in Landwirtschaftszonen, im Wald, nahe einer Strasse oder auf fremdem Grundstück.

Wenn es nicht wie erwartet verläuft

Stören die Bienen die Nachbarschaft, ist zunächst die Flugschneise zu korrigieren: die Beuten leicht versetzen, eine Hecke oder einen Zaun hinzufügen, die Fluglöcher anders ausrichten oder die Anzahl der Völker reduzieren. Es ist besser, früh einzugreifen, als den Konflikt sich verfestigen zu lassen.

Ist der Bienenstand feucht, kalt oder schwer zugänglich, werden die Durchsichten umständlicher und die Völker können sich weniger gut entwickeln. In diesem Fall ist eine Verstellung an einen trockeneren, helleren und praktischeren Standort zu bevorzugen.

Bei Unsicherheit über die geltenden Regeln ist vor der Aufstellung bei der Gemeinde, dem Kanton, dem Bieneninspektor oder dem örtlichen Imkerverein nachzufragen. Eine technisch einwandfreie Aufstellung kann dennoch problematisch sein, wenn sie die lokalen Regeln oder die Nachbarschaft nicht respektiert.

Zu vermeiden

  • Die Beuten ausschliesslich dort aufstellen, wo gerade Platz ist, ohne das Umfeld zu beurteilen.
  • Die Fluglöcher auf einen Weg, eine Terrasse, eine Haustür oder eine Passagezone ausrichten.
  • Die Beuten an einem kalten, feuchten oder windexponierten Ort aufstellen.
  • Die Beuten direkt auf den Boden stellen.
  • Zu viele Völker auf einem kleinen Standort aufstellen.
  • Einen Bienenstand einrichten, der mit schwerem Material schwer zugänglich ist.
  • Das Wasser vergessen und die Bienen anschliessend selbst den Pool oder die Tränke der Nachbarn wählen lassen.
  • Beuten ohne Einverständnis des Grundeigentümers aufstellen.
  • Annehmen, dass die Regeln in allen Gemeinden oder Kantonen gleich sind.
  • Völker verstellen, ohne die Meldepflichten oder die Gesundheitslage zu berücksichtigen.

Das Wichtigste in Kürze

Ein guter Bienenstandsstandort muss den Bienen, dem Imker und der Nachbarschaft gerecht werden. Der beste Standort ist nicht nur blütenreich: er ist trocken, ruhig, zugänglich, gut ausgerichtet, rechtlich geklärt und so organisiert, dass Belästigungen, Verflug und Gesundheitsprobleme begrenzt bleiben.

Siehe auch

Führen Sie die erste eigentliche Frühjahrsdurchsicht erst dann durch, wenn das Wetter ein Öffnen erlaubt, ohne das Brutnest abzukühlen: ein milder, ruhiger und möglichst sonniger Tag mit etwa 14–15 °C oder mehr. Verlassen Sie sich nicht auf ein festes Datum: Höhenlage, lokales Wetter und Volksstärke sind wichtiger als der Kalender. Im Februar beobachtet man vor allem von aussen; im März oder Anfang April öffnet ein Wetterfenster oft die Möglichkeit für die erste vollständige Durchsicht.

Was zu tun ist

  • Vor dem Öffnen das Flugloch und nach Möglichkeit das Gemüll auf der Varroaunterlage beobachten: das liefert bereits Hinweise auf die Aktivität, die Lage der Wintertraube, die Vorräte und mögliche Probleme.
  • Einen milden, ruhigen und möglichst sonnigen Tag wählen.
  • Das Material vor dem Öffnen bereitlegen: Smoker, Stockmeissel, Reservewaben falls nötig, Stockkarte.
  • Kurz öffnen und gezielt arbeiten.
  • Zuerst die Futtervorräte überprüfen.
  • Die Anwesenheit einer in Eilage befindlichen Königin kontrollieren: frische Eier, junge Brut oder regelmässiges Brutbild.
  • Die Volksstärke beurteilen: Anzahl besetzter Waben, Zusammenhalt des Brutnests, allgemeine Aktivität.
  • Den Raum nur bei Bedarf anpassen: ein schwaches Volk nicht zu früh erweitern.
  • Auf auffällige Anzeichen achten: verdächtiger Geruch, lückenhaftes Brutnest, ungewöhnlicher Totenfall, Spuren von Krankheit.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Bleibt das Wetter kalt oder unbeständig, erzwingen Sie die vollständige Durchsicht nicht. Beobachten Sie weiterhin am Flugloch, kontrollieren Sie das Gewicht der Beute, sichern Sie bei Bedarf die Vorräte und warten Sie auf ein echtes Wetterfenster. Bei verdächtigem Geruch, stark abnormem Brutbild oder Verdacht auf eine meldepflichtige Tierseuche schliessen Sie die Beute wieder und kontaktieren Sie den Bieneninspektor, bevor Sie weiter eingreifen.

Zu vermeiden

  • Aus Neugier schon bei den ersten Flügen im Februar öffnen.
  • Eine vollständige Durchsicht bei kaltem, feuchtem oder windigem Wetter durchführen.
  • Lange nach der Königin suchen, wenn frische Eier oder junge Brut ihre Anwesenheit bereits bestätigen.
  • Ein schwaches Volk zu früh erweitern.
  • Stark mit Sirup stimulieren, obwohl die Vorräte ausreichen und das Wetter unsicher bleibt.

Wichtig

Die erste Frühjahrsdurchsicht richtet sich nicht nach einem festen Datum: Sie erfolgt, wenn das Volk wieder anläuft und das Wetter ein Öffnen ohne Abkühlen des Brutnests erlaubt.

Siehe auch

Die einfache Grundregel lautet: zuerst beobachten, dann öffnen. Das Flugloch liefert bereits viele Informationen: allgemeine Flugaktivität, Polleneintrag, augenscheinliche Volksstärke, Ruhe oder Unruhe, mögliche Räuberei, kriechende Bienen oder ungewöhnlicher Totenfall. Das ist keine vollständige Diagnose, aber ein sehr nützlicher erster Filter, um zu entscheiden, ob geöffnet, abgewartet oder gezielter kontrolliert werden soll.

Was zu tun ist

  • Einige Minuten beobachten, ohne sich in die Flugschneise zu stellen.
  • Die Völker untereinander vergleichen: ein Volk, das sich deutlich von den anderen unterscheidet, verdient besondere Aufmerksamkeit.
  • Die Intensität des Hin- und Herfliegens beobachten: regelmässige Aktivität bei schönem Wetter ist in der Regel ein gutes Zeichen.
  • Den Polleneintrag beobachten: er weist häufig darauf hin, dass Brut zu versorgen ist, beweist aber für sich allein nicht, dass alles in Ordnung ist.
  • Früh am Morgen das Flugbrett betrachten: leichte Kondensation kann darauf hindeuten, dass das Volk Brut wärmt. Ein nützlicher Hinweis, jedoch kein sicherer Beweis.
  • Orientierungsflüge erkennen: junge Bienen fliegen vor der Beute, oft in Bögen oder kleinen Kreisen. Sie sind vor allem am Nachmittag bei schönem Wetter zu beobachten.
  • Die Wächterinnen beobachten: eine ruhige und geordnete Verteidigung ist normal; starke Unruhe oder Kämpfe können auf ein Problem hinweisen.
  • Tote Bienen vor der Beute betrachten: einige tote Bienen sind normal, insbesondere nach kalten oder feuchten Phasen. Hoher Totenfall, kriechende oder zitternde Bienen sowie Bienen mit Stummelflügeln erfordern eine Überprüfung.
  • Diese Beobachtung zur Vorbereitung einer allfälligen Durchsicht nutzen: nur dann öffnen, wenn es das Wetter zulässt und eine konkrete Frage zu klären ist.

Wenn etwas nicht wie erwartet verläuft

Wenn ein Volk bei guter Witterung deutlich weniger fliegt als die anderen, sollten keine voreiligen Schlüsse gezogen werden. Zuerst den Kontext prüfen: Temperatur, Ausrichtung der Beute, bekannte Volksstärke, Vorräte, Jahreszeit und Tageszeit.

Bei Kämpfen, sehr nervöser Aktivität, seitlich einfliegenden Bienen oder Wachskrümeln vor der Beute ist an Räuberei zu denken. Das Flugloch einengen und jede Manipulation vermeiden, die Honig- oder Sirupgeruch verbreitet.

Wenn zahlreiche Bienen kriechen, zittern, Stummelflügel zeigen oder vor der Beute sterben, sollten der Zustand des Volkes und die Varroasituation möglichst bald genauer kontrolliert werden. Bei verdächtigen Anzeichen einer Brutkrankheit keine Waben in andere Völker verstellen und eine fachkundige Person oder den Bieneninspektor um Rat fragen.

Zu vermeiden

  • Eine Beute allein aus Neugier öffnen, obwohl die Beobachtung von aussen ausreicht.
  • Ein einzelnes isoliertes Zeichen als Gewissheit deuten.
  • Zwei Beuten zu unterschiedlichen Zeitpunkten oder bei unterschiedlichen Wetterbedingungen vergleichen.
  • Sich vor das Flugloch stellen und die Bienen behindern.
  • Ein Volk übersehen, das sich deutlich anders verhält als die anderen.
  • Normalen Orientierungsflug mit Räuberei verwechseln: der Orientierungsflug ist in der Regel ruhig und auf den Bereich vor der Beute begrenzt; die Räuberei ist ungeordneter, nervös und kann mit Kämpfen einhergehen.
  • Einige tote Bienen mit einem schwerwiegenden Problem verwechseln: ausschlaggebend sind Häufung, Wiederholung oder das Zusammentreffen mit anderen anormalen Zeichen.

Fazit

Das Flugloch bietet den ersten Überblick über den Zustand des Volkes. Es ersetzt keine Durchsicht, wenn diese nötig ist, ermöglicht aber, die Beute seltener, schneller und mit einem klaren Ziel zu öffnen.

Siehe auch

Die einfache Grundregel lautet: die Varroaunterlage als Hinweistafel nutzen, nicht als abschliessende Diagnose. Das unter dem Volk anfallende Gemüll kann zeigen, wo sich die Wintertraube befindet, welche Wabengassen besetzt sind, ob die Bienen Vorräte verbrauchen, ob Brutaktivität vorhanden ist und mitunter, ob ein Problem besteht, etwa hoher Totenfall, Schimmel, Nagetiere oder ein hoher Milbenfall. Die Auslegung hängt immer von der Jahreszeit ab.

Was zu tun ist

  • Eine saubere Varroaunterlage oder Windel für einige Tage unter die Beute legen und anschliessend in Ruhe begutachten.
  • Zuerst die Verteilung des Gemülls betrachten: Streifen unter bestimmten Wabengassen weisen oft darauf hin, wo sich das Volk befindet und welche Bereiche besetzt sind.
  • Die Art des Gemülls beobachten: Wachskrümel, Zelldeckel, Pollenreste, Spuren von Futterteig, kleine dunkle Stückchen, tote Bienen oder Varroamilben.
  • Die Beobachtungen mit der Jahreszeit verknüpfen: eine Windel mitten im Winter ist nicht gleich zu lesen wie eine Windel im April oder im August.
  • Mit der Fluglochbeobachtung abgleichen: ein draussen aktives Volk und ein dazu passendes Gemüll darunter ergeben ein zuverlässigeres Bild.
  • Für die Varroa den natürlichen Milbenfall über einen festgelegten Zeitraum auf einer sauberen Windel auszählen. Tragen Ameisen die Milben fort, kann die Zählung verfälscht werden.
  • Die Beobachtungen in der Stockkarte festhalten, insbesondere zur Position der Wintertraube, zum Milbenfall, zu auffälligem Totenfall oder zu einem Problemverdacht.

Wenn etwas nicht wie erwartet verläuft

Zeigt die Varroaunterlage sehr wenig Gemüll, kann dies schlicht auf geringe Aktivität oder ein an anderer Stelle zusammensitzendes Volk hinweisen. Fliegt das Volk jedoch wenig, wirkt leicht oder unterscheidet sich deutlich von den anderen, sollte bei passender Witterung genauer überprüft werden.

Ist das Gemüll sehr feucht oder verschimmelt oder treten verdächtige Spuren auf, sind Belüftung, Materialzustand und Volksstärke zu kontrollieren.

Werden Nagetierkot, ungewöhnliche Rückstände oder angenagte Wabenstücke gefunden, ist der Schutz gegen Mäuse oder andere Eindringlinge zu überprüfen.

Erscheint der natürliche Milbenfall hoch, sollte man sich nicht auf einen Eindruck verlassen. Eine korrekte Zählung über einen angemessenen Zeitraum durchführen und anschliessend gemäss Varroakonzept und Jahreszeit entscheiden.

Bei vielen toten Bienen, Larven, Brutresten oder wiederholt auffälligen Zeichen sollte zusätzlich am Flugloch beobachtet werden. Diese äussere Beobachtung hilft oft zu entscheiden, ob ein Öffnen nötig, dringend oder im Gegenteil zu vermeiden ist.

Bestätigt sich ein wirklich ungewöhnliches Zeichen, kann je nach Jahreszeit und Witterung eine gezielte Öffnung der Beute gerechtfertigt sein. Ziel ist keine ausgedehnte Durchsicht, sondern die Klärung eines bestimmten Punktes: Vorräte, Position der Wintertraube, Brutzustand, Totenfall oder Anwesenheit von Eindringlingen. Lassen die Bedingungen kein Öffnen zu oder bleibt die Auslegung unsicher, sollte vor einem Eingriff eine erfahrene Person um Rat gefragt werden.

Bei ernstem seuchenhygienischem Verdacht, insbesondere bei verdächtigem Brutbild, ungewöhnlichem Geruch oder hohem Totenfall, keine Waben in andere Völker verstellen und vor weiteren Eingriffen Rat einholen.

Zu vermeiden

  • Aus einer einzelnen, einmalig betrachteten Windel einen endgültigen Schluss ziehen.
  • Das Gemüll auslegen, ohne Jahreszeit, Witterung und bekannte Volksstärke zu berücksichtigen.
  • « Vorkommen von Varroamilben » und « Befallsgrad » verwechseln: einige natürlich gefallene Milben reichen allein nicht aus, um eine Behandlung zu beschliessen.
  • Den Milbenfall auf einer verschmutzten, vom Wind verschobenen, für Ameisen zugänglichen oder ohne klare Vorgehensweise zu lange liegen gelassenen Unterlage zählen.
  • Ein Volk im Winter nur deshalb öffnen, weil eine Einzelheit auf der Varroaunterlage Fragen aufwirft.
  • Ein offensichtliches Problem unbeachtet lassen: hoher Totenfall, übermässige Feuchtigkeit, Nagetierspuren oder bedenklicher Milbenfall.

Fazit

Die Varroaunterlage erlaubt es, einen Teil des Volksgeschehens zu erfassen, ohne die Beute zu öffnen. Sie hilft zu entscheiden, was zu überprüfen ist, sollte jedoch stets gemeinsam mit Jahreszeit, Fluglochbeobachtung und Gesamtzustand des Volkes ausgelegt werden.

Siehe auch

Die einfache Grundregel lautet: so wenig wie möglich öffnen, aber so oft wie nötig. Ein Volk wird zunächst von aussen begleitet: Flugloch, Flugbrett, Gewicht der Beute und Varroaunterlage. Geöffnet wird nur mit einem klaren Ziel, wenn die Witterung es zulässt, in der Regel ab etwa 14–15 °C, bei ruhigem und trockenem Wetter. Jede Öffnung stört das Volk; zu häufige, zu lange oder unsachgemässe Durchsichten können die Bienen stressen, die Brut auskühlen und ein ohnehin geschwächtes Volk weiter schwächen.

Was zu tun ist

  • Häufig von aussen beobachten: Flugloch, Flugbrett, Aktivität, Polleneintrag, ungefähres Gewicht der Beute und Gemüll auf der Varroaunterlage.
  • Nur öffnen, wenn eine konkrete Frage zu klären ist: Vorräte, Brut, verfügbarer Platz, seuchenhygienischer Zustand, Weiselrichtigkeit, Schwarmgefahr oder Eingriffsbedarf.
  • Eine günstige Witterung wählen: ruhig, trocken, möglichst sonnig, ab etwa 14–15 °C. Je schwächer das Volk oder je mehr Brut vorhanden ist, desto vorsichtiger ist vorzugehen.
  • Im Frühjahr die Völker engmaschig begleiten, aber nicht unnötig öffnen: Brutentwicklung, Vorräte, verfügbarer Platz, Allgemeinzustand.
  • Während der Schwarmzeit die starken Völker etwa wöchentlich kontrollieren, sofern die Witterung es zulässt. In dieser Zeit ist eine regelmässige Durchsicht am wichtigsten.
  • Während der Tracht prüfen, ob das verfügbare Volumen ausreicht: Belegung der Honigzarge, allfälliger Bedarf an einer weiteren Honigzarge, keine Verhonigung des Brutnests.
  • Nach der Honigernte die Kontrollen auf die Prioritäten am Saisonende ausrichten: Varroabefall, Behandlung falls nötig, Vorräte, Einfütterung und Volksstärke.
  • Im Herbst die letzten sinnvollen Kontrollen vor der Einwinterung durchführen und danach unnötige Öffnungen vermeiden.
  • Im Winter keine vollständige Durchsicht vornehmen. Vor allem von aussen kontrollieren: Gewicht, Aktivität an milden Tagen, Totenfall vor der Beute, Varroaunterlage.
  • Jede Durchsicht vor dem Öffnen vorbereiten: Material bereitgelegt, klares Ziel, zügige Handgriffe, Beobachtungen in der Stockkarte festhalten.

Wenn etwas nicht wie erwartet verläuft

Verhält sich ein Volk anders als die übrigen, zunächst Flugloch und Varroaunterlage beobachten. Diese Hinweise lassen oft entscheiden, ob ein Öffnen nötig ist.

Ist die Witterung kalt, windig oder feucht, sollte eine vollständige Durchsicht nicht erzwungen werden. Ein günstigeres Zeitfenster abwarten, ausser bei echter Dringlichkeit wie drohender Verhungerungsgefahr oder ernstem seuchenhygienischem Verdacht.

Wirkt ein Volk schwach, leicht, aggressiv, ohne normale Aktivität oder mit ungewöhnlichem Totenfall, kann eine gezielte Öffnung je nach Jahreszeit und Witterung gerechtfertigt sein. Ziel ist dann die Klärung eines bestimmten Punktes, nicht eine ausgedehnte Durchsicht.

Bei Unsicherheit über das Beobachtete sollte vor einem stärkeren Eingriff der Rat einer erfahrenen Person eingeholt werden.

Zu vermeiden

  • Eine Beute nur aus Neugier öffnen, unabhängig von der Jahreszeit.
  • Bei jedem Besuch am Bienenstand alle Beuten öffnen.
  • Lange Durchsichten ohne klares Ziel durchführen.
  • Bei schlechtem Wetter öffnen, insbesondere wenn die Brut auskühlen könnte.
  • Im Frühjahr während der Schwarmzeit zu lange zuwarten.
  • Im Sommer so häufig durchsehen, dass die Völker gestört werden und die Räubereigefahr steigt.
  • Im Winter öffnen, um zu prüfen, was sich auch von aussen feststellen lässt.
  • Beobachtungen nicht notieren: ohne schriftliche Verlaufskontrolle wird die Entwicklung eines Volkes schwer nachvollziehbar.

Fazit

Der richtige Rhythmus ist keine feste Anzahl Durchsichten. Das Prinzip ist einfach: häufig beobachten, nur bei Bedarf öffnen, bei günstiger Witterung und mit einem klaren Ziel. Im Frühjahr, insbesondere während der Schwarmzeit, müssen die Kontrollen regelmässiger erfolgen; im Winter geschehen sie fast immer von aussen.

Siehe auch

Die einfache Regel lautet: nur einengen, wenn der verfügbare Raum das übersteigt, was das Volk tatsächlich besetzen, verteidigen und organisieren kann. Das Einengen ist keine automatische Regel: Es ist ein Werkzeug der Raumführung. Die Bienen heizen die Beute nicht wie einen Wohnraum: Sie regulieren vor allem die wesentlichen Zonen wie die Brut, die Wintertraube und das unmittelbare Mikroklima des Nests. Das Ziel besteht also nicht darin, «weniger Luft zu heizen», sondern dem Volk zu helfen, eine kohärente Organisation zwischen Bienen, Brut, Vorräten und tatsächlich besetzten Waben aufrechtzuerhalten.

Was zu tun ist

  • Zuerst die tatsächliche Stärke des Volkes beobachten: Anzahl der mit Bienen besetzten Waben, Brut, Vorräte, Aktivität und Jahreszeit.
  • Sich fragen, ob der Raum tatsächlich besetzt, verteidigt und von den Bienen genutzt wird.
  • Leere, alte, feuchte, schimmlige oder dauerhaft unbesetzte Waben entfernen.
  • Nützliche Futterwaben nicht entfernen, nur um das Volumen zu reduzieren.
  • Die Vorräte nahe und zugänglich halten, besonders vor der Einwinterung.
  • Ein Trennschied nutzen, wenn es hilft, ein für das Volk zu grosses Volumen zu organisieren.
  • Trennschied nicht mit Isolation verwechseln: Ein gewöhnliches seitliches Trennschied ist nicht zwangsläufig eine wirksame thermische Wand.
  • Zuerst den oberen Beutenbereich pflegen: dichter Deckel, gut sitzendes Deckbrett, kein unnötiger Hohlraum über den Waben, trockene obere Isolation, falls nötig.
  • Die Entscheidung an die Jahreszeit und an die tatsächliche Dynamik des Volkes anpassen.
  • Vor jeder engen Führung die Prioritäten prüfen: Volksstärke, Vorräte, Varroa, Feuchtigkeit und Gesundheitszustand.

Orientierung nach Saison

  • Jungvölker, Nuklei und Kunstschwärme: ein Volumen geben, das sie wirklich abdecken können. Waben schrittweise im Rhythmus ihrer Entwicklung hinzufügen.
  • Nach dem Winter und im frühen Frühjahr: Einengen kann einem kleinen, gesunden Volk helfen, Bienen, Brut und Nahrung zusammenzuhalten. Aber erweitern, sobald das Volk seinen Raum gut besetzt.
  • Fortgeschrittenes Frühjahr und Tracht: ein starkes Volk nicht zu eng halten. Es braucht Platz für die Eilage, den Nektar und die Ventilation.
  • Sommer: den Raum eines starken Volkes nicht übermässig reduzieren, besonders in heissen Perioden. Eine zu eng geführte Beute kann die Ventilation erschweren und die Bildung eines Bienenbarts begünstigen.
  • Nach der Ernte: Honigräume und unnötige Waben entfernen. Das ist häufig der sinnvollste Moment, das Volumen zu reduzieren, ohne die notwendigen Vorräte zu entfernen.
  • Herbst und Winter: ein mit der Volksstärke kohärentes Volumen organisieren, mit ausreichenden und zugänglichen Vorräten – und anschliessend so wenig wie möglich stören.

Wenn es nicht wie geplant läuft

Ist das Volk stark und besetzt seine Waben gut, gibt es oft nichts einzuengen. Ein starkes Volk kann ein grosses Volumen organisieren, besonders im Frühjahr und während der Tracht. Es zu eng zu halten, kann die Eilage begrenzen, die Nektareinlagerung behindern oder die Schwarmdynamik verstärken.

Ist das Volk schwach oder jung, kann ein Einengen sinnvoll sein. Es erlaubt, nicht verteidigte Waben zu begrenzen und Bienen, Brut und Nahrung zusammenzuhalten. Es behebt aber die Ursache der Schwäche nicht: alte Königin, fehlende Vorräte, Varroa, Krankheit oder ungünstige Populationsdynamik.

Zwingt das Einengen dazu, gut gefüllte Futterwaben zu entfernen, muss man innehalten. Das Risiko besteht darin, die Vorräte zu verringern oder die Nahrung schlechter zugänglich zu machen. In diesem Fall ist es besser, nützliche Futterwaben nahe an das Volk zu rücken oder zu belassen, statt um jeden Preis einzuengen.

Bleibt die Beute trotz Trennschied feucht, liegt das Problem wahrscheinlich nicht nur seitlich. Dann sind Deckel, Deckbrett, Zugluft, Boden, Windexposition und Bodenfeuchte zu prüfen. Ein guter oberer Schutz kann mehr Wirkung zeigen als ein blosses seitliches Einengen.

Zu vermeiden

  • Aus Gewohnheit einengen, ohne das Volk zu beobachten.
  • Behaupten, die Bienen müssten das gesamte Beutenvolumen heizen.
  • Glauben, ein kleines Volumen kompensiere ein schwaches Volk.
  • Glauben, ein Trennschied kompensiere eine ungenügende Varroa-Bekämpfung.
  • Nützliche Futterwaben entfernen, nur um «kleiner zu machen».
  • Das Volk mit einem schlecht platzierten Trennschied von seinen Vorräten trennen.
  • Ein starkes Volk im Frühjahr oder während der Tracht zu eng halten.
  • Einen grossen Hohlraum über den Waben lassen und sich gleichzeitig nur auf seitliches Einengen konzentrieren.
  • Einengen, Isolation, Fluglocheinengung und Fütterung miteinander verwechseln.
  • Das seitliche Trennschied in allen Situationen als wissenschaftlich nachgewiesene Praxis darstellen.

Merke

Das Einengen ist weder ein Wundermittel noch ein Prinzipfehler. Es ist ein Werkzeug der Raumführung. Es kann einem Jungvolk, einem kleinen, gesunden Volk oder einem Volk helfen, das nach der Ernte zu ordnen ist. Es kann kontraproduktiv werden, wenn ein starkes Volk im Frühjahr oder während der Tracht zu eng gehalten wird.

Der Kernsatz ist einfach: Man engt nicht ein, um weniger Beute zu heizen; man engt nur ein, wenn es die tatsächliche Organisation des Volkes verbessert.

Siehe auch

2. Frühjahrsentwicklung, Honigzarge und Tracht

Die einfache Regel lautet, im Frühling nicht automatisch zu füttern. Gefüttert wird nur, wenn dem Volk tatsächlich Vorräte fehlen, wenn eine kalte oder regnerische Periode die Ausflüge verhindert oder wenn ein Jungvolk begleitet werden muss. Sobald eine Fütterung erforderlich ist, darf keine Erntehonigzarge auf der Beute verbleiben. Ist bereits eine Honigzarge aufgesetzt, ist sie vor der Fütterung zu entfernen.

Was zu tun ist

  • Zuerst das Volk beobachten: Aktivität am Flugloch, Polleneintrag, Gewicht der Beute, bei einer angemessenen Durchsicht sichtbare Vorräte.
  • Die Vorräte vor dem Füttern prüfen: auch ein aktives Volk kann an Futtermangel leiden.
  • Ist das Volk im Spätwinter oder zum allerersten Frühlingsbeginn leicht, vorzugsweise Futterteig wie Candi auf die Waben, in unmittelbarer Nähe der Wintertraube, geben.
  • Bei kaltem Wetter Sirup, der weit von der Wintertraube entfernt liegt, vermeiden: die Bienen erreichen ihn unter Umständen nicht.
  • Befindet sich das Volk in Entwicklung und hält die schlechte Witterung an, die Vorräte mit Bedacht ergänzen.
  • Wird eine Fütterung erforderlich, obwohl bereits eine Honigzarge aufgesetzt ist, zuerst die Erntehonigzarge entfernen und anschliessend das Volk füttern.
  • Die entnommenen Honigzargen vor Räuberei, Feuchtigkeit und Verschmutzungen schützen.
  • Eine Erntehonigzarge erst dann wieder aufsetzen, wenn die Fütterung abgeschlossen und die Lage geklärt ist.
  • Bei einer tatsächlichen Frühjahrstrachtlücke in kleinen Mengen füttern und die Lage kontrollieren.
  • Die Gaben in der Stockkarte festhalten: Datum, Art des Futters, Menge und Grund der Fütterung.
  • Im Bewusstsein behalten, dass die beste Absicherung eine gute Einwinterung im Herbst bleibt: ein korrekt überwintertes Volk benötigt im Frühling weniger Eingriffe.

Wenn es nicht wie erwartet verläuft

Ist ein Volk sehr leicht, geschwächt oder fernab seiner Vorräte zusammengezogen, darf nicht zugewartet werden. Futterteig direkt auf die Waben, möglichst nah an den Bienen, geben. Ziel ist nicht, die Eilage stark zu stimulieren, sondern den Hungertod zu verhindern.

Tritt eine Kältephase ein, nachdem die Honigzargen bereits aufgesetzt sind, gilt dieselbe Regel: ist eine Fütterung erforderlich, sind die Erntehonigzargen vor der Fütterung zu entfernen. Sirup oder Futterteig dürfen nicht in den geernteten Honig gelangen können. Bei Zweifeln am Inhalt einer Honigzarge ist die Lage vor jeder Ernte zu klären.

Verbraucht ein Volk viel, entwickelt sich aber nicht, sollte die Fütterung nicht vervielfacht werden, ohne die Ursache zu klären. Möglich sind ein Königinnenproblem, ein zu schwaches Volk, ein Gesundheitsproblem, ein vorangegangener Varroadruck oder Pollenmangel.

Führt die Fütterung zu einem durch Vorräte verstopften Brutnest oder zu einer hohen Bienendichte, steigt das Schwarmrisiko. Es ist dann zum richtigen Zeitpunkt wieder Platz zu schaffen und auf Anzeichen der Schwarmstimmung zu achten.

Zu vermeiden

  • Alle Völker im Frühling aus Gewohnheit füttern.
  • Stark mit Sirup stimulieren, obwohl die Vorräte ausreichen.
  • Bei kaltem Wetter kalten oder von der Wintertraube entfernten Sirup geben.
  • Ein Volk füttern, während eine Erntehonigzarge aufgesetzt ist.
  • Eine Honigzarge während einer Fütterung auf der Beute belassen, selbst wenn sie vor einer Kältephase aufgesetzt worden war.
  • Notfütterung und Reizfütterung verwechseln.
  • Einen Überschuss an Vorräten schaffen, der das Brutnest verstopft.
  • Annehmen, dass eine Fütterung ein zu schwaches, krankes oder schlecht eingewintertes Volk kompensiert.
  • Vergessen, dass zu viel Sirup im Frühling die Ungleichgewichte im Brutnest und das Schwarmrisiko fördern kann.
  • Warten, bis das Volk sichtbar hungert, bevor gehandelt wird.

Das Wichtigste in Kürze

Im Frühling wird nur gefüttert, wenn das Volk es braucht. Futterteig ist im Spätwinter oder bei kalter Witterung die sicherste Lösung. Sirup ist mit Bedacht und in begrenztem Umfang einzusetzen. Die Hygieneregel ist strikt: keine Fütterung mit aufgesetzter Erntehonigzarge. Ist eine Honigzarge bereits aufgesetzt, wird sie vor jeder Fütterung entfernt.

Siehe auch

Die einfache Grundregel lautet: ein schwaches Volk weder unnötig erweitern noch stören. Zuerst sind drei Punkte zu prüfen: die Vorräte, das Vorhandensein einer legenden Königin und der allgemeine Zustand der Brut. Ein schwaches Volk kann sich mitunter erholen, wenn es eine intakte Königin, ausreichend Futter und ein angepasstes Volumen hat. Ein sehr schwaches, weiselloses oder buckelbrütiges Volk sowie ein Volk, dessen Schwächungsursache unklar bleibt, darf jedoch nicht blind verstärkt werden. In bestimmten Fällen ist es sinnvoller, es sauber abzutöten, als das Risiko einzugehen, die übrigen Völker am Bienenstand zu schwächen oder zu kontaminieren.

Was zu tun ist

  • Zuerst von aussen beobachten: Aktivität am Flugloch, Polleneintrag, Totenfall vor der Beute, Gewicht der Beute und Gemüll auf der Varroaunterlage.
  • Nur öffnen, wenn die Witterung es zulässt, idealerweise ab etwa 14–15 °C, bei ruhigem und trockenem Wetter.
  • Zuerst die Vorräte prüfen. Im Frühjahr kann einem schwachen Volk sehr rasch das Futter ausgehen, insbesondere wenn es Brut pflegt.
  • Nach Zeichen einer legenden Königin suchen: Eier, junge Larven, regelmässiges Brutbild. Die Königin selbst muss nicht gefunden werden, wenn die Eilage sichtbar ist.
  • Das Volumen an die Volksstärke anpassen: ein schwaches Volk muss seine Brut warm halten können. Es nicht zu früh zu stark erweitern.
  • Den Zustand der Brut festhalten: regelmässiges Brutbild, normale Larven, kein ungewöhnlicher Geruch, keine offensichtlichen Krankheitszeichen.
  • Ist das Volk schwach, aber gesund, mit einer legenden Königin und ausreichend Vorräten, sollte es sich in Ruhe entwickeln können und überwacht werden.
  • Ist das Volk sehr schwach, aber gesund, eine Vereinigung mit einem starken, gesunden Volk in Betracht ziehen, statt es allein abnehmen zu lassen.
  • Niemals zwei schwache Völker vereinen: daraus entsteht selten ein starkes Volk, vielmehr summieren sich oft die Probleme.
  • Ist das Volk sehr schwach und die Ursache der Schwächung unklar, nicht mit Brut oder Bienen eines guten Volkes verstärken. Zuerst das seuchenhygienische Risiko abschätzen und bei Bedarf Rat einholen.

Wenn etwas nicht wie erwartet verläuft

Fehlt es dem Volk an Futter, rasch nachbessern. Bei noch kühler Witterung ist Futterteig möglichst nah an der Traube oft sicherer als eine Flüssigfütterung in einigem Abstand zu den Bienen.

Ist keine frische Eilage zu sehen, nicht voreilig urteilen. Je nach Jahreszeit und Witterung kann die Eilage schwach oder schwer erkennbar sein. Eine gezielte erneute Überprüfung einige Tage später kann hilfreich sein.

Ist das Volk weisellos, buckelbrütig oder ohne realistische Perspektive, sollten keine Brut und keine Bienen aufgewendet werden, um es um jeden Preis zu retten. Je nach Situation ist es oft besser, zu vereinigen, abzutöten oder das Problem sauber zu klären.

Ist das Volk zu schwach, stark geschädigt oder ohne realistische Perspektive, kann das Abtöten die verantwortungsvollste Lösung sein, insbesondere wenn die Ursache der Schwächung unbekannt ist. So wird mitunter verhindert, dass am Bienenstand ein Problemherd erhalten bleibt. Diese Entscheidung muss umsichtig getroffen werden, unter Beachtung der seuchenhygienischen Empfehlungen und im Zweifelsfall nach Rücksprache mit einer fachkundigen Person.

Ist die Brut sehr unregelmässig, übel riechend, eingefallen, perforiert oder verdächtig, keine Waben in andere Völker verstellen. Die Beute schliessen und den Bieneninspektor oder eine erfahrene Person um Rat fragen.

Bei Unsicherheit, ob zu helfen, zu vereinigen, abzutöten oder abzuwarten ist, vor einem schwerwiegenden Eingriff eine externe Einschätzung einholen. Im Frühjahr kann eine falsche Entscheidung auch gesunde Völker schwächen.

Zu vermeiden

  • Ein schwaches Volk zu früh erweitern.
  • Einem Volk, das seinen Brutraum nicht ordentlich besetzt, eine Honigzarge geben.
  • Mit Sirup stark reizen, ohne die Ursache der Schwäche zu kennen.
  • Brut aus einem guten Volk hinzufügen, ohne den seuchenhygienischen Zustand des schwachen Volkes geprüft zu haben.
  • Zwei schwache Völker vereinen: daraus entsteht selten ein lebensfähiges Volk, und die Probleme können sich summieren.
  • Ein sehr schwaches Volk mit Brut oder Bienen aus einem guten Volk verstärken, ohne zu wissen, weshalb es schwach ist.
  • Lange nach der Königin suchen, wenn Eier oder junge Larven die Eilage bereits belegen.
  • Durchsichten häufen, um « zu sehen, ob es besser geht »: jede Öffnung stört ein ohnehin geschwächtes Volk zusätzlich.
  • Ein verdächtiges Volk mit einem gesunden Volk vereinen.
  • Ein sehr schwaches Volk aus Anhänglichkeit künstlich am Leben halten, obwohl es ein Risiko für den Bienenstand darstellt.

Fazit

Ein im Frühjahr schwaches Volk sollte sorgfältig beurteilt werden: Futter, Königin, Brut, Gesundheit und angepasstes Volumen. Ist es gesund und wird es gut geführt, kann es sich mitunter wieder entwickeln. Ist es zu schwach, weisellos oder verdächtig, sollte es nicht künstlich auf Kosten der gesunden Völker erhalten werden.

Siehe auch

Bereiten Sie die Honigzarge vor, sobald Löwenzahn und Obstbäume zu blühen beginnen. Setzen Sie sie dann auf, wenn das Volk stark ist, die Tracht wirklich anläuft und die Bienen Platz zu brauchen beginnen. Bei einer einfachen Betriebsweise wird die Honigzarge mit einem Absperrgitter aufgesetzt, bevor der Brutraum durch Nektar blockiert wird.

Was zu tun ist

  • Sobald Löwenzahn und Obstbäume blühen, das Material vorbereiten: Honigzarge, Honigwaben und Absperrgitter.
  • Das Volk beobachten, nicht nur den Kalender: ein schwaches Volk nutzt eine zu früh aufgesetzte Honigzarge nicht gut.
  • Sicherstellen, dass der Brutraum gut von Bienen besetzt ist und sich die Brut normal entwickelt.
  • Auf Anzeichen von Platzmangel achten: viele Bienen oben im Brutraum, regelmässiger Nektareintrag, Wildbau auf den Wabenoberkanten oder unter dem Deckbrett.
  • Das Absperrgitter zwischen Brutraum und Honigzarge legen.
  • Eine einsatzbereite Honigzarge aufsetzen, idealerweise mit bereits ausgebauten oder korrekt bestückten Waben.
  • Einige Tage später kontrollieren: Wenn die Bienen hochziehen und einzulagern beginnen, war der Zeitpunkt richtig.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Bleibt die Honigzarge leer, war das Volk wahrscheinlich noch nicht stark genug oder die Tracht ist noch nicht wirklich angelaufen. Setzen Sie keine weiteren Zargen auf: warten Sie, bis der Eintrag regelmässig wird. Bauen die Bienen umgekehrt auf den Wabenoberkanten oder unter dem Deckbrett, oder füllt sich der Brutraum schnell mit Nektar, ist das oft ein Zeichen, dass rasch Platz geschaffen werden muss.

Zu vermeiden

  • Die Honigzarge zu einem festen Datum aufsetzen, ohne auf das Volk zu schauen.
  • Vorbereitungssignal und Aufsetzsignal verwechseln: Löwenzahn und Obstbäume zeigen an, dass man bereit sein muss, nicht dass alle Völker am selben Tag eine Honigzarge erhalten.
  • Eine Honigzarge zu früh auf ein noch schwaches Volk aufsetzen.
  • Warten, bis der Brutraum mit Nektar gesättigt ist.
  • Wildbau oben im Brutraum ignorieren: er deutet oft darauf hin, dass das Volk Platz sucht.
  • Das Absperrgitter vergessen und damit riskieren, Brut in den Honigwaben zu finden.

Wichtig

Löwenzahn und Obstbäume: vorbereiten. Starkes Volk, echte Tracht und Anzeichen von Platzmangel: Honigzarge mit Absperrgitter aufsetzen.

Siehe auch

Eine Honigzarge wird aufgesetzt, wenn das Volk stark ist, die Tracht beginnt und die Bienen den Brutraum gut besetzen. Die einfache Regel lautet: Absperrgitter und Honigzarge gleichzeitig aufsetzen, wobei das Absperrgitter zwischen Brutraum und Honigzarge zu liegen kommt. Es verhindert, dass die Königin in die Honigwaben aufsteigt und dort Eier legt, damit die Honigzarge dem Erntehonig vorbehalten bleibt.

Was zu tun ist

  • Sicherstellen, dass das Volk stark genug ist: viele Bienen, gut entwickelte Brut und sichtbare Sammeltätigkeit.
  • Einen milden Tag mit guten Flugbedingungen wählen und zügig arbeiten, um die Brut nicht abzukühlen.
  • Eine saubere Honigzarge mit passenden Honigwaben vorbereiten, möglichst ausgebaut, oder mit Mittelwänden, wenn das Volk gut baut.
  • Die Beute öffnen, das Deckbrett abnehmen und das Absperrgitter direkt auf den Brutraum legen.
  • Die Honigzarge über das Absperrgitter setzen, das Deckbrett wieder auflegen und die Beute schliessen.
  • Einige Tage später kontrollieren, ob die Bienen in die Honigzarge ziehen und die Waben zu besetzen beginnen.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Wenn die Bienen nicht in die Honigzarge ziehen, wurde sie oft zu früh aufgesetzt, das Volk ist zu schwach, das Wetter ungünstig oder die Tracht hat noch nicht wirklich begonnen. Erscheint Brut in einer Honigzarge, muss zuerst die Anwesenheit und korrekte Lage des Absperrgitters überprüft und die Betriebsweise vor der Ernte korrigiert werden.

Zu vermeiden

  • Eine Honigzarge ohne Absperrgitter aufsetzen, wenn man die Honigwaben dem Erntehonig vorbehalten will.
  • Das Absperrgitter an der falschen Stelle platzieren: es muss Brutraum und Honigzarge trennen.
  • Eine Honigzarge auf ein schwaches Volk aufsetzen: es besetzt sie womöglich nicht und sie kühlt aus.
  • Zu lange auf ein starkes Volk warten: Platzmangel kann den Schwarmtrieb fördern.
  • Waben, die Brut enthielten, in der für den Erntehonig bestimmten Honigzarge verwenden.
  • Mit Sirup füttern, solange für die Ernte bestimmte Honigzargen aufgesetzt sind.
  • Eine Varroabehandlung mit zum Konsum bestimmten Honigzargen auf der Beute durchführen, ausser dies ist gemäss offiziellen Angaben mit dem verwendeten Produkt vereinbar.

Wichtig

In einer einfachen Betriebsweise gehören Honigzarge und Absperrgitter zusammen: das Absperrgitter wird zwischen Brutraum und Honigzarge gelegt, um den Erntehonig von der Brut zu trennen.

Siehe auch

Nein, das Absperrgitter ist als gesetzlich vorgeschriebenes Material nicht Pflicht, wird aber dringend empfohlen. Die einfache Regel lautet, es immer dann zu verwenden, wenn eine Honigzarge zur Erzeugung von Erntehonig aufgesetzt wird. Es hilft, die Honigzarge dem Honig vorzubehalten und zu verhindern, dass die Königin dort Eier legt.

Was zu tun ist

  • Das Absperrgitter zwischen Brutraum und Honigzarge legen.
  • Es gleichzeitig mit der Honigzarge aufsetzen.
  • Prüfen, dass es sauber, korrekt aufliegend und seitlich nicht durchlässig ist.
  • Die Honigwaben der Honigproduktion vorbehalten.
  • Bei der Ernte nur Honigwaben mit Honig und ohne Brut entnehmen.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Enthält die Honigzarge bereits Brut, dürfen diese Waben nicht geschleudert werden. Zuerst muss mit einem Absperrgitter verhindert werden, dass die Königin erneut in die Honigzarge aufsteigt, dann das Schlüpfen der Brut abgewartet werden, bevor die betroffenen Waben für die Ernte in Betracht kommen. In der Praxis sollten Waben, die Brut enthielten, nicht in den geschleuderten oder abgetropften Honig gelangen.

Der entscheidende rechtliche Punkt ist also nicht die Pflicht, ein Absperrgitter zu haben, sondern die Pflicht, konformen Honig zu erzeugen. In der Schweiz untersteht abgegebener oder verkaufter Honig dem Lebensmittelrecht, insbesondere dem Lebensmittelgesetz (LMG) und den Verordnungen, welche die Anforderungen an Honig, Hygiene und Selbstkontrolle konkretisieren.

Zu vermeiden

  • In einer einfachen Betriebsweise eine Honigzarge ohne Absperrgitter aufsetzen.
  • Waben mit Brut ernten oder schleudern.
  • Brutwaben mit den für den Honig bestimmten Honigwaben vermischen.
  • Vergessen, dass es Betriebsweisen ohne Gitter gibt, die aber mehr Erfahrung erfordern.

Wichtig

Das Gesetz schreibt das Absperrgitter nicht direkt vor, verlangt aber konformen Honig: in einer einfachen Betriebsweise ist das Absperrgitter die sicherste Lösung, um die Honigzarge dem Honig vorzubehalten.

Siehe auch

Ziehen die Bienen nicht in die Honigzarge, drängen Sie das Volk nicht. Prüfen Sie zuerst drei Dinge: Ist das Volk stark genug, läuft die Tracht wirklich, und ist die Honigzarge attraktiv? In den meisten Fällen bleibt eine Honigzarge leer, weil sie etwas zu früh aufgesetzt wurde oder die Bienen den Raum noch nicht brauchen.

Was zu tun ist

  • Den Brutraum beobachten: die Bienen sollen die oberen Wabenbereiche gut besetzen.
  • Prüfen, ob tatsächlich Nektar eingetragen wird, nicht nur ob Blüten vorhanden sind.
  • Schauen, ob sich der Brutraum mit Nektar zu füllen beginnt: ist das nicht der Fall, brauchen die Bienen die Honigzarge vielleicht noch nicht.
  • Die Honigzarge prüfen: saubere, korrekt platzierte Waben, Wachs in gutem Zustand, ohne Fremdgeruch, ohne Schimmel und ohne zweifelhafte Lagerspuren.
  • Wenn möglich ein bis zwei bereits ausgebaute Honigwaben in die Mitte der Honigzarge stellen: sie werden meist besser angenommen als reine Mittelwände.
  • Das Absperrgitter belassen und prüfen, dass es korrekt aufliegt.
  • Einige Tage später erneut kontrollieren, vor allem wenn das Wetter günstig wird und der Eintrag zunimmt.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Enthält die Honigzarge überwiegend Mittelwände, braucht es eine echte Tracht, Wärme und ein starkes Volk, damit die Bienen bauen. Bereits ausgebaute Honigwaben in der Mitte können helfen. Bleibt die Honigzarge dennoch leer, ergänzen Sie kein zusätzliches Volumen: warten Sie, bis sich das Volk verstärkt oder die Tracht wirklich beginnt.

Zu vermeiden

  • Eine zweite Honigzarge ergänzen, obwohl die erste noch leer ist.
  • Vorschnell ein Volksproblem annehmen.
  • Eine Honigzarge zu früh auf ein noch schwaches Volk aufsetzen.
  • Schnellen Wabenbau auf Mittelwänden ohne echte Tracht erwarten.
  • Sirup in eine für die Honigernte bestimmte Honigzarge sprühen: das vermischt Fütterung und geernteten Honig.
  • Honig auf die Waben sprühen: das kann Räuberei begünstigen und wirft Hygienefragen auf, wenn die Herkunft des Honigs nicht eindeutig kontrolliert ist.
  • Brut in Honigwaben einbringen, die für den Erntehonig bestimmt sind.

Wichtig

Eine leere Honigzarge ist nicht zwangsläufig ein Problem: starkes Volk, echte Tracht und attraktive Honigwaben sind die drei Hauptvoraussetzungen, damit die Bienen hochziehen.

Siehe auch

Die einfache Regel lautet, eine zweite Honigzarge dann aufzusetzen, wenn die erste Honigzarge gut besetzt ist, mehrere Waben sich deutlich füllen und die Tracht anhält. Es darf nicht gewartet werden, bis die erste Honigzarge vollständig gefüllt ist, denn Platzmangel kann das Einlagern des Nektars hemmen und die Schwarmstimmung verstärken. Für eine einfache Betriebsführung kann die zweite Honigzarge auf die bereits besetzte erste Honigzarge gesetzt werden.

Was zu tun ist

  • Die erste Honigzarge beurteilen, nicht nur den Kalender.
  • Sicherstellen, dass die Bienen die bereits aufgesetzte Honigzarge tatsächlich besetzen.
  • Prüfen, ob mehrere Waben Nektar oder reifenden Honig enthalten.
  • Die Tracht beobachten: regelmässige Nektareinträge, hohe Sammeltätigkeit, zunehmendes Beutengewicht.
  • Eine zweite Honigzarge ergänzen, wenn die erste gut besetzt ist und die Tracht anhält.
  • Für eine einfache Betriebsführung die zweite Honigzarge über die erste Honigzarge setzen.
  • Enthält die neue Honigzarge vorwiegend Mittelwände und ist das Volk sehr stark, kann sie auch unter die erste Honigzarge, direkt über das Absperrgitter, eingeschoben werden.
  • Bei starker Tracht vorzugsweise bereits ausgebaute Waben geben: die Bienen können rascher einlagern.
  • Mittelwände nur verwenden, wenn das Volk ausreichend stark ist und sich in einer Bauphase befindet.
  • Das Absperrgitter weiterhin einsetzen, wenn das Ziel brutfreie Honigzargen sind.
  • Einige Tage später kontrollieren, ob die Bienen die neue Honigzarge besetzen.

Wenn es nicht wie erwartet verläuft

Bleibt die zweite Honigzarge leer, wurde sie wahrscheinlich zu früh aufgesetzt, die Tracht ist abgebrochen oder das Volk ist nicht stark genug. In diesem Fall sollte das Volumen nicht weiter vergrössert werden. Besser ist es, abzuwarten, bis die erste Honigzarge besser besetzt ist oder die Tracht wieder einsetzt.

Füllt sich die erste Honigzarge sehr schnell, bauen die Bienen in den freien Räumen oder wird der obere Teil der Beute sehr dicht, so wurde die zweite Honigzarge möglicherweise zu spät aufgesetzt. Dann ist ohne Aufschub Raum zu schaffen und auf Anzeichen der Schwarmstimmung zu achten.

Verschlechtert sich die Witterung nach dem Aufsetzen, muss die zweite Honigzarge nicht zwingend sofort entfernt werden, wenn das Volk stark ist und sie bereits besetzt. Bei einem durchschnittlichen Volk oder einer vollständig leer bleibenden Honigzarge ist das verfügbare Volumen hingegen zu reduzieren.

Die Frage der Position — über oder unter der ersten Honigzarge — sollte nicht dogmatisch geführt werden. Soweit ersichtlich gibt es keinen robusten wissenschaftlichen Nachweis, dass eine darunter eingeschobene zweite Honigzarge mehr Honig liefert. Massgebend ist zuerst das richtige Timing: nicht zu früh erweitern, nicht zu viel leeres Volumen auf einmal geben und eingreifen, bevor dem Volk der Platz fehlt.

Zu vermeiden

  • Eine zweite Honigzarge aufsetzen, solange die erste noch nahezu leer ist.
  • Warten, bis die erste Honigzarge vollständig gefüllt und verstopft ist.
  • Mehrere Honigzargen «zur Sicherheit» auf ein Volk setzen, das sie nicht benötigt.
  • Sichtbare Blüte und tatsächliche Tracht verwechseln.
  • Eine Honigzarge nur deshalb aufsetzen, weil die anderen Völker bereits eine haben.
  • Einem Volk viele Mittelwände geben, das nicht baut.
  • Annehmen, die Position der zweiten Honigzarge gleiche ein falsches Timing aus.
  • Das Einschieben unter der ersten Honigzarge als wissenschaftlich belegte Pflicht darstellen.
  • Vergessen, dass Platzmangel die Schwarmstimmung begünstigen kann.
  • Das Volk aus Platzmangel Wildbau errichten lassen.

Das Wichtigste in Kürze

Die zweite Honigzarge wird dann aufgesetzt, wenn die erste gut besetzt ist und die Tracht anhält, nicht zu einem festen Datum. Für eine einfache Betriebsführung wird sie über die erste Honigzarge gesetzt. Das Einschieben unter die erste Honigzarge ist möglich, vor allem mit Mittelwänden und einem sehr starken Volk, bleibt aber eine Betriebsoption. Die belastbarste Regel lautet vor allem: weder zu früh noch zu spät und nicht zu viel leeres Volumen auf einmal.

Siehe auch

Ja. Die einfache Regel lautet, eine zuverlässige, flache und früh in der Saison verfügbare Tränke bereitzustellen, bevor sich die Bienen daran gewöhnen, anderswo Wasser zu holen. Die Bienen nutzen das Wasser für die Brutaufzucht, für die Zubereitung des Futtersaftes und für die Kühlung der Beute bei grosser Hitze. Eine gute Tränke muss vor allem zugänglich, stabil, ungefährlich und dauerhaft verfügbar sein.

Was zu tun ist

  • Eine Tränke bereits zu Saisonbeginn einrichten, idealerweise vor den ersten Hitzeperioden und bevor die Bienen eine andere Wasserquelle auswählen.
  • Die Tränke in der Nähe des Bienenstandes aufstellen, ohne den Durchgang zu behindern oder unmittelbar vor den Beuten eine Konzentrationszone zu schaffen.
  • Ein flaches, stabiles und leicht zu reinigendes Gefäss verwenden.
  • Aufstiegshilfen vorsehen, um das Ertrinken zu verhindern: Steine, Kies, Korkstücke, Holzstücke, Moos oder eine raue Oberfläche.
  • Das Wasser regelmässig verfügbar halten: eine häufig austrocknende Tränke verliert ihren Nutzen.
  • Ein sehr leicht mineralisiertes oder schwach gesalzenes Wasser anbieten, um die Tränke attraktiver zu machen, vor allem im Frühling.
  • Als einfacher Anhaltspunkt etwa 2 bis 3 g Kochsalz pro Liter Wasser anstreben. Ziel ist ein schwach gesalzenes Wasser, keine Sole.
  • Nicht überdosieren und nach Möglichkeit zusätzlich eine ungesalzene Wasserquelle bereitstellen, insbesondere in heissen Perioden.
  • Die Tränke ausreichend häufig reinigen, um übermässige Ablagerungen, Mücken und schlechte Gerüche zu vermeiden.
  • Beobachten, ob die Bienen die Tränke nutzen. Ignorieren sie sie, Standort, Zugänglichkeit, natürlichen Geruch oder Anflugfläche anpassen.
  • In heissen Perioden den Wasserstand häufiger kontrollieren.

Wenn es nicht wie erwartet verläuft

Die Bienen wählen nicht immer die nächstgelegene Wasserquelle. Sie können eine entferntere Quelle bevorzugen, wenn diese attraktiver ist, beispielsweise weil sie Mineralsalze oder andere gelöste Stoffe enthält. Ein Schwimmbad, ein Whirlpool, ein Brunnen, eine Tiertränke oder eine feuchte Bodenstelle nach einer Düngung können die Bienen so stärker anziehen als eine zu saubere, zu kalte, schlecht zugängliche oder zu spät eingerichtete Tränke.

Im Frühling dient das Wasser vor allem der Brutaufzucht und der Zubereitung des Futtersaftes. Ein leicht mineralisiertes Wasser kann dann besonders attraktiv sein. Im Sommer, bei grosser Hitze, sammeln die Bienen zusätzlich viel Wasser, um die Beute durch Verdunstung zu kühlen: in diesem Fall zählen die verfügbare Menge und die Kontinuität der Versorgung wesentlich.

Auch die Wassertemperatur kann bei der Wahl der Bienen eine Rolle spielen, dies ist jedoch eher als praktische Annahme denn als gesicherte Regel zu verstehen. Am wichtigsten bleibt, frühzeitig eine stabile, zugängliche und attraktive Quelle anzubieten.

Trinken die Bienen bereits beim Nachbarn, in einem Schwimmbad oder an einer anderen problematischen Stelle, kann ein rascher Wechsel schwierig sein. Die Bienen merken sich ihre Wasserquellen. Es muss daher eine attraktive, dauerhafte und leicht zugängliche Tränke angeboten und Geduld aufgebracht werden. Eine frühzeitig in der Saison eingerichtete Tränke ist deutlich wirksamer als ein Eingriff, wenn sich die schlechte Gewohnheit bereits eingespielt hat.

Ertrinken viele Bienen, ist die Tränke schlecht ausgelegt: die Tiefe ist zu verringern, mehr Aufstiegshilfen hinzuzufügen oder das Gefäss zu wechseln.

Zu vermeiden

  • Mit der ersten Tränke bis zur Hitzewelle zuwarten.
  • Ein tiefes und glattes Gefäss verwenden, in dem die Bienen ertrinken.
  • Die Tränke regelmässig austrocknen lassen.
  • Ein zu stark gesalzenes Wasser oder eine konzentrierte Lösung anbieten.
  • Zucker, parfümierte Mittel oder zweifelhafte Substanzen ins Wasser geben.
  • Das Wasser in einer von Personen viel begangenen Passagezone aufstellen.
  • Die Tränke unmittelbar vor den Fluglöchern einrichten, wenn dies die Aktivität oder die Durchsichten behindert.
  • Auf das Schwimmbad, den Whirlpool oder die Tränke des Nachbarn setzen.
  • Sehr verschmutztes Wasser zum Hygieneproblem werden lassen.
  • Die Bienen dauerhaft unkontrollierte Wasserquellen aufsuchen lassen, etwa kürzlich gedüngte Feuchtflächen.

Das Wichtigste in Kürze

Die Bienen benötigen Wasser, vor allem im Frühling während der Brutaufzucht und im Sommer bei grosser Hitze. Der richtige Reflex ist einfach: eine stabile, flache Tränke mit Aufstiegshilfen, früh und dauerhaft verfügbar. Ein sehr leicht gesalzenes Wasser mit etwa 2 bis 3 g Salz pro Liter kann die Tränke attraktiver machen, ersetzt aber nicht die Notwendigkeit einer sicheren und regelmässigen Wasserquelle.

Siehe auch

3. Schwärmen, Völkervermehrung und Königinnenzucht

Die einfache Grundregel lautet: nicht zu rasch schliessen. Ein Volk ist vermutlich weisellos, wenn keine Eier und keine sehr junge Brut mehr zu finden sind, das Volk beim Öffnen unruhig wirkt oder stark braust und Nachschaffungszellen anlegt. Eine nicht sichtbare Königin allein reicht jedoch nicht: zuerst ist nach Zeichen einer aktuellen Eilage zu suchen. Sind Eier oder junge Larven vorhanden, hat eine Königin kürzlich gelegt, auch wenn sie nicht zu sehen war.

Was zu tun ist

  • Zuerst das Verhalten des Volkes beobachten: Aktivität am Flugloch, Polleneintrag, ruhiges oder ungewöhnlich unruhiges Verhalten.
  • Nur öffnen, wenn die Witterung es zulässt, und mit einem klaren Ziel: Eilage und Zustand der Brut prüfen.
  • Nach Zeichen einer aktuellen Eilage suchen: Eier, junge Larven, regelmässige offene Brut. Die Königin selbst muss nicht gefunden werden, wenn die Eilage sichtbar ist.
  • Prüfen, ob Nachschaffungszellen vorhanden sind, die nach dem Verlust der Königin häufig auf jungen Larven angelegt werden.
  • Auf das Verhalten beim Öffnen achten: ein weiselloses Volk kann nervöser sein und stärker brausen, doch ist dieses Zeichen allein kein Beweis.
  • Den Zusammenhang berücksichtigen: Phase nach einem Schwarm, noch nicht begattete junge Königin, für den Begattungsflug ungünstige Witterung, vorübergehende Brutunterbrechung oder stille Umweiselung.
  • Hält der Zweifel an, eine Wabe mit Eiern oder sehr jungen Larven aus einem gesunden Volk hinzuhängen. Legt das Volk auf dieser Wabe Nachschaffungszellen an, bestätigt dies in der Regel die Weisellosigkeit.
  • Das Datum festhalten, denn die Fristen sind entscheidend: Schlupf einer jungen Königin, Begattungsflug und Beginn der Eilage brauchen Zeit.

Wenn etwas nicht wie erwartet verläuft

Ist unmittelbar nach einem Schwarm oder nach dem voraussichtlichen Schlupf einer jungen Königin keine frische Eilage zu sehen, mit Geduld abwarten. Eine junge Königin kann Zeit benötigen, bis sie zu legen beginnt.

Wird das Volk buckelbrütig, mit mehreren Eiern pro Zelle, Eiern an den Zellwänden oder ausschliesslich Drohnenbrut, ist die Lage schwieriger zu beheben. Ein buckelbrütiges Volk ist nicht einfach ein kürzlich weisellos gewordenes Volk.

Ist das Volk schwach, ohne Eilage, ohne lebensfähige Weiselzellen und ohne klare Perspektive, ist es je nach Situation oft sinnvoller, es mit einem gesunden Volk zu vereinigen oder sauber abzutöten, statt es um jeden Preis retten zu wollen.

Vor dem Zusetzen einer Königin zuerst sicherstellen, dass das Volk tatsächlich weisellos ist und nicht bereits eine junge, unbegattete Königin enthält. Eine in ein Volk zugesetzte Königin, das bereits eine Königin hat, wenn auch noch nicht in Eilage, wird häufig abgelehnt oder getötet.

Bei seuchenhygienischem Verdacht, verdächtiger Brut oder anormalem Totenfall keine Waben in andere Völker verstellen und vor einem Eingriff Rat einholen.

Zu vermeiden

  • Lange nach der Königin suchen, wenn Eier oder junge Larven die kürzliche Eilage bereits belegen.
  • Ein Volk allein deshalb als weisellos einstufen, weil die Königin nicht gesehen wurde.
  • Alle Weiselzellen zerstören, obwohl das Volk möglicherweise versucht, sich eine Königin nachzuschaffen.
  • Eine zugekaufte Königin zusetzen, ohne zu prüfen, ob bereits eine junge Königin vorhanden ist.
  • Während der Begattungsphase einer jungen Königin zu häufig öffnen.
  • Ein kürzlich weisellos gewordenes Volk mit einem bereits buckelbrütig gewordenen Volk verwechseln.
  • Ein verdächtiges Volk mit einem gesunden Volk vereinigen.

Fazit

Zur Erkennung eines weisellosen Volkes ist in erster Linie auf das Fehlen einer aktuellen Eilage zu achten, nicht allein auf das Fehlen einer sichtbaren Königin. Der nützlichste Hinweis ist oft einfach: sind Eier oder sehr junge Larven vorhanden, hat eine Königin kürzlich gelegt. Fehlen diese und bleibt der Zweifel bestehen, kann eine Weiselprobewabe mit sehr jungen Larven helfen, die Lage zu bestätigen.

Siehe auch

Die einfache Grundregel lautet: Weiselzellen nicht automatisch zerstören. Eine Weiselzelle kann eine Schwarmvorbereitung, eine natürliche Umweiselung oder einen Nachschaffungsversuch nach Weiselverlust anzeigen. Zuerst ist der Zusammenhang zu betrachten: Volksstärke, Jahreszeit, Vorhandensein frischer Eier, Anzahl und Position der Zellen sowie Entwicklungsstadium der Zellen. Der Schwarmtrieb kann mehr als eine Woche vor dem Abgang des Schwarms vorbereitet werden: zeigt ein starkes Volk im Frühjahr mehrere weit entwickelte Weiselzellen, reicht das blosse Brechen der Zellen ohne weitere Massnahmen selten aus.

Was zu tun ist

  • Vor jedem Eingriff zuerst die Art der Situation einschätzen.
  • Handelt es sich nur um kleine leere Spielnäpfchen ohne Ei oder Larve, besteht nicht zwingend Dringlichkeit. Weiter beobachten.
  • Enthalten die Zellen ein Ei, eine Larve oder viel Gelée royale, sind sie angelegt: das Volk bereitet tatsächlich etwas vor.
  • Anzahl und Position der Zellen betrachten: viele Zellen, häufig am Wabenrand oder am unteren Wabenrand, in einem starken Volk im Frühjahr, deuten auf Schwarmtrieb hin.
  • Prüfen, ob noch frische Eier oder sehr junge Brut vorhanden sind. Dies zeigt, dass eine Königin kürzlich gelegt hat, auch wenn sie nicht zu sehen ist.
  • Volksstärke und verfügbaren Platz beurteilen: Platzmangel, durch Nektar verhonigtes Brutnest, sehr dichtes Volk und günstige Witterung erhöhen das Schwarmrisiko.
  • Das Entwicklungsstadium der Zellen berücksichtigen: je weiter sie entwickelt sind, desto rascher und gezielter ist zu handeln.
  • Befindet sich das Volk im Schwarmtrieb, den Druck verringern: einen Kunstschwarm bilden, eine Teilung vornehmen oder eine zur eigenen Betriebsweise passende Methode anwenden.
  • Lässt sich die Situation nicht sicher einschätzen, ruhig wieder schliessen und vor dem Entfernen aller Zellen Rat einholen.

Wenn etwas nicht wie erwartet verläuft

Sind die Weiselzellen bereits verdeckelt, ist das Schwarmrisiko hoch. Der Vorschwarm kann bereits abgegangen sein oder bei günstiger Witterung sehr bald abgehen. In diesem Fall ist zu prüfen, ob noch frische Eier vorhanden sind, ob die alte Königin noch im Volk ist und welche Methode anzuwenden ist.

Finden sich keine frischen Eier mehr und wirkt das Volk weisellos, dürfen die verbliebenen Weiselzellen nicht zerstört werden. Sie können die einzige Möglichkeit für das Volk sein, sich eine neue Königin nachzuschaffen.

Sind nur eine oder zwei günstig platzierte Zellen vorhanden, das Volk ruhig und noch eine legende Königin sichtbar, kann es sich um eine stille Umweiselung handeln. In diesem Fall kann ein zu grober Eingriff mehr Probleme schaffen als lösen.

Ist das Volk sehr stark, voller Bienen und mit mehreren weit entwickelten Weiselzellen, sollte es nicht beim blossen Brechen der Zellen bleiben. Die Schwarmdynamik läuft oft schon seit mehreren Tagen. Die Ursache ist zu beheben: zu hohe Dichte, Platzmangel oder Teilungsbedarf.

Zu vermeiden

  • Alle Weiselzellen zerstören, ohne zu verstehen, warum sie angelegt sind.
  • Leere Spielnäpfchen und echte, angelegte Weiselzellen verwechseln.
  • Die Zellen eines Volkes brechen, das möglicherweise keine Königin mehr hat.
  • Annehmen, das Entfernen der Zellen reiche stets aus, um den Schwarm zu verhindern.
  • Mehrere Tage zuwarten, ohne einzugreifen, wenn ein starkes Volk weit entwickelte Weiselzellen aufweist.
  • Ein schwaches Volk teilen, nur weil es eine Weiselzelle aufweist.
  • Lange öffnen und unnötig nach der Königin suchen, wenn frische Eier bereits ausreichend Auskunft geben.

Fazit

Eine Weiselzelle ist ein Hinweis, nicht für sich genommen eine Antwort. Vor jedem Eingriff ist zu klären, ob das Volk schwärmen, seine Königin umweiseln oder eine weisellose Lage retten will. Die praktische Regel: den Zusammenhang beobachten, nicht automatisch alles brechen und rasch handeln, wenn ein starkes Volk tatsächlich im Schwarmtrieb ist.

Siehe auch

Die einfache Grundregel lautet: ruhig und ohne unnötige Eile vorgehen. Ein als Traube hängender Schwarm ist häufig recht ruhig, doch zuerst ist zu prüfen, ob er zugänglich ist, ob der Eingriff sicher durchgeführt werden kann und ob das Material bereitsteht. Nach der Bergung sind Kellerhaft, Fütterung und Varroakontrolle korrekt zu handhaben. Stammt der Schwarm aus einem der eigenen Völker, ist zusätzlich das Muttervolk zu betreuen: es enthält wahrscheinlich Weiselzellen, und Nachschwärme können folgen.

Was zu tun ist

  • Den Schwarm zuerst ungestört beobachten: Grösse der Traube, Höhe, Zugänglichkeit, Stabilität der Auflage, allfällige Gefährdung von Personen.
  • Das Material vor dem Eingriff bereitstellen: Schwarmkiste oder Ablegerkasten, Rähmchen, gegebenenfalls Tuch oder helle Unterlage, Schutzkleidung, einsatzbereiter, aber zurückhaltend eingesetzter Smoker.
  • Ist der Schwarm gut zugänglich, ihn vorsichtig in eine Schwarmkiste oder einen Ablegerkasten abschlagen oder hineinkehren.
  • Die Kiste oder den Ablegerkasten anschliessend in die Nähe der ursprünglichen Anflugstelle stellen, mit einer ausreichenden Öffnung, damit die verbliebenen Bienen zur Traube nachziehen können.
  • Das Verhalten beobachten: sterzeln die Bienen am Eingang und ziehen sie nach und nach ein, befindet sich die Königin in der Regel im Inneren.
  • Nach der Bergung den Schwarm in den Schatten stellen, anschliessend in Kellerhaft oder an einen kühlen, dunklen und gut belüfteten Ort verbringen.
  • Bei einem frisch abgegangenen Schwarm ist eine Kellerhaft von etwa zwei Tagen ohne Fütterung in der Regel möglich. Die Bienen können so ihre Vorräte verbrauchen und ihren Darm entleeren, bevor sie eingelogiert werden: damit sinkt das Risiko, die neue Beute zu verunreinigen und mit dem Kot Krankheitserreger einzutragen.
  • Ist der Schwarm klein, bereits geschwächt, länger als einen Tag draussen geblieben oder unbekannter Herkunft, ist er engmaschig zu überwachen. Werden die Bienen matt, fallen sie auf den Kistenboden oder sterben die ersten Bienen, sofort etwas Sirup geben. In diesem Fall wird in der Regel nach etwa 24 Stunden gefüttert, anstatt systematisch zwei Tage abzuwarten.
  • Den Schwarm in eine saubere Beute mit passenden Rähmchen einlogieren. Vorzugsweise am Abend oder unter ruhigen Bedingungen.
  • Nach dem Einlogieren mit Mass füttern, wenn die Tracht nicht ausreicht oder der Schwarm rasch bauen soll.
  • Den Umstand nutzen, dass der Schwarm noch keine verdeckelte Brut hat, um die Varroakontrolle einzuplanen. Eine Sprühbehandlung mit Oxalsäure kann zum geeigneten Zeitpunkt erwogen werden, ausschliesslich mit einem zugelassenen Tierarzneimittel und gemäss offizieller Gebrauchsinformation.
  • Stammt der Schwarm vermutlich aus dem eigenen Bienenstand, anschliessend das Muttervolk zum richtigen Zeitpunkt kontrollieren: Vorhandensein von Weiselzellen, verbleibende Stärke, Nachschwarmrisiko, Vorräte und Allgemeinzustand.

Wenn etwas nicht wie erwartet verläuft

Sitzt der Schwarm zu hoch, an einer gefährlichen oder schwer zugänglichen Stelle, kein Risiko eingehen. Ein Sturz, eine instabile Leiter oder ein improvisierter Eingriff können schwerer wiegen als der Verlust des Schwarms. Hilfe holen oder darauf verzichten.

Geht der Schwarm wieder ab, war die Königin meist nicht in der Kiste, der Platz war ungeeignet oder der Schwarm war noch nicht ortsfest. Ruhig prüfen, was an Ort und Stelle verbleibt.

Ziehen die Bienen nicht in die Kiste ein, diese näher an die Traube setzen oder mit mehr Ruhe erneut beginnen. Grobe Handgriffe vermeiden.

Hängt der Schwarm auf einem Nachbargrundstück oder auf einem fremden Gelände, vor dem Eingriff um Erlaubnis fragen.

Nach dem Abgang eines Vorschwarms ist auch das Muttervolk zum richtigen Zeitpunkt zu kontrollieren. Ist noch keine junge Königin geschlüpft und sind mehrere Weiselzellen vorhanden, eine schöne Weiselzelle, höchstens zwei bei unsicherer Qualität, stehen lassen. Werden zu viele Zellen belassen, können Nachschwärme begünstigt werden. Vorsichtig vorgehen, da weit entwickelte Weiselzellen erschütterungsempfindlich sind.

Ist bereits eine junge Königin geschlüpft, nicht ohne Verständnis der Lage alle Zellen zerstören. Ein zu grober Eingriff kann das Volk ohne Ersatzmöglichkeit zurücklassen, falls die junge Königin beim Begattungsflug verloren geht.

Schwärmen mehrere Völker desselben Bienenstands, ist die Schwarmkontrolle rasch zu überprüfen: Weiselzellen, verfügbarer Platz, zu starke Völker, zu seltene Durchsichten.

Zu vermeiden

  • Ohne bereitliegendes Material überstürzt eingreifen.
  • Auf eine instabile Leiter steigen oder an einer gefährlichen Stelle eingreifen.
  • Den Schwarm übermässig anspritzen, beräuchern oder schütteln.
  • Einen Schwarm bergen, ohne zu wissen, wo er anschliessend untergebracht wird.
  • Mechanisch zwei Tage Kellerhaft anwenden, ohne den tatsächlichen Zustand des Schwarms zu berücksichtigen: ein frischer Schwarm kann zuwarten, ein bereits geschwächter Schwarm muss überwacht und bei Bedarf früher gefüttert werden.
  • Reichlich füttern, bevor klar ist, ob der Schwarm frisch, geschwächt oder unbekannter Herkunft ist.
  • Eine Oxalsäurebehandlung durchführen, ohne die Gebrauchsinformation des zugelassenen Tierarzneimittels, den persönlichen Schutz und den geeigneten Zeitpunkt zu beachten.
  • Das Muttervolk vergessen: nach einem Vorschwarm verbleiben oft Weiselzellen in der Beute.
  • Zahlreiche Weiselzellen im Muttervolk belassen, ohne das Nachschwarmrisiko zu beherrschen.
  • Alle Weiselzellen des Muttervolks zerstören, ohne die Lage zu verstehen.
  • Einen Schwarm unbekannter Herkunft direkt mit einem gesunden Volk vereinen.

Fazit

Ein gesetzter Schwarm lässt sich oft leicht bergen, wenn der Eingriff ruhig, sicher und gut vorbereitet erfolgt. Die Bergung ist jedoch nur die halbe Arbeit: zusätzlich sind die Kellerhaft zu handhaben, je nach Zustand des Schwarms zum richtigen Zeitpunkt zu füttern, die Varroakontrolle einzuplanen und das Muttervolk zu überprüfen, um Nachschwärme oder einen schlechten Wiederaufbau zu vermeiden.

Siehe auch

Das Schwärmen lässt sich nicht zu 100 % verhindern, denn es ist die natürliche Vermehrungsform eines Volkes. Die einfache Regel lautet, vorausschauend zu handeln: im Frühjahr starke Völker überwachen, ihnen rechtzeitig Platz geben, bevor das Brutnest blockiert wird, und die kräftigsten Völker bei Bedarf entlasten. Das Schwärmen kann sich mehr als eine Woche vor dem Abflug vorbereiten: etwa 9 Tage nach der Eiablage in eine Weiselzelle kann der Schwarm bei günstigem Wetter abgehen.

Was zu tun ist

  • Vor allem starke Völker im Frühjahr und Frühsommer beobachten.
  • Rechtzeitig Platz geben: die Honigzarge zum richtigen Zeitpunkt aufsetzen, verhindern, dass Nektar das Brutnest blockiert, und Platz für die Eilage erhalten.
  • Füttern Sie nur, wenn es notwendig ist. Im Frühjahr kann eine übermäßige Zufuhr von Futtersirup den Bienenstock anregen, Zellen im Brutnest belegen und den Schwarmdrang verstärken, wenn der Platzmangel nicht behoben wird.
  • Bei den Durchsichten auf Anzeichen des Schwarmtriebs achten: sehr dichtes Volk, Weiselzellen, verlangsamte Eilage, Platzmangel.
  • Während der Risikoperiode die stärksten Völker etwa einmal pro Woche kontrollieren, wenn das Wetter es zulässt.
  • Nach einer langen Schlechtwetterperiode die starken Völker beim ersten günstigen Wetter durchsehen: die Bienen können das Schwärmen während der Tage, an denen sie nicht flogen, vorbereitet haben.
  • Wird ein Volk zu stark, lieber ein Jungvolk oder einen Kunstschwarm bilden, statt auf den Abflug eines Naturschwarms zu warten.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Sind die Weiselzellen bereits weit entwickelt, ist davon auszugehen, dass das Volk wahrscheinlich im Schwarmtrieb steckt. In diesem Fall genügt es nicht, die Weiselzellen zu brechen: der Druck im Volk muss reduziert werden, etwa durch eine Teilung oder einen Kunstschwarm, mit einer sorgfältigen Begleitung des neuen Volkes. Wichtig ist, das Unterdrücken der Anzeichen nicht mit der Lösung der Ursache zu verwechseln.

Zu vermeiden

  • Warten, bis ein Schwarm an einem Ast hängt, um zu handeln.
  • Glauben, dass das Schwärmen am Tag des Abflugs beginnt: es ist meist schon mehrere Tage vorher vorbereitet worden.
  • Weiselzellen zerstören, ohne den Platzmangel oder den Bienenüberschuss zu beheben.
  • Die Honigzarge zu spät aufsetzen, wenn das Brutnest bereits blockiert ist.
  • Ein schwaches oder schlecht betreutes Volk allein zur Schwarmverhinderung teilen.
  • Im Frühjahr großzügig mit Sirup füttern, ohne die Vorräte, den verfügbaren Platz und die tatsächliche Stärke des Volkes zu überprüfen.

Wichtig

Der beste Schwarmvorbeuger ist die Vorausschau: rechtzeitig Platz, gezielte Durchsichten und frühzeitige Teilung zu starker Völker.

Siehe auch

Die einfache Grundregel lautet: ein Jungvolk nur aus einem starken, gesunden und gut entwickelten Volk bilden. Eine einfache Methode besteht darin, drei gut mit Bienen besetzte Waben zu entnehmen: eine Wabe mit Eiern oder sehr jungen Larven, eine eher verdeckelte Brutwabe und eine Futterwabe mit Honig und Pollen. Die Wabe mit Eiern oder höchstens 1- bis 2-tägigen Larven ermöglicht es dem Jungvolk, eine Königin nachzuziehen, sofern weder eine begattete Königin noch eine reife Weiselzelle zugesetzt wird.

Was zu tun ist

  • Den richtigen Zeitpunkt wählen: in der Regel im Frühjahr oder Frühsommer, wenn die Völker stark sind und die Witterung eine gute Entwicklung erlaubt.
  • Nur aus einem starken, gesunden und gut entwickelten Volk entnehmen. Ein Spendervolk darf nicht so stark geschwächt werden, dass seine eigene Saison gefährdet wird.
  • Das Material vor Beginn bereitlegen: Ablegerkasten oder saubere Beute, Schied, passende Waben, gegebenenfalls Futter, Stockkarte.
  • Für eine einfache Methode das Jungvolk mit drei gut mit Bienen besetzten Waben bilden.
  • Eine Wabe mit Eiern oder sehr jungen Larven entnehmen, idealerweise höchstens 1 bis 2 Tage alt, damit eine Königin nachgezogen werden kann.
  • Eine verdeckelte Brutwabe hinzufügen, möglichst kurz vor dem Schlupf, um das Jungvolk rasch zu verstärken.
  • Eine Futterwabe mit Honig und Pollen hinzufügen, um den Start zu sichern.
  • Die Bienen, die sich auf diesen Waben befinden, mitnehmen, jedoch sorgfältig prüfen, dass sich die Königin des Spendervolkes nicht darunter befindet.
  • Das Jungvolk mit einem Schied einengen, damit es die Brut warm halten kann.
  • Das Flugloch anfangs verkleinern, um Räuberei zu begrenzen und dem Jungvolk die Verteidigung zu erleichtern.
  • Verbleibt das Jungvolk am selben Bienenstand, kehrt ein Teil der Flugbienen ins Ursprungsvolk zurück. Daher müssen genügend junge Bienen auf den Waben vorhanden sein oder das Jungvolk je nach Methode versetzt werden.
  • Die Vorräte überwachen, insbesondere wenn die Witterung kalt oder regnerisch wird.
  • Anschliessend die nötige Zeit für die Aufzucht, den Schlupf, den Begattungsflug und den Beginn der Eilage der jungen Königin abwarten. In dieser Phase nicht zu häufig öffnen.
  • Später überprüfen, dass das Jungvolk in Eilage ist und die Brut sich normal entwickelt.

Wenn etwas nicht wie erwartet verläuft

Wirkt das Jungvolk von Beginn an zu schwach, nicht erweitern. Es einengen, die Vorräte überprüfen und lange Durchsichten vermeiden.

Wird keine Weiselzelle angelegt, prüfen, ob das Jungvolk tatsächlich Eier oder sehr junge Larven hatte. Ohne begattete Königin, ohne reife Weiselzelle und ohne sehr junge Larven hat es keinen klaren Weg, eigenständig zu werden.

Setzt nach der üblichen Frist für Aufzucht, Schlupf und Begattung der jungen Königin keine Eilage ein, rasch handeln: eine Königin zusetzen, mit einem gesunden Volk vereinigen oder je nach Situation Rat einholen.

Wird die Witterung kalt oder regnerisch, die Vorräte überwachen. Einem Jungvolk kann das Futter schneller ausgehen als einem starken Volk.

Wurde dem Spendervolk zu viel Brut oder zu viele Bienen entnommen, kann auch dieses geschwächt sein. Die Jungvolkbildung soll den Bienenstand mittelfristig stärken, nicht mehrere fragile Völker schaffen.

Werden verdächtige Brut, ungewöhnlicher Geruch oder anormaler Totenfall festgestellt, keine Waben in andere Völker verstellen. Vor jeder Vereinigung oder Umverteilung von Material Rat einholen.

Zu vermeiden

  • Ein Jungvolk aus einem schwachen Volk bilden.
  • Zu viele Jungvölker mit je zu wenigen Bienen anlegen.
  • Brut entnehmen, ohne den seuchenhygienischen Zustand des Spendervolks zu prüfen.
  • Mit den entnommenen Waben versehentlich die Königin des Spendervolks mitnehmen.
  • Ein Jungvolk ohne Eier, ohne sehr junge Larven, ohne begattete Königin und ohne reife Weiselzelle bilden.
  • Ein Jungvolk während einer Schlechtwetterperiode ohne Vorräte zurücklassen.
  • Zu häufig öffnen, um « zu sehen, ob die Königin schon legt ».
  • Jungvölker zu spät in der Saison bilden, ohne dass genügend Zeit bleibt, sie vor der Einwinterung stark werden zu lassen.
  • Ein Jungvolk mit Material aus einem verdächtigen Volk vereinigen oder verstärken.

Fazit

Ein Jungvolk gelingt selten zufällig. Für eine einfache Methode mit drei gut mit Bienen besetzten Waben beginnen: sehr junge Larven, verdeckelte Brut und Futter. Besser wenige stabile Jungvölker bilden als viele kleine, fragile Völker.

Siehe auch

Bereiten Sie den geschlossenen Starter am Vorabend des Umlarvens vor oder mindestens einige Stunden vorher. Er muss viele junge Ammenbienen enthalten, aber weder Königin noch Brut. Seine Aufgabe ist es, die Zuchtnäpfchen während etwa 24 Stunden anzunehmen; danach muss die Zuchtwabe in ein Pflegevolk gehängt werden.

Was zu tun ist

  • Ein starkes, gesundes und ruhiges Volk mit einer guten, in Eilage befindlichen Königin wählen.
  • Ein gut belüftetes 6-Waben-Ablegerkästchen vorbereiten.
  • An eine Seitenwand eine Futterwabe mit Honig und Pollen samt aufsitzenden Bienen, aber ohne Brut und ohne die Königin, einhängen.
  • Direkt daneben einen leeren Platz für die Zuchtwabe freilassen.
  • Eine alte, ausgebaute Leerwabe gut anfeuchten oder eine Tränkewabe einsetzen, um den Ammenbienen Wasser zur Verfügung zu stellen.
  • Die jungen Ammenbienen von 3 bis 4 offenen Brutwaben in das Ablegerkästchen abkehren und dabei sorgfältig prüfen, dass sich die Königin nicht unter den abgekehrten Bienen befindet.
  • Mit einem Schied einengen.
  • Anstelle des Deckbretts eine durchsichtige Klarsichtfolie oben am Starter befestigen, ohne die Belüftung zu blockieren.
  • Den Starter schliessen und mindestens einige Stunden kühl und dunkel stellen, damit die Bienen sich weisellos fühlen.
  • Am Tag des Umlarvens mit einem Cutter einen langen Schlitz in die Klarsichtfolie schneiden, dort wo die Zuchtwabe vorgesehen ist.
  • Die Zuchtwabe mit den frisch umgelarvten, sehr jungen Larven zügig einhängen und die Folie wieder um die Wabe legen, damit weniger Bienen austreten.
  • Den geschlossenen Starter die Zuchtnäpfchen etwa 24 Stunden lang annehmen lassen, dann die Wabe in ein Pflegevolk umhängen.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Sind die Bienen sehr unruhig, ziehen massenhaft aus, überhitzen oder lehnen die Larven ab, ist der Starter oft schlecht ausbalanciert: zu wenige junge Ammenbienen, Wassermangel, Futtermangel, mangelnde Belüftung, versehentlich vorhandene Königin oder Anwesenheit von Brut. In diesem Fall ist es besser, die Vorbereitung zu korrigieren und eine kleine Serie neu zu starten, statt die Zucht zu erzwingen.

Zu vermeiden

  • Brut in den geschlossenen Starter einbringen: die Bienen könnten ihre eigenen Larven anstelle der umgelarvten Larven pflegen.
  • Die Königin versehentlich mit den abgekehrten Bienen entnehmen.
  • Zu alte Larven verwenden: die besten Larven sind sehr jung, idealerweise jünger als 24 Stunden.
  • Beim Einhängen der Zuchtwabe den gesamten Starter oben öffnen: dabei ziehen viele Bienen aus.
  • Eine Klarsichtfolie verwenden, welche die Belüftung blockiert.
  • Den geschlossenen Starter zu lange geschlossen lassen, besonders bei warmem Wetter.

Wichtig

Ein guter geschlossener Starter ist ein provisorisches Ablegerkästchen, sehr reich an jungen Ammenbienen, ohne Königin und ohne Brut, das nur dazu dient, die Königinnenzucht während etwa 24 Stunden anzustossen.

Siehe auch

Die einfache Regel lautet, nur gesunde, lebensfähige und zueinander passende Völker zu vereinigen, wenn das Ziel ein stärkeres Volk ist. Die Vereinigung dient nicht dazu, ein beliebiges Volk um jeden Preis zu retten. Zwei schwache, kranke oder stark mit Varroa befallene Völker ergeben in der Regel kein gutes Volk. Die einfachste und schonendste Methode ist die Vereinigung durch Aufsetzen mit Zeitungspapier: die Völker vermischen sich allmählich, was Kämpfe begrenzt.

Was zu tun ist

  • Ausschliesslich Völker ohne verdächtige Gesundheitszeichen auswählen.
  • Es ist zu vermeiden, ein sehr schwaches, krankes, buckelbrütiges oder stark mit Varroa befallenes Volk mit einem gesunden Volk zu vereinigen.
  • Vorzugsweise zu einer günstigen Jahreszeit vereinigen: Frühling, Spätsommer oder Frühherbst, bei ruhigem Wetter, solange sich die Völker noch reorganisieren können.
  • Sicherstellen, dass die Vorräte ausreichen und die Varroa-Lage unter Kontrolle ist.
  • Entscheiden, welche Königin behalten wird: die jüngste, leistungsfähigste oder zuverlässigste Königin behalten.
  • Haben beide Völker eine Königin in Eilage, die nicht zu behaltende Königin vor der Vereinigung entnehmen.
  • Das zu erhaltende Volk unten aufstellen.
  • Ein Blatt Zeitungspapier mit einigen kleinen Öffnungen auf die Waben legen.
  • Das zweite Volk mit seinen Waben und Bienen darüber aufsetzen.
  • Die Beute sauber schliessen und das Flugloch einengen, wenn ein Räubereirisiko besteht.
  • Einige Tage später überprüfen, ob die Bienen sich ruhig vereinigt haben, die behaltene Königin angenommen ist und das Volk normal funktioniert.
  • Anschliessend die Waben bei Bedarf neu ordnen, ohne die Brut auskühlen zu lassen.

Wenn es nicht wie erwartet verläuft

Zeigt eines der Völker eine verdächtige Brut, einen abnormalen Geruch, einen ungewöhnlichen Totenfall oder einen anderen Gesundheitszweifel, darf es nicht mit einem anderen Volk vereinigt werden. Zuerst ist der Rat des Bieneninspektors oder einer fachkundigen Person einzuholen.

Ist das Volk lediglich zu schwach, kann die Vereinigung nützlich sein, allerdings nur, wenn es gesund ist. Zwei Schwächen dürfen nicht addiert werden in der Erwartung, automatisch ein starkes Volk zu erhalten. Am Saisonende ist es oft besser, ein kleines, gesundes Volk mit einem stärkeren Volk zu vereinigen, statt zwei ungenügende Völker zu überwintern.

Es gibt weitere Methoden, etwa die direkte Vereinigung oder das geschützte Einweiseln einer Königin; für eine einfache Betriebsführung bleibt jedoch die Vereinigung durch Aufsetzen mit Zeitungspapier die sicherste und am leichtesten kontrollierbare Methode.

Scheitert die Vereinigung oder verschwindet die Königin, sollten Manipulationen nicht vervielfacht werden. Einige Tage später ruhig das Vorhandensein von Eiern oder junger Brut prüfen. Wird das Volk weisellos, hängt das weitere Vorgehen von der Jahreszeit, der verbliebenen Volksstärke und der Verfügbarkeit einer Königin ab.

Zu vermeiden

  • Zwei schwache Völker vereinigen in der Annahme, damit ein starkes Volk zu erhalten.
  • Ein verdächtiges Volk mit einem gesunden Volk vereinigen.
  • Ein stark mit Varroa befallenes Volk vereinigen, ohne das Problem zuvor zu korrigieren.
  • Im Hochwinter oder bei kaltem Wetter vereinigen.
  • Vereinigen, ohne zu wissen, welche Königin behalten werden soll.
  • Zwei Königinnen unkontrolliert in Konkurrenz lassen.
  • Zwei Völker ohne Übergang direkt vereinigen, wenn sie nervös sind oder die Lage unklar ist.
  • Die Bienen grob abschütteln oder die Waben ohne Vorbereitung direkt mischen.
  • Während einer ausgeprägten Räubereiphase vereinigen, ohne das Flugloch einzuengen.
  • Die Vereinigung verwenden, um ein Gesundheitsproblem oder eine mangelhafte Einwinterung zu kaschieren.

Das Wichtigste in Kürze

Zwei Völker zu vereinigen ist nur dann eine gute Lösung, wenn daraus ein gesundes, ausreichend starkes und gut organisiertes Volk entsteht. Die Vereinigung muss schonend, vorbereitet und kontrolliert erfolgen. Bei einem Gesundheitszweifel wird nicht vereinigt: zuerst wird Rat eingeholt.

Siehe auch

Die einfache Regel lautet: eine neue Königin nie direkt in ein Volk freilassen. Ein gesundes Empfängervolk ist vorzubereiten, seine Weisellosigkeit zu prüfen, allfällige Weiselzellen sind zu entfernen und die Königin anschliessend in einem Zusetzer mit allmählicher Freigabe einzuweiseln. Nach dem Einweiseln muss das Volk mindestens eine Woche lang in Ruhe gelassen werden, bevor die erste eigentliche Kontrolle erfolgt.

Was zu tun ist

  • Ein gesundes, ruhiges und lebensfähiges Empfängervolk wählen.
  • Sicherstellen, dass kein verdächtiges Gesundheitszeichen vorliegt: anormale Brut, verdächtiger Geruch oder ungewöhnlicher Totenfall.
  • Die alte Königin entnehmen, falls sie noch vorhanden ist.
  • Nach der Entnahme der alten Königin einige Stunden, oft bis zum nächsten Tag, warten, damit das Volk die Weisellosigkeit wahrnimmt.
  • Nicht mehrere Tage ohne Kontrolle warten: das Volk kann eine Nachschaffung einleiten und die neue Königin schwerer annehmen.
  • Prüfen, ob im Volk nicht bereits eine junge unbegattete Königin oder eine Königin in Eilage vorhanden ist.
  • Die Weiselzellen vor dem Einweiseln entfernen, insbesondere wenn das Volk bereits eine Nachschaffung begonnen hat.
  • Die neue Königin in ihren Zusetzer geben, mit allmählicher Freigabe über Futterteig oder Futterverschluss, je nach Bauart des Zusetzers.
  • Den Zusetzer zwischen zwei gut besetzte Waben hängen, idealerweise in der Nähe der Brut.
  • Die Beute schliessen und in den ersten Tagen so wenig wie möglich stören.
  • Das Volk mindestens eine Woche lang in Ruhe lassen.
  • Nach 7 bis 10 Tagen die Annahme vorsichtig kontrollieren, vor allem indem nach Eiern oder junger Brut gesucht wird.
  • Nicht lange nach der Königin suchen, wenn die Eilage ihre Anwesenheit bestätigt.

Wenn es nicht wie erwartet verläuft

Beissen die Bienen stark am Zusetzer, bilden sie einen dichten Klumpen um die Königin oder bleiben sie sehr aggressiv, darf die Königin nicht freigelassen werden. Das Volk ist wahrscheinlich nicht bereit: alte Königin noch vorhanden, junge unbegattete Königin bereits in der Beute, übersehene Weiselzellen, zu lange Weisellosigkeit oder zweifelhafter Gesundheitszustand.

Wird die Königin nach einigen Tagen nicht freigelassen, den Futterteig oder den Ausgang prüfen, jedoch ohne unnötig lange zu öffnen. Ist sie verschwunden und liegt nach einer angemessenen Frist keine Eilage vor, ist das Volk neu zu beurteilen, bevor ein erneuter Versuch unternommen wird.

Ist das Volk buckelbrütig, gelingt das direkte Einweiseln einer Königin nur selten. In diesem Fall sollte keine wertvolle Königin verschwendet werden: das Volk aufzulösen oder mit einem gesunden Volk neu zu starten ist häufig sicherer.

Es gibt weitere Methoden, etwa das Einweiseln auf auslaufender Brut mit einem Aufsteckkäfig oder das Einweiseln in ein kleines, gut vorbereitetes Jungvolk mit anschliessender Vereinigung. Sie können nützlich sein, insbesondere für eine wertvolle Königin, verlangen aber mehr Erfahrung. Für eine einfache Betriebsführung bleibt der Zusetzer mit allmählicher Freigabe über Futterteig die Grundmethode.

Zu vermeiden

  • Eine Königin direkt auf die Waben freilassen.
  • Eine Königin einweiseln, ohne das Fehlen der alten Königin geprüft zu haben.
  • Eine Königin in ein Volk einweiseln, das bereits eine junge unbegattete Königin besitzt.
  • Mehrere Tage nach der Entnahme der alten Königin warten, ohne die Weiselzellen zu kontrollieren.
  • Das Entfernen der Weiselzellen vor dem Einweiseln vergessen.
  • Eine Königin einem buckelbrütigen Volk zusetzen.
  • Eine Königin einem verdächtigen, kranken oder sehr schwachen Volk zusetzen.
  • Zu früh oder zu häufig nach dem Einweiseln kontrollieren.
  • Lange nach der Königin suchen, obwohl Eier oder junge Brut ihre Anwesenheit bestätigen.
  • Eine wertvolle Königin in ein zu schwaches oder schlecht vorbereitetes Volk einsetzen.
  • Sich auf Tricks wie Duftstoffe, Sirup oder starken Rauch verlassen statt auf eine korrekte Vorbereitung des Volkes.

Das Wichtigste in Kürze

Eine Königin wird geschützt, allmählich und in einem gut vorbereiteten Volk eingeweiselt. Nach der Entnahme der alten Königin wartet man einige Stunden, häufig bis zum nächsten Tag, und weiselt die neue Königin anschliessend im Zusetzer ein. Die erste eigentliche Kontrolle erfolgt nach rund einer Woche, vor allem mit Blick auf Eier oder junge Brut. Bei Zweifeln an der Weisellosigkeit, an der Anwesenheit einer jungen Königin oder am Gesundheitszustand ist die Lage vor dem Einweiseln zu klären.

Siehe auch

4. Honigernte

Der beste Zeitpunkt ist kein festes Datum. Geerntet wird, wenn der Honig der Honigzargen reif ist, bei trockenem Wetter, und wenn die Waben beim Schütteltest nicht mehr spritzen. Die einfache Regel lautet, vor allem gut verdeckelte Honigwaben zu ernten, idealerweise zu mindestens zwei Dritteln, und den Wassergehalt nach Möglichkeit mit dem Refraktometer zu prüfen. Es ist jedoch nicht sinnvoll, unnötig zu warten: lieber genug Zeit lassen, um gute Winterbienen heranzuziehen, als den letzten Gramm Honig hinterherjagen.

Was zu tun ist

  • Die Honigzargen beobachten, nicht nur den Kalender.
  • Einen trockenen Tag wählen, möglichst nach einer regenfreien Phase.
  • Prüfen, dass die Honigwaben überwiegend verdeckelt sind.
  • In den unverdeckelten Bereichen den Schütteltest durchführen: spritzt Nektar heraus, diese Wabe nicht ernten.
  • Mit einem Refraktometer den Wassergehalt an mehreren Waben derselben Honigzarge messen.
  • Die letzte Ernte so planen, dass die wichtigen Schritte am Saisonende nicht verzögert werden: Varroakontrolle, Behandlung falls nötig, Fütterung und Vorbereitung auf die Überwinterung.
  • Die Honigzargen entfernen und rasch abdecken, um Feuchtigkeitsaufnahme und Räuberei zu vermeiden.
  • Den Honig am selben oder nächsten Tag in einem sauberen, trockenen Schleuderraum schleudern.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Sind einige Waben reif und andere nicht, ernten Sie nicht die ganze Honigzarge automatisch. Entnehmen Sie nur die fertigen Waben oder lassen Sie die Honigzarge einige Tage länger. Am Saisonende aber nicht zu lange warten: eine späte Ernte kann die verfügbare Zeit verkürzen, um die Winterbienen vor der Varroa zu schützen und die Vorräte ordentlich zu ergänzen. Bei schnell kristallisierenden Honigen, etwa Raps oder gewissen Frühjahrshonigen, muss man besonders aufpassen: zu langes Warten kann die Schleuderung erschweren.

Zu vermeiden

  • Ernten, nur weil «die Saison da ist».
  • Nach mehreren Regentagen oder bei hoher Luftfeuchtigkeit ernten.
  • Sich allein auf die Verdeckelung verlassen, ohne Kontrolle, wenn die Tracht sehr stark war.
  • Reife Waben mit noch zu feuchten Waben vermischen.
  • Waben schleudern, die bereits Brut enthielten.
  • Die letzte Ernte so weit hinausschieben, dass die Varroabehandlung oder die Spätsommerfütterung verzögert wird.
  • Den letzten Gramm Honig abwarten, wenn dies die Vorbereitung der Winterbienen gefährdet.

Wichtig

Die richtige Ernte beginnt, wenn der Honig reif ist, sie darf aber die Vorbereitung der Winterbienen nicht verzögern.

Siehe auch

Die einfache Grundregel lautet: die gesamte Kette vor der Abnahme der Honigzargen vorbereiten. Eine Honigernte erfolgt in mehreren Schritten: prüfen, ob der Honig reif ist, einen sauberen und geruchsneutralen Raum vorbereiten, die Honigzargen mit möglichst wenig Stress abnehmen, zügig schleudern, sieben, klären lassen und schliesslich unter guten Bedingungen abfüllen. Der Honig muss ausreichend trocken sein: höchstens 18 % Wasser anstreben und nach Möglichkeit weniger. In jedem Schritt ist der Honig vor Feuchtigkeit, Gerüchen, Verschmutzungen und Räuberei zu schützen.

Was zu tun ist

  • Den Raum vor dem Gang zum Bienenstand vorbereiten: er muss sauber, trocken, bienendicht, leicht zu reinigen und geruchsneutral sein.
  • Das Material bereitlegen: saubere Kleidung, Bienenflucht oder weicher Bienenbesen, verschliessbare Behälter oder Honigzargen, Zargendeckel, Entdeckelungsmesser oder -gabel, Entdeckelungsgeschirr, Honigschleuder, Honig-Doppelsieb oder Sieb, Klärbehälter mit Hahn, saubere Gläser, Deckel und Etiketten.
  • Vor der Honigernte prüfen, dass der Honig reif ist: gut verdeckelte Waben, bei Bedarf Spritzprobe und, sofern vorhanden, Messung mit dem Refraktometer.
  • Für eine gute Haltbarkeit höchstens 18 % Wasser anstreben; je niedriger der Wert, desto besser lässt sich der Honig lagern.
  • Die Honigzargen ruhig abnehmen, mit möglichst wenig Rauch. Honig nimmt Gerüche, einschliesslich Rauch, leicht auf.
  • Die abgenommenen Honigzargen sofort abdecken, um Räuberei, Feuchtigkeitsaufnahme und das Eindringen fremder Bienen zu verhindern.
  • Die Honigzargen zügig in den Schleuderraum bringen.
  • Den Honig so rasch wie möglich schleudern, idealerweise am selben Tag. Bestimmte Honige, insbesondere Frühjahrs- oder Rapshonig, können in den Waben rasch kristallisieren und schwer auszuschleudern werden.
  • Die Waben sauber entdeckeln und die Zelldeckel in einem geeigneten Geschirr auffangen.
  • Den Honig mit der Honigschleuder schleudern, ohne ruckartige Bewegungen, die die Waben beschädigen.
  • Den Honig sieben, um Wachsstücke und sichtbare Verunreinigungen zu entfernen.
  • Den Honig in einen sauberen, geschlossenen Klärbehälter giessen und ihn klären lassen, damit Luftblasen und feine Partikel aufsteigen.
  • Bei Bedarf abschäumen.
  • Die Gläser vorbereiten: saubere, möglichst sterilisierte Gläser verwenden, etwa im Dampfgarer. Die Gläser müssen anschliessend vollständig trocken sein, da der Honig Feuchtigkeit aufnimmt.
  • In saubere, trockene und gut verschlossene Behälter abfüllen.
  • Gemäss den gesetzlichen Anforderungen und den anwendbaren Vorschriften korrekt etikettieren: Herkunft, Los, Gewicht, Kontaktangaben, Datum oder die je nach Abgabe- oder Verkaufsform vorgeschriebenen Angaben.
  • Den Honig an einem dunklen, trockenen, sauberen und geruchsneutralen Ort lagern, idealerweise unter 14 °C.
  • Das Material nach der Honigernte rasch reinigen und die geschleuderten Waben nach einer sauberen Methode handhaben.

Wenn etwas nicht wie erwartet verläuft

Wirkt der Honig zu feucht, ihn nicht als haltbaren Honig abfüllen. Den Wassergehalt nach Möglichkeit messen und die zweifelhaften Chargen von den gut gereiften trennen.

Übersteigt der Wassergehalt 18 %, diesen Honig nicht als haltbaren Honig abfüllen. Die Charge getrennt halten, bei Bedarf Rat einholen und nicht mit einem gut gereiften Honig vermischen.

Kristallisiert der Honig in den Waben rasch, mit dem Schleudern nicht zuwarten. Bestimmte Frühjahrs- oder Rapshonige können sehr schwer auszuschleudern werden, wenn sie zu lange in den Waben bleiben.

Dringen Bienen in den Schleuderraum ein, sofort die Quelle suchen: offene Tür, unzureichend abgedeckte Honigzarge, zugänglicher Honiggeruch. Schliessen, abdecken und ausgelaufene Stellen reinigen.

Liegt im Raum ein starker Geruch vor — Rauch, Kellerluft, Heizöl, Treibstoff, Chemikalien — weder die Honigzargen noch den Honig dort lagern. Honig nimmt Gerüche leicht auf.

Enthalten Waben Brut, diese nicht schleudern. Honigwaben sind von bebrüteten Waben getrennt zu halten.

Wurden die Gläser gewaschen oder sterilisiert, sind aber noch feucht, mit dem Abfüllen warten, bis sie vollständig trocken sind. Honig ist hygroskopisch: er nimmt Feuchtigkeit leicht auf.

Ist das Material nicht bereit, ist es besser, die Honigernte zu verschieben, als die Honigzargen abzunehmen, ohne sie schützen und sachgemäss behandeln zu können.

Zu vermeiden

  • Die Honigernte ohne sauberen Raum und ohne bereitliegendes Material beginnen.
  • Waben mit Brut schleudern.
  • Geöffnete Honigzargen am Bienenstand oder im Raum stehen lassen.
  • In den Honigzargen viel Rauch einsetzen.
  • Die Honigzargen in einem feuchten oder geruchsbelasteten Raum lagern.
  • Zweifelhafte Waben mit einer einwandfreien Charge vermischen.
  • Zu feuchte Waben ohne Kontrolle schleudern.
  • Honig mit mehr als 18 % Wasser ohne Korrekturmassnahme oder fachkundige Stellungnahme abfüllen.
  • Noch feuchte Gläser verwenden.
  • Unnötig vor dem Schleudern abwarten, insbesondere bei rasch kristallisierenden Honigen.
  • In feuchte, verschmutzte oder schlecht verschlossene Behälter abfüllen.
  • Ungenau oder unter Missachtung der gesetzlichen Anforderungen etikettieren.
  • Den Honig im Licht oder in einem warmen, feuchten oder geruchsbelasteten Raum lagern.
  • Die Rückverfolgbarkeit vergessen: Datum, Bienenstand, Los, Menge und wichtige Beobachtungen.

Fazit

Eine gute Honigernte beschränkt sich nicht auf den Moment des Abnehmens der Honigzargen. Sie ist eine vollständige Kette: Reife des Honigs, rasches Schleudern, Hygiene, Sieben, Klären, Abfüllen, Etikettieren und Lagern. Die einfachen Orientierungspunkte: Honig mit höchstens 18 % Wasser, saubere und vollständig trockene Gläser, rasches Schleudern, vorschriftsgemässe Etikettierung, dunkle und kühle Lagerung, idealerweise unter 14 °C.

Siehe auch

Die einfache Grundregel lautet: die Bienen ruhig aus den Honigzargen entfernen, ohne das gesamte Volk unnötig zu schütteln und ohne Räuberei auszulösen. Die schonendste Methode ist häufig der Einsatz einer am Vorabend der Honigernte eingelegten Bienenflucht. Am Tag der Honigernte sind die Honigzargen zügig abzunehmen, unmittelbar abzudecken und in einen sauberen, geschlossenen, trockenen und geruchsneutralen Raum zu bringen. Der Honig sollte anschliessend so rasch wie möglich geschleudert werden.

Was zu tun ist

  • Das Material vor dem Öffnen bereitlegen: Bienenflucht, Deckbrett oder Zargendeckel, verschliessbare Kiste oder Wanne, weicher Besen, gegebenenfalls Bienenbläser, saubere Kleidung und einsatzbereiter Schleuderraum.
  • Einen passenden Zeitpunkt wählen: trockenes Wetter, wenig Wind, und Phasen mit hohem Räubereirisiko meiden.
  • Die Bienenflucht am Vorabend der Honigernte zwischen Brutraum und der abzuerntenden Honigzarge einlegen, je nach verwendetem Modell.
  • Prüfen, dass die Honigzarge keine Brut enthält. Eine Honigzarge mit Brut wird nicht wie eine erntereife Honigzarge geerntet.
  • Am Tag der Honigernte die Honigzarge abnehmen, sobald die Mehrzahl der Bienen abgezogen ist.
  • Die verbliebenen Bienen bei Bedarf vorsichtig abwischen, Wabe für Wabe oder oben auf der Honigzarge, ohne ruckartige Bewegungen.
  • Ein Bienenbläser kann ebenfalls eingesetzt werden, insbesondere wenn viele Bienen in den Honigzargen verbleiben. Er ist mit Bedacht zu verwenden, da er rauer ist und die Unruhe am Bienenstand erhöhen kann.
  • Rauch nur im Bedarfsfall und stets sehr sparsam einsetzen. Honig nimmt Gerüche leicht auf: Rauch, Kellerluft, Treibstoff, Heizöl, Chemikalien oder starke Gerüche können seinen Geschmack beeinträchtigen.
  • Die abgenommenen Honigzargen sofort abdecken, um Räuberei, Feuchtigkeitsaufnahme und das Eindringen fremder Bienen zu verhindern.
  • Die Honigzargen zügig in den Schleuderraum bringen.
  • Den Honig so rasch wie möglich schleudern, idealerweise noch am selben Tag, insbesondere bei rasch kristallisierenden Honigen.
  • Die Honigwaben getrennt von bebrüteten Waben halten.

Wenn etwas nicht wie erwartet verläuft

Verbleiben trotz Bienenflucht viele Bienen in der Honigzarge, zuerst prüfen, ob die Bienenflucht korrekt eingelegt ist und der Durchgang nach unten frei ist. Eine Honigzarge mit Brut, eine über der Bienenflucht befindliche Königin oder eine falsche Anordnung der Bienenflucht können die Ursache sein.

Verursacht die Honigernte starke Unruhe oder Räuberei, rasch wieder schliessen, die Honigzargen abdecken und Honiggerüche am Bienenstand verringern. Es ist besser, später unter besseren Bedingungen weiterzumachen, als eine allgemeine Räuberei auszulösen.

Enthält die Honigzarge Brut, diese Waben nicht schleudern. Vorhandensein und Position des Königinnengitters überprüfen, anschliessend das Schlüpfen der Brut abwarten oder diese Waben nach einer sauberen und sicheren Methode getrennt behandeln.

Sind die Waben nicht ausreichend verdeckelt oder erscheint der Honig zu feucht, nicht automatisch die ganze Honigzarge ernten. Nur reife Waben entnehmen oder zuwarten, dabei jedoch die Anforderungen am Saisonende im Blick behalten: Varroabehandlung, Einfütterung und Vorbereitung der Winterbienen.

Droht ein rasches Kristallisieren in den Waben, etwa bei bestimmten Frühjahrs- oder Rapshonigen, das Schleudern ohne Verzug organisieren. Eine Kristallisation in den Waben erschwert das Schleudern oder macht es mit den üblichen Mitteln unmöglich.

Zu vermeiden

  • Die Honigwaben grob über der Beute abschlagen.
  • Geöffnete Honigzargen am Bienenstand stehen lassen.
  • In ausgeprägter Trachtlücke ohne Vorkehrungen gegen Räuberei ernten.
  • Rauch systematisch in den Honigzargen einsetzen.
  • Die Honigzargen in einem feuchten oder geruchsbelasteten Raum lagern.
  • Zu lange vor dem Schleudern abwarten, insbesondere bei Frühjahrshonigen oder rasch kristallisierenden Honigen.
  • Die Bienen unvorsichtig abblasen und damit Unruhe oder Räuberei auslösen.
  • Waben mit Brut ernten.
  • Honigwaben und bebrütete Waben aus dem Brutraum vermischen.
  • Die abgenommenen Honigzargen Feuchtigkeit oder dem Zugriff von Bienen aussetzen.
  • Die Honigernte ohne sauberen Raum, bereitliegendes Material und verschliessbare Behälter beginnen.

Fazit

Eine gute Honigernte beginnt vor dem Schleudern: die Honigzargen mit möglichst wenig Stress abnehmen, Räuberei vermeiden, Rauch stark einschränken, den Honig vor Feuchtigkeit und Gerüchen schützen und anschliessend zügig schleudern. Die am Vorabend eingelegte Bienenflucht ist häufig die schonendste Lösung, um die Bienen aus den Honigzargen zu entfernen.

Siehe auch

Die einfache Grundregel lautet: geschleuderte Honigwaben dürfen niemals für die Bienen zugänglich sein. Mit Honig benetzte Waben locken sehr rasch Bienen an, können Räuberei auslösen und die Weiterverbreitung seuchenhygienischer Probleme begünstigen. Sollen die Bienen die Waben reinigen, geschieht dies kurz, in der Beute, auf jenem Volk, von dem die Honigzarge stammt. Anschliessend sind die Waben zu sortieren, zu schützen und trocken, möglichst kühl und mit guter Luftzirkulation zu lagern.

Was zu tun ist

  • Nach dem Schleudern die Honigwaben vor den Bienen schützen und in einem geschlossenen, sauberen, trockenen und geruchsneutralen Raum aufbewahren.
  • Vor der Honigernte die Honigzargen nummerieren, etwa mit einem Klebeband oder einer eindeutigen Markierung entsprechend der Nummer der Beute. So lässt sich jede Honigzarge auf ihr Ursprungsvolk zurückstellen, wenn ein Ausschlecken durch die Bienen vorgesehen ist.
  • Die Waben nie im Freien ausschlecken lassen. Dies begünstigt Räuberei und kann zur Weiterverbreitung seuchenhygienischer Probleme beitragen.
  • Sollen die Waben durch die Bienen gereinigt werden, die Honigzarge kurzzeitig ausschliesslich auf jenes Volk zurückstellen, von dem sie stammt, und sie abnehmen, sobald die Waben trocken und sauber sind.
  • Diese Reinigung vor der Einfütterung und vor Behandlungen vornehmen, die nicht mit der Anwesenheit von zur Honigernte bestimmten Honigzargen vereinbar sind.
  • Die Waben vor der Lagerung sortieren: nur helle, trockene, stabile Honigwaben ohne Brut und ohne Pollen behalten.
  • Bebrütete Waben, Waben mit Pollen, verschimmelte, stark beschädigte, zweifelhafte oder von der Wachsmotte stark befallene Waben einschmelzen.
  • Die Honigzargen an einem trockenen, gut belüfteten, möglichst hellen, geruchsneutralen und regengeschützten Ort lagern.
  • Auf gute Luftzirkulation achten: die Waben sollten nicht eng aneinander stehen.
  • Beim Magazin können die Honigzargen als Zargenturm gelagert werden, witterungsgeschützt, mit etwa 10 cm Abstand zum Boden und mit einem oben und unten bienen-, wespen-, mäuse- und intruderdichten Gitter.
  • Möglichst kühl lagern. Unter 12 °C richtet die Wachsmotte in der Regel keinen Schaden an.
  • Steht ein Tiefkühler zur Verfügung, verringert ein Durchgang von 48 Stunden bei −18 °C das Wachsmottenrisiko erheblich. Dies ist besonders nützlich für zweifelhafte, aber noch verwertbare Waben oder vor einer längeren Lagerung.
  • Die Waben während der Lagerung kontrollieren. Werden Wachsmottenkot, Gänge, Seidenfäden oder Gespinstballen sichtbar, sofort aussortieren.

Wenn etwas nicht wie erwartet verläuft

Werden Bienen rund um den Raum, die Honigzargen oder das Material sehr unruhig, ist wahrscheinlich Honiggeruch zugänglich. Sofort schliessen, die Waben abdecken und jede Handlung vermeiden, die die Räuberei unterhält.

Gären Waben, verschimmeln sie oder riechen sie unangenehm, dürfen sie nicht in eine zur Honigernte bestimmte Honigzarge zurückgehängt werden. Zweifelhafte Waben sind auszusondern oder einzuschmelzen.

Tritt während der Lagerung Wachsmotte auf, rasch aussortieren. Leicht befallene Waben können mitunter 48 Stunden bei −18 °C eingefroren werden, sofern das Wachs noch intakt ist. Waben mit Gespinstballen, ausgeprägten Gängen oder starker Schädigung sind einzuschmelzen.

Wurden bereits die Einfütterung oder eine Behandlung begonnen, die zur Honigernte bestimmten Honigzargen nicht zurückstellen, ohne zu prüfen, dass dies mit einer sauberen und konformen Honigproduktion vereinbar bleibt.

Wurden die Honigzargen vor der Honigernte nicht nummeriert, sie nicht zur Reinigung auf andere Völker zurückstellen. Sauber lagern oder je nach Zustand sortieren, ohne die Rückverfolgbarkeit weiter zu verlieren.

Zu vermeiden

  • Geschleuderte Waben im Freien zum Ausschlecken durch die Bienen stehen lassen.
  • Geöffnete Honigzargen am Bienenstand abstellen.
  • Eine geschleuderte Honigzarge auf ein anderes Volk als das Ursprungsvolk zurückstellen.
  • Nicht gekennzeichnete Honigzargen nach dem Schleudern vermischen: ohne Nummerierung geht die Rückverfolgbarkeit verloren.
  • In ausgeprägter Trachtlücke Waben ohne Vorkehrungen gegen Räuberei ausschlecken lassen.
  • Honigzargen nach Beginn der Einfütterung oder einer nicht vereinbaren Behandlung zum Ausschlecken zurückstellen.
  • Noch feuchte Waben in einem geschlossenen, schlecht belüfteten Raum lagern.
  • Honigwaben aufbewahren, die Brut oder Pollen enthalten haben.
  • Honigzargen voll, eng und ohne Luftzirkulation stapeln.
  • Honigzargen direkt auf dem Boden, in einem feuchten Raum oder in einem Raum mit starken Gerüchen lagern.
  • Verschimmelte, gebrochene, von der Wachsmotte befallene oder bebrütete Waben für eine künftige Honigernte aufbewahren.
  • Annehmen, das Einfrieren rette eine stark befallene Wabe: Waben mit Gespinstballen oder starker Schädigung sind einzuschmelzen.
  • Honigwaben und bebrütete Waben aus dem Brutraum vermischen.
  • Die Waben an einem Ort lagern, an dem es nach Rauch, Treibstoff, Heizöl, Chemikalien oder anderen starken Stoffen riecht: Wachs und Honig nehmen Gerüche leicht auf.

Fazit

Nach dem Schleudern sind die Honigwaben rasch zu schützen, zu sortieren und zu lagern. Am sichersten ist es, jede Honigzarge ihrem Ursprungsvolk zugeordnet zu halten. Sollen die Bienen die Waben reinigen, geschieht dies kurz auf demselben Volk, niemals im Freien. Für die Lagerung nur helle, trockene Waben ohne Brut und ohne Pollen behalten; kühle Temperaturen helfen wesentlich, denn unter 12 °C entwickelt sich die Wachsmotte nicht, und 48 Stunden bei −18 °C verringern das Risiko vor der Lagerung erheblich.

Siehe auch

5. Gesundheit der Völker und Behandlungen

Die einfache Regel lautet: Man muss nicht alle Krankheiten kennen, um richtig zu reagieren. Vor allem gilt es zu lernen, das Erscheinungsbild eines gesunden Volkes von dem eines verdächtigen Volkes zu unterscheiden. Bei einer Durchsicht geben ein oder zwei gut gewählte Waben aus der Mitte des Brutnests oft ein sehr aussagekräftiges Bild: viele Bienen, kompakte Brut aller Stadien, mit Eiern oder jungen Larven, verdeckelten Arbeiterinnenzellen, Vorräten, frischen Einträgen und ruhigem Verhalten. Weicht etwas deutlich von diesem Bild ab, hält man besser inne, beobachtet genauer, macht ein scharfes Foto der Auffälligkeiten und holt den Rat des Bieneninspektors ein, statt selbst eine unsichere Diagnose zu stellen.

Was zu tun ist

  • Mit der äusseren Beobachtung beginnen: Aktivität am Flugloch, Polleneintrag, ruhiges Verhalten oder ungewöhnliche Aufregung, Totenfall vor der Beute.
  • Nur bei geeigneter Witterung und mit klarem Ziel öffnen und lange Durchsichten vermeiden.
  • Eine Wabe aus der Mitte des Brutnests wählen, gegebenenfalls zwei. Sie ist oft der beste Zeuge für den Allgemeinzustand des Volkes.
  • Zuerst die Volksstärke beurteilen: Ist die Wabe gut mit Bienen besetzt? Besetzen die Bienen mehrere Wabengassen? Ein gesundes Volk vermittelt einen Eindruck von der Jahreszeit angepasster Dichte.
  • Frische Eilage suchen: Eier, junge Larven, offene Brut. Die Königin muss nicht gesehen werden, wenn frische Eilage sichtbar ist.
  • Die Brut prüfen: Eine gesunde Brut ist in der Regel kompakt, mit perlweissen, gut genährten Larven und gleichmässig verdeckelter Brut. Eine gewisse Unregelmässigkeit kann normal sein; ein stark lückenhaftes Brutnest – zum Beispiel mit mehr als 15 % entdeckelter Zellen – sollte jedoch Aufmerksamkeit erregen.
  • Die Vorräte in unmittelbarer Nähe der Brut kontrollieren: Nektarkranz über der Brut, Honig- und Pollenvorräte auf der Wabe neben der letzten Brutwabe. Ein Volk kann eine Königin und Brut besitzen und dennoch zu wenig Futter haben.
  • Das Verhalten beobachten: Ruhige, aktive Bienen, die die Brut gut bedecken, sind in der Regel ein gutes Zeichen.
  • Die Beobachtungen in der Stockkarte festhalten: Volksstärke, Brut, Einträge, Vorräte, Vorhandensein von Eiern, allfällige Auffälligkeiten.

Wenn es nicht wie erwartet verläuft

Zeigt die zentrale Wabe viele Bienen, Eier oder junge Larven, kompakte Brut und Vorräte, ist eine weitergehende Durchsicht oft nicht nötig. Ein ruhiges Schliessen begrenzt den Stress für das Volk.

Wenn Sie keine Eier oder sehr junge Brut sehen, ziehen Sie nicht zu schnell Schlüsse. Je nach Jahreszeit, Witterung, einem kürzlich erfolgten Schwärmen oder Umweiseln kann die Eilage vorübergehend unterbrochen sein. Halten Sie die Situation fest und kontrollieren Sie gezielt zum richtigen Zeitpunkt.

Ist die Brut stark lückenhaft, sind Larven eingesunken, bräunlich, eingetrocknet oder verkalkt, sind Zelldeckel durchlöchert oder eingefallen, oder zeigt sich ein abnormaler Geruch, versuchen Sie nicht, sofort zu «korrigieren». Machen Sie ein oder mehrere Fotos der verdächtigen Waben. Schliessen Sie die Beute, versetzen Sie keine Waben in andere Völker und holen Sie den Rat des für Ihr Gebiet zuständigen Bieneninspektors ein.

Beobachten Sie Bienen mit Stummelflügeln, entdeckelte Nymphen, viele tote Bienen, Kotflecken oder wiederholte Anzeichen einer Schwächung, verdient das Volk eine eingehendere Abklärung, insbesondere zur Varroa-Situation und zum allgemeinen Gesundheitszustand.

Wenn Sie unsicher sind, ob ein Befund normal oder verdächtig ist, fotografieren Sie die verdächtigen Waben und holen Sie die Einschätzung einer erfahrenen Person oder des Bieneninspektors ein. Ziel ist nicht, allein eine präzise Diagnose zu stellen, sondern wesentliche Gesundheitsprobleme zu erkennen.

Zu vermeiden

  • Systematisch nach der Königin suchen, obwohl frische Eilage bereits die wichtigste Information liefert.
  • Alle Waben durchsehen, wenn eine zentrale Wabe ein offensichtlich gesundes Volk zeigt.
  • Ein stark lückenhaftes Brutnest, einen abnormalen Geruch oder verdächtige Larven ignorieren.
  • Eine zweifelhafte Wabe in ein anderes Volk versetzen.
  • Ein verdächtiges Volk mit einem gesunden Volk vereinigen.
  • Wahllos behandeln, ohne zu wissen, welches Problem behoben werden soll.
  • Wiederholte Durchsichten aus Unsicherheit: Besser den Rat anderer einholen, als das Volk zusätzlich zu stressen.

Das Wichtigste in Kürze

Der richtige Reflex besteht nicht darin, alle Krankheiten auswendig zu kennen, sondern zu erkennen, wann ein Volk gesund wirkt. Eine zentrale Wabe, gut mit Bienen besetzt, mit Brut verschiedener Stadien, Eiern oder jungen Larven, kompakter Brut und Vorräten in unmittelbarer Nähe, liefert oft eine ausreichende Antwort: Dem Volk geht es wahrscheinlich gut. Es sind die deutlichen Abweichungen von diesem Bild, die Sie aufmerken lassen und eine weitere Abklärung oder das Einholen von Rat auslösen sollten.

 


Bild: gesundes Volk

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Siehe auch

 

Die Varroabekämpfung beschränkt sich nicht auf eine einzige Behandlung. Die einfache Regel lautet, einem Jahreskonzept zu folgen: im Frühjahr den Druck nach Möglichkeit reduzieren, den Befall kontrollieren, rasch nach der Ernte behandeln, eine zweite Sommerbehandlung durchführen und mit der Winterbehandlung in brutfreier Phase abschliessen. Hauptziel ist der Schutz der Winterbienen: sind die Sommerbehandlungen zu spät oder unzureichend, kann die Winterbehandlung die bereits erlittenen Schäden am Volk nicht reparieren.

Orientierungspunkte im Jahr

Zeitpunkt Hauptmassnahme Ziel
April / Mai Drohnenschnitt, falls diese Massnahme zur Betriebsweise gehört. Im Frühjahr einen Teil der Varroamilben mechanisch reduzieren.
Mai / Juni Kontrolle des natürlichen Milbenfalls. Einen zu starken Befall vor dem Sommer erkennen.
Nach der letzten Ernte, vor Ende Juli Honigzargen entfernen, 2 bis 3 Liter Futtersirup geben, dann die erste Sommerbehandlung durchführen. Den Varroadruck vor der Aufzucht der Winterbienen schnell senken.
Anfang September, spätestens um Mitte September Die zweite Sommerbehandlung durchführen. Die Winterbienen während ihrer Aufzucht schützen.
Ende November / Dezember Die Winterbehandlung in brutfreier Phase durchführen. Mit niedrigem Varroadruck in die neue Saison starten.
Während der ganzen Saison Reagieren, wenn ein kritischer Schwellenwert überschritten wird. Nicht auf die geplante Behandlung warten, wenn das Volk gefährdet ist.

Was zu tun ist

  • Die Varroabekämpfung als jährliches Monitoring verstehen, nicht als Einzelaktion.
  • Im Frühjahr den Drohnenschnitt einsetzen, wenn er beherrscht und in die Betriebsweise integriert ist.
  • Den Befall regelmässig kontrollieren, insbesondere über den natürlichen Milbenfall.
  • Nach der letzten Ernte die Honigzargen entfernen und die erste Sommerbehandlung nicht verzögern.
  • Nach dem Entfernen der Honigzargen eine kleine Übergangsfütterung geben, dann zügig behandeln.
  • Die zweite Sommerbehandlung früh genug einplanen, idealerweise Anfang September und spätestens um Mitte September.
  • Die Winterbehandlung nur dann durchführen, wenn das Volk frei von verdeckelter Brut ist.
  • Nur zugelassene Methoden und Präparate verwenden und die offizielle Gebrauchsanweisung beachten.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Wird ein kritischer Schwellenwert überschritten, darf nicht mechanisch auf den nächsten Kalender­schritt gewartet werden. Das Vorgehen hängt vom Zeitpunkt im Jahr ab: zu Saisonbeginn kann eine Notmassnahme nötig sein; im Spätherbst kann eine ergänzende Oxalsäurebehandlung angezeigt sein, selbst wenn noch Brut vorhanden ist.

Verzögert eine späte Ernte die erste Sommerbehandlung, muss die Priorität überprüft werden. Ein paar Kilogramm Honig mehr rechtfertigen es nicht, die Gesundheit der Winterbienen zu gefährden. Der richtige Zeitpunkt für den Schutz der Winterbienen entscheidet sich vor allem im Sommer, nicht erst bei der Winterbehandlung.

Zu vermeiden

  • Annehmen, eine einzige Behandlung reiche für das ganze Jahr.
  • Die Varroa erst im Herbst entdecken.
  • Die erste Sommerbehandlung verzögern, um die Ernte zu verlängern.
  • Vergessen, dass der Drohnenschnitt eine Hilfe ist und nicht die nötigen Behandlungen ersetzt.
  • Sich auf die Winterbehandlung verlassen, um schlechte Sommerführung auszugleichen.
  • Behandeln, während noch für die Ernte bestimmte Honigzargen aufgesetzt sind.
  • Ein nicht zugelassenes Präparat verwenden oder von der offiziellen Gebrauchsanweisung abweichen.

Wichtig

Das Varroakonzept folgt einer jährlichen Logik: reduzieren, kontrollieren, im Frühsommer behandeln, im Spätsommer bestätigen, im Winter abschliessen. Der entscheidende Zeitpunkt bleibt der Sommer, denn dort entscheidet sich die Gesundheit der künftigen Winterbienen.

Siehe auch

Die einfache Regel lautet, den natürlichen Milbenfall mindestens 7 Tage lang auf einer Varroaunterlage zu messen und anschliessend einen Tagesdurchschnitt zu berechnen. Gezählt werden die ohne Behandlung natürlich gefallenen Varroamilben, und die Gesamtzahl wird durch die genaue Anzahl der Zähltage geteilt. Das Ergebnis ist stets saisonal zu interpretieren: dieselbe Anzahl Varroamilben hat im Mai, im Juli oder im Oktober nicht dieselbe Bedeutung.

Was zu tun ist

  • Eine saubere Varroaunterlage verwenden, wenn möglich hell oder mit Rasterung.
  • Die Unterlage mit einem Gittereinsatz schützen, damit die Bienen die Milben nicht entfernen.
  • Bei Anwesenheit von Ameisen alle 2 Tage zählen, die Unterlage reinigen oder ersetzen und anschliessend sämtliche während der gesamten Periode gezählten Milben addieren.
  • Zur Begrenzung von Fehlern durch Ameisen bei Bedarf eine leicht eingeölte Unterlage oder einen geschützten Boden verwenden.
  • Eine gesamte Zähldauer von mindestens 7 Tagen einhalten, auch wenn Zwischenkontrollen erfolgen.
  • Ausschliesslich adulte, dunkle Varroamilben zählen.
  • Die Gesamtzahl der Milben durch die genaue Anzahl der Zähltage teilen.
  • Das Ergebnis nach Jahreszeit interpretieren und nicht mit einem einzigen, ganzjährig gültigen Schwellenwert.
  • Als praktischer Anhaltspunkt sind die Schwellenwerte des ZBF saisonal zu überprüfen: Ende Mai sollte ein Milbenfall von mehr als 3 Varroamilben pro Tag aufmerken lassen; Ende Juni oder Anfang Juli verlangt ein Milbenfall von mehr als 10 Varroamilben pro Tag eine rasche Reaktion; Ende Oktober erfordert ein Milbenfall von mehr als 5 Varroamilben pro Tag besondere Beachtung.
  • Das Ergebnis in der Stockkarte festhalten: Datum, Zähldauer, Gesamtzahl der Milben, Tagesdurchschnitt, besondere Wettersituation sowie kürzliche oder fehlende Behandlung.
  • Die Völker desselben Bienenstandes vergleichen: Ein deutlich stärker befallenes Volk als die übrigen verdient besondere Aufmerksamkeit.

Wenn es nicht wie erwartet verläuft

Ist die Zählung schwierig, ist es besser, sauber von vorne zu beginnen, als auf einer vagen Schätzung zu entscheiden. Eine zu schmutzige, von Ameisen befallene, zu kurz belassene oder unmittelbar nach einer Behandlung eingelegte Unterlage liefert wenig zuverlässige Informationen. Nach einer Behandlung handelt es sich beim beobachteten Milbenfall um einen Behandlungstotenfall: er darf nicht mit dem natürlichen Milbenfall verwechselt werden.

Ist der natürliche Milbenfall hoch, dürfen sichtbare Anzeichen an den Bienen nicht abgewartet werden. Treten Bienen mit Stummelflügeln auf, ist der Befall häufig bereits problematisch. Massgebend sind dann das Varroakonzept, die aktuellen Schweizer Empfehlungen und die zugelassenen Tierarzneimittel.

Die Puderzuckermethode und die Auswaschmethode können die Beurteilung ergänzen, setzen aber eine saubere Probenahmetechnik voraus: eine repräsentative Bienenprobe, das Fehlen der Königin in der Probe, geeignetes Material und die genaue Einhaltung des Protokolls. Für eine einfache Betriebsführung bleibt der natürliche Milbenfall der erste, leicht umsetzbare Anhaltspunkt.

Zu vermeiden

  • Nur einige wenige Milben auf der Unterlage betrachten und ohne Rechnung schliessen.
  • Nur ein bis zwei Tage zählen und das Ergebnis als verlässlich annehmen.
  • Zwischenkontrollen wegen der Ameisen durchführen, deren Ergebnisse aber nicht addieren.
  • Vergessen, die Gesamtzahl durch die genaue Anzahl der Tage zu teilen.
  • Ergebnisse aus unterschiedlich langen Zähldauern vergleichen, ohne sie auf einen Tagesdurchschnitt zu beziehen.
  • Die Zählung durch Ameisen oder Bienen verfälschen lassen.
  • Eine Zählung unmittelbar nach einer Behandlung als natürlichen Milbenfall interpretieren.
  • Ganzjährig denselben Schwellenwert verwenden.
  • Sichtbare Anzeichen an den Bienen abwarten, bevor reagiert wird.
  • Behandeln, ohne die aktuellen Schweizer Empfehlungen und die zugelassenen Tierarzneimittel zu prüfen.

Das Wichtigste in Kürze

Der richtige Reflex ist einfach: eine saubere Varroaunterlage, mindestens 7 Tage Zähldauer, ein Tagesdurchschnitt, anschliessend eine Entscheidung nach Saison. Sind Ameisen vorhanden, wird häufiger gezählt, eine ausreichende Gesamtdauer wird jedoch beibehalten. Die Messung ersetzt das Varroakonzept nicht, erlaubt es aber, jene Völker rechtzeitig zu erkennen, die einen Eingriff verlangen.

Siehe auch

Es gibt keinen einzigen, das ganze Jahr gültigen Wert. Die einfache Regel lautet, den natürlichen Milbenfall während 2 Tagen zu messen, dann den Durchschnitt pro Tag mit den saisonalen Orientierungspunkten zu vergleichen. Liegt das Ergebnis nahe einem Grenzwert, wird eine zweite 2-Tages-Zählung durchgeführt, statt vorschnell zu schliessen. Sind Ameisen anwesend, darf die Varroaunterlage nicht zu lange in der Beute liegen: sie können tote Varroamilben wegtragen und so den Befall unterschätzen lassen.

Praktische Orientierungspunkte

Zeitpunkt im Jahr Orientierungspunkt natürlicher Milbenfall Was das bedeutet
Ende Mai Mehr als 3 Varroamilben pro Tag Warnsignal: rasch handeln, allenfalls je nach Situation mit einer Notbehandlung.
Ende Juni / Anfang Juli Mehr als 10 Varroamilben pro Tag Nicht warten: sofortige Sommerbehandlung oder Notbehandlung je nach Situation.
Juli Keinen hohen Schwellenwert abwarten Nach der Ernte die Honigzargen entfernen, eine kleine Übergangsfütterung geben und die erste Sommerbehandlung vor Ende Juli beginnen.
Anfang bis Mitte September Behandlung gemäss Kalender Die zweite Sommerbehandlung muss früh genug erfolgen, um die Winterbienen zu schützen.
Oktober Mehr als 5 Varroamilben pro Tag Kritisches Signal: rasch mit einer zugelassenen und geeigneten Methode behandeln.
Nach der Winterbehandlung Mehr als 500 Varroamilben innerhalb von zwei Wochen Situation neu beurteilen und Beratung einholen, bevor eine Behandlung wiederholt wird.

Was zu tun ist

  • Eine saubere Varroaunterlage einlegen, nach Möglichkeit durch ein Gitter geschützt.
  • Den natürlichen Milbenfall während 2 Tagen zählen.
  • Die Gesamtzahl der Varroamilben durch die Anzahl Tage teilen, um den Tagesdurchschnitt zu erhalten.
  • Diesen Durchschnitt mit den saisonalen Orientierungspunkten vergleichen.
  • Liegt das Ergebnis nahe an einem Grenzwert, eine zweite 2-Tages-Zählung durchführen.
  • Bei Anwesenheit von Ameisen die Unterlage nach 24 bis 48 Stunden auswerten oder eine Methode wählen, die das Wegtragen der Varroamilben verhindert.
  • Bei klarer Überschreitung eines Grenzwerts nicht warten: Kontrolle, zugelassene Behandlung, Notbehandlung falls nötig oder Beratung beim Bienengesundheitsdienst.
  • Die Ergebnisse in der Stockkarte festhalten, um die Entwicklung des Volkes zu verfolgen.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Sind Ameisen auf der Varroaunterlage präsent, kann die Zählung den Befall unterschätzen, da tote Varroamilben weggetragen werden können. In diesem Fall darf die Unterlage nicht mehrere Tage unkontrolliert liegen. Besser nach 24 bis 48 Stunden auswerten und die Messung wiederholen, wenn das Ergebnis nahe einer Eingreifschwelle liegt.

Wird der Schwellenwert im Mai, Ende Juni oder Anfang Juli überschritten, darf nicht die nächste normale Behandlung abgewartet werden. Das Volk kann bereits zu stark befallen sein. Es muss rasch gehandelt werden, allenfalls mit einer Notbehandlung, und vor dem Improvisieren Beratung eingeholt werden.

Wird der Schwellenwert im Oktober überschritten, riskiert das Volk, mit zu hohem Varroadruck in den Winter zu gehen. In diesem Fall darf die normale Winterbehandlung nicht unreflektiert abgewartet werden.

Zu vermeiden

  • Das ganze Jahr denselben Schwellenwert verwenden.
  • Auf einen einzigen Zähltag stützen, wenn das Ergebnis nahe einem Grenzwert liegt.
  • Die Varroaunterlage zu lange liegen lassen, wenn Ameisen die Varroamilben wegtragen können.
  • Ein niedriges Ergebnis als sicher interpretieren, wenn die Messung gestört wurde.
  • Sich beruhigen, weil das Volk stark wirkt: ein starkes Volk kann einen hohen Befall verbergen.
  • Auf die nächste kalendarisch vorgesehene Behandlung warten, obwohl die Situation möglicherweise eine Notbehandlung erfordert.
  • Den natürlichen Milbenfall mit dem Behandlungstotenfall verwechseln.

Wichtig

Die richtige Frage lautet nicht nur «wie viele Varroamilben?», sondern «wie viele Varroamilben zu welchem Zeitpunkt im Jahr?». In der Praxis genügen drei Orientierungspunkte als Warnung: mehr als 3 Varroamilben pro Tag Ende Mai, mehr als 10 Varroamilben pro Tag Ende Juni / Anfang Juli, und mehr als 5 Varroamilben pro Tag im Oktober. Eine 2-tägige Messung ist oft ein guter praktischer Kompromiss, insbesondere wenn Ameisen die Zählung verfälschen könnten.

Siehe auch

Beginnen Sie mit der ersten Sommerbehandlung gegen die Varroa nach der letzten Honigernte, sobald die für die Ernte bestimmten Honigzargen entfernt sind. Die einfache Regel lautet: vor Ende Juli die Honigzargen entfernen, 2 bis 3 Liter Futtersirup geben, dann die erste Varroabehandlung beginnen. Es lohnt sich nicht, für weitere 1 bis 2 kg Honig zu warten, wenn dies die Behandlung verzögert: die Gesundheit der künftigen Winterbienen geht vor das Ende der Tracht.

Was zu tun ist

  • Die letzte Ernte so planen, dass die Behandlung nicht über Ende Juli hinaus verschoben wird.
  • Alle für die Ernte bestimmten Honigzargen vor der Behandlung entfernen.
  • Zügig 2 bis 3 Liter Futtersirup geben, um nach dem Entfernen der Honigzargen eine Versorgungslücke zu vermeiden.
  • Anschliessend die erste Sommerbehandlung gegen die Varroa beginnen, mit einer zugelassenen, an die Witterungsverhältnisse angepassten Methode.
  • Die offizielle Gebrauchsanweisung des verwendeten Präparats strikt lesen und befolgen: Dosierung, Dauer, Temperatur, Sicherheit und Anwendungsbedingungen.
  • Das Behandlungsdatum in der Stockkarte vermerken.
  • Den weiteren Saisonverlauf bereits einplanen: Befallskontrolle, falls erforderlich zweite Sommerbehandlung, dann Vorbereitung auf die Überwinterung.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Verlängert sich die Tracht oder sind einige Waben noch nicht ganz reif, darf die Behandlung nicht endlos verschoben werden, um noch 1 bis 2 kg Honig zu gewinnen. Diese Verzögerung wird oft mit der Gesundheit der künftigen Winterbienen bezahlt. Ab Ende Juli hat der Schutz der Winterbienen Vorrang.

Ist der Befall bereits hoch, muss ohne Verzögerung gehandelt werden: Honigzargen entfernen, kurz füttern falls nötig, dann mit einer zugelassenen Methode behandeln. Bei Zweifeln an Methode, Temperatur oder Befallsniveau Beratung beim Bienengesundheitsdienst oder bei einer erfahrenen Person einholen, bevor improvisiert wird.

Zu vermeiden

  • Bis August oder September warten, um die erste Sommerbehandlung zu beginnen.
  • Behandeln, während noch für die Ernte bestimmte Honigzargen auf der Beute sind.
  • Die Behandlung verschieben, um noch 1 bis 2 kg Honig zu ernten.
  • Die kleine Übergangsfütterung nach dem Entfernen der Honigzargen vergessen.
  • Ein nicht zugelassenes Präparat verwenden oder von der offiziellen Gebrauchsanweisung abweichen.
  • Behandeln, ohne die Temperatur zu berücksichtigen, besonders bei hitzeempfindlichen Behandlungen.

Wichtig

Vor Ende Juli: Honigzargen entfernt, 2 bis 3 Liter Futtersirup, dann die erste Sommerbehandlung gegen die Varroa. Das Ziel ist der Schutz der Winterbienen, nicht die Verlängerung der Ernte um einige Kilogramm.

Siehe auch

Beginnen Sie mit der zweiten Sommerbehandlung gegen die Varroa früh genug, idealerweise Anfang September und spätestens um Mitte September. Die einfache Regel lautet: einen ausreichenden Abstand zur ersten Behandlung einhalten, die Vorräte zwischen den beiden Behandlungen ergänzen, dann die zweite Behandlung beginnen, ohne sie zu verschieben. Diese zweite Behandlung schützt noch die Winterbienen: sie darf nicht geopfert werden, weil die Fütterung in Verzug geraten ist.

Was zu tun ist

  • Nach der ersten Sommerbehandlung prüfen, dass das Volk weiterhin Zugang zu Nahrung hat.
  • Zwischen der ersten und der zweiten Behandlung die Vorräte mit Futtersirup ergänzen.
  • Die Fütterung so organisieren, dass die zweite Behandlung nicht verschoben wird.
  • Einen ausreichenden Abstand zwischen Ende der ersten Behandlung und Beginn der zweiten einhalten.
  • Die zweite Behandlung so einplanen, dass sie idealerweise Anfang September beginnt, spätestens um Mitte September.
  • Eine zugelassene, an die Witterungsverhältnisse angepasste Methode wählen.
  • Die offizielle Gebrauchsanweisung des verwendeten Präparats strikt lesen und befolgen: Dosierung, Dauer, Temperatur, Sicherheit und Anwendungsbedingungen.
  • Das Behandlungsdatum in der Stockkarte vermerken.
  • Nach der Behandlung prüfen, dass die Wintervorräte ausreichen, und solange die Bedingungen es erlauben, falls nötig ergänzen.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Hat die erste Behandlung zu spät begonnen, darf die zweite Behandlung nicht automatisch auf Ende September oder Oktober verschoben werden. Stattdessen müssen Volksstärke, Vorräte und Befallsniveau rasch geprüft und mit Unterstützung einer erfahrenen Person oder des Bienengesundheitsdienstes ein sicheres Vorgehen gewählt werden.

Sind die Vorräte zum vorgesehenen Zeitpunkt der zweiten Behandlung noch nicht ausreichend, muss die Situation korrigiert werden, ohne die Varroabekämpfung unnötig zu verzögern. Ein Volk darf nicht hungern, aber eine zu späte Behandlung setzt die Winterbienen einem zu hohen Varroadruck aus.

Zu vermeiden

  • Die zweite Behandlung erst Ende September oder im Oktober beginnen.
  • Annehmen, die erste Sommerbehandlung reiche immer aus.
  • Die Fütterung zwischen den beiden Behandlungen vergessen.
  • Die Behandlung verschieben, weil die Vorräte nicht rechtzeitig ergänzt wurden.
  • Zwei Behandlungen ohne ausreichenden Abstand aneinanderreihen.
  • Behandeln, ohne Temperatur und Wetter zu berücksichtigen.
  • Ein nicht zugelassenes Präparat verwenden oder von der offiziellen Gebrauchsanweisung abweichen.

Wichtig

Die zweite Sommerbehandlung beginnt mit dem Ende der ersten: dazwischen füttern, das Volk nicht hungern lassen, dann früh genug behandeln, idealerweise Anfang September und spätestens um Mitte September. Das Ziel bleibt der Schutz der Winterbienen.

Siehe auch

Beginnen Sie mit der Winterbehandlung gegen die Varroa, sobald das Volk keine verdeckelte Brut mehr hat, in der Regel zwischen Ende November und Ende Dezember, je nach Region, Höhenlage und Witterung. Die einfache Regel lautet: eine echte brutfreie Phase abwarten, dann mit Oxalsäure behandeln, mit einem zugelassenen Präparat und gemäss der offiziellen Gebrauchsanweisung. Entscheidend ist nicht das genaue Datum, sondern die Abwesenheit verdeckelter Brut: Oxalsäure wirkt nicht auf Varroamilben, die in verdeckelten Zellen geschützt sind.

Was zu tun ist

  • Die Winterbehandlung nach den ersten anhaltenden Kälteperioden einplanen, wenn die Eilage gestoppt oder fast gestoppt ist.
  • Bei Bedarf prüfen, dass das Volk keine verdeckelte Brut mehr enthält.
  • Eine in der Schweiz zugelassene Oxalsäurebehandlung wählen.
  • Die offizielle Gebrauchsanweisung des verwendeten Präparats strikt lesen und befolgen: Dosierung, Anwendungsart, Temperatur, Sicherheit und Anwendungsbedingungen.
  • Geeignete Schutzausrüstung tragen: säurebeständige Handschuhe, Schutzbrille und langärmlige Kleidung.
  • Eine durch ein Gitter geschützte Varroaunterlage einlegen, um den Milbenfall nach der Behandlung zu kontrollieren.
  • Das Behandlungsdatum in der Stockkarte vermerken.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Finden Sie zum vorgesehenen Zeitpunkt noch verdeckelte Brut vor, behandeln Sie nicht, als wäre das Volk brutfrei. Das sicherste Vorgehen ist, die Behandlung auf eine brutfreie Phase zu verschieben oder vor dem Eingriff Beratung einzuholen. Eine zu frühe Behandlung verringert die Wirksamkeit erheblich.

Bleibt der Milbenfall nach der Winterbehandlung sehr hoch, muss die Situation neu beurteilt werden. Wiederholen Sie nicht einfach eine Träufelbehandlung: diese Methode darf am selben Volk nicht wiederholt werden. Bei Zweifeln Beratung beim Bienengesundheitsdienst oder bei einer erfahrenen Person einholen.

Zu vermeiden

  • Zu früh behandeln, solange noch verdeckelte Brut vorhanden ist.
  • Sich allein auf den Kalender verlassen, ohne Wetter und Brut zu berücksichtigen.
  • Eine Behandlung «zur Sicherheit» durchführen, ohne die offizielle Gebrauchsanweisung zu beachten.
  • Eine Träufelbehandlung am selben Volk wiederholen.
  • Den persönlichen Schutz beim Einsatz von Oxalsäure vernachlässigen.
  • Glauben, die Winterbehandlung kompensiere eine schlechte Sommerbehandlung: die Winterbienen müssen bereits im Sommer geschützt worden sein.

Wichtig

Die Winterbehandlung erfolgt in brutfreier Phase, in der Regel Ende November oder im Dezember. Sie dient dazu, die neue Saison mit möglichst niedrigem Varroadruck zu starten, ersetzt aber nicht die Sommerbehandlungen.

Siehe auch

Eine Notbehandlung gegen die Varroa ist eine Ausnahmemassnahme. Die einfache Regel lautet: Ist ein kritischer Schwellenwert klar überschritten oder zeigt das Volk Anzeichen eines schweren Befalls, nicht auf die nächste kalendarisch vorgesehene Behandlung warten. Zuerst die Messung überprüfen, allfällige für die Ernte bestimmte Honigzargen entfernen, dann vor dem Improvisieren Beratung einholen. Die Notbehandlung hängt stark vom Zeitpunkt im Jahr ab.

Was zu tun ist

  • Prüfen, dass die Zählung zuverlässig ist: saubere Varroaunterlage, kurze Messung, keine Ameisen, die Varroamilben wegtragen.
  • Den natürlichen Milbenfall mit den saisonalen Orientierungspunkten vergleichen.
  • Rasch handeln, wenn die kritischen Schwellenwerte klar überschritten sind, beispielsweise mehr als 3 Varroamilben pro Tag Ende Mai, mehr als 10 Varroamilben pro Tag Ende Juni / Anfang Juli oder mehr als 5 Varroamilben pro Tag im Oktober.
  • Vor jeder Tierarzneimittelbehandlung die für die Ernte bestimmten Honigzargen entfernen.
  • Beurteilen, ob das Volk noch stark genug ist, um gerettet zu werden: Volksstärke, Brutbild, Vorräte, beschädigte Bienen oder Bienen mit Stummelflügeln.
  • Ausschliesslich eine zugelassene, an Saison, Beutentyp und Brutzustand angepasste Methode wählen.
  • Im Zweifelsfall vor einer Notmassnahme den Bienengesundheitsdienst oder eine erfahrene Person um Rat fragen.
  • Die Entscheidung und die Behandlung in der Stockkarte vermerken.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Im Frühjahr oder Frühsommer kann die eigentliche Notmassnahme in einer raschen Sanierung des Volkes bestehen. In den Merkblättern des Bienengesundheitsdienstes beruht diese Massnahme auf einer Umstellung des Volkes auf neue Waben und einer Anwendung von Oxalsäure. Das ist keine normale Sommerbehandlung: es ist ein aussergewöhnlicher Eingriff für ein zu stark befallenes Volk.

Im Spätherbst ist die Situation eine andere: in der Regel ist eine Umstellung des Volkes auf neue Waben nicht mehr möglich. Wird der kritische Schwellenwert überschritten, empfiehlt der Bienengesundheitsdienst dann eine sofortige Zusatzbehandlung mit Oxalsäure, auch wenn noch Brut vorhanden ist. Diese Behandlung soll nur den Befallsspitzenwert brechen; die eigentliche Winterbehandlung muss anschliessend noch in brutfreier Phase erfolgen.

Ist das Volk bereits sehr schwach, sehr stark befallen oder stark von Viren betroffen, wird eine späte Behandlung es nicht immer retten. In diesem Fall rasch Beratung einholen, denn dann geht es nicht mehr nur um die Wahl des Präparats, sondern auch um die tatsächliche Überwinterungsfähigkeit des Volkes.

Zu vermeiden

  • Notbehandlung und normale Sommerbehandlung verwechseln.
  • Auf die nächste vorgesehene Behandlung warten, obwohl ein kritischer Schwellenwert klar überschritten ist.
  • Behandeln, ohne die für die Ernte bestimmten Honigzargen entfernt zu haben.
  • Eine Methode improvisieren oder ein nicht zugelassenes Präparat verwenden.
  • Im Juni, Oktober und Winter dieselbe Lösung anwenden, ohne die Saison zu berücksichtigen.
  • Glauben, eine späte Behandlung repariere die bereits erlittenen Schäden an den Winterbienen.
  • Behandlungen ohne Diagnose und ohne klare Strategie häufen.

Wichtig

Eine Notbehandlung wird beschlossen, wenn der Varroadruck zu hoch ist, um den normalen Kalender abzuwarten. Der richtige Reflex lautet: messen, mit dem saisonalen Schwellenwert vergleichen, gegebenenfalls die Honigzargen entfernen, Beratung einholen, dann eine zugelassene Methode anwenden. Im Spätherbst kann eine sofortige Oxalsäure-Anwendung selbst bei vorhandener Brut nötig sein, sie ersetzt jedoch nicht die Winterbehandlung in brutfreier Phase.

Siehe auch

Die einfache Regel lautet: die Beute schliessen, nichts versetzen und bei ernsthaftem Zweifel den Bieneninspektor kontaktieren. Eine anormale Brut kann mehrere Ursachen haben; die Amerikanische und die Europäische Faulbrut sind jedoch sehr ansteckende Brutkrankheiten und in der Schweiz meldepflichtig. Es darf daher weder selbst saniert noch Waben, Material oder Völker vor Klärung der Lage versetzt werden.

Was zu tun ist

  • Die Beute schliessen, sobald ein verdächtiges Zeichen festgestellt wird.
  • Das Flugloch einengen oder verschliessen, wenn ein Räubereirisiko besteht.
  • Manipulationen begrenzen: keine Waben abschütteln, nicht kratzen, keine Brut versetzen.
  • Die Brut beobachten, ohne selbst eine endgültige Diagnose stellen zu wollen.
  • Eine gesunde Brut ist in der Regel kompakt, gleichmässig und ohne verdächtigen Geruch.
  • Eine Brut, die aufmerken lassen sollte, zeigt häufig ein lückenhaftes Erscheinungsbild, eingefallene oder durchlöcherte Zelldeckel, eingesunkene, gelbliche, bräunliche oder zersetzte Larven, mitunter einen ungewöhnlichen Geruch.
  • Diese Zeichen allein beweisen noch keine Faulbrut, genügen aber, um die Durchsicht abzubrechen, die Beute zu schliessen und den Rat des Bieneninspektors einzuholen.
  • Das betroffene Volk, das Datum und die beobachteten Anzeichen festhalten und nach Möglichkeit einige Fotos machen, ohne weiter zu manipulieren.
  • Das verwendete Material bis zur Klärung getrennt halten.
  • Nach der Entscheidung des Inspektors die erhaltenen Anweisungen strikt umsetzen: Sanierung, Vernichtung, Reinigung, Desinfektion oder Verstellverbote je nach Lage.

Wenn es nicht wie erwartet verläuft

Auch wenn unklar ist, ob tatsächlich eine Faulbrut vorliegt, ist Vorsicht angezeigt. Nicht jede Brutauffälligkeit ist eine Faulbrut: Kühlbrut, ein starker Varroadruck, ein Königinnenproblem, Kalkbrut oder Sackbrut können das Erscheinungsbild des Brutnests ebenfalls stören. Am Bienenstand bleibt der richtige Reflex jedoch derselbe: bei ernsthaftem Zweifel nichts versetzen und den Rat des Inspektors einholen.

Bestätigt sich der Verdacht, gehen die amtlichen Anweisungen jeder anderen Praxis vor. Die erhaltenen Vorgaben sind dann zu befolgen, auch wenn sie einschneidende Massnahmen verlangen. Ziel ist es, eine Ausbreitung auf andere Völker am Bienenstand und auf benachbarte Bienenstände zu verhindern.

Zu vermeiden

  • Die Durchsicht fortsetzen, als wäre nichts gewesen.
  • Verdächtige Waben in ein anderes Volk versetzen.
  • Ein verdächtiges Volk mit einem gesunden Volk vereinigen.
  • Waben oder Honigzargen durch die Bienen auslecken lassen.
  • Verdächtige Brut vor dem Bienenstand abkratzen oder abschütteln.
  • Material zwischen Beuten austauschen, bevor die Lage geklärt ist.
  • Völker ohne fachkundige Beurteilung verkaufen, abgeben oder versetzen.
  • Eine Sanierung in Eigenregie versuchen, bevor der Inspektor vor Ort war.
  • Eine anormale Brut bagatellisieren in der Annahme, sie werde sich von selbst korrigieren.

Das Wichtigste in Kürze

Eine verdächtige Brut ist keine Lage, die allein zu bewältigen ist. Das sichere Vorgehen ist einfach: schliessen, nichts versetzen, Räuberei vermeiden, den Bieneninspektor kontaktieren und seinen Anweisungen folgen. Diese Vorsicht schützt das betroffene Volk, die übrigen Völker am Bienenstand und die benachbarten Bienenstände.

Siehe auch

6. Fütterung und Einwinterung

Die einfache Grundregel lautet: die Völker nach der letzten Honigernte nicht in eine Futterlücke geraten lassen. Sobald die Honigzargen abgenommen sind, sichert die rasche Gabe von etwa 2 bis 3 Litern Futtersirup die Völker während der ersten Phase der Varroabehandlung, die je nach Methode ein bis zwei Wochen dauern kann. Anschliessend erfolgt die Winterfütterung schrittweise, ohne das Brutnest zu verhonigen, damit ausreichend Platz für die Aufzucht der Winterbienen bleibt. Ziel sind ausreichende Vorräte vor dem Saisonende, spätestens etwa zur zweiten sommerlichen Behandlungsphase, in der Regel vor Mitte September.

Was zu tun ist

  • Zuerst die zur Honigernte bestimmten Honigzargen abnehmen und vor den Bienen geschützt aufbewahren.
  • Jedes Volk rasch beurteilen: Stärke, verbleibende Vorräte, Aktivität, Bedarf an Varroabehandlung und Überwinterungsfähigkeit.
  • Rasch eine erste Futtersicherheit geben: etwa 2 bis 3 Liter Futtersirup, insbesondere wenn die Tracht beendet oder unsicher ist.
  • Diese erste Menge hilft starken Völkern, die Phase der ersten Varroabehandlung zu überstehen, die je nach Methode ein bis zwei Wochen dauern kann.
  • Sauber füttern, vorzugsweise am Abend, mit einem geeigneten Futtergeschirr. Keinen Sirup verschütten und das Flugloch verkleinern, wenn die Räubereigefahr hoch ist.
  • Die Fütterung mit der Varroabehandlung planen. Je nach Methode muss die Fütterung gegebenenfalls unterbrochen oder um die Behandlung herum organisiert werden. Stets die Gebrauchsinformation des verwendeten Produkts beachten.
  • Ist ein Eingriff mit Oxalsäure vorgesehen, hat dieser im brutfreien Zustand zu erfolgen, gemäss dem zugelassenen Tierarzneimittel und seiner offiziellen Gebrauchsinformation. In diesem Fall lässt sich die Winterfütterung entsprechend planen.
  • Nach der ersten Behandlungsphase die Vorräte langsam, aber regelmässig auffüllen. Den Brutraum nicht zu rasch füllen: eine massive Gabe kann den Platz für die Eilage verringern und die Aufzucht der Winterbienen beeinträchtigen.
  • Die Mengen an das Volk anpassen: ein starkes Volk erhält mehr als ein kleines, ein schwaches Volk ist jedoch zuerst zu beurteilen, bevor es künstlich gepflegt wird.
  • Als praktische Orientierung gilt: früh genug, regelmässig füttern und das Auffüttern der Vorräte spätestens etwa zur zweiten sommerlichen Behandlungsphase abschliessen, idealerweise vor Mitte September, je nach Region, Witterung und befolgtem Varroakonzept.
  • Die Wintervorräte schrittweise auffüllen. Bei einem Wirtschaftsvolk werden je nach Region, Höhenlage, Beutenformat und Winterdauer in der Regel rund 15 bis 20 kg zugängliche Vorräte angestrebt.
  • In dieser ganzen Phase besteht das vorrangige Ziel nicht nur darin, die Beute zu füllen, sondern starke, gut genährte und wenig parasitierte Winterbienen heranzuziehen.
  • Die abgegebenen Mengen, die Daten, den Zustand der Vorräte und die Behandlungen in der Stockkarte festhalten.

Wenn etwas nicht wie erwartet verläuft

Nimmt ein Volk den Sirup nicht an, zuerst Volksstärke, Temperatur, Futtergeschirr, vorhandene Vorräte und Allgemeinzustand prüfen. Ein sehr schwaches oder krankes Volk erholt sich nicht allein mit Sirup.

Tritt Räuberei auf, alle Eingriffe einstellen, jede Honig- oder Sirupquelle verschliessen oder abdecken, das Flugloch verkleinern und ausschliesslich sehr sauber, vorzugsweise am Abend, füttern.

Ist ein Volk spät in der Saison sehr leicht, rasch handeln, solange die Temperaturen die Aufnahme von Sirup noch zulassen. Später wird die Korrektur schwieriger.

Füllt sich das Brutnest zu rasch mit Futter, die Gaben verlangsamen. Ziel sind nicht nur Vorräte, sondern auch ausreichend Platz für die Aufzucht der Winterbienen.

Ist das Volk sehr schwach, weisellos, buckelbrütig oder verdächtig, es nicht wochenlang ohne klare Entscheidung füttern. Es ist zu entscheiden: mit einem gesunden Volk vereinigen, bei Bedarf sauber abtöten oder Rat einholen.

Ist die Menge der Vorräte unsicher, das Gewicht der Beuten untereinander vergleichen, die Beute hinten anheben oder eine Stockwaage nutzen. Eine schriftliche Schätzung ist besser als ein ungenauer Eindruck.

Zu vermeiden

  • Die Völker nach der Honigernte ohne Futter belassen.
  • Mit noch aufgesetzten Honigzargen füttern.
  • Die Sicherheitsfütterung unmittelbar nach der Honigernte mit der vollständigen Winterfütterung verwechseln.
  • Die gesamte Winterration unmittelbar nach der Honigernte zu rasch geben und damit das Brutnest verhonigen.
  • Vergessen, dass der Spätsommer der Aufzucht der Winterbienen dient: Varroa, Vorräte und Platz für die Eilage müssen zusammen gedacht werden.
  • Sirup verschütten oder gezuckertes Material den Bienen zugänglich lassen.
  • In ausgeprägter Trachtlücke oder bei Räubereigefahr tagsüber füttern.
  • Grosse Mengen ohne Rücksicht auf die tatsächliche Volksstärke geben.
  • Die Fütterung bis in den kalten Herbst hinauszögern.
  • Fütterung und Varroabehandlung nicht aufeinander abstimmen.
  • Ein sehr schwaches Volk lange füttern, ohne die Ursache der Schwäche zu verstehen.
  • Mit Honig statt mit einem geeigneten Futtersirup füttern.
  • Die abgegebenen Mengen nicht festhalten.

Fazit

Nach der letzten Honigernte zuerst eine kleine Futtersicherheit geben und anschliessend Varroabehandlung und Winterfütterung aufeinander abstimmen. Die praktische Regel ist einfach: 2 bis 3 Liter Sirup nach der Abnahme der Honigzargen, danach langsam, aber regelmässig füttern, bis ausreichende Vorräte erreicht sind, ohne das Brutnest zu verhonigen und ohne die Aufzucht der Winterbienen zu beeinträchtigen.

Siehe auch

Ein für den Winter vorbereitetes Volk muss ausreichend schwer sein und über zugängliche Futtervorräte rund um die Wintertraube verfügen. Bei einem Wirtschaftsvolk werden in der Regel etwa 15 bis 20 kg Vorräte angestrebt, das entspricht je nach Beutenformat etwa 4 bis 5 gut gefüllten Futterwaben, wenn man knapp 4 kg pro voller Wabe rechnet. Je länger und kälter der Winter — etwa in höheren Lagen oder kühleren Regionen — desto näher rückt man an 20 kg heran.

Was zu tun ist

  • Mit der Fütterung sofort nach dem Entfernen der Honigzargen nach der letzten Ernte beginnen. Vor der ersten Behandlung rasch 2 bis 3 kg Sirup geben, um jede Versorgungslücke zu vermeiden.
  • Die Hauptfütterung spätestens zu Beginn der zweiten Sommerbehandlung abschliessen, damit die Vorräte rechtzeitig aufgebaut sind.
  • Die Vorräte nach der Ernte und der Herbstfütterung kontrollieren, idealerweise vor Ende September.
  • Die Beute hinten leicht anheben oder eine Waage verwenden, um deutlich leichtere Völker zu erkennen.
  • Bei einer letzten Durchsicht an einem milden Tag prüfen, dass das Volk etwa 4 bis 5 gut gefüllte Futterwaben (15 bis 20 kg) zusätzlich zu den Futterkränzen nahe am Brutnest hat.
  • In Höhenlagen, in kalten Regionen oder bei lang anhaltendem Winter eher den oberen Bereich der Spanne anstreben.
  • Die gegebenen Sirupmengen und die geschätzten Vorräte in der Stockkarte vermerken.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Zeigt die letzte Kontrolle Ende September, dass das Volk nicht genug Vorräte hat, muss die Situation rasch korrigiert werden. Solange die Temperaturen es zulassen, kann man mit Futtersirup ergänzen oder eine gut gefüllte, gesunde Futterwabe aus dem eigenen Bienenstand direkt an die Wintertraube oder die von den Bienen besetzte Zone hängen. Im Winter oder Spätwinter darf in einem Futtergeschirr fernab der Wintertraube in der Regel kein kalter Sirup mehr gegeben werden: Die sicherste Lösung ist dann eine Notfütterung mit Futterteig, direkt über die Waben und möglichst nah an der Wintertraube. Ein Volk darf nie hungern: die Versorgungslücke erzeugt Stress, schwächt die Wintertraube und kann eine Abwärtsspirale auslösen.

Zu vermeiden

  • Sich allein auf die Flugloch-Aktivität verlassen: ein Volk kann fliegen und dennoch zu wenig Nahrung haben.
  • Erst im Dezember oder Januar feststellen, dass die Vorräte unzureichend sind.
  • Die Beute bei kaltem Wetter lange öffnen, um zu «kontrollieren».
  • Im Winter kalten Sirup fern der Wintertraube geben.
  • Ein Volk «etwas knapp» lassen, in der Annahme, es werde wohl bis zum Frühjahr durchhalten.

Wichtig

Der einfache Orientierungspunkt: Ein eingewintertes Volk muss schwer sein und über etwa 4 bis 5 gut gefüllte Futterwaben verfügen, das sind je nach Beutenformat, Region und Länge des Winters etwa 15 bis 20 kg Vorräte.

Siehe auch

Die einfache Regel lautet, der Räuberei vorzubeugen, bevor sie einsetzt, denn ist sie einmal in vollem Gang, lässt sie sich nur schwer beenden. Räuberei tritt vor allem in Zeiten der Trachtlücke auf, nach der Ernte, während der Fütterung oder wenn Honig oder Sirup zugänglich bleibt. Schwache, kleine, weisellose oder schlecht verteidigte Völker sind am stärksten gefährdet. Bei den ersten Anzeichen ist rasches Handeln gefragt: das Flugloch stark einengen, die Fütterung beenden oder absichern, alle Quellen von Süssgeruch verschliessen und bei Bedarf einen Räubereischutz anbringen. Ist das Volk bereits stark angegriffen, kann eine Verstellung über mehr als 3 km zuweilen nötig sein.

Was zu tun ist

  • Ohne Öffnen beobachten: starke Aufregung vor einer Beute, deutlich stärkerer Flugverkehr als bei den übrigen Völkern, Bienen, die von oben oder unten ans Flugloch anfliegen, Kämpfe mit den Wächterinnen, nervöse Bienen in der Beute.
  • Flugloch und Flugbrett prüfen: klebrige Stellen, Wachskrümel, aufgerissene Zelldeckel, Beine, Flügel oder Antennen auf der Varroaunterlage können auf eine Räuberei hinweisen.
  • Die wahrscheinliche Ursache suchen: zu schwaches Volk, zu weites Flugloch, undichtes Futtergeschirr, verschütteter Sirup, zugängliche Honig- oder Futterwaben, im Freien stehende Honigzargen oder Zelldeckel, zu lange geöffnete Beute während einer trachtfreien Zeit.
  • Zur Vorbeugung das Flugloch der Volksstärke anpassen. Ein kleines Volk muss seinen Eingang verteidigen können.
  • Nur lebensfähige Völker mit Königin und ausreichender Volksstärke behalten. Kleine und junge Völker sind empfindlicher; sie wenn möglich an einem separaten Standort aufstellen oder stärker schützen.
  • Bei der Ernte vorzugsweise eine Bienenflucht einsetzen und die entnommenen Honigzargen gut verschlossen halten.
  • Waben, Honigzargen, Zelldeckel oder Schleudermaterial niemals für die Bienen zugänglich liegen lassen.
  • Während einer Trachtlücke die Beuten nur bei Bedarf und so kurz wie möglich öffnen.
  • Bei der Fütterung sauber arbeiten: abends nach dem Bienenflug füttern, Tropfverluste vermeiden, verschütteten Sirup sofort wegwaschen, gut dichtende Futtergeschirre verwenden und die Völker koordiniert füttern.
  • Setzt die Räuberei ein, das Flugloch sofort auf eine sehr enge Öffnung von etwa zwei Bienen Breite reduzieren und die Sirupabgabe nach Möglichkeit einstellen.
  • Hält die Aufregung an, einen Räubereischutz vor dem Flugloch anbringen. Die Idee ist, den Bienen des Volkes das Ein- und Ausfliegen auf einem ihnen vertrauten Weg zu ermöglichen, während die Räuberbienen desorientiert werden.

Wenn es nicht wie erwartet verläuft

Ist die Räuberei bereits intensiv, keine lange Durchsicht durchführen. Sofort schliessen, das Flugloch einengen, jegliches süsses Material abdecken und Honig- oder Sirupgerüche begrenzen.

Wird die Räuberei durch verschütteten Sirup, ein undichtes Futtergeschirr oder zugängliche Waben unterhalten, ist die Quelle umgehend zu beseitigen: waschen, schliessen, abdecken oder entfernen, was die Bienen anlockt.

Ist die Quelle der in der angegriffenen Beute eingelagerte Honig, lässt sich «die Quelle» nicht einfach entfernen. Dieser Vorrat muss für die Räuberbienen unzugänglich gemacht werden: stark eingeengtes Flugloch, Räubereischutz, Einstellen der Fütterung und nötigenfalls Verstellen der Beute.

Ist das Volk stark angegriffen, kann eine Verstellung über mehr als 3 km es zuweilen retten. Am bisherigen Standort kann eine leere Beute mit offenem Flugloch die Räuberbienen ablenken, bis sie merken, dass nichts mehr zu holen ist.

Wird ein Volk regelmässig ausgeräubert, ist seine Lebensfähigkeit zu beurteilen. Ein sehr schwaches, weiselloses, krankes oder zur Verteidigung des Flugloches unfähiges Volk darf nicht ohne klare Entscheidung künstlich am Leben erhalten werden. Es kann zu einem Risiko für den gesamten Bienenstand werden.

Besteht der Verdacht auf eine Brutkrankheit oder auf ein totes, ausgeräubertes Volk, keine Waben in andere Völker versetzen. Räuberei kann Krankheitserreger und Varroamilben verbreiten; vor jeder Wiederverwendung von Material ist Rat einzuholen.

Zu vermeiden

  • Waben, Honigzargen, Zelldeckel oder klebriges Material für die Bienen zugänglich liegen lassen.
  • Honigzargen oder Waben im Freien auslecken lassen.
  • Während einer Trachtlücke tagsüber füttern.
  • Verschütteten Sirup nicht sofort wegwaschen.
  • Bei einem schwachen Volk ein zu weites Flugloch belassen.
  • Mehrere Beuten in einer trachtfreien Zeit lange geöffnet halten.
  • Annehmen, dass eine blosse Fluglocheinengung bei bereits massiver Räuberei stets ausreicht.
  • Ein angegriffenes Volk mit einem undichten oder schlecht verschlossenen Futtergeschirr weiter füttern.
  • Waben aus einem ausgeräuberten, toten oder verdächtigen Volk in ein gesundes Volk versetzen.
  • Zu schwache, weisellose oder verdächtige Völker am Bienenstand belassen, die zu Dauerzielen werden.

Das Wichtigste in Kürze

Räuberei lässt sich leichter verhindern als stoppen. Die praktische Regel: ausreichend starke Völker, angepasstes Flugloch, keine zugängliche Nahrung, saubere Fütterung am Abend, Honigzargen und Waben stets gut verschlossen. Setzt die Räuberei ein, das Flugloch sofort einengen, jeden Süssgeruch absichern und einen Räubereischutz anbringen. Bei bereits massiver Räuberei muss die angegriffene Beute mitunter verstellt werden.

Siehe auch

Die einfache Regel lautet, die Beute vor Wind, Regen und Zugluft zu schützen, ohne sie hermetisch einzupacken. Ein gesundes, ausreichend starkes, gut versorgtes und trocken stehendes Volk kann kalte Perioden, auch um die –10 °C, ohne besondere Dämmung der gesamten Beute überstehen. Eine massvolle Dämmung oberhalb des Deckbretts kann nützlich sein, vor allem gegen Wärmebrücken und Kondenswasser. Eine übertriebene, feuchte oder zu früh angebrachte Dämmung kann jedoch kontraproduktiv werden, insbesondere wenn sie zur Aufrechterhaltung später Brut beiträgt und die Winterbehandlung gegen Varroa erschwert.

Was zu tun ist

  • Zuerst den Zustand der Beute prüfen: dichter Deckel, korrekt aufliegendes Deckbrett, passgenaue Elemente, keine unnötigen Ritzen.
  • Die Völker vor den vorherrschenden Winden schützen und direkte Zugluft vermeiden.
  • Die Beuten auf eine stabile Unterlage stellen, ausserhalb der Bodenfeuchtigkeit.
  • Verhindern, dass Regenwasser oder geschmolzener Schnee in die Beute eindringen kann.
  • Eine geeignete Fluglochöffnung beibehalten: genügend eingeengt, um Kälte, Mäuse und Räuberei zu begrenzen, aber nicht vollständig verschlossen.
  • Bei Bedarf eine einfache, trockene und stabile Dämmung oberhalb des Deckbretts unter dem Deckel einsetzen.
  • Darauf achten, dass die Feuchtigkeit entweichen kann: die Beute darf nicht zu einem geschlossenen, feuchten Kasten werden.
  • Den Schutz dem Kontext anpassen: Höhenlage, Windexposition, Beutentyp, Volksstärke und örtliches Klima.
  • Nicht zu früh und nicht zu stark dämmen mit dem Ziel, die Beute dauerhaft warmzuhalten.
  • Vor dem Winter gesunde, aber zu schwache Völker eher einengen oder vereinigen, statt auf eine starke Dämmung zur Kompensation der Schwäche zu setzen.
  • Sicherstellen, dass die Vorräte ausreichen, nahe und für die Wintertraube zugänglich sind.
  • Zu Frühjahrsbeginn, wenn das Volk die Brutaufzucht wieder aufnimmt, kann eine obere Schutzschicht oder eine angepasste Einengung bei Kälterückfällen helfen. Ziel ist nicht, das Volk künstlich zu stimulieren, sondern einem bereits in Entwicklung befindlichen Volk zu helfen, die Brut warm zu halten.

Wenn es nicht wie erwartet verläuft

Tritt unter dem Deckbrett Kondenswasser auf oder tropft Wasser auf die Bienen, ist das Problem nicht allein die Kälte: es ist vor allem ein Problem von Feuchtigkeit und Wärmebrücken. Eine bessere obere Dämmung kann helfen, doch sind auch die Dichtigkeit des Deckels, allfällige Zugluft, der Zustand des Bodens und die allgemeine Belüftung zu prüfen.

Ist das Volk sehr klein, genügt die Dämmung nicht. Eine kleine Wintertraube verliert verhältnismässig mehr Wärme als eine grosse. Vor dem Winter sind gesunde, aber zu schwache Völker eher zu vereinigen oder zu stärken, statt auf eine späte Dämmung zu setzen.

Eine Kältephase um –10 °C verlangt nicht automatisch eine besondere Dämmung, sofern das Volk stark, gesund, gut versorgt, trocken und windgeschützt ist. Die Gefahr geht oft eher von Feuchtigkeit, Zugluft, fehlenden zugänglichen Vorräten oder einem zu kleinen Volk aus als von der Kälte allein.

Eine sehr starke Dämmung, vor allem wenn sie früh angebracht und mit einem milden Herbst kombiniert wird, kann dazu beitragen, dass länger Brut gepflegt wird. Die Winterbehandlung gegen Varroa ist jedoch zuverlässiger, wenn das Volk weitgehend oder vollständig brutfrei ist. Es sollte daher nicht gedämmt werden mit dem Ziel, die Beute dauerhaft warmzuhalten.

Soll zu Frühjahrsbeginn stärker geschützt werden, ist dies mit Mass zu tun: trockene obere Dämmung, der Volksgrösse angepasstes Volumen und zugängliche Vorräte. Sie ist keine Lösung, um ein schwaches, schlecht versorgtes oder zu stark mit Varroa befallenes Volk auszugleichen.

Zu vermeiden

  • Die Beute vollständig in ein luftdichtes Material einpacken.
  • Jede Belüftung verschliessen in der Annahme, dadurch die Wärme zu halten.
  • Wasser kondensieren lassen und auf die Wintertraube tropfen lassen.
  • Einen Aussenschutz anbringen, der die Feuchtigkeit am Holz hält.
  • Annehmen, dass eine starke Dämmung ein zu schwaches Volk kompensiert.
  • Annehmen, dass eine starke Dämmung fehlende Vorräte kompensiert.
  • Annehmen, dass eine starke Dämmung einen schlecht kontrollierten Varroabefall kompensiert.
  • Im Herbst stark und früh dämmen und sich dann wundern, dass das Volk spät Brut behält und das Behandlungsfenster im Winter schwer zu finden ist.
  • Im Frühling stark dämmen in der Annahme, ein schwaches Volk damit zu stimulieren.
  • Mäuse, Zugluft, Bodenfeuchtigkeit und die Stabilität der Unterlage vergessen.
  • Im Winter Waben unnötig öffnen oder verstellen, um die Dämmung zu prüfen.
  • Eine Beute ohne klaren Grund und ohne technische Beherrschung künstlich beheizen.

Das Wichtigste in Kürze

Im Winter benötigen die Bienen weniger eine sehr warme Beute als vielmehr eine trockene, regendichte, windgeschützte und zugfreie Beute. Eine massvolle Dämmung oberhalb des Deckbretts ist häufig nützlich. Eine übermässige, schlecht belüftete oder feuchte Dämmung kann kontraproduktiv werden, insbesondere wenn sie spätes Brutgeschehen aufrechterhält und die Winterbehandlung gegen Varroa erschwert. Der beste Schutz bleibt ein starkes, gesundes, gut versorgtes und wenig gestörtes Volk.

Siehe auch

Die einfache Regel lautet: die Beute schliessen, jegliche Räuberei verhindern und anschliessend die wahrscheinliche Ursache abklären, bevor etwas wiederverwendet wird. Ein nach dem Winter totes Volk darf nicht hastig ausgeräumt und nicht den anderen Bienen geöffnet werden. Das Material ist zu sortieren, zu reinigen und nötigenfalls zu desinfizieren, bevor es wiederverwendet wird. Nur so lässt sich mit einem gesunden Volk neu starten, ohne ein allfälliges Problem auf das neue Volk zu übertragen.

Was zu tun ist

  • Das Flugloch verschliessen oder einengen, um die Räuberei durch andere Völker zu verhindern.
  • Nur bei guten Bedingungen öffnen, idealerweise bei mildem und trockenem Wetter.
  • Vor dem Auseinandernehmen beobachten: Lage der toten Bienen, verbliebene Vorräte, Vorhandensein von Brut, Feuchtigkeit, Schimmel, Mäusespuren, Totenfall auf dem Boden.
  • Die wahrscheinliche Ursache suchen: Futtermangel oder unzugängliches Futter, im Herbst zu schwaches Volk, zu starker Varroabefall, ungenügende Behandlung, Königinnenproblem, Feuchtigkeit, Störungen, Nager oder Brutkrankheit.
  • Bei anormaler Brut, verdächtigem Geruch, eingefallenen oder durchlöcherten Zelldeckeln, bräunlichen oder fadenziehenden Larven: die Beute schliessen und den Bieneninspektor kontaktieren.
  • Die Waben mit Vorsicht sortieren: alte Brutwaben einschmelzen, verschimmelte, verschmutzte oder zweifelhafte Waben aussondern und Futterwaben nur wiederverwenden, wenn die Todesursache klar ist und kein verdächtiges Gesundheitszeichen vorliegt.
  • Die Beute, den Boden, das Deckbrett, die Trennschiede und das Kleinmaterial gründlich reinigen.
  • Das wiederverwendbare Material desinfizieren, bevor ein neues Volk einlogiert wird, insbesondere wenn die Todesursache nicht eindeutig geklärt ist.
  • Die Beobachtungen in der Stockkarte festhalten: Volksstärke im Herbst, Vorräte, Varroabehandlungen, letzte Durchsicht, im Frühling vorgefundene Anzeichen.

Wenn es nicht wie erwartet verläuft

Ist die Ursache nicht klar, ist die vorsichtige Option zu wählen: die Waben nicht an ein anderes Volk geben und kein neues Volk in eine nicht gereinigte oder nicht desinfizierte Beute einlogieren. Futterwaben aus einem toten Volk können nützlich erscheinen, sind aber das Risiko einer Übertragung eines Gesundheitsproblems nicht wert.

Ist die Brut verdächtig, die Waben nicht abkratzen, abschütteln, transportieren oder auslecken lassen. Die Beute schliessen, gegebenenfalls einige Fotos machen ohne weiter zu manipulieren und anschliessend den Rat des Bieneninspektors einholen.

Zeigt der Verlust, dass weitere Völker des Bienenstandes sehr schwach sind, nicht versuchen, die Lage durch die Vereinigung zweier schwacher Völker zu korrigieren. Zwei schwache Völker ergeben in der Regel kein starkes Volk. Besser ist es, nur gesunde und lebensfähige Völker zu vereinigen oder mit einem neuen gesunden Volk auf sauberem und desinfiziertem Material neu zu starten.

Zu vermeiden

  • Die Beute offen lassen, damit die anderen Bienen die Waben «reinigen».
  • Die Waben eines toten Volkes auslecken lassen.
  • Waben eines toten Volkes weitergeben, ohne die Ursache verstanden zu haben.
  • Die toten Bienen vor dem Bienenstand ausschütteln.
  • Zweifelhafte Waben mit sauberen Waben mischen.
  • Ein neues Volk in eine nicht gereinigte oder nicht desinfizierte Beute einlogieren.
  • Schwarze, verschimmelte, verschmutzte oder mit alter Brut versehene Waben aufbewahren.
  • Zwei schwache Völker vereinigen in der Annahme, automatisch ein starkes Volk zu erhalten.
  • Zu schnell schliessen, das Volk sei allein wegen der Kälte gestorben.
  • Vergessen, dass viele Winterverluste bereits im Spätsommer angelegt sind: Varroa, Qualität der Winterbienen, Vorräte und Volksstärke wirken oft zusammen.

Das Wichtigste in Kürze

Ein nach dem Winter totes Volk ist zunächst eine zu sichernde Gesundheitslage. Zweifelhafte Waben sind einzuschmelzen, das Material zu reinigen und zu desinfizieren, und ein neues Volk sollte nur in einer sauberen Beute einlogiert werden. Im Zweifelsfall ist der Bieneninspektor der richtige Ansprechpartner.

Siehe auch

7. Material, Waben, Wachs und gute Praxis

Die einfache Regel lautet, überzählige Waben niemals im Freien auslecken zu lassen. Solche Waben können Räuberei auslösen und Krankheitserreger, Varroamilben oder Probleme mit dem Wachs übertragen. Der richtige Reflex ist sofortiges Sortieren: nur gesunde, brauchbare Waben bekannter Herkunft behalten; Futterwaben aus gesunden Völkern vorübergehend lagern; verdächtige, alte, schlecht gebaute, verschimmelte, schwach gefüllte Waben sowie Waben aus toten oder verdächtigen Völkern einschmelzen. Vor der Lagerung reduziert ein Durchgang von 48 Stunden bei −18 °C das Wachsmottenrisiko erheblich.

Was zu tun ist

  • Entnommene Waben sofort in einer Kiste, einem Wabenschrank oder einem bienendicht verschlossenen Behälter verschliessen.
  • Waben nicht im Freien zum Auslecken liegen lassen, auch nicht kurzzeitig. Dies lockt Bienen an, begünstigt Räuberei und kann Krankheiten im Bienenstand verbreiten.
  • Die Herkunft der Waben klären: gesundes Volk, schwaches Volk, totes Volk, verdächtiges Volk oder unbekannte Herkunft.
  • Rasch sortieren: gesunde Futterwaben, brauchbare leere Waben, Pollenwaben, alte oder schlecht gebaute Waben, verdächtige Waben oder Waben aus Problemvölkern.
  • Nur saubere, gut gebaute, ausreichend gefüllte Waben behalten, die aus einem gesunden Volk stammen und deren baldige Verwendung klar ist.
  • Gesunde Futterwaben rasch einsetzen, etwa zum Ergänzen der Vorräte oder zur Bildung eines Jungvolks, sofern ihre Herkunft sicher ist.
  • Werden Futterwaben nicht tiefgekühlt, sind sie während der Saison so schnell wie möglich zu verwenden, idealerweise innerhalb von Tagen oder Wochen. Eine längere Lagerung bei Raumtemperatur ist zu vermeiden.
  • Im Herbst können überzählige Futterwaben aus gesunden Völkern bei guten Lagerbedingungen bis zum folgenden Frühling aufbewahrt werden. Anschliessend sind sie rasch zu verwenden, danach aus dem Kreislauf zu nehmen und einzuschmelzen.
  • Zur Verlängerung der Aufbewahrungsdauer Futterwaben im Tiefkühler lagern. Die Tiefkühlung erlaubt eine längere Aufbewahrung als die blosse Lagerung bei Raumtemperatur, sofern die Waben gesund und gut verpackt sind.
  • Vor einer Lagerung ausserhalb des Tiefkühlers nach Möglichkeit einen Durchgang von 48 Stunden bei −18 °C vorsehen. Damit werden bereits vorhandene Wachsmottenstadien abgetötet und das Schadensrisiko stark reduziert.
  • Nach dem Tiefkühlen die Waben kühl, trocken und vor Bienen, Wespen, Mäusen, Feuchtigkeit und starken Gerüchen geschützt lagern.
  • Die Waben nach Möglichkeit unterhalb von 12 °C halten. Bei dieser Temperatur verursacht die Wachsmotte normalerweise keine Schäden.
  • Gelagerte Waben überwachen: Wachsmottenkot, Seidenfäden, Gänge oder Gespinstballen sind Alarmzeichen.
  • Pollenwaben verlangen besondere Vorsicht: sie ziehen die Wachsmotte stark an. Nur behalten, wenn die Herkunft klar, der Zustand einwandfrei und die Verwendung sehr nahe ist. Im Zweifelsfall einschmelzen.
  • Waben aus toten, kranken, sehr schwachen Völkern ohne klare Ursache oder verdächtigen Völkern dürfen nicht weitergegeben werden. Sie sind zu isolieren, und im Falle eines Gesundheitsverdachts ist Rat einzuholen.

Wenn es nicht wie erwartet verläuft

Wenn sich Bienen um das Material, die Kisten oder den Lagerraum sammeln, riecht es wahrscheinlich nach zugänglicher Nahrung. Sofort schliessen, die Waben abdecken und alle Quellen von Honig, Sirup oder Futter entfernen.

Stammt eine Wabe aus einem toten, sehr schwachen, kranken oder verdächtigen Volk oder ist die Herkunft unbekannt, darf sie nicht an ein anderes Volk gegeben werden. Das Gesundheitsrisiko ist zu hoch. Im Zweifelsfall ist es besser, die Wabe einzuschmelzen oder Rat einzuholen.

Enthält eine Wabe wenig Futter, ist sie schlecht gebaut, verschimmelt, sehr alt, schwarz oder beschädigt, lohnt es sich in der Regel nicht, sie zu «retten». Sicherer ist es, sie einzuschmelzen und Völker bei Futtermangel mit einem geeigneten Sirup oder Futterteig zu versorgen.

Treten während der Lagerung Anzeichen der Wachsmotte auf, sofort sortieren. Leicht befallene Waben können mitunter 48 Stunden bei −18 °C tiefgekühlt werden, sofern das Wachs noch gesund ist. Waben mit Gespinstballen, zahlreichen Gängen oder starker Schädigung sind einzuschmelzen.

Müssen Pollenwaben aufbewahrt werden, ist die Lagerdauer stark zu begrenzen und der Tiefkühler vorzuziehen. Bei Raumtemperatur sind sie der Wachsmotte besonders ausgesetzt.

Beginnt eine Räuberei, nicht versuchen, die Waben durch die Bienen reinigen zu lassen. Das gesamte Material verschliessen, Futtergerüche reduzieren und Massnahmen gegen die Räuberei ergreifen.

Zu vermeiden

  • Futter- oder Brutwaben im Freien auslecken lassen.
  • Waben in einer Ecke des Bienenstandes liegen lassen, «damit die Bienen sie reinigen».
  • Waben «für alle Fälle» aufbewahren, ohne klare Herkunft oder geplante Verwendung.
  • Futterwaben lange bei Raumtemperatur lagern.
  • Pollenwaben ohne Schutz vor der Wachsmotte aufbewahren.
  • Waben aus toten, kranken, verdächtigen oder unbekannten Völkern weiterverwenden.
  • Annehmen, dass das Tiefkühlen eine Wabe aus einem verdächtigen Volk gesund macht: es hilft gegen die Wachsmotte, löst aber kein Gesundheitsproblem.
  • Die Bienen als «Reinigungspersonal» für zweifelhaftes Material einsetzen.
  • Futterwaben, Brutwaben und Honigwaben ohne Sortierung und Rückverfolgbarkeit mischen.
  • Zweifelhafte Waben retten wollen, obwohl eine saubere Fütterung sicherer wäre.

Das Wichtigste in Kürze

Eine überzählige Wabe ist nicht automatisch eine Ressource: sie kann auch Räuberei, Wachsmotten, Varroamilben oder Krankheiten übertragen. Die gute Praxis besteht darin, rasch zu sortieren, gut zu verschliessen, vor einer Lagerung 48 Stunden bei −18 °C tiefzukühlen, gesunde Futterwaben rasch zu verwenden und zweifelhafte Waben einzuschmelzen. Ohne Tiefkühlen sollten Futterwaben während der Saison nur kurze Zeit aufbewahrt werden. Im Tiefkühler kann die Aufbewahrung verlängert werden, jedoch nur bei gesunden, klar identifizierten und sinnvoll einsetzbaren Waben.

Siehe auch

Die einfache Regel: Brutwaben regelmässig erneuern, idealerweise etwa ein Drittel pro Jahr. Bei einer Beute mit 10 Waben entspricht das mindestens 3 bis 4 Waben pro Jahr; bei einer Beute mit 12 Waben mindestens 4 bis 5 Waben pro Jahr. Es geht dabei nicht nur um das Aussehen: in alten Waben verengen sich die Zellen, und das Wachs kann Rückstände anreichern. Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr oder der Frühsommer, wenn das Volk stark ist und leicht baut.

Was zu tun ist

  • Vorrangig die Waben erneuern, die Brut enthielten, besonders wenn sie sehr dunkel sind.
  • Eine schrittweise Erneuerung vorsehen, zum Beispiel etwa ein Drittel der Brutwaben pro Saison.
  • Neue Wachswaben oder Mittelwände einsetzen, wenn das Volk stark genug zum Bauen ist.
  • Alte Waben an den Rand des Brutnests rücken und dann entfernen, sobald sie keine Brut mehr enthalten.
  • Deformierte, gebrochene, verschimmelte oder schwer kontrollierbare Waben rasch entfernen.
  • Das Alter oder Jahr der Waben in der Stockkarte oder mit einer einfachen Markierung festhalten.
  • Honigwaben getrennt führen: nur behalten, wenn sie sauber, trocken, stabil sind und keine Brut enthielten.

Wenn es nicht wie geplant verläuft

Ist das Volk schwach oder baut es nicht, die Erneuerung nicht erzwingen: nur tatsächlich unbrauchbare Waben entfernen und einen günstigeren Zeitpunkt abwarten. Bei abnormaler Brut, verdächtigem Geruch oder Zweifeln am Gesundheitszustand die Wabe nicht in ein anderes Volk verbringen und kompetenten Rat einholen.

Zu vermeiden

  • Schwarze Brutwaben jahrelang in der Beute belassen, weil sie noch stabil sind.
  • Zu viele Waben gleichzeitig in einem schwachen Volk ersetzen.
  • Mittelwände zu früh, zu spät oder bei schlechtem Wetter einsetzen, wenn die Bienen nicht bauen.
  • Waben, die Brut enthielten, in der Honigzarge einsetzen.
  • Eine verdächtige Wabe von einem Volk in ein anderes umhängen.
  • Feuchte, schmutzige oder von der Wachsmotte befallene Waben lagern.

Wichtig

Brutwaben schrittweise erneuern, vor allem im Frühjahr und Frühsommer: alte, schwarze oder beschädigte Waben sind vorrangig zu entfernen.

Siehe auch

Die einfache Regel lautet: einem buckelbrütigen Volk nicht direkt eine Königin zusetzen. Die Annahme ist sehr schlecht, vor allem wenn bereits legende Arbeiterinnen vorhanden sind. In den meisten Fällen ist ein buckelbrütiges Volk zu stark desorganisiert, um sich einfach retten zu lassen. Zunächst ist zu prüfen, ob es sich nicht lediglich um ein kürzlich weisellos gewordenes Volk handelt. Ist das Volk tatsächlich buckelbrütig, ist die sicherste Vorgehensweise oft, es aufzulösen und mit einem gesunden Volk auf sauberem Material neu zu starten.

Was zu tun ist

  • Die Brut beobachten: lückenhafte Drohnenbrut, gewölbte Zelldeckel in Arbeiterinnenzellen, fehlende regelmässige Arbeiterinnenbrut, mehrere Eier pro Zelle oder Eier an den Zellwänden.
  • Prüfen, ob noch eine Königin vorhanden ist: eine alte Königin oder eine schlecht begattete junge Königin kann ebenfalls nur unbefruchtete Eier legen. Man spricht in diesem Fall eher von einer drohnenbrütigen Königin.
  • Suchen, ob noch junge Arbeiterinnenbrut vorhanden ist. Ist keine mehr vorhanden, kann das Volk keine neue Königin mehr ordnungsgemäss aufziehen.
  • Bleibt der Zweifel bestehen, vor dem Handeln den Rat einer erfahrenen Person einholen.
  • Ist das Volk klein, desorganisiert und tatsächlich buckelbrütig, keine wertvolle Königin einsetzen.
  • Liegen keine verdächtigen Gesundheitszeichen vor, kann das Auflösen des Volkes die sicherste Lösung sein.
  • Zum Auflösen die Beute von ihrem Standort entfernen, anschliessend die Bienen abseits des Bienenstandes abkehren oder abschütteln, beispielsweise ins Gras. Ein Teil der Flugbienen kann sich von anderen Völkern aufnehmen lassen.
  • Die leere Beute nicht an den bisherigen Standort zurückstellen, sonst kehren die Bienen womöglich dorthin zurück.
  • Nur gesundes Material weiterverwenden: alte Brutwaben sind einzuschmelzen, zweifelhafte oder verschimmelte Waben auszusondern, und Futterwaben dürfen nur wiederverwendet werden, wenn das Volk gesund und die Ursache klar ist.
  • Das Material vor der Wiederverwendung reinigen.

Wenn es nicht wie erwartet verläuft

Hat das Volk seine Königin gerade erst verloren und ist noch offene Brut vorhanden, ist die Lage anders: es kann noch eine Königin nachschaffen oder unter besseren Bedingungen eine neue Königin aufnehmen. Sobald jedoch legende Arbeiterinnen etabliert sind, gelingt die Einweiselung nur selten.

Ist das buckelbrütige Volk noch verhältnismässig stark, liegt der Wunsch nahe, es zu retten. Für eine einfache Betriebsführung ist dies selten eine gute Option. Eine Korrekturmethode verlangt Erfahrung, ein gutes Timing und häufig offene Brut aus einem anderen Volk. Für ein sicheres Vorgehen ist es besser, ein gutes Volk nicht zu schwächen, um ein Volk ohne klare Zukunft sanieren zu wollen.

Die Auflösung in einiger Entfernung rettet das Volk nicht und sortiert die legenden Arbeiterinnen nicht vollständig aus. Sie dient vor allem dazu, ein Volk ohne Zukunft sauber zu beenden und einem Teil der Flugbienen den Anschluss an andere Völker zu ermöglichen. Sie ist bei einem Gesundheitszweifel nicht anzuwenden.

Bei verdächtiger Brut, abnormalem Geruch, ungewöhnlichem Totenfall oder Zweifeln an einer Brutkrankheit die Bienen nicht vor dem Bienenstand abschütteln und die Waben nicht weitergeben. Der Rat des Bieneninspektors oder einer fachkundigen Person ist einzuholen.

Zu vermeiden

  • Einem buckelbrütigen Volk direkt eine begattete Königin zusetzen.
  • Einem bereits buckelbrütigen Volk eine Weiselzelle zusetzen.
  • Ein buckelbrütiges Volk ohne Vorsichtsmassnahmen mit einem guten Volk vereinigen.
  • Zwei schwache Völker vereinigen in der Annahme, damit ein starkes Volk zu erhalten.
  • Wiederholt Brut aus einem guten Volk geben, um ein stark geschädigtes Volk retten zu wollen.
  • Ein buckelbrütiges Volk vor den anderen Beuten abschütteln.
  • Die leere Beute nach der Auflösung am bisherigen Standort stehen lassen.
  • Die Methode der Auflösung in einiger Entfernung bei einem Gesundheitszweifel anwenden.
  • Waben mit alter, lückenhafter Drohnenbrut aufbewahren.
  • Ein kürzlich weisellos gewordenes Volk mit einem etablierten buckelbrütigen Volk verwechseln.
  • Zu lange zuwarten: je länger die Situation andauert, desto schwieriger lässt sie sich korrigieren.

Das Wichtigste in Kürze

Ein buckelbrütiges Volk ist ein Volk, dessen normale Dynamik unterbrochen ist. Der richtige Reflex besteht darin, weder eine Königin zu verschwenden noch ein gutes Volk für einen ungewissen Versuch zu schwächen. Ist das Volk tatsächlich buckelbrütig, ist die sicherste Lösung oft, es sauber aufzulösen und mit einem gesunden Volk auf sauberem Material neu zu starten.

Siehe auch

 

Autor
Conseillers apicoles
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