Winterbienen: Warum der Sommer über den Frühling entscheidet
1. Das Wichtigste in Kürze
- Winterbienen sind nicht einfach alternde Sommerbienen – sie haben eine besondere Physiologie.
- Ihre Qualität hängt stark von der Periode Juli–September ab: Varroa, Ernährung, Brut und Stress kumulieren sich in dieser Zeit.
- Varroa und die damit verbundenen Viren können die Langlebigkeit und die biologischen Reserven der Winterbienen direkt verringern.
- Die Herbsternährung ist wichtig, aber vereinfachende Rezepte sind zu vermeiden: Reserven, Pollen, lokaler Kontext und Gesundheitszustand wirken zusammen.
- Die Zahlen im Originalartikel sind nützlich für das Verständnis der Zusammenhänge, sollten aber nicht als universelle Schwellenwerte angewendet werden.
2. Was die Studie zeigt
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Dieses Kapitel fasst den Kerngedanken des Artikels zusammen: Die Stärke im Frühjahr hängt grösstenteils von der Qualität der Winterbienen ab, die im Spätsommer produziert werden. |
Fragestellung. Der Artikel fragt, wie ein Volk zwischen dem Ende der Ernte und dem Herbst geführt werden sollte, um das «Lebenskapital» der Winterbienen zu erhalten. Das Ziel ist praktisch: mit genügend Bienen in den Frühling zu kommen, die noch in der Lage sind, zu heizen, Brut zu pflegen und die Entwicklung des Volkes zu begleiten (Artus et al., 2010).
Methode. Es handelt sich nicht um eine kontrollierte Versuchsstudie, sondern um einen Artikel zur Bienenführung, der auf demographischem Denken, einfachen Berechnungen und einer Verknüpfung mit der bekannten Physiologie der Winterbienen beruht. Die Autoren vergleichen insbesondere zwei Szenarien: eine Winterbiene mit einer Lebenserwartung von etwa 160 Tagen und eine mit einer Lebensdauer von etwa 210 Tagen (Artus et al., 2010).
Ergebnisse. Im ungünstigeren Szenario würde ein grosser Teil der vor Mitte September geborenen Bienen verschwinden, bevor die jungen Frühlingsbienen bereit wären, die Aufgaben zu übernehmen. Das Volk würde dann sehr schwach in die eigentliche Wiederaufnahme der Eiablage gehen. Im günstigeren Szenario würden die Winterbienen lange genug überleben, um eine Generationenüberlappung im Frühling zu sichern, was eine schnellere Wiederaufnahme von Brutpflege und Sammeltätigkeit ermöglichen würde (Artus et al., 2010).
Der Artikel benennt mehrere Faktoren, die dieses Lebenskapital beeinträchtigen können: Varroatose und damit verbundene Virosen, schlecht durchgeführte Varroabehandlung, ungeeignete Fütterung, umfangreiche Brut noch in der Nachsaison, Winterstörungen, schlechte Wärmeregulation und genetische Faktoren. Entscheidend ist ihr Zusammenwirken: Nicht ein einzelner Faktor allein entscheidet immer über den Ausgang, sondern die Anhäufung von Stressoren zum falschen Zeitpunkt (Artus et al., 2010).
Interpretation. Die praktische Botschaft ist klar: Der Imker darf nicht nur an den «Ausgang aus dem Winter» denken, sondern muss früher ansetzen, bereits ab dem Ende der Ernte. Die Ammenbienen, die Winterbienen aufziehen, müssen wenig mit Milben befallen, gut ernährt und nicht durch übermässige späte Brutpflege erschöpft sein. Diese Überlegung deckt sich mit dem aktuellen Wissen über Winterbienen: Sie weisen entwickelte Fettkörper, höhere Proteinreserven, mehr Vitellogenen, entwickelte Hypopharynxdrüsen und einen niedrigeren Juvenilhormonspiegel auf als alternde Sommerbienen (Fluri et al., 1977, 1982; Amdam & Omholt, 2002; Kunc et al., 2019; Knoll et al., 2020).
Fütterung darf daher nicht nur als Auffüllen der Vorräte verstanden werden. Sie beeinflusst auch den für die Eiablage verfügbaren Raum, die Arbeitslast der Bienen, die Brutdynamik und indirekt die Reproduktion von Varroa. Der Artikel hat recht, wenn er eine schrittweise und durchdachte Betriebsführung betont, auch wenn die vorgeschlagenen Mengen und Termine an das jeweilige Klima, das Beutenformat, die Höhenlage und das lokal angewendete Varroakonzept angepasst werden müssen (Artus et al., 2010; Döke et al., 2015; Quinlan et al., 2023).
3. Kritische Betrachtung
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Die Stärke des Artikels liegt in seinem ganzheitlichen Ansatz, aber seine Zahlen sollten nicht als universell gültige wissenschaftliche Schwellenwerte gelesen werden. |
Stärken. Der Artikel legt zu Recht den Schwerpunkt auf eine häufig unterschätzte Periode: Juli bis September. Er verknüpft auf nützliche Weise Varroabekämpfung, Fütterung, Brutdynamik und die Vorbereitung der Winterbienen. Dieser ganzheitliche Ansatz bleibt sehr relevant für einen schweizerischen oder westeuropäischen Bienenstand, zumal neuere Arbeiten die Bedeutung des Sommer-Herbst-Übergangs für die Biologie der Überwinterung bestätigen (Döke et al., 2015; Knoll et al., 2020).
Einschränkungen. Der Text liefert keine neuen experimentellen Daten. Die Lebensdauern von 160 oder 210 Tagen dienen in erster Linie dazu, ein demographisches Argument zu konstruieren. Sie beweisen nicht, dass alle Winterbienen genau 210 Tage leben müssen, noch dass dieser Schwellenwert in allen Regionen, bei allen Bienenrassen oder in allen Betriebssystemen gelten würde (Artus et al., 2010).
Die vorgeschlagenen Daten – Mitte Juli, Mitte August, Mitte September, 10. Oktober – müssen ebenfalls in ihren Kontext gestellt werden. In der Schweiz können sie je nach Höhenlage, Tracht, Witterung, Beutenformat, Volksstärke und angewendetem Varroakonzept variieren. Die im Artikel genannten Reservemengen, insbesondere 25 bis 30 kg, dürfen nicht mechanisch auf alle Beutensysteme übertragen werden (Artus et al., 2010).
Mögliche Missverständnisse. Der Artikel kann den Eindruck erwecken, dass späte Brut immer negativ sei. Das ist zu vereinfacht. Eine kleine Wiederaufnahme der Eiablage im Herbst kann je nach Klima, Königin und Ressourcen auftreten. Das Risiko entsteht vor allem dann, wenn die späte Brutpflege so umfangreich wird, dass sie die Winterbienen erschöpft, eine hohe Temperatur im Brutnest aufrechterhält und die Reproduktion von Varroa verlängert (Artus et al., 2010; Döke et al., 2015; Giacobino et al., 2023).
Die neuere Literatur bestätigt die Rolle von Varroa bei der Schwächung der Winterbienen nachdrücklich, validiert aber nicht automatisch jedes praktische Detail des Artikels. Studien zeigen, dass Befall durch Varroa destructor und damit verbundene Viren die Langlebigkeit verringern, den Stoffwechsel stören, die Proteinreserven verändern und das Risiko von Winterverlusten erhöhen können (Amdam et al., 2004; Dainat et al., 2011; Van Dooremalen et al., 2012; Steinmann et al., 2015; Kunc et al., 2022). Das stärkt die Botschaft «früh handeln», erlaubt aber nicht, ein einziges überall gültiges Datum festzulegen.
Die Erwähnung eines bestimmten Sommerbehandlungsprodukts im Artikel spiegelt den Veröffentlichungskontext wider. Für die aktuelle Schweizer Praxis müssen stets die zugelassenen Präparate, die offiziellen Beipackzettel und das jeweils gültige Varroakonzept geprüft werden: [ZU ÜBERPRÜFEN].
Was sich nicht ableiten lässt. Aus diesem Artikel lässt sich weder eine standardisierte Lebensdauer der Winterbienen, noch eine einheitliche Futtermenge, ein fixer Behandlungstermin oder ein universelles Rezept für Isolierung und Belüftung ableiten. Die grundlegende Logik ist jedoch solide: Um Winterbienen zu erhalten, muss man früh handeln, den Varroabefallsdruck reduzieren und unnötige Stressoren am Saisonende vermeiden.
4. Was verwandte Studien zeigen
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Neuere Studien bestätigen nicht alle Zahlenwerte des Artikels, stärken jedoch seinen Kerngedanken deutlich: Die Qualität der Winterbienen hängt von ihrer Physiologie, dem Varroabefallsdruck und den Bedingungen im Spätsommer ab. |
Die Literatur bestätigt zunächst, dass Winterbienen nicht einfach Sommerbienen sind, die länger leben, weil sie weniger ausfliegen. Sie weisen einen echten saisonalen Phänotyp auf: stärker entwickelte Fettkörper, höhere Protein- und Lipidreserven, hohe Vitellogeninanteile, hypertrophierte Hypopharynxdrüsen und einen niedrigeren Juvenilhormonspiegel. Diese Merkmale sind mit ihrer Langlebigkeit und ihrer Fähigkeit verbunden, die Brutpflege im Frühjahr zu stützen (Fluri et al., 1977, 1982; Amdam & Omholt, 2002; Kunc et al., 2019; Knoll et al., 2020; Koubová et al., 2021).
Dieser Befund stützt das Argument des Originalartikels nachdrücklich: Winterbienen zu erhalten bedeutet, einen besonderen physiologischen Zustand zu bewahren – nicht nur eine ausreichende Anzahl Bienen in der Beute zu erhalten. Forschungen zu Speicherproteinen, Vitellogenen und dem saisonalen Stoffwechsel zeigen, dass Winterbienen eine biologische Reserve für das Volk darstellen – sowohl für die Überwinterung als auch für die Ernährung der ersten Frühjahrsbrut (Erban et al., 2013; Kunc et al., 2019; Lee et al., 2022).
Der Zusammenhang mit Varroa ist ebenfalls gut belegt. Experimentelle und epidemiologische Arbeiten zeigen, dass Varroa destructor und die damit verbundenen Viren, insbesondere das Flügeldeformationsvirus, die physiologische Qualität und die Lebensdauer der Winterbienen verringern. Der Befall kann Proteinreserven abbauen, die Immunität verändern, den Stoffwechsel stören und die individuelle Überlebenszeit verkürzen. Völker, die ihre Winterbienen unter hohem Varroadruck produzieren, gehen daher mit einer Population in den Winter, die weniger gut in der Lage ist, die kalte Jahreszeit zu überstehen (Amdam et al., 2004; Dainat et al., 2011; Van Dooremalen et al., 2012; Steinmann et al., 2015; Kunc et al., 2022).
Betriebsführungsstudien weisen in dieselbe Richtung: Varroawerte im Herbst sagen Winterverluste stark vorher, und integrierte Bekämpfungsstrategien – insbesondere wenn sie die Milbenzahl vor oder während der Produktion der Winterbienen senken – verbessern das Überleben der Völker (Büchler et al., 2020; Calovi et al., 2021; Smoliński et al., 2021; Gray et al., 2024). Das bestätigt die praktische Erkenntnis des Artikels: Eine zu späte Behandlung kann bedeuten, dass die Winterbienen bereits unter schlechten Bedingungen produziert wurden.
Die Rolle der Ernährung ist differenzierter. Mehrere Arbeiten belegen, dass gute Pollenverfügbarkeit, ausreichende Blütenvielfalt und verdauliche Kohlenhydratvorräte mit besseren Herbstvölkern und besserem Winterüberleben verbunden sind (Ricigliano et al., 2018; Topal et al., 2022; Quinlan et al., 2023). Die Ergebnisse sind jedoch nicht einheitlich: Mattila und Otis (2007) zeigten, dass eine Manipulation der Pollenversorgung im Herbst nicht immer die Leistung der Winterbienen verbesserte. Eine zu einfache Schlussfolgerung nach dem Muster «mehr Proteinzufuhr = bessere Winterbienen» ist daher zu vermeiden. Kontext, Ausgangszustand des Volkes, Pollenqualität und Gesundheitsstressniveau zählen wahrscheinlich ebenso viel wie die Zufuhr selbst.
Die Frage der späten Brut ist am heikelsten. Mechanistisch gesehen ist der Originalartikel kohärent: Brutpflege verbraucht Ressourcen und kann Winterbienen in Tätigkeiten einbinden, die ihre Langlebigkeit beeinträchtigen. Die Erkenntnisse zu Vitellogenen, Fettkörpern und Hypopharynxdrüsen machen diese Hypothese plausibel (Fluri et al., 1982; Amdam & Omholt, 2002; Kunc et al., 2019). Die verfügbare Literatur erlaubt es jedoch nicht, daraus eine in allen Situationen gültige absolute Regel zu machen. Umfangreiche späte Brut, die durch übermässige Stimulation oder ungewöhnlich milde Herbstbedingungen aufrechterhalten wird, kann ungünstig werden, besonders wenn sie auch die Reproduktion von Varroa verlängert (Giacobino et al., 2023).
Insgesamt bestätigen neuere Studien drei Kernaussagen des Artikels: Winterbienen haben eine spezifische Physiologie; Varroa muss reduziert werden, bevor er diese Generation beeinträchtigt; und die Herbsternährung soll das Volk unterstützen, ohne eine kostspielige Brutdynamik unnötig zu verlängern. Sie validieren jedoch nicht mechanisch die genauen Zahlen des Artikels, insbesondere die Lebensdauer von 210 Tagen, die fixen Termine oder die Futtermengenvorgaben.
5. Was lässt sich daraus für den Bienenstand ableiten?
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Für den Imker liegt der Hauptnutzen darin, den Begriff Winterbiene ab dem Ende der Haupttracht in konkrete Entscheidungen umzusetzen. |
- Nicht bis zum Herbst warten, um an die Überwinterung zu denken: Die Qualität der Winterbienen wird ab dem Ende der Ernte vorbereitet, vor allem durch die Kontrolle von Varroa (Dainat et al., 2011; Van Dooremalen et al., 2012; Büchler et al., 2020).
- Den Befall kontrollieren und gemäss dem aktuellen Schweizer Konzept behandeln, mit zugelassenen Mitteln und unter strikter Einhaltung der offiziellen Beipackzettel: [ZU ÜBERPRÜFEN].
- Fütterung nach tatsächlichem Bedarf, Volksstärke, Beutenformat und Höhenlage gestalten; das Ziel ist nicht, die Eiablage ohne Ende anzuregen, sondern verdauliche und zugängliche Vorräte sicherzustellen (Quinlan et al., 2023).
- Auf das Pollenangebot und die Ressourcen im Spätsommer achten: Ein Volk kann mit Zucker allein keine guten Winterbienen aufbauen, doch der Nutzen von Proteinzugaben hängt vom Kontext ab und ersetzt keine blütenreiche Umgebung (Mattila & Otis, 2007; Ricigliano et al., 2018; Topal et al., 2022).
- Unnötige Stressoren im Winter begrenzen: Störungen, Feuchtigkeit, Wind, Nager, schlechte Belüftung oder unzugängliche Vorräte können den Verbrauch erhöhen und die Wintertraube schwächen (Artus et al., 2010).
Originalartikel lesen
Originalartikel: José Artus, Redaktion Estelle Carton de Wiart und Janine Kievits, Préserver le capital de vie des abeilles, erschienen in Abeilles & Cie, Nr. 136, 3-2010, S. 25–28. Es handelt sich um einen Artikel zur Bienenführung, nicht um eine experimentelle Studie im strengen Sinne.
Weiterführendes auf ApiSavoir
- Überwinterung bei der Honigbiene: Eine ganz besondere Phase ihres biologischen Zyklus
- Vitellogenen und die Schlüssel zum Volk
- Entwicklung und Dynamik von Bienen und Varroa im Jahresverlauf
- Merkblatt 1.1: Varroa-Behandlungskonzept
- Welchen Sirup für die Winterfütterung wählen?
Literatur
Amdam, G. V., Hartfelder, K., Norberg, K., Hagen, A., & Omholt, S. W. (2004). Altered physiology in worker honey bees infested with the mite Varroa destructor: A factor in colony loss during overwintering? Journal of Economic Entomology, 97(3), 741–747. https://doi.org/10.1603/0022-0493(2004)097[0741:APIWHB]2.0.CO;2
Amdam, G. V., & Omholt, S. W. (2002). The regulatory anatomy of honeybee lifespan. Journal of Theoretical Biology, 216(2), 209–228. https://doi.org/10.1006/jtbi.2002.2545
Artus, J., Carton de Wiart, E., & Kievits, J. (2010). Préserver le capital de vie des abeilles. Abeilles & Cie, 136, 25–28.
Büchler, R., Uzunov, A., Kovačić, M., Prešern, J., Pietropaoli, M., Hatjina, F., Pavlov, B., Charistos, L., Formato, G., Galarza, E., Gerula, D., Gregorc, A., Malagnini, V., Meixner, M. D., Nedić, N., Puškadija, Z., Rivera-Gomis, J., Jenko, M., Škerl, M., Vallon, J., Vojt, D., Wilde, J., & Nanetti, A. (2020). Summer brood interruption as integrated management strategy for effective Varroa control in Europe. Journal of Apicultural Research, 59(5), 764–773. https://doi.org/10.1080/00218839.2020.1793278
Calovi, M., Grozinger, C. M., Miller, D. A., & Goslee, S. C. (2021). Summer weather conditions influence winter survival of honey bees (Apis mellifera) in the northeastern United States. Scientific Reports, 11, 1553. https://doi.org/10.1038/s41598-021-81051-8
Dainat, B., Evans, J. D., Chen, Y. P., Gauthier, L., & Neumann, P. (2011). Dead or alive: Deformed wing virus and Varroa destructor reduce the life span of winter honeybees. Applied and Environmental Microbiology, 78(4), 981–987. https://doi.org/10.1128/AEM.06537-11
Döke, M. A., Frazier, M., & Grozinger, C. M. (2015). Overwintering honey bees: Biology and management. Current Opinion in Insect Science, 10, 185–193. https://doi.org/10.1016/j.cois.2015.05.014
Erban, T., Jedelský, P. L., & Titěra, D. (2013). Two-dimensional proteomic analysis of honeybee, Apis mellifera, winter worker hemolymph. Apidologie, 44, 404–418. https://doi.org/10.1007/s13592-012-0190-5
Fluri, P., Wille, H., Gerig, L., & Lüscher, M. (1977). Juvenile hormone, vitellogenin and haemocyte composition in winter worker honeybees (Apis mellifera). Experientia, 33, 1240–1241. https://doi.org/10.1007/BF01922354
Fluri, P., Lüscher, M., Wille, H., & Gerig, L. (1982). Changes in weight of the pharyngeal gland and haemolymph titres of juvenile hormone, protein and vitellogenin in worker honey bees. Journal of Insect Physiology, 28(1), 61–68. https://doi.org/10.1016/0022-1910(82)90023-3
Giacobino, A., Miotti, C., Molineri, A., Orellano, E., Signorini, M., & Pacini, A. (2023). Varroa destructor re-invasion dynamics during autumn and winter in Apis mellifera colonies from a temperate climate. Journal of Invertebrate Pathology, 199, 107890. https://doi.org/10.1016/j.jip.2023.107890
Gray, D., Goslee, S., Kammerer, M., & Grozinger, C. M. (2024). Effective pest management approaches can mitigate honey bee (Apis mellifera) colony winter loss across a range of weather conditions in small-scale, stationary apiaries. Journal of Insect Science, 24. https://doi.org/10.1093/jisesa/ieae043
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Koubová, J., Sábová, M., Brejcha, M., Kodrík, D., & Frydrychová, R. Č. (2021). Seasonality in telomerase activity in relation to cell size, DNA replication, and nutrients in the fat body of Apis mellifera. Scientific Reports, 11, 592. https://doi.org/10.1038/s41598-020-79912-9
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Kunc, M., Dobeš, P., Ward, R., Lee, S., Čegan, R., Dostálková, S., Holušová, K., Hurychová, J., Eliáš, S., Pinďáková, E., Čukanová, E., Prodělalová, J., Petřivalský, M., Danihlík, J., Havlík, J., Hobza, R., Kavanagh, K., & Hyršl, P. (2022). Omics-based analysis of honey bee (Apis mellifera) response to Varroa parasitisation and associated factors reveals changes impairing winter bee generation. Insect Biochemistry and Molecular Biology, 103877. https://doi.org/10.1016/j.ibmb.2022.103877
Lee, S., Kalčic, F., Duarte, I., Titěra, D., Kamler, M., Mrna, P., Hyršl, P., Danihlík, J., Dobeš, P., Kunc, M., Pudło, A., & Havlík, J. (2022). 1H NMR profiling of honey bee bodies revealed metabolic differences between summer and winter bees. Insects, 13(2), 193. https://doi.org/10.3390/insects13020193
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Quinlan, G. M., Döke, M. A., Ortiz-Alvarado, Y., Rodriguez-Gomez, N., Koru, Y., & Underwood, R. M. (2023). Carbohydrate nutrition associated with health of overwintering honey bees. Journal of Insect Science, 23. https://doi.org/10.1093/jisesa/iead084
Ricigliano, V. A., Mott, B. M., Floyd, A. S., Copeland, D. C., Carroll, M. J., & Anderson, K. E. (2018). Honey bees overwintering in a southern climate: Longitudinal effects of nutrition and queen age on colony-level molecular physiology and performance. Scientific Reports, 8, 10475. https://doi.org/10.1038/s41598-018-28732-z
Smoliński, S., Langowska, A., & Glazaczow, A. (2021). Raised seasonal temperatures reinforce autumn Varroa destructor infestation in honey bee colonies. Scientific Reports, 11, 22256. https://doi.org/10.1038/s41598-021-01369-1
Steinmann, N., Corona, M., Neumann, P., & Dainat, B. (2015). Overwintering is associated with reduced expression of immune genes and higher susceptibility to virus infection in honey bees. PLoS ONE, 10(6), e0129956. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0129956
Topal, E., Mărgăoan, R., Bay, V., Takma, Ç., Yücel, B., Oskay, D., Düz, G., Acar, S., & Kösoğlu, M. (2022). The effect of supplementary feeding with different pollens in autumn on colony development under natural environment and in vitro lifespan of honey bees. Insects, 13(7), 588. https://doi.org/10.3390/insects13070588
Van Dooremalen, C., Gerritsen, L., Cornelissen, B., Van Der Steen, J. J. M., Van Langevelde, F., & Blacquière, T. (2012). Winter survival of individual honey bees and honey bee colonies depends on level of Varroa destructor infestation. PLoS ONE, 7(4), e36285. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0036285


