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Bienenrassen definieren

Die verschiedenen Bienenrassen werden anhand ihrer Biometrie (Färbung, Indizes …) sowie mithilfe molekularer Marker (mitochondrial und nukleär) bestimmt. Die Definition von Rassen ermöglicht es uns, die Biogeografie der Biene zu verstehen.

Es gibt ein Dispersionszentrum nördlich des Persischen Golfs, von dem aus die Bienen Europa besiedelt haben. Die pleistozäne Vereisung führte zur Isolation von Populationen und zur Herausbildung von Rassen. Nach dem Abschmelzen der Gletscher vermischten sich die verschiedenen Rassen erneut: Die Erhaltung und Zucht reiner Rassen wirkt daher heute gegen natürliche Prozesse.

Dennoch ermöglicht die Erhaltung reiner Rassen, vom Heterosiseffekt (heterozygote Individuen) durch einfache Kreuzungen zu profitieren. Die Zucht in Reinzucht führt nicht zwangsläufig zu einer besseren Erhaltung der genetischen Biodiversität im Vergleich zu Kreuzungen, da diese lediglich Neuarrangements bereits vorhandener Gene darstellen.

Reinzucht fördert die Biodiversität dann, wenn sie die Erhaltung bestimmter Allele in einem gegebenen Kontext erlaubt (z. B. Schwarmtrieb, Aggressivität, Wabensitz). In diesem Fall geht es darum, eine „Bank seltener Allele“ zu schaffen, die in Zukunft möglicherweise benötigt werden.

 

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