Aus wie vielen Ommatidien besteht das Komplexauge einer Königin, einer Arbeiterin und einer Drohne?
- Königin: etwa 4’000; Arbeiterin: etwa 5’000; Drohne: etwa 8’000.
- Königin: etwa 5’000; Arbeiterin: etwa 4’000; Drohne: etwa 8’000.
- Königin: etwa 8’000; Arbeiterin: etwa 4’000; Drohne: etwa 5’000.
Antwort anzeigen
Richtige Antwort: 1.
Königin: etwa 4’000; Arbeiterin: etwa 5’000; Drohne: etwa 8’000.
Warum?
Die Komplexaugen der Biene bestehen aus zahlreichen Seheinheiten, die als Ommatidien bezeichnet werden. Jede Ommatidie erfasst einen kleinen Teil des Bildes und trägt zu einem Sehvermögen bei, das auf Flug, Orientierung und Bewegungserkennung ausgerichtet ist.
Bei der Arbeiterin weisen die Komplexaugen etwa 5’000 Ommatidien pro Auge auf. Dieses Sehvermögen ist nützlich für die Sammeltätigkeit, die Orientierung, das Ausweichen vor Hindernissen und das Erkennen von Orientierungspunkten in der Umgebung.
Die Königin besitzt weniger, etwa 4’000 pro Auge, da ihr Leben weniger auf die Sammeltätigkeit ausgerichtet ist. Die Drohne besitzt mehr, etwa 8’000 pro Auge, was ihrer Rolle beim Begattungsflug entspricht, bei dem das Erkennen einer fliegenden Königin entscheidend ist.
Was man verstehen muss
Ein Komplexauge funktioniert nicht wie das menschliche Auge. Es erzeugt nicht einfach ein «schärferes» Bild, weil es viele Ommatidien enthält: Es ist vor allem sehr leistungsfähig darin, Bewegungen, Kontraste, die Ausrichtung des Lichts und bestimmte visuelle Orientierungspunkte wahrzunehmen.
Die Unterschiede zwischen Königin, Arbeiterin und Drohne spiegeln ihre Funktionen im Volk wider. Die Arbeiterin muss fliegen, Blüten aufsuchen und zum Bienenstock zurückkehren; die Drohne muss eine fliegende Königin orten; die Königin nutzt das Sehvermögen in ihrem Alltag im Innern des Volkes weniger.
Zum Merken
Die Zahlen 4’000, 5’000 und 8’000 sind Richtwerte pro Komplexauge. Sie zeigen vor allem einen funktionalen Unterschied zwischen den Kasten und dem Geschlecht der Biene.
Die Drohne besitzt die am stärksten entwickelten Komplexaugen, was mit ihrer Fortpflanzungsrolle bei den Begattungsflügen übereinstimmt.

