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Wie sehen Bienen?

Das Facettenauge der Biene ermöglicht ihr:

  1. die Farbe Rot zu sehen, sofern sie nicht im Ultraviolett absorbiert
  2. eine vom Wind bewegte Blüte besser wahrzunehmen als eine unbewegliche Blüte
  3. in der Dunkelheit, während der Nacht, zu sehen

 

Richtige Antwort : Nr. 2 (eine vom Wind bewegte Blüte wird besser erkannt als eine unbewegliche Blüte)

Wenn sich ein Objekt im Gesichtsfeld eines Facettenauges bewegt, werden die Ommatidien abwechselnd aktiviert oder deaktiviert. Aus diesem Summationseffekt ergibt sich, dass Insekten wesentlich besser abschätzen können, ob sich ein Objekt bewegt oder unbeweglich ist, und entsprechend reagieren. So wurde beispielsweise festgestellt, dass Sammlerinnen vom Wind bewegte Blüten deutlich häufiger aufsuchen als unbewegliche. Der Vorteil eines Facettenauges für Insekten, die räuberisch leben, besteht beispielsweise darin, dass sie einen dichten Wald durchqueren können, ohne anzustoßen, andere ebenfalls schnell fliegende Insekten erbeuten oder sich umgekehrt ihren Fressfeinden entziehen können. Facettenaugen sind somit besonders geeignet und leistungsfähig, sehr geringe Veränderungen eines Bildes oder einer Bewegung in extrem kurzer Zeit wahrzunehmen.

Entgegen dem, was in Büchern oder auf Websites zur Imkerei häufig geschrieben wird, ist es falsch zu behaupten, dass Bienen keine roten Objekte sehen und dass man Bienenkästen nicht rot streichen dürfe! Tatsächlich hängt die Wahrnehmung von Rot auch von der Reflektivität (oder Absorption) im ultravioletten Bereich ab, der unserer menschlichen Wahrnehmung vollständig entzogen ist. Anhand unseres menschlichen Seheindrucks einer roten Farbe lässt sich daher nicht beurteilen, ob diese Farbe UV-Strahlung absorbiert oder nicht.

Bienen sehen nicht im Dunkeln und orientieren sich in der Dunkelheit des Stocks mithilfe anderer sehr gut angepasster Organe (Antennen usw.). Sie verlassen den Stock nachts nicht, außer bei nächtlichen Transporten (Wanderimkerei); dabei fliegen sie jedoch nicht, sondern laufen an den Außenwänden des Stocks entlang. Fallen sie nachts beim Tragen zu Boden, finden sie ihren Stock nicht wieder.

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Autor
ApiSion : Claude Pfefferlu00e9 & Serge Imboden
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