Wie schädigen Varroamilben die Völker der Honigbiene?
- Durch die Übertragung von Viren
- Durch die Erhöhung der Krankheitsanfälligkeit der Bienen
- Durch die Zerstörung der Nahrungsreserven der Völker
- Durch die Verkürzung der Lebensdauer der Arbeiterinnen
- Durch die Verringerung der Qualität der von den Ammenbienen produzierten Nahrung
- Durch das Auslösen der Varroose, die die Völker schrittweise schwächt
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Richtige Antworten: 1–2–4–5–6
Die Wirkung der Varroa-Milbe hat zahlreiche Konsequenzen für die Bienen.
Verletzung:
Zur Nahrungsaufnahme sticht die Varroa ein Loch in die Kutikula der Larve und der Biene. Diese Perforation stellt ein Eintrittstor für Bakterien und Viren dar.
Gewichtsverlust:
Parasitierte Bienen schlüpfen mit einem Gewichtsdefizit von etwa 10 %. Dieses Defizit wird im Imaginalstadium nicht mehr ausgeglichen.
Erhöhte Krankheitsanfälligkeit:
Durch die Aufnahme von Fettkörpergewebe der Biene entzieht die Varroa einen großen Teil der für das Funktionieren des Immunsystems notwendigen Elemente.
Deformation:
Etwa 10 % der im Nymphenstadium parasitierten Bienen schlüpfen mit verkümmerten/deformierten Flügeln sowie einem verkürzten Abdomen. Diese Bienen sterben wenige Stunden bis Tage nach dem Schlupf. Die Biene kann auch bereits in der Zelle vor dem Schlupf sterben.
Reduktion der Hypopharynxdrüsen:
Bienen, die im Larvenstadium parasitiert wurden, sind schlechte Ammen. Der von ihnen produzierte Futtersaft ist von geringerer Qualität. Dies hat Auswirkungen auf die Aufzucht der nachfolgenden Generation.
Störungen der Fortpflanzung:
Parasitierte Drohnen sind kleiner und geschwächt. Ihnen fehlt die körperliche Kraft, um Jungköniginnen während des Hochzeitsfluges zu begatten.
All diese Angriffe der Varroa, zusammengefasst unter dem Begriff „Varroose“, führen zu einer verkürzten Lebenserwartung der Bienen. Auf Ebene der Völker zeigt sich eine fortschreitende Schwächung, eine Verringerung der Honigproduktion sowie eine Zunahme der Winterverluste.
► siehe auch: Varroa destructor

