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Welche Krankheit (C7) ?

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Erkennen Sie diese Krankheit? Erklären Sie, was Sie sehen!

  1. Röhrenbrut (Wachsmotte)
  2. Europäische Faulbrut
  3. Amerikanische Faulbrut
  4. Gesundes Volk
  5. Kalkbrut
  6. Deformationsflügelvirus: DWV
  7. Nosemose

 

 

Richtige Antwort: 6 (Deformationsflügelvirus: DWV)

Das Deformationsflügelvirus (DWV) kommt in allen Entwicklungsstadien der Bienen vor, vom Ei bis zur adulten Biene. Infizierte Ammenbienen übertragen das Virus über das Larvenfuttersaft (Gelée) auf junge Larven. Erwachsene Bienen übertragen das Virus bei der Trophallaxis.

 

DWV ist in der Regel nur schwach pathogen. Es kann daher vertikal (von einer Generation zur nächsten) übertragen werden. Eine infizierte Königin stirbt nicht rasch und überträgt das Virus auf die Eier. Ebenso kann die Übertragung des Virus von der Mutterkolonie auf einen Schwarm als vertikaler Übertragungsweg bezeichnet werden.

DWV wurde zudem im Sperma, im Honig, in Exkrementen und im Pollen nachgewiesen. Es ist belegt, dass sich DWV nicht nur in der Biene, sondern auch in der Varroamilbe vermehren kann. Mit DWV kontaminierte Völker zeigen in der Regel über lange Zeit keine offensichtlichen Schäden. Häufig jedoch entwickeln sich die Völker – meist in Kombination mit weiteren Infektionen – sehr langsam oder gehen zugrunde. Am gefährlichsten für die Bienen ist die Kombination mit Varroa destructor. Es wird angenommen, dass DWV durch den Wirtswechsel, also den Übergang vom Varroa auf die Biene, virulenter wird.

Symptome und Diagnose im Feld:

Typische Symptome dieser Erkrankung sind deformierte Flügel bei den Bienen. Zudem zeigen die Bienen eine Reihe weiterer Symptome wie einen verkleinerten Körper mit Pigmentierungsstörungen.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Völker rechtzeitig und sachgerecht gegen Varroa behandeln.
  • Vitale und starke Völker fördern. Schwache Völker rechtzeitig vereinigen (nur wenn sie gesund sind) oder auflösen.
  • Auf Vitalität und Hygieneverhalten selektieren. Keine zu alten Königinnen behalten.
  • Waben regelmässig erneuern.
  • Kontaminierte Waben einschmelzen. Viren überleben das Einschmelzen des Wachses nicht. Starke Völker als Schwärme in saubere Beuten einlogieren und auf Mittelwänden bauen lassen. Schwache Völker auflösen.
  • Mehr Jungvölker bilden und diese in Abstand zu den Wirtschaftsvölkern aufstellen.
  • Dasselbe Imkereimaterial nicht an verschiedenen Bienenständen verwenden (Stockmeissel, Handschuhe usw.).

Was kann die Imkerin / der Imker tun?

Es wird empfohlen, die natürlichen Abwehrkräfte der Bienen gegen Krankheiten zu stärken, indem die Grundsätze der guten imkerlichen Praxis angewendet werden. Völker sind gesund, wenn sie sich gut entwickeln (erwachsene Bienen und Brut), ein gutes Hygieneverhalten zeigen und gute Erträge erzielen. In der Praxis spricht man von starken oder vitalen Völkern (vgl. Titelbild). Die Vitalität der Völker hängt von zahlreichen Faktoren ab. Die Imkerin bzw. der Imker verfügt insbesondere über folgende Einflussfaktoren:

  • Standort mit guten Trachtbedingungen (kontinuierlicher Nahrungsfluss) und geeignetem Lokalklima.
  • Regelmässige Bildung junger Völker und Ersatz schwacher Völker.
  • Auswahl von Königinnen mit ausreichenden Vitalitätsmerkmalen (Volksentwicklung, Hygieneverhalten)
  • Regelmässige Erneuerung der Waben
  • Vorschriftsgemässe Bekämpfung der Varroamilbe – Hygiene im Bienenstand
  • Vorsicht bei der Übernahme von Bienen aus anderen Standorten (Krankheiten!)
  • Verzicht auf jede Einfuhr von Bienen aus Regionen ausserhalb Europas.

 

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