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Welche Krankheit (C2) ?

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Erkennen Sie diese Krankheit? Erklären Sie, was Sie sehen!

  1. Röhrenbrut (Wachsmotte)
  2. Europäische Faulbrut
  3. Amerikanische Faulbrut
  4. Gesundes Volk
  5. Kalkbrut
  6. Deformationsflügelvirus: DWV
  7. Nosemose

 

 

Richtige Antwort: 2 (Europäische Faulbrut)

Die Europäische Faulbrut ist eine ansteckende Epizootie der Bienen. Sie wird durch das Bakterium Melissococcus plutonius verursacht. Von der Europäischen Faulbrut ist ausschliesslich die Brut betroffen. Erwachsene Bienen sind häufig Träger des Erregers und Überträger der Krankheit, erkranken jedoch in der Regel nicht selbst. Tatsächlich ist bislang nicht mit Sicherheit geklärt, ob sich M. plutonius im Darm erwachsener Bienen vermehren kann.

 

Solange die Kolonie in der Lage ist, alle kranken Larven aus dem Stock zu entfernen, treten keine typischen Symptome auf. Erst wenn infolge der Ausbreitung der Krankheit, unzureichender Brutpflege und verminderten Reinigungsverhaltens (kranke Larven verbleiben in den Waben) klinische Symptome erscheinen, werden Anzeichen sichtbar. Dies ist in der Regel erst der Fall, wenn die Krankheit bereits ein fortgeschrittenes Stadium erreicht hat.

Symptome und Diagnose im Feld:

  • schwache Völker
  • lückenhaftes Brutbild
  • Larven werden schlaff und verfärben sich gelblich bis bräunlich
  • kranke und abgestorbene Larven liegen in unterschiedlichsten Positionen in den Zellen
  • Streichholztest: die Masse ist schleimig und wenig oder nicht fadenziehend (weniger als 1 cm)
  • Geruch oft säuerlich, manchmal nach Kot
  • schwarzbraune bis schwarze Larvenreste (Schuppen) in der Zelle, die sich leicht vom Untergrund lösen lassen
  • gelegentlich ist auch verdeckelte Brut betroffen, im Gegensatz zur Amerikanischen Faulbrut jedoch eher selten. Die Zelldeckel sind dann abgeflacht oder eingesunken, teils perforiert oder entfernt, dunkel gefärbt und häufig feucht
  • Einige Zellen bleiben verdeckelt; die Bienen schlüpfen nicht, insbesondere am Rand des Brutnestes

Solche auffälligen Anzeichen in der Brut müssen unverzüglich der/dem Bieneninspektor/in gemeldet werden. Die/der Bieneninspektor/in beurteilt die Völker und stuft sie als gesund, verdächtig oder krank ein. Bei Krankheitsverdacht oder diagnostischer Unsicherheit entnimmt sie/er Brutproben mit Krankheitsanzeichen und sendet diese an ein Analyselabor. Sind die klinischen Symptome der Europäischen Faulbrut eindeutig, kann die/der Inspektor/in auf eine Probenentnahme und Labordiagnostik verzichten.

Was kann die Imkerin / der Imker tun?

Es wird empfohlen, die natürlichen Abwehrkräfte der Bienen gegen Krankheiten zu stärken, indem die Grundsätze der guten imkerlichen Praxis angewendet werden. Völker sind gesund, wenn sie sich gut entwickeln (erwachsene Bienen und Brut), ein gutes Hygieneverhalten zeigen und gute Erträge erzielen. In der Praxis spricht man von starken oder vitalen Völkern (vgl. Titelbild). Die Vitalität der Völker hängt von zahlreichen Faktoren ab. Die Imkerin bzw. der Imker verfügt insbesondere über folgende Einflussfaktoren:

  • Standort mit guten Trachtbedingungen (kontinuierlicher Nahrungsfluss) und geeignetem Lokalklima.
  • Regelmässige Bildung junger Völker und Ersatz schwacher Völker.
  • Auswahl von Königinnen mit ausreichenden Vitalitätsmerkmalen (Volksentwicklung, Hygieneverhalten).
  • Regelmässige Erneuerung der Waben.
  • Vorschriftsgemässe Bekämpfung der Varroamilbe – Hygiene im Bienenstand.
  • Vorsicht bei der Übernahme von Bienen aus anderen Standorten (Krankheiten!).
  • Verzicht auf jede Einfuhr von Bienen aus Regionen ausserhalb Europas.

 

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