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Welche Krankheit (A4)?

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Erkennen Sie diese Krankheit? Erklären Sie, was Sie sehen!

  1. Röhrenbrut (kleine Wachsmotte)
  2. Europäische Faulbrut
  3. Amerikanische Faulbrut
  4. Gesundes Volk
  5. Kalkbrut
  6. Deformed-Wing-Virus: DWV
  7. Nosemose

 

 

Richtige Antwort: 3 (Amerikanische Faulbrut)

Die Amerikanische Faulbrut ist eine sehr ansteckende bakterielle Brutkrankheit, die inzwischen auf allen Kontinenten vorkommt. Sie wird durch den Erreger Paenibacillus larvae verursacht. Sie tritt nicht spontan auf, sondern ist auf eine Infektionsquelle zurückzuführen, die – wenn möglich – identifiziert werden muss, um eine wirksame Bekämpfung zu gewährleisten. Gemäß der Tierseuchenverordnung sind Halterinnen und Halter verpflichtet, nicht nur bestätigte Fälle der Amerikanischen Faulbrut, sondern auch jeden Verdachtsfall der/dem Bieneninspektor*in der betroffenen Region zu melden (Art. 61 TSV).

Ein vitales Bienenvolk ist in der Lage, die Krankheit über eine gewisse Zeit einzugrenzen, indem es befallene Larven entfernt. Erst wenn erkrankte Larven infolge der Ausbreitung der Krankheit, unzureichender Brutpflege und reduzierter Reinigungsleistung in den Waben verbleiben, treten klinische Symptome auf; dies ist in der Regel erst in einem bereits fortgeschrittenen Krankheitsstadium der Fall.

Symptome und Diagnose im Feld:

  • reduzierte Bienenzahl (geschwächtes Volk)
  • Lückenhafte Brutflächen
  • Einige Zellen bleiben verdeckelt; die Bienen schlüpfen nicht, insbesondere am Rand des Brutnestes
  • Perforierte Zelldeckel
  • Dunkel gefärbte, abgeflachte oder leicht eingesunkene Zelldeckel
  • Streichholztest: unter dem Zelldeckel bildet die Masse einen hell- bis dunkelbraunen Faden
  • Zungenförmige, flache, dunkelbraune bis schwarze Schuppen entlang des unteren Randes der Brutzelle.
  • Fauliger Geruch

Solche auffälligen Anzeichen in der Brut müssen unverzüglich der/dem Bieneninspektor*in gemeldet werden. Die/der Bieneninspektor*in beurteilt die Völker und stuft sie als gesund, verdächtig oder krank ein. Bei Krankheitsverdacht oder diagnostischer Unsicherheit entnimmt sie/er Brutproben mit Krankheitsanzeichen und sendet diese an ein Analyselabor. Sind die klinischen Symptome der Amerikanischen Faulbrut eindeutig, kann die/der Bieneninspektor*in auf eine Probenahme und eine Labordiagnose verzichten.

Was kann der/die Imker*in tun?

Es wird empfohlen, die natürlichen Abwehrkräfte der Bienen gegen Krankheiten zu stärken, indem die Grundsätze guter imkerlicher Praxis angewendet werden. Völker sind gesund, wenn sie sich gut entwickeln (Adultbienen und Brut), ein gutes Hygieneverhalten zeigen und gute Erträge liefern. In der Praxis spricht man von starken oder vitalen Völkern (vgl. Titelbild). Die Vitalität der Völker hängt von zahlreichen Faktoren ab. Dem/der Imker*in stehen vor allem folgende Einflussfaktoren zur Verfügung:

  • Standort mit guten Trachtbedingungen (kontinuierlicher Nahrungsfluss) und geeignetem Lokalklima.
  • Regelmäßige Bildung junger Völker und Ersatz schwacher Völker.
  • Selektion von Königinnen mit ausreichenden Vitalitätsmerkmalen (Volksentwicklung, Putztrieb)
  • Regelmäßige Erneuerung der Waben
  • Vorschriftsgemäße Bekämpfung der Varroamilbe – Hygiene im Bienenstand
  • Vorsicht bei der Übernahme von Bienen aus anderen Standorten (Krankheiten!)
  • Verzicht auf jede Einfuhr von Bienen aus Regionen außerhalb Europas.

 

Poster (PDF): Krankheiten erkennen

 

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