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Eine Kolonie ist Mitte Februar inaktiv

Eines Ihrer Völker ist Mitte Februar inaktiv. Es hatte Ihnen im letzten Jahr eine gute Ernte ermöglicht. Beim Öffnen stellen Sie fest, dass das Volk abgestorben ist; die Anzahl der Kadaver auf den Waben und auf dem Beutenboden ist gering, das Brutbild ist lückenhaft, und die Futterreserven sind gut vorhanden.

Wie lautet die Diagnose?

  1. An Kälte verendete Kolonie
  2. Europäische Faulbrut
  3. Varroose
  4. Amerikanische Faulbrut
  5. An Hunger verendete Kolonie
  6. Drohnenbrütige Kolonie

 

Richtige Antwort: 3 (Varroose)

Die genaue Untersuchung der Wabe zeigt: tote Bienen mit aus der Zelle herausragendem Kopf und ausgestreckter Zunge; perforierte Zelldeckel; Varroa-Exkremente an den Zellwänden  

 

Was kann der/die Imker:in tun?

Es wird empfohlen, die natürlichen Abwehrkräfte der Bienen gegen Krankheiten zu stärken, indem die Grundsätze der guten imkerlichen Praxis angewendet werden. Völker sind gesund, wenn sie sich gut entwickeln (adulte Bienen und Brut), ein gutes Hygieneverhalten zeigen und gute Erträge erzielen. In der Praxis spricht man von starken oder vitalen Völkern (vgl. Titelbild). Eine gute Vitalität der Völker hängt von zahlreichen Faktoren ab. Der/die Imker:in verfügt dabei insbesondere über folgende Einflussfaktoren:

  • Standort mit guten Trachtbedingungen (kontinuierlicher Nahrungsfluss) und geeignetem Lokalklima.
  • Regelmäßige Bildung von Jungvölkern und Ersatz schwacher Völker.
  • Zucht von Königinnen mit ausreichenden Vitalitätsmerkmalen (Volksentwicklung, Putztrieb).
  • Regelmäßige Erneuerung der Waben.
  • Vorschriftsgemäße Bekämpfung der Varroamilbe – Hygiene im Bienenstand.
  • Vorsicht bei der Übernahme von Bienen aus anderen Standorten (Krankheiten!).
  • Verzicht auf jede Einfuhr von Bienen aus Regionen außerhalb Europas.

 

PDF-Poster: Krankheiten erkennen

Autor
Claude Pfefferlé
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