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Richtige Antwort: 3 (~−7°C)
Auch wenn die Bienen der Wintertraube unbeweglich erscheinen, verändert diese ihre Form und verlagert sich in Abhängigkeit vom Standort der Futtervorräte sowie von der Temperatur der mehr oder weniger besonnten Beutenwände. Die Wintertraube befindet sich häufig in Kontakt mit der nach Süden ausgerichteten Wand des Brutraums und unter dem Innendeckel, da Wärme stets nach oben steigt. Die Position der Wintertraube und die Anordnung der sie bildenden Bienen stellen ein nahezu perfektes Modell der Energieökonomie dar.
Sobald die Außentemperatur unter 15°C sinkt, beginnt sich die Traube zu bilden; vollständig ist sie – unter Einbezug aller Bienen der Kolonie – bei −7°C. Je weiter die Temperatur fällt, desto stärker zieht sich die Traube zusammen, entsprechend dem Prinzip des konvektiven Wärmetransfers, der mit zunehmender Oberfläche ansteigt. Bei sehr tiefen Temperaturen zieht sich die Traube schließlich tief in die Wabengassen zurück und wird unsichtbar.
Zur Vertiefung: Sinn und Unsinn der thermischen Isolierung von Bienenstöcken

