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Merkblatt: 1.5.2 Puderzuckermethode

Die Puderzuckermethode ist eine nicht-destruktive, diagnostische Technik zur Abschätzung des Varroa-Milbenbefalls bei Bienen. Sie gibt eine Schätzung der Milbenlast, indem Milben durch Puderzucker vom Körper der Bienen gelöst werden und gezählt werden können. Die folgende Kurzfassung basiert auf dem offiziellen Merkblatt 1.5.2 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes.



Offizielles Merkblatt (BGD / SSA) – Kurzfassung

Merkblatt: 1.5.2 Puderzuckermethode

  • Zweck: Nicht-schädliche Ermittlung des Varroa-Milbenbefalls („Monitoring“), keine therapeutische Behandlung.
  • Grundprinzip: Puderzucker wird auf eine definierte Anzahl Bienen gegeben; durch Schütteln/Bewegung werden Milben gelöst und auf einer Unterlage sichtbar gemacht und gezählt.
  • Benötigtes Material: Sammelbehälter/Glas mit Deckel, feinmaschiges Sieb/Luftlöcher, Puderzucker, Unterlage/Weissfläche zum Auffangen der Milben, Messwerkzeug.
  • Vorgehen – Schritte:
    • 300–400 Bienen aus dem Brutnest entnehmen und in den Sammelbehälter geben.
    • Puderzucker in den Behälter dosieren, Deckel schliessen und langsam schütteln.
    • Puderzucker und gelöste Milben durch ein Sieb auf eine helle Unterlage ausgiessen.
    • Milben auf der Unterlage zählen.
    • Ergebnis normieren (z. B. Milben pro 100 Bienen) und als Indikator für Befallsgrad verwenden.
  • Interpretation: Die Methode gibt eine Schätzung der Milbenlast; je höher der Wert, desto dringender eine therapeutische Varroa-Massnahme notwendig sein kann (zeitpunktabhängig).
  • Hinweis: Die Puderzuckermethode ist ein Monitoring-Instrument und ersetzt nicht systematische Varroa-Behandlungen.

► PDF des offiziellen Merkblatts (DE)

► Zur offiziellen Merkblatt-Übersicht (bienen.ch)
Hinweis: Abschnitt Varroamanagement1.5.2 „Puderzuckermethode“.

Zusammenfassung auf Basis des Merkblatts 1.5.2. Letzte Prüfung: 01/2026.

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