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Merkblatt: 1.4.1 Drohnenschnitt

Der gezielte Drohnenschnitt ist eine praxisnahe Massnahme zur Reduktion der Varroa-Population. Er nutzt das unterschiedliche Brutverhalten von Drohnen, um Milben aus dem Brutnest zu entfernen und deren Reproduktionszyklus zu unterbrechen. Die folgende Zusammenfassung stützt sich auf das offizielle Merkblatt 1.4.1 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes.


Offizielles Merkblatt (BGD / SSA) – Kurzfassung

Merkblatt: 1.4.1 Drohnenschnitt

  • Wirkprinzip: Varroa-Milben bevorzugen die männliche Brut (Drohnen), weil sich dort ihre Entwicklungszeit verlängert. Durch selektives Entfernen dieser Drohnenbrut wird ein erheblicher Teil der Milbenpopulation entnommen und die Varroa-Vermehrung reduziert.
  • Zweck: Ergänzende, nicht alleinige Massnahme zur Varroa-Kontrolle; besonders wirksam in Kombination mit anderen Varroa-Behandlungen.
  • Vorgehen – Kernschritte:
    • Zeitpunkt wählen, wenn Drohnenbrut deutlich vorhanden ist und gut entwickelbar erscheint.
    • Drohnenbrutwaben finden und markieren.
    • Drohnenbrut sauber ausschneiden und entfernen (z. B. in eine separierte Box oder Entsorgungskiste).
    • Entnommene Drohnenbrut verwerten/entsorgen, damit Milben von dort nicht zurück in die Völker gelangen.
  • Hinweise zur Anwendung:
    • Drohnenbrut ausschliesslich zur Varroa-Reduktion nutzen; nicht für Reinzucht-Zwecke, wenn Zuchtziel Imkereibetrieb ist.
    • In Kombination mit anderen Varroabehandlungen planen (z. B. Spätsommer-/Herbstbehandlung).
    • Sorgfältige Entsorgung der Drohnenbrut, um Milben-Reinfektion zu vermeiden.
  • Wirkung & Grenzen:
    • Drohnenbrutschnitt reduziert die Varroa-Population zeitweilig.
    • Er ersetzt keine systematische Varroabehandlung, ist aber als ergänzende Massnahme sinnvoll.

► PDF des offiziellen Merkblatts (DE)

► Zur offiziellen Merkblatt-Übersicht (bienen.ch)
Hinweis: Abschnitt Betriebskonzept und Merkblätter1.4.1 „Drohnenbrutschnitt“.

Zusammenfassung auf Basis des Merkblatts 1.4.1. Letzte Prüfung: 01/2026.


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