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Invasive Pflanzen: Astern

Astern sind ausdauernde krautige Pflanzen aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Ihr Name leitet sich vom griechischen aster = Stern bzw. Blume ab.

Es handelt sich um Zierpflanzen, die sehr häufig in Gärten kultiviert werden und von denen es mehr als 250 Arten gibt. Die meisten stammen aus Nordamerika, einige wurden aus Asien eingeführt, während andere in Europa heimisch sind.

Während diese Blumen in Rabatten eine sehr dekorative Wirkung entfalten, können in der Schweiz verschiedene Arten der Gattung Aster invasiv werden.

Die Gartenaster oder Neubelgien-Aster (Aster novi-belgii) ist bei uns die am weitesten verbreitete Art. Es gibt jedoch weitere Arten sowie Hybriden, die weiterhin im Gartenhandel verkauft werden und künftig Probleme verursachen können. Diese Pflanzen produzieren zahlreiche Samen, die durch den Wind verbreitet werden, aus Ziergärten entweichen und angrenzende Flächen besiedeln können. Da sie nährstoffreiche, frische Böden bevorzugen, sind sie in der Lage, in Feuchtgebieten – die häufig unter Schutz stehen – die einheimische Flora zu verdrängen.

Neben der bereits genannten Gartenaster zählt auch die Lanzettblättrige Aster (Aster lanceolatus) zu den problematischen Arten. Obwohl sie im Wallis bislang nur vereinzelt vorkommt, sollte ihr Auftreten gemeldet und die Pflanzen sollten entfernt werden; von einer Kultivierung ist abzuraten.

Die meisten Astern werden 70 bis 150 cm hoch und tragen zahlreiche Blüten an den Enden ihrer verzweigten Stängel. Diese sind blauviolett, mauvefarben oder rosa, aber auch weiß, und blühen vom Frühjahr bis in den Sommer, teilweise bis in den Herbst. Astern sind sehr frosthart (bis −30 °C) und bevorzugen frische, eher kalkhaltige Böden, tolerieren jedoch auch Trockenperioden und saure Böden. Alle Arten sind sehr nektar- und pollenreich und werden intensiv von Bienen besucht, die dort bis in den November hinein reichlich Nektar und vor allem Pollen finden.

Imkerinnen und Imker: Lernen Sie, Asternblüten zu erkennen, und zögern Sie – trotz ihrer Attraktivität – nicht, sie zu entfernen und durch andere einheimische, bienenfreundliche Pflanzen zu ersetzen!


Mehr erfahren:

 

Quellen

Infoflora.ch

J. Piquée, Les plantes mellifères mois par mois, 2014

T. Silberfeld, C. Reeb, Les plantes mellifères, 2016

Autor
Isabella Moretti
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