Die Pflege des imkerlichen Materials
- Das Innere des Smokers wird mit einem kleinen Gasbrenner ausgebrannt und gebürstet. Achtung: Das Metall wird sehr heiß! Auch die Außenseite wird gebürstet.
- Der Stockmeißel und die Spachteln werden mit dem Brenner behandelt und mit Chlorbleiche desinfiziert.
- Die Bienenbürste wird mit Chlorbleiche gewaschen.
- Leere Beuten oder Ablegerkästen aus Holz werden rundum abgeflammt und abgekratzt.
- Alle zwei Jahre wird empfohlen, jede bewohnte Beute vollständig zu reinigen. Dazu wird das Volk in eine saubere Beute umgehängt. Kleine Idee: In geraden Jahren die geraden Beuten (nach Nummerierung) reinigen, in ungeraden Jahren die ungeraden Beuten.
- Auch die Futtergeschirre sollten jedes Jahr gereinigt werden. Zur Arbeitserleichterung: Am Ende der Fütterung (Futtergeschirre noch auf den Beuten) Glocken oder ähnliche Teile entfernen, damit die Bienen an das Gefäß gelangen. Sie reinigen es selbst.
- Das gesamte Schleuder- und Erntezubehör muss nach Gebrauch gereinigt und getrocknet werden. Müssen Lager gefettet werden, ausschließlich lebensmitteltaugliches Fett und nur in kleiner Menge verwenden.
- Die alten Rähmchen werden von Wachs befreit. Sie können abgekratzt, abgeflammt und mit Chlorbleiche behandelt sowie neu verdrahtet werden.
- Rähmchen, die noch in gutem Zustand sind (Licht muss noch hindurchscheinen), werden gegen die Wachsmotte behandelt und in einem gut geschlossenen Schrank oder einer Box gelagert. Im Handel sind Mittel gegen die Wachsmotte erhältlich (z.B. B 401, Melonex, Ameisensäure). Wenn möglich, sollte auf chemische Produkte verzichtet werden (Rückstände im Wachs!). Alternativ können die Rähmchen 48 Stunden im Gefrierschrank gelagert oder im Freien auf Gestellen mit guter Belüftung aufbewahrt werden. Dabei die Rähmchen um 2–3 Zentimeter auseinanderstellen, insbesondere wenn sie Pollen enthalten. Das Einfrieren hat den Vorteil, die Eier der Wachsmotte zu zerstören und so eine Reinfektion zu vermeiden, sofern die Lagerung korrekt erfolgt. Es ist zu beachten, dass sich oberhalb von 1.000 m Höhe die große Wachsmotte nur sehr wenig entwickelt.
- Alte Wachse können eingeschmolzen und beim Händler abgegeben werden, der sie gegen Mittelwände eintauscht. Einige Händler akzeptieren auch nicht eingeschmolzene Waben, jedoch ist darauf zu achten, keine Waben abzugeben, die noch Futter enthalten oder von der Wachsmotte befallen sind.
- Um Rähmchen von Futterresten zu befreien, werden sie hinter die Schiede in ein starkes Volk gehängt. Innerhalb von zwei Tagen leeren die Bienen die Wabe. Alternativ kann ein Honigraum auf die Abdeckplatte gesetzt werden, wobei ein Spalt von 2 cm offen bleibt; das Rähmchen wird flach auf Leisten gelegt. Die Bienen empfinden dies als Räuberei und reinigen das Rähmchen rasch. Rähmchen keinesfalls frei hängend an einem Baum oder offen im Umfeld des Bienenstandes aufhängen. Dies birgt die Gefahr von Räuberei und der Verbreitung von Krankheiten!
- Auch die Optik der Beuten sollte nicht vergessen werden; denken Sie gelegentlich daran, sie neu zu streichen. Verwenden Sie hierfür Acrylfarben oder -lacke.


