Das Brutvolumen
Man erinnert sich daran, dass ein Dadant-Brutrahrmen theoretisch auf seinen beiden Seiten 8'692 Zellen mit 5 mm Breite enthält. In der Praxis, da die Rähmchen nicht vollständig und perfekt ausgebaut sind, kann man pro Dadant-Brutrahrmen auf beiden Seiten von etwa 7'000 Zellen ausgehen.
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Man weiß, dass die Entwicklung eines befruchteten Eies (Arbeiterin) drei Stadien umfasst: Während 3 Tagen befindet sich das Ei am Boden der Zelle. Am 3.e Tag schlüpft eine Larve; sie wird 6 Tage lang gefüttert, zunächst mit Gelée royale, dann mit Honig und Pollen, bevor die Verdeckelung erfolgt, die für das Puppenstadium 10 Tage dauert. Schließlich schlüpft die Imago am 21.e Tag. Man erinnert sich, dass die Legeleistung der Königin von vielen Faktoren abhängt: Jahreszeit, Nektar-/Polleneintrag, Temperatur/Witterung, Schwarmtrieb usw. Unter der Annahme, dass die Königin jeden Tag die gleiche Anzahl befruchteter Eier (Arbeiterinnen) legt und dass die Brut frei von Krankheiten oder Parasitose ist: Wie viele Rähmchen sind nötig, damit sie ihren Legezyklus (21 Tage) ohne Einschränkung durch den verfügbaren Platz, ohne Legeblockade, durchführen kann? Wenn die Königin regelmäßig 1'500 Eier pro Tag legt, benötigt sie 4 Rähmchen, um einen vollständigen 21-Tage-Zyklus zu realisieren (1'500 Eier x 21 Tage : 7'000 Zellen = 4 ½ Dadant-Brutrahrmen). Legt die Königin 2'000 Eier pro Tag, benötigt sie entsprechend 6 Brutraumrähmchen. Legt eine besonders fruchtbare Königin 3'000 Eier pro Tag, wird die Brut 9 Brutraumrähmchen bedecken. Umgekehrt kann man, wenn bei der Durchsicht 3 Brutraumrähmchen vollständig mit Brut aller Stadien bedeckt sind, daraus schließen, dass die Königin etwa 1'000 Eier pro Tag legt: (3 Rähmchen x 7'000 Zellen : 21 Tage = 1’000 Eier pro Tag). In der Praxis ist die Eiablage in der Mitte des Rähmchens konzentriert, wobei am Rand häufig mehr oder weniger breite Halbmonde aus Pollen/Honig verbleiben. Die Brutfläche ist nur sehr selten vollkommen homogen, und die Königin legt unregelmäßig. Die Schätzung der Legeleistung muss daher mit etwas Augenmaß erfolgen. Mit der Erfahrung kommt man mit einem guten Blick der Realität nahe … |


