Chlorure de lithium : substance active contre le varroa ?
L’Institut pour la recherche apicole de l’Université de Hohenheim a découvert une substance active contre le varroa : le chlorure de lithium.
C’est une très bonne nouvelle, bien que la substance active (avant d’être mise sur le marché en tant que médicament pour les abeilles) doive bien sûr encore être testée davantage afin de déterminer le meilleur dosage et d’exclure les effets secondaires pour les abeilles et les utilisateurs ainsi que le risque de résidus. Il faudra donc encore un certain temps avant que la lutte contre le varroa puisse être optimisée.
Lithiumchlorid gegen Varroa – ein vielversprechender, aber noch experimenteller Ansatz
Deutsche Forschende haben kürzlich eine Studie zur Wirksamkeit von Lithium bei der Bekämpfung von Varroa destructor veröffentlicht. Offenbar wirkt die Zugabe von Lithium zum Futtersirup der Bienenvölker auf Varroamilben über einen bislang noch nicht vollständig verstandenen akariziden Mechanismus. Die Bienen selbst scheinen dabei keine Nebenwirkungen zu zeigen, und ihre Überlebensrate wird offenbar nicht beeinträchtigt.
Lithium, in der Humanmedizin seit Langem bekannt, erscheint damit als potenziell vielversprechende Substanz. Für die Anwendung in der Imkerei sind jedoch weitere Untersuchungen erforderlich.
Weitere Details finden sich in der Pressemitteilung der Universität Hohenheim (auf Deutsch) sowie im zugehörigen wissenschaftlichen Artikel in Scientific Reports (auf Englisch).
Der Einsatz von Lithiumchlorid gegen Varroa – vielversprechend, aber noch explorativ
Dieser Artikel analysiert aktuelle Ergebnisse zur akariziden Wirkung von Lithiumchlorid auf Varroa destructor und ordnet sie im Hinblick auf die imkerliche Praxis ein. Grundlage sind Arbeiten von Forschenden der Universität Hohenheim, die in der Fachzeitschrift „Scientific Reports“ veröffentlicht wurden.
Laborversuche an mit Varroa befallenen Arbeiterinnen zeigten eine sehr hohe Wirksamkeit von Lithiumchlorid bei gleichzeitig guter Verträglichkeit für erwachsene Bienen. Ergänzende Tests an neun Kunstschwärmen, die über Zuckersirup behandelt wurden, erreichten eine Wirksamkeit von nahezu 90 %, vergleichbar mit Ergebnissen von Oxalsäurebehandlungen. Ein möglicher Vorteil dieser Substanz liegt in ihrer Stabilität: Die Wirksamkeit scheint weder von der Temperatur noch von der Luftfeuchtigkeit abhängig zu sein – im Gegensatz zu Ameisensäure oder ätherischen Ölen. Dadurch könnte das Risiko von Königinnenverlusten reduziert werden.
Die Autoren betonen jedoch ausdrücklich den vorläufigen Charakter dieser Ergebnisse. Eine zentrale offene Frage ist die Wirksamkeit in Wirtschaftsvölkern mit Brut. Um praktisch relevant zu sein, müsste ein Behandlungseffekt über mindestens zwei Wochen anhalten, um auch Varroamilben in verdeckelten Brutzellen zu erreichen, ohne dem Brutstadium oder den adulten Bienen zu schaden.
Auch die Problematik möglicher Rückstände wird thematisiert. Da Lithiumchlorid wasserlöslich ist, erscheint eine Anreicherung im Wachs eher unwahrscheinlich. Hingegen müssen mögliche Rückstände im Honig und deren Bedeutung für die menschliche Gesundheit noch sorgfältig untersucht werden. Zudem sind Lithiums alze nicht biologisch abbaubar und könnten sich in der Umwelt anreichern.
Hinsichtlich einer möglichen Markteinführung mahnen die Autoren zur Zurückhaltung. Es werde mehrere Jahre dauern, bis ein lithiumbasiertes Tierarzneimittel gegebenenfalls zugelassen werden könne. Sie warnen ausdrücklich vor jeder improvisierten oder unkontrollierten Anwendung dieser Substanz durch Imker.
Abschließend ordnet der Artikel diese Entdeckung in den größeren Kontext der Varroabekämpfung ein. Auch wenn Lithium neue Perspektiven eröffnet, bleibt die Zucht varroaresistenter Bienen ein langfristiges Ziel. Bis dahin sollten Imker weiterhin auf bewährte und empfohlene Bekämpfungsstrategien setzen.
Fazit: Lithiumchlorid stellt einen wissenschaftlich vielversprechenden Ansatz dar, ist jedoch zum jetzigen Zeitpunkt keine unmittelbar einsetzbare Lösung für das Varroaproblem.
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