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Weißdorn

Der Weißdorn ist eine sehr gute mellifere Pflanze, deren duftende Blüten von zahlreichen Insekten besucht werden, die dort Nektar und Pollen sammeln. Seine Früchte ziehen zudem viele Vogelarten an.

Der Weißdorn ist ein Baum aus der Familie der Rosaceae, derselben Familie wie der Apfelbaum und ein Großteil der gängigen Obstbäume; sein botanischer Name ist Crataegus monogyna. Er wird häufig zur Bildung von Hecken gepflanzt und ist überall anzutreffen – in Städten, auf dem Land, in Wäldern, in mittleren Höhenlagen und sogar in küstennahen Gebieten –, da er sich an alle Bodentypen anpasst. Seine glänzenden, tief eingeschnittenen Blätter und seine weißen, leicht rosafarben getönten Blüten bieten ein sehr dekoratives Erscheinungsbild.

Der apicole Nutzen des Weißdorns ist sehr hoch, vor allem dank seiner Nektarproduktion; auch der braungrün gefärbte Pollen wird von den Bienen geschätzt. Weißdornnektar bereichert vor allem die Frühlings-Blütenhonige, kann jedoch in bestimmten Regionen und bei günstigen klimatischen Bedingungen einen hellgelben, fein und langsam kristallisierenden, fruchtig schmeckenden monofloralen Honig ergeben. Da die Weißdorntracht häufig am Ende der Rapstracht einsetzt, ist eine Vermischung der beiden Honige häufig.

Der Weißdorn ist wie viele Rosaceae anfällig für den Feuerbrand, eine schwere bakterielle Erkrankung, die innerhalb kurzer Zeit zum Absterben der Pflanzen führen kann. Der Weißdorn ist somit direkt von dieser Krankheit bedroht; da er jedoch selbst als Überträger fungieren kann, besteht das Hauptrisiko in der fortschreitenden Kontamination anderer Obstbäume (wobei die Bienen durch ihren Sammelflug ebenfalls eine Rolle spielen). Um diese Schäden zu vermeiden, müssen die Pflanzen regelmäßig kontrolliert werden, um einen beginnenden Befall frühzeitig zu erkennen.

Abgesehen von seinem apicolen Wert besitzt der Weißdorn weitere positive Eigenschaften, die auf die in seinen Blättern, Blüten und Früchten enthaltenen Substanzen zurückzuführen sind. Sie werden in der Phytotherapie häufig in Form von Tinkturen, Abkochungen oder Aufgüssen verwendet und sollen gegen Bluthochdruck sowie gegen die Anreicherung ungünstiger Fette – einschließlich Cholesterin – im Blut wirksam sein; zudem wird ihnen eine nervlich sedierende Wirkung zugeschrieben, und sie gelten als förderlich für die Herzgesundheit sowie für die Verdauung. Auch die Früchte, die eine dem Apfel ähnliche Struktur aufweisen und reich an Antioxidantien sind, können verzehrt werden. Allerdings können Pflanzenextrakte bei empfindlichen Personen Übelkeit und Müdigkeit verursachen. Zudem ist auf mögliche Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten zu achten. Weißdornhonig hingegen weist diese Nachteile nicht auf und soll sogar eine positive Wirkung bei Schlaflosigkeit haben!

 

Quellen

T. Silberfeld, C. Reeb, Les plantes mellifères, 2016

Verschiedene Autoren, Giardinaggio senza problemi, Guida completa del Reader’s Digest, 1981

J. Piquée, Les plantes mellifères mois par mois, 2014

Verschiedene Autoren, Le traité Rustica de l’apiculture, 2002

Autor
Isabella Moretti
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