Vermehrung eines Ablegers
Die bereits im Frühjahr erfolgende Bildung mehrerer Ableger aus einem kleinen Volk auf sechs Waben ist sehr ertragreich und einfach, sofern die Imkerin oder der Imker die Entwicklung des Ausgangsvolkes verfolgt, die Brutwaben auf zwei übereinander gestellte Zargen verteilt und durch häufige Sirupgaben eine besonders leistungsfähige Königin stimuliert.
Seine Völker vermehren – oder wie man in einer Saison sechs Ableger aus einem einzigen Volk im März erstellt
Im März wird ein schönes, im Jahr 2026 gebildetes und auf 5–6 Waben überwintertes Volk in eine Dadant-Ablegerkiste (DB 6 Waben) gesetzt. Mit häufigen, aber maßvollen Gaben von 50 %igem Sirup füttern, um die Eiablage zu stimulieren und im April sechs Waben mit offener und verdeckelter Brut zu erreichen.
Anschließend auf diese Ablegerkiste einen zweiten Ablegerkörper DB 6 Waben aufsetzen. Das Gesamtvolumen entspricht einer Dadant-Beute mit 12 Waben, vertikal angeordnet. Das Prinzip besteht darin, dass sich ein starkes Volk auf 12 Waben schneller entwickelt als zwei Ablegerkisten mit je 6 Waben.
Alternativ können auch zwei Dadant-Honigräume mit 6 Waben verwendet werden, um den zweiten (oberen) Ablegerkörper zu bilden:
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Dadant-Apibox-Ablegerkiste mit 6 Waben + 2 Honigräume, bestückt mit je 6 Brutraumwaben + Futterabteil:
In der Mitte des oberen Körpers (oder der beiden oberen Honigräume) drei Waben mit verdeckelter Brut platzieren, die aus dem unteren Ableger entnommen werden. Verdeckelte Brut benötigt mehr Wärme und wird daher oben positioniert. Die drei freien Plätze mit drei Mittelwänden ergänzen. In der Mitte des unteren Körpers die drei Waben mit offener Brut anordnen, die weniger Wärme benötigen (daher unten), und die freien Plätze ebenfalls mit drei Mittelwänden auffüllen. Mit 5 Litern 50 %igem Sirup füttern, damit die Waben ausgebaut werden und die Eiablage stimuliert wird.
Sobald alles ausgebaut und bestiftet ist (gegebenenfalls Waben mit zu viel Honig- oder Siruplagerung entfernen), den oberen Körper (oder die beiden Honigräume) abnehmen und auf einen Boden stellen (die oberen Waben werden aus den Honigräumen in eine andere DB-6-Ablegerkiste umgesetzt). Das Fehlen der Königin bestätigen, die sich im unteren Körper befinden sollte. Diese Ablegerkiste mindestens 3 km entfernen und eine neue, bereits legende Königin oder eine Weiselzelle zusetzen. Gegebenenfalls kann aus offener Brut eine Weiselzelle nachgezogen werden.
Befindet sich die Königin im oberen Körper, bleibt dieser am Standort, während der weisellose Teil mehr als 3 km entfernt wird und dort wie zuvor mit einer Königin versehen wird.
Das Prinzip besteht darin, den Teil mit der Königin am Standort zu belassen und den weisellosen Teil in 3 km Entfernung aufzustellen. Die ausreichende Bienenmasse im umgestellten Teil sorgfältig kontrollieren und mit 50 %igem Sirup füttern, da – wie bei einem Kunstschwarm – ein großer Teil der Flugbienen fehlt.
Mit dem am Standort verbliebenen Ablegerkörper, der von zahlreichen Flugbienen profitiert, einen neuen Zyklus beginnen. Ein Zyklus dauert 3–4 Wochen und verläuft umso schneller, je mehr legende Königinnen zur Verfügung stehen, die in die weisellosen Einheiten eingesetzt werden können. Beginnt man im April, kann man eine Kolonie pro Monat erzeugen, also bis zu fünf bis September. Bei perfekten Witterungsbedingungen und entsprechender Erfahrung ist die Produktion von sechs Völkern pro Saison realistisch!
Die Überwachung von Fütterung und Vorratseinlagerung ist strategisch wichtig, um sowohl Hungersituationen als auch eine Verstopfung des Brutnestes durch Nektar zu vermeiden. Ziel ist die Förderung der Bienenproduktion und nicht der Honigertrag. Kritisch ist die Einlagerung im April/Mai; Hungerrisiken bestehen im Sommer im Juli/August, je nach Region aber auch bereits im Juni.



