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Temperatur der Wintertraube

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Eine Wintertraube von 2 kg Bienen …

  1. verbraucht mehr Energie bei 2 °C als bei 15 °C Innentemperatur der Beute.
  2. verbraucht weniger Energie bei 2 °C als bei 15 °C Innentemperatur der Beute.
  3. verbraucht die gleiche Energiemenge bei 2 °C und bei 15 °C, da sich die Traube entsprechend der Absenkung der Innentemperatur der Beute zusammenzieht.

 

Richtige Antwort: 2 (verbraucht weniger Energie bei 2 °C als bei 15 °C Innentemperatur der Beute.)

Sobald die Außentemperatur unter 15 °C fällt, beginnt sich die Wintertraube zu bilden und ist bei −7 °C vollständig ausgebildet, wobei alle Bienen der Kolonie einbezogen sind. Je weiter die Temperatur sinkt, desto stärker zieht sich die Traube zusammen. Dies folgt dem Prinzip der Wärmeübertragung durch Konvektion, die mit zunehmender Oberfläche steigt. Bei sehr niedrigen Temperaturen verschwindet die Traube schließlich tief zwischen den Wabengassen und ist von außen nicht mehr sichtbar.

Die Fähigkeit der Wintertraube, Wärme zu erzeugen, hängt stark von der Anzahl der beteiligten Bienen ab. Zudem gilt: Je kleiner die Traube, desto größer sind die Wärmeverluste – entsprechend dem bekannten mathematischen Verhältnis von Oberfläche zu Volumen, das weiter unten in den Anhängen beschrieben wird (Southwick, 1983). Folglich haben kleine Trauben mit wenigen Bienen und verhältnismäßig großer Wärmeabgabefläche geringe Überlebenschancen im Winter. Der Gesamtstoffwechsel einer Traube steigt mit der Anzahl der Bienen, jedoch nicht linear; etwa 17’000 Bienen stellen den Wendepunkt dieser Kurve dar (siehe Definition des Wendepunkts in den Anhängen). Bei niedrigen Temperaturen ist dieser Effekt weniger ausgeprägt. Daraus folgt, dass eine kleine Traube von weniger als ca. 1,7 kg (< 17’000 Bienen) bei 2 °C mehr Energie aufwendet, um zu überleben, als bei 15 °C – was leicht nachvollziehbar ist.

Dieses Verhältnis kehrt sich jedoch bei einer größeren Bienenmasse um: Eine Traube von mehr als 1,7 kg verbraucht bei 2 °C weniger Energie als bei 15 °C. Bei moderaten Umgebungstemperaturen (10–14 °C) löst sich die Traube allmählich auf, was zu einer starken Vergrößerung der Gesamtoberfläche für Wärmeverluste und zu einer entsprechend starken Zunahme des Stoffwechsels führt (E. Southwick 1983).

 

Zur Vertiefung:

 

 

Autor
ApiSion.ch
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