Pollenmenge
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Antwort: ~20–40 kg in gemäßigten Zonen (mit Extremen von 6 kg in Nordeuropa bis 220 kg in Kalifornien).
Pollen ist die Proteinquelle (+ Mineralstoffe & Vitamine), die Ammenbienen für die Aufzucht der Brut benötigen, und für die Entwicklung des gesamten Volkes unverzichtbar. Die jährlichen Polleneinträge lassen sich nur schwer exakt messen; eine zufriedenstellende Schätzung wird jedoch durch die Analyse der vom Imker eingesetzten Pollenfallen erreicht. Es stehen zahlreiche Studien zur Verfügung, aus denen sich folgende Punkte ableiten lassen: Die Menge des gesammelten Pollens hängt von der Volksstärke und dem Umfang der Brut, vom Vorhandensein vielfältiger Pollenquellen in der Umgebung des Bienenstocks, von der Phänologie dieser pollenspendenden Pflanzen sowie von den Wetter- und Klimabedingungen ab. In Mitteleuropa ist die Pollensammlung während der Wintermonate unterbrochen, wenn das Volk brutfrei ist. Im Mittelmeerraum setzt sich die Pollensammlung von Oktober bis März ohne Unterbrechung fort, allerdings in etwas geringeren Mengen. In der Schweiz (kontinentales Klima) kennt man das sogenannte „Juniloch“, in dem Pollen häufig knapp ist und das Imker dazu veranlasst, mit ihren Völkern zur Wanderung in die Berge aufzubrechen.
Ein kleiner Teil der Pollenernte, in der Größenordnung von 600–700 g, wird während der gesamten Bienensaison in den Waben am Rand des Brutnestes gespeichert. Die Wintervorräte sind besonders gering (< 100 g) und daher beim Wiederbeginn der Eiablage Ende Januar umso wertvoller …
► Zur Vertiefung: Pollen erkennen

