Die jährliche Wassermenge?
- ~ 20 Liter
- ~ 100 Liter
- ~ 200 Liter
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Richtige Antwort: 2
In Ländern mit gemäßigtem Klima sammelt ein gut entwickeltes Wirtschaftsvolk bis zu ~100 Liter Wasser pro Jahr. Bei sehr trockenem Klima können Wasserträgerinnen bis zu 5 Liter Wasser pro Tag sammeln! Eine Biene kann pro Flug etwa 25 mg Wasser transportieren; für 1 Liter Wasser sind daher rund 40'000 Flüge notwendig. Zudem wird Wasser nicht in der Beute gespeichert, sondern muss je nach Bedarf kontinuierlich herangeschafft werden.
Wasser ist für den Grundstoffwechsel jedes Individuums der Kolonie unverzichtbar. Ammenbienen nutzen es zur Herstellung von Gelée Royale und des Futtersaftes (für Brut älter als drei Tage). Da sie die ganze Nacht über arbeiten, werden die Wasservorräte der Beute erschöpft, sodass bereits am frühen Morgen Wasser benötigt wird. Dies erklärt, warum Wasserträgerinnen meist schon frühmorgens arbeiten – selbst bei kühlem oder windigem Wetter.
Wasser dient außerdem der Thermoregulation durch Verdunstung bei großer Hitze sowie der Aufrechterhaltung einer relativen Luftfeuchtigkeit von etwa 70 % in der Beute.
Entgegen der landläufigen Vorstellung suchen Bienen nicht bevorzugt nach reinem Wasser. Häufig wählen sie stehende Wasserstellen, schlammige Tümpel oder Bereiche in der Nähe von Güllegruben. Diese Wasserquellen enthalten die notwendigen Mineralsalze (Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium, Kupfer, Eisen, Zink, Mangan), die für das enzymatische Funktionieren jedes Organismus unerlässlich sind.
Verfügt der Bienenstand nicht über eine natürliche Wasserquelle in unmittelbarer Nähe, kann der Imker eine Tränke einrichten, außerhalb der Flugbahnen, um eine Verunreinigung durch mögliche Ausscheidungen zu vermeiden. Dem Wasser kann Kochsalz (5 ‰) zugesetzt werden.
Zur Vertiefung:
► Die Sammlung von Wasser und dessen Speicherung
► Welches Wasser für unsere Bienen?

