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DE Die Hypopharynxdrüse

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Was ist die Hypopharynxdrüse?

  1. Drüse im Abdomen der Arbeiterinnen, die der Herstellung von Bienenbrot dient.
  2. Kopfdrüse, die sich ab dem 6. Tag bei jungen Bienen entwickelt.
  3. Drüse, die ab dem 15. Tag nach dem Schlupf der Arbeiterinnen erscheint und der Brutpflege dient.

 

 

Richtige Antwort: 2

Entgegen dem, was ihr Name vermuten lässt, befinden sich die Hypopharynxdrüsen (symbolisch auch als „Milchdrüsen“ bezeichnet) im Kopf der Bienen (Königin und Arbeiterinnen), zwischen den beiden Facettenaugen. Sie entwickeln sich vor allem bei jungen Arbeiterinnen im Alter von 6 bis 15 Tagen, den sogenannten Ammenbienen.

Die beiden Äste dieser Drüse, die das Gelée Royale produzieren, bestehen jeweils aus rund 500 Drüsenläppchen (Acini), die traubenartig angeordnet sind. Die Entwicklung der Drüsen und die Produktion von Gelée Royale hängen vom Vorhandensein offener Brut (die ein stimulierendes Pheromon absondert) sowie von der Pollenversorgung ab. Ab dem 15. Tag nach dem Schlupf der Arbeiterinnen bilden sich diese Drüsen zurück, ohne vollständig zu verschwinden, und die Gelée-Produktion kommt zum Erliegen – kann jedoch bei Bedarf wieder einsetzen, etwa bei Wiederaufnahme der Eiablage der Königin nach dem Winter. Bei Trachtmangel, anhaltender Kälte, längerem Regen, fehlenden Einträgen oder beim Verschwinden offener Brut gehen die Hypopharynxdrüsen in einen erzwungenen Ruhezustand über. Diese Modulationen werden durch epigenetische Mechanismen gesteuert, vermittelt über die Vitellogenin-Synthese, eine zentrale „Verjüngungshormon“-Funktion. Eine Exposition gegenüber Pestiziden im Larvenstadium verhindert die normale Entwicklung der späteren Ammen­drüsen der Imago.

Neben der Produktion von Gelée Royale ermöglichen die Hypopharynxdrüsen älteren Arbeiterinnen durch Trophallaxis auch die Metabolisierung von Saccharose (Disaccharid) aus dem Nektar. Durch die Sekretion eines Enzyms (Invertase) spalten die Arbeiterinnen die Saccharose in zwei Monosaccharide, Fruktose und Glukose, die anschließend in den Wabenzellen als Honig gespeichert werden.

Drohnen besitzen keine Hypopharynxdrüsen und sind vollständig auf die Fütterung durch Ammenbienen angewiesen. Im Herbst werden sie von den Arbeiterinnen ohne Zögern ausgehungert und schließlich aus dem Stock vertrieben.

Zur Vertiefung :

► Gelée Royale: einer der vielen Faktoren für die Ausbildung einer Königin
► Anpassung der DNA je nach Rolle

 

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