Die Europäische Honigbiene, auch als Avette oder Honigfliege bezeichnet (Apis mellifera), ist eine in Europa beheimatete Honigbienenart. Sie gilt als halb domestiziert. Sie ist eine der Bienenarten, die in großem Maßstab zur Honigproduktion gehalten werden.
Gesunde Bienenvölker zu erkennen ist eine zentrale Voraussetzung für eine erfolgreiche Betriebsführung und frühzeitige Problemerkennung. Das offizielle Merkblatt 4.7.3 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes beschreibt typische Merkmale gesunder Völker und unterstützt die systematische Beurteilung im Jahresverlauf.
Räuberei ist ein unerwünschtes Verhalten, bei dem Bienenvölker fremde Völker ausrauben und dadurch erhebliche Schäden verursachen können. Sie tritt häufig bei Trachtmangel oder im Zusammenhang mit imkerlichen Eingriffen auf. Die folgenden Hinweise basieren auf dem offiziellen Merkblatt 4.8.3 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes.
Die Wabenerneuerung ist ein zentrales Element der guten imkerlichen Praxis und trägt wesentlich zur Gesunderhaltung der Bienenvölker bei. Durch den regelmässigen Austausch alter Waben werden Krankheitsrisiken reduziert und optimale Bedingungen für Brut und Vorräte geschaffen. Die folgenden Hinweise basieren auf dem offiziellen Merkblatt 4.4 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes.
Die Messung des natürlichen Milbenfalls ist eine einfache Methode zur Einschätzung des Varroabefalls ohne Behandlungseingriff. Sie dient der Orientierung über die Befallssituation und unterstützt die Entscheidung über weitere Massnahmen. Die folgenden Hinweise basieren auf dem offiziellen Merkblatt 1.5.1 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes.
Das Auffinden der Königin ist eine grundlegende imkerliche Fertigkeit und Voraussetzung für zahlreiche Eingriffe wie Zucht, Umweiselung oder Beurteilung der Volksentwicklung. Das offizielle Merkblatt 4.5.1 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes beschreibt bewährte Vorgehensweisen und Beobachtungskriterien, um die Königin sicher und schonend zu finden.
Die Gemüllkontrolle ist eine einfache, aber sehr aussagekräftige Methode zur Beurteilung des Zustands eines Bienenvolkes ohne Eingriff in die Beute. Anhand der Rückstände auf der Bodeneinlage lassen sich Hinweise auf Volksstärke, Brutaktivität und mögliche Probleme erkennen. Die folgenden Hinweise basieren auf dem offiziellen Merkblatt 4.8.2 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes.
Der Kunstschwarm ist eine imkerliche Methode zur Neubildung von Bienenvölkern, bei der Bienen gezielt von bestehenden Völkern entnommen und neu zusammengesetzt werden. Er dient unter anderem der Vermehrung, der Sanierung belasteter Völker und der Varroareduktion. Die folgenden Hinweise basieren auf dem offiziellen Merkblatt 1.4.2 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes.
Die Bienenparalyse ist eine virale Erkrankung erwachsener Bienen und kann je nach Ausprägung zu auffälligen Verhaltensänderungen und erhöhten Verlusten führen. Das offizielle Merkblatt 2.10 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes beschreibt Symptome, begünstigende Faktoren und das empfohlene Vorgehen bei Verdacht.
Hygiene im Umgang mit Bienen ist eine grundlegende Voraussetzung zur Vorbeugung von Krankheiten und zur Erhaltung gesunder Bienenvölker. Sie betrifft sowohl den persönlichen Umgang der Imkerinnen und Imker mit den Völkern als auch den sachgerechten Einsatz von Material und Werkzeugen. Die folgenden Hinweise basieren auf dem offiziellen Merkblatt 4.1 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes.
Die Fluglochbeobachtung ist eine einfache und wirkungsvolle Methode, um den Zustand eines Bienenvolkes zu beurteilen, ohne die Beute zu öffnen. Sie erlaubt Rückschlüsse auf Volksstärke, Brutaktivität und mögliche Störungen. Die folgenden Hinweise basieren auf dem offiziellen Merkblatt 4.8.1 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes.
Der Schwarm ist die natürliche Form der Vermehrung von Bienenvölkern und tritt vor allem im Frühjahr und Frühsommer auf. Er stellt sowohl eine Chance zur Vermehrung als auch eine Herausforderung für die Betriebsführung dar. Die folgenden Hinweise basieren auf dem offiziellen Merkblatt 1.4.6 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes.
Die Hyperthermie ist eine biotechnische Methode zur Reduktion des Varroabefalls, bei der Brut gezielt erhitzt wird, um Milben abzutöten. Sie nutzt die unterschiedliche Temperaturempfindlichkeit von Bienenbrut und Varroamilben. Die folgenden Hinweise basieren auf dem offiziellen Merkblatt 1.6.3 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes.
Die Varroatose ist die bedeutendste parasitäre Erkrankung der Honigbiene und stellt ohne konsequente Bekämpfung eine existenzielle Bedrohung für Bienenvölker dar. Sie wird durch die Varroamilbe verursacht und schwächt sowohl Brut als auch erwachsene Bienen. Die folgenden Hinweise basieren auf dem offiziellen Merkblatt 2.8 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes.
Krankheiten und Schädlinge stellen eine zentrale Herausforderung für die Bienengesundheit dar und erfordern eine frühzeitige Erkennung sowie ein korrektes Vorgehen. Die Übersicht bietet eine strukturierte Zusammenfassung der wichtigsten Krankheitsbilder und Schädlinge der Honigbiene. Die folgenden Hinweise basieren auf dem offiziellen Übersichtsmerkblatt 2 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes.
Die Behandlung mit Ameisensäure-Streifen (Formicpro®) ist eine zugelassene Methode zur Bekämpfung der Varroamilbe während der brütenden Phase des Bienenvolkes. Sie ermöglicht eine kontrollierte Wirkstoffabgabe über einen definierten Zeitraum. Die folgenden Hinweise basieren auf dem offiziellen Merkblatt 1.2.5 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes.
Die Erzeugung von F1-Hybridlinien erfordert eine umfangreiche vorgängige Selektionsarbeit an reinen Linien aus unterschiedlichen Populationen sowie anschließende Kreuzungsversuche dieser reinen Linien. Um einen maximalen Heterosiseffekt (siehe unten) zu erzielen, müssen sich diese Linien deutlich unterscheiden (durch die Kreuzung verschiedener genetischer Pools, etwa ehemals geografisch isolierter Herkünfte). Zudem müssen die gewünschten Merkmale eingebracht werden können, was das Vorhandensein dessen voraussetzt, was Genetiker als „Variabilitätsreservoir“ bezeichnen.
Die Durchsicht einer Beute sollte im Voraus vorbereitet werden, um nichts zu vergessen und effizient zu arbeiten. Jede Durchsicht, selbst eine kurze, stört das Volk, das sie als Eindringen wahrnimmt; der dabei entstehende Stress veranlasst die Bienen, zwischen 0,5 und 1 kg Honig zu verbrauchen. Eine Durchsicht sollte daher nur bei Bedarf durchgeführt werden. Die folgenden Hinweise machen die Durchsichten effizienter:
Bienenkrankheiten erkennen und dazu die angezeigten Bekämpfungs- und Vorbeugemassnahmen zur Hand zu haben, sind Grundvoraussetzungen für eine gute imkerliche Praxis und damit der Schlüssel für gesunde Bienenvölker. Seuchen- und Kranheitsprävention haben bei den Bienen einen noch wichtigeren Stellenwert als bei andern Nutztieren. Durch die komplexen Interaktionen und Verhaltensmöglichkeiten ist bei schweizerischen Verhältnissen nie nur ein Einzelstand betroffen. Krankheiten verbreiten sich durch Verfl ug, Räuberei und Standmobilität sehr rasch und effizient über weite Gebiete. Dieser Leitfaden ergänzt die relevanten Gesetze und technischen Weisungen für Bienenkrankheiten.
Bienenpakete – alle ähnlich, aber in Zusammensetzung und Verwendung sehr unterschiedlich.
Die Herstellung von Bienenpaketen ist in der Imkerei keine gängige Praxis, da sie ein spezifisches Fachwissen erfordert, das in Imkerschulen nur selten vermittelt wird. Im Internet vermitteln zahlreiche Videos nicht alle Informationen, die diese Technik begleiten. In der praktischen Umsetzung durch Imkerinnen und Imker führt dies häufig zu unbefriedigenden Ergebnissen.
Obwohl sie nur in geringer Zahl vorkommen, existieren wilde oder verwilderte Kolonien von A. mellifera mellifera tatsächlich in der Natur und sind gegenüber Varroa widerstandsfähig – aufgrund ihrer geringen Größe, ihrer Schwarmneigung, der geringen Habitatdichte und vermutlich durch natürliche Selektion. Studien zeigen zudem, dass diese Linien der Dunklen Biene rein sind, ohne Hybridisierung. Folglich plädieren Forschende für die Entwicklung einer Schutzpolitik für diese Bienenpopulationen, weil sie einerseits eine wahrscheinlich rückläufige Wildart darstellen, andererseits aber auch aus imkerlicher Sicht ein interessantes genetisches Reservoir bilden.