Sanddorn
Der Sanddorn, dessen wissenschaftlicher Name Hippophae rhamnoides ist, ist eine immergrüne Pflanze aus der botanischen Familie der Elaeagnaceae. Dieser robuste, sehr dekorative Strauch, der eine Höhe von bis zu 4 Metern erreichen kann, besitzt einen dicht verzweigten Wuchs mit dornigen Zweigen, an denen sich kleine, fleischige, orangefarbene Beeren bilden, die aus der Entwicklung des Blütenbodens nach der Befruchtung hervorgehen.
Der Sanddorn ist eine zweihäusige Art: Die männlichen und weiblichen Blüten dieser Pflanzenklasse werden von getrennten Individuen getragen (aus dem Griechischen dis = zweimal und oikia = Haus). Um Beeren zu erhalten, ist es daher notwendig, mindestens eine männliche Pflanze auf sechs weibliche Pflanzen (oder zumindest je eine männliche und eine weibliche) zu setzen, wobei Bienen und Wind die Bestäubung übernehmen.
Dieser Strauch passt sich sehr gut an alle Bodenarten und Expositionen an und ist widerstandsfähig gegen Wind und Kälte; er ist im Rhonetal weit verbreitet, wo er die Ufer besiedelt. Zudem bildet er in Gärten attraktive, farbenfrohe Hecken.
Die Blüten bilden sich in kleinen Gruppen an der Basis junger Triebe; die männlichen Blüten sind winzig und grünlich, die weiblichen eher bräunlich. Die Blütezeit liegt im März–April, die Beeren reifen im Herbst.
Bienen besuchen vor allem die männlichen Blüten des Sanddorns, wo sie den reichlich vorhandenen Pollen aktiv sammeln; dieser stellt zu Beginn der Saison eine ausgezeichnete Nahrungsquelle dar. Nektar ist ebenfalls vorhanden, jedoch in geringeren Mengen.
Die orangefarbenen Beeren des Sanddorns sind essbar und außerordentlich reich an Vitamin C. Früher wurden sie von Seeleuten zur Vorbeugung von Skorbut verzehrt. Heutzutage werden daraus Konfitüren, Säfte und vitaminreiche Sirupe hergestellt. Eine Herausforderung bleibt jedoch die Ernte der Früchte, ohne sich allzu sehr an den gefürchteten Dornen zu stechen!
Quellen
T. Silberfeld, C. Reeb, Les plantes mellifères, 2016
Verschiedene Autoren, Giardinaggio senza problemi, Guida completa del Reader’s Digest, 1981


