Merkblatt: 4.8.2 Gemüllkontrolle
Die Gemüllkontrolle ist eine einfache, aber sehr aussagekräftige Methode zur Beurteilung des Zustands eines Bienenvolkes ohne Eingriff in die Beute. Anhand der Rückstände auf der Bodeneinlage lassen sich Hinweise auf Volksstärke, Brutaktivität und mögliche Probleme erkennen. Die folgenden Hinweise basieren auf dem offiziellen Merkblatt 4.8.2 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes.
Offizielles Merkblatt – Kurzfassung
Merkblatt: 4.8.2 Gemüllkontrolle
- Ziel: Einschätzung des Zustands und der Aktivität eines Bienenvolkes ohne Öffnen der Beute.
- Grundprinzip:
- Analyse der Rückstände (Gemüll) auf der Bodeneinlage.
- Rückschlüsse auf Brut, Volksstärke und Wabensitz.
- Beobachtbare Hinweise:
- Wachskrümel und Brutreste als Hinweis auf Brutaktivität.
- Verteilung des Gemülls zur Lokalisierung der Bienentraube.
- Auffälligkeiten wie Schimmel, Mäusekot oder übermässiger Totenfall.
- Anwendung:
- Einlage sauber einschieben und über einen definierten Zeitraum belassen.
- Auswertung gemäss Merkblatt vornehmen.
- Ergebnisse im Zusammenhang mit Jahreszeit interpretieren.
- Hinweis:
- Die Gemüllkontrolle liefert Hinweise, ersetzt jedoch keine vollständige Völkerkontrolle.
► PDF des offiziellen Merkblatts (DE)
► Zur offiziellen Merkblatt-Übersicht (bienen.ch)
Hinweis: Kapitel 4.8.2 „Gemüllkontrolle“.
Zusammenfassung auf Basis des Merkblatts 4.8.2. Letzte Prüfung: 01/2026.
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