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Invasive Pflanzen – Der Riesen-Bärenklau

Invasive Pflanzen sind gebietsfremde Pflanzenarten, die vom Menschen absichtlich oder unbeabsichtigt außerhalb ihres ursprünglichen Verbreitungsgebiets eingeführt wurden und sich stark vermehren sowie ausbreiten – zum Nachteil der einheimischen Arten. Sie stammen meist aus anderen Kontinenten, stören Ökosysteme tiefgreifend und verringern die lokale biologische Vielfalt.

Sie kann eine Höhe von 3 oder sogar 4 Metern erreichen, mit einem Stängel von bis zu 10 cm Durchmesser. Auch ihre Blätter sind beeindruckend, insbesondere jene an der Basis, die bis zu 3 m lang werden können. Die weißen Blüten sind in großen Dolden mit einem Durchmesser von bis zu 50 cm angeordnet. Diese enormen Dimensionen begrenzen die Verwechslungsgefahr mit anderen ähnlichen Arten, wie etwa der Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium), der autochthon ist und ebenfalls ein gewisses imkerliches Interesse aufweist, ohne invasiv zu sein.

Der Riesen-Bärenklau ist eine zweijährige Art (erstes Jahr: Keimung und Blattbildung; zweites Jahr: Bildung von Blüten und Samen), die frische, humusreiche Böden bevorzugt. Im Wallis ist er in der Rhoneebene und in den Seitentälern weit verbreitet, wo er von Juli bis Oktober blüht. Häufig entlang von Waldwegen, an Gewässerrändern, in Wiesen und sogar in Siedlungsgebieten, tritt er überall in Konkurrenz zur einheimischen Flora.

Die Bekämpfung ist in unserem Kanton intensiv; dabei wird nicht gezögert, auch Privatgrundstücke zu betreten, um die Pflanze zu entfernen. Es wird ausdrücklich davon abgeraten, sie selbst auszureißen oder auch nur zu berühren, da es sich um eine besonders toxische Pflanze handelt. Ihr Pflanzensaft enthält eine photosensibilisierende Substanz, Furocumarine, die bei Hautkontakt in Verbindung mit Sonneneinstrahlung schwere Hautverbrennungen verursachen können.

Die Form der Dolden und ihre große Ausdehnung stellen ein starkes Attraktionssignal für Bienen dar, die in den zahlreichen kleinen Blüten sehr reichlich Nektar sowie auch Pollen von cremeweißer Farbe finden.

Trotz ihres dekorativen Erscheinungsbildes und ihrer unbestreitbaren melliferen Eigenschaften ist der Riesen-Bärenklau eine gefährliche Pflanze, die unbedingt ausgerottet werden muss!

 

Quellen

J. Piquée, Les plantes mellifères mois par mois, 2014

T. Silberfeld, C. Reeb, Les plantes mellifères, 2016


Siehe auch

Autor
Isabella Moretti
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