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DIE WEISELZELLEN

Man unterscheidet vier Typen von Weiselzellen :

1. Weiselzellen des natürlichen Schwärmens
2. Nachschaffungsweiselzelle
3. Umweiselungsweiselzelle
4. Künstliche Weiselzellen

Weiselzellen des natürlichen Schwärmens

Nachschaffungsweiselzelle

Umweiselungsweiselzelle

Künstliche Weiselzellen

  1. Im Frühjahr bauen die Arbeiterinnen Schwarmzellen. Je nach Unterart findet man 2–20 Zellen am Rand eines oder mehrerer Brutwaben. Dies ist der natürliche Prozess der Teilung des Volkes. Die alte Königin zieht mit (mehr oder weniger) der Hälfte des Volkes aus. Dem Vorschwarm können Nachschwärme mit Jungköniginnen folgen.
     
  2. Verschwindet die Königin plötzlich (häufig durch eine Fehlmanipulation des Imkers), errichten die weisellosen Arbeiterinnen notfallmäßig eine Nachschaffungszelle aus einer Zelle mit einer mehr oder weniger alten Larve. Aus dieser im Wabeninneren gelegenen Zelle schlüpft häufig eine qualitativ schlechtere Königin, da die ausgewählte Larve nicht ausschließlich mit Gelée Royale gefüttert wurde. Erinnerung: Eine Arbeiterinnenlarve wird 3 Tage mit Gelée Royale und anschließend 3 Tage mit einer Mischung aus Honig und Pollen gefüttert. Eine oder mehrere weitere Zellen werden einige Stunden später am Wabenrand aus Zellen mit sehr jungen Larven errichtet, die ausschließlich mit Gelée Royale gefüttert werden und gute Königinnen hervorbringen. Leider schlüpft die zentrale Nachschaffungszelle zuerst, und die Königin tötet die noch eingeschlossenen Weiselzellen. Der Imker zerstört daher die zentrale Nachschaffungszelle zugunsten der peripheren Zellen.
     
  3. Im Herbst bauen die Arbeiterinnen ein oder zwei Umweiselungs- bzw. Supersedurzellen, um eine alte oder in der Legeleistung nachlassende Königin zu ersetzen. Dieses Phänomen kann auch nach einer Behandlung mit Ameisensäure auftreten. Diese Art der Aufzucht wird nicht von einem Schwarm begleitet.
     
  4. Der Züchter setzt (pfropft) Larven unter 24 Stunden aus ausgewählten Königinnen in Näpfchen ein, die in weisellose Völker zur künstlichen Aufzucht eingebracht werden. Die daraus hervorgehenden Königinnen werden zur Begattung an eine Belegstelle mit ausgewählten Drohnen verbracht, um die Eigenschaften der Nachkommen zu verbessern.

 

Referenzen: 

Autor
Pfefferlé Claude
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