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Die Salweide – ein Glücksfall des Frühlings

Für Honigbienen ist die Weide eine der ersten Nahrungsquellen am Ende des Winters. Der Imker richtet seinen Frühjahrsbesuch nach dem Aufblühen der Kätzchen der männlichen Pflanze aus.

Die Salweide ist ein Baum, der Honigbienen die ersten nektar- und pollenliefernden Ressourcen bereitstellt. Sie ist weit verbreitet und gehört zur Familie der Salicaceae. Nach ihrem lateinischen Namen Salix caprea wird die Salweide auch Ziegenweide genannt. Während die große Mehrheit der Weiden feuchte und kühle Standorte bevorzugt, kommt die Salweide auch mit trockeneren Böden zurecht. Dies begünstigt ihre natürliche Verbreitung. Sie besiedelt bevorzugt wenig bewaldete Flächen, da sie lichtliebend ist. Ihre Wuchshöhe liegt zwischen 6 und 14 Metern. Wie alle Weiden ist sie eine zweihäusige Art, das heißt, es gibt männliche und weibliche Pflanzen.

Ihre Blüte beginnt im Februar und erreicht ihre volle Ausprägung im März. Diese frühe und reiche Blüte macht die Salweide besonders wertvoll für die Bienen und für den Imker, der seine Frühjahrsdurchsicht um die Mitte März ansetzt, sobald die Kätzchen aufgehen. Die Lebensdauer der Salweide ist relativ kurz und überschreitet 60 Jahre nicht. Neben der Salweide existiert eine große Vielfalt an Weidenarten (≈350 Arten), die Nektar und Pollen liefern, insbesondere die Trauerweide und die Silberweide.

Die Blüten der Weide bestehen aus einem leuchtend gelben, sehr charakteristischen Kätzchen, das vor den Blättern erscheint. Diese Blüten sind sehr nektarreich, und ausschließlich die männlichen Weidenblüten liefern Pollen. Dieser Eintrag ist in einer Phase, in der das Volk seine Brut entwickelt, von entscheidender Bedeutung. Frischer Pollen ist insbesondere hilfreich zur Bekämpfung der Nosemose und zur Ernährung junger Larven.

Bei häufigen und starken Regenfällen zu dieser Jahreszeit sind die Polleneinträge und der Nektarfluss der Salweide reduziert, da die Blüten ungeschützt sind und der Regen den Nektar auswäscht.

Vermehrung: Im Gegensatz zu anderen Weidenarten eignet sich die Salweide nur bedingt zur Vermehrung durch Stecklinge. Am einfachsten ist es, ein oder zwei Jungpflanzen in der Natur zu entnehmen und sie in der Nähe des Bienenstandes zu verpflanzen. Einmal etabliert, neigt die Salweide jedoch zur Bildung von Wurzelausläufern.

Weidenhonig: Dabei handelt es sich um einen honiggelben Honig mit grünlichen Nuancen und ausgeprägten floralen Noten. Zur Blütezeit der Salweide würde das Aufsetzen eines Honigraums den Bienenstock zu stark auskühlen und die Brutentwicklung beeinträchtigen. Die Ernte von Weidenhonig ist daher schwierig.

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