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Die Luzerne

Wenn man von Luzerne spricht, denkt man zunächst an die Kultur-Luzerne, Medicago sativa, eine aus dem Nahen Osten stammende, ausdauernde krautige Pflanze mit blauvioletten Blüten; es gibt jedoch weitere Arten mit Blüten in unterschiedlichen Farbtönen, von Gelb bis Weiß, über Grün und Braun. Alle sind sehr nektarreich.

Medicago sativa wird aufgrund ihrer Futtereigenschaften breit angebaut, kommt heute jedoch auch spontan wild vor, insbesondere an Böschungen, auf Brachflächen und an Wegrändern. Ihre Wuchshöhe beträgt zwischen 30 und 80 cm, die Blüten sind in länglichen Blütenständen angeordnet, und die Blätter bestehen aus drei länglichen Fiederblättchen; nach der Blüte entwickeln sich die Fruchtknoten zu spiralig eingerollten Hülsen. Leider wird die kultivierte Luzerne im Hinblick auf ihre Nutzung als Futterpflanze häufig vor der Blüte gemäht; da sie jedoch nach dem Schnitt leicht wieder austreibt, kann sie mehrmals im Jahr erneut blühen und im Sommer mehrere Trachten liefern.

Im Wallis wurde Luzerne bis vor nicht allzu langer Zeit sehr häufig in Mischung mit Esparsette auf Wiesen zur Heugewinnung ausgesät, gerade wegen der hohen Futterqualität des Heus infolge ihres hohen Proteingehalts.

Der blassgelbe Pollen der Luzerne wird von den Bienen gesammelt, doch ist es vor allem der sehr reichlich vorhandene Nektar, der sie anzieht.

Die Pflanze ist ein gängiger Bestandteil von Blütenhonigen; eine Ernte von sortenreinem Luzernehonig ist in der Schweiz jedoch nicht realistisch, da die Anbauflächen nicht ausreichend groß sind. Auch andernorts ist dieser Honig selten, da Kunstwiesen allzu häufig zu früh gemäht werden; werden die Schnitte jedoch aufgrund ungünstiger Witterungsbedingungen verzögert oder lässt man die Pflanzen ihren Zyklus zur Samengewinnung vollenden, kann mit einer Ernte von monofloralem Luzernehonig gerechnet werden. Dieser ist sehr hell, mild und fruchtig und erinnert an Akazienhonig. (Isabella Moretti).

 

Quellen

Silberfeld, C. Reeb, Les plantes mellifères, 2016

Agroscope, Sources importantes de pollen et de nectar pour les abeilles mellifères en Suisse, 2020

Piquée, Les plantes mellifères mois par mois, 2014

Bieri, Analyse pollinique du BIP (Biologisches Institut für Pollenanalyse), 2016

Auteurs divers, Le traité Rustica de l’apiculture, 2002

Foto: beeswiki.com

Autor
Isabella Moretti
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