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Der Rosmarin

Der Rosmarin (Rosmarinus officinalis) ist eine typische Pflanze der mediterranen Küstenregionen, wo er wild wächst; es gibt jedoch zahlreiche gärtnerische Sorten, die robuster sind und sich an niedrigere Temperaturen anpassen.

Rosmarin gedeiht daher auch sehr gut im Wallis, wo er als aromatische und kulinarische Pflanze kultiviert wird, vorausgesetzt, junge Pflanzen werden vor starkem Frost geschützt.

Die Blütezeit des Rosmarins ist lang und erstreckt sich über mehrere Monate; je nach klimatischen Bedingungen ist es nicht ungewöhnlich, ihn bereits im Oktober blühen zu sehen und anschließend den ganzen Winter hindurch, mitunter mit einer Unterbrechung im Januar, abhängig von den Temperaturen.

Rosmarin ist ein Strauch aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) mit einer Höhe von 50–150 cm und etwa gleichem Durchmesser. Seine Triebe sind stark verzweigt und stark verholzt; die dunkelgrünen Blätter sind schmal und spitz und ähneln kleinen Nadelblättern von Nadelbäumen. Die blau-violetten Blüten sind in einer Form angelegt, die für den Besuch von Bestäubern besonders geeignet ist: Das untere Blütenblatt ist größer und dient als Landefläche, während die beiden darüberliegenden Staubblätter leicht nach vorne gebogen sind, was die Ablagerung des Pollens auf dem Rücken der Sammlerinnen erleichtert.

Die Blüten produzieren auch im Winter reichlich und stark konzentrierten Nektar; zudem finden die Sammelbienen dort gräulichen Pollen. Rosmarin stellt somit eine gute Nahrungsquelle zum Zeitpunkt der Wiederaufnahme der Eiablage dar, vorausgesetzt natürlich, dass die Temperaturen hoch genug sind, um den Bienenflug zu ermöglichen. Da sich die Blüte über die ersten Monate des Jahres erstreckt, bereichert der Rosmarinnektar den Frühtrachthonig; in den mediterranen Ländern bildet er die Grundlage eines sehr aromatischen, nahezu weißen Sortenhonigs.

Ein Tipp für Imkerinnen und Imker: Einige getrocknete Rosmarinzweige, dem Brennmaterial oder Tabak des Smokers beigefügt, verleihen dem Rauch einen angenehmen Geruch!

 

Quellen

J. Piquée, Die Trachtpflanzen Monat für Monat, 2014

T. Silberfeld, C. Reeb, Trachtpflanzen, 2016

Autor
Isabella Moretti
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