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Aufstellung und Kontrolle der Beute

Die Suche nach einem geeigneten Standort für einen Bienenstand unterliegt mehreren Bedingungen, darunter dem Zugang zu Nektar- und Pollenressourcen. Daher ist es wichtig, die verschiedenen lokalen Pflanzenarten identifizieren zu können, um die Verfügbarkeit dieser Ressourcen einzuschätzen oder gegebenenfalls zu verbessern.

Zusammenfassung – Aufstellung und Besuch des Bienenstands

Das Dokument vermittelt die praktischen Grundlagen für die Wahl eines geeigneten Standorts (Bienenstand), die korrekte Aufstellung der Bienenstöcke sowie die Durchführung einer Völkerdurchsicht unter guten Bedingungen. Es richtet sich an ein Lehrbienenstand-Publikum und legt den Schwerpunkt auf einfache, konkrete und direkt anwendbare Kriterien.

Der erste Teil behandelt die Wahl und Beschaffung eines Standorts. Ein guter Standort muss ausreichende Pollen- und Nektarquellen bieten. Der Imker sollte die Trachtverhältnisse in einem Radius von etwa 3 km prüfen: die Verfügbarkeit von Nektar über die gesamte Saison, allfällige Möglichkeiten zur Erzeugung von Sortenhonig sowie ein ausreichendes Pollenangebot in einem Radius von etwa 1 km, was der durchschnittlichen Sammelstrecke entspricht. Das Dokument weist auch darauf hin, dass es sinnvoll sein kann, die Umgebung durch Aussaaten oder Pflanzungen zu bereichern, sofern dies möglich ist.

Der Zugang zu Wasser wird als grundlegendes Element dargestellt. Idealerweise sollte eine saubere Wasserquelle weniger als 100 Meter vom Bienenstand entfernt sein. Diese Tränke muss es den Flugbienen ermöglichen, Wasser zu schöpfen, ohne zu ertrinken, was durch das Vorhandensein von Schwimmkörpern gewährleistet wird. Fehlt eine geeignete natürliche Quelle, wird empfohlen, ein großes Gefäß mit Schwimmern aufzustellen und es im Schatten zu platzieren, um Verdunstung zu begrenzen. Diese Vorsichtsmaßnahme verhindert zudem, dass die Bienen Wasser bei Nachbarn suchen.

Für die Suche nach einem Standort kann der Imker verschiedene Akteure ansprechen: Gemeinden, öffentliche Stellen, Unternehmen oder Privatpersonen, insbesondere Landwirte und Grundeigentümer. Das Dokument erinnert daran, dass die Bereitstellung oder Pacht eines vorübergehenden Standorts finanziell oder durch Honiggläser vergütet werden kann. Es werden auch einfache Vorgehensweisen vorgeschlagen, etwa das Aufgeben einer Anzeige im Gemeindeamt, in der Lokalpresse oder im Internet.

Der zweite Teil befasst sich mit der Aufstellung der Bienenstöcke. Das wichtigste Kriterium ist, die Nachbarschaft nicht zu beeinträchtigen. Das Dokument betont, dass das Einhalten der vorgeschriebenen Abstände nicht immer ausreicht: Bestimmte Situationen können das Stichrisiko erhöhen, zum Beispiel während der Völkerdurchsicht, der Ernte, bei Gewittern, bei Störungen durch die Asiatische Hornisse oder beim Umkippen eines Bienenstocks. Die Anlage eines Bienenstands nahe einer Schule oder eines stark frequentierten Ortes kann daher problematisch sein. Der Imker muss zudem über einen Erste-Hilfe-Kasten verfügen und ein gut sichtbares Schild mit seiner Telefonnummer am Eingang des Bienenstands anbringen.

Bezüglich der Ausrichtung ist der Gesamtstandort wichtiger als die alleinige Richtung des Fluglochs. Eine Süd- oder Südostausrichtung wird empfohlen, um mehr Licht, einige Grad mehr Wärme und längere Sammelzeiten zu gewährleisten. Der Bienenstand sollte zudem vor vorherrschenden Winden geschützt sein, etwa durch eine Hecke, einen Baumstreifen oder einen natürlichen oder künstlichen Windschutz.

Das Dokument weist weiter darauf hin, dass die Bienenstöcke auf stabilen Unterlagen aufgestellt werden müssen, waagerecht oder je nach Bodentyp leicht nach vorne geneigt, und in einer für die Besuchsdurchführung praktischen Höhe. Feuchte Böden und überschwemmungsgefährdete Flächen sind zu meiden. Um den Verflug der Flugbienen zu verringern und den Königinnen die Orientierung zu erleichtern, wird empfohlen, die Bienenstöcke nicht in einer geraden Linie aufzustellen, einige Fluglöcher in verschiedene Richtungen auszurichten und die Völker ausreichend zu beabstanden. Unterschiedliche Farben können die Orientierung der Bienen ebenfalls erleichtern. Die Pflege des Bienenstands umfasst in der Saison vor allem das Mähen störender Vegetation und leichte Schnittarbeiten. Grössere Arbeiten sollten auf den Winter verschoben werden, wenn sie die Völker weniger stören.

Der dritte Teil befasst sich mit der Völkerdurchsicht. Sie beginnt mit der Einhaltung der Sicherheitsvorschriften, dem Anlegen der Schutzausrüstung und der Vorbereitung des Smokers. Das Einräuchern sollte moderat bleiben: zunächst am Flugloch, dann über den Rähmchen beim Öffnen der verschiedenen Elemente des Bienenstocks. Alle Bewegungen müssen langsam ausgeführt werden. In der Regel wird zunächst ein Randrähmchen herausgenommen, um Platz zu schaffen. Nachdem sichergestellt wurde, dass sich die Königin nicht darauf befindet, wird dieses Rähmchen vorsichtig beiseitegestellt. Die übrigen Rähmchen können danach begutachtet und wieder an ihre ursprüngliche Position gesetzt werden. Das Dokument erinnert daran, dass eine im Gras liegende Königin kaum allein zu ihrem Bienenstock zurückfindet – weshalb ruhiges und methodisches Arbeiten besonders wichtig ist.

Die Ziele einer Völkerdurchsicht sind vielfältig: die Sanftmut des Volkes beurteilen, das Vorhandensein der Königin und die Qualität ihrer Eilage prüfen, die Futtervorräte kontrollieren und allfällige Gesundheitsprobleme feststellen. Um das Volk nicht übermäßig zu stören, sollte die Durchsicht 10 Minuten nicht überschreiten. Sie muss zudem bei guten Wetterbedingungen durchgeführt werden: bei einer Temperatur über 15 °C und einem Wind unter 20 km/h. Die Beobachtung eines Rähmchens ermöglicht es unter anderem, verdeckelten Honig, eingelagerten Pollen, die markierte Königin und verdeckelte Arbeiterinnenbrut zu erkennen.

Zusammenfassend bietet dieses ITSAP-Modul einen sehr praxisorientierten Ansatz: den Standort des Bienenstands sorgfältig wählen, die Umgebung absichern, die Bienenstöcke entsprechend dem natürlichen Verhalten der Bienen aufstellen und kurze, ruhige und gezielte Besuche durchführen. Der Kerngedanke ist, dass ein gut angelegter Bienenstand und eine methodische Betriebsführung gleichermaßen die Sicherheit des Imkers, die Rücksicht auf die Nachbarschaft und das gute Funktionieren der Völker fördern.

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Quelle: http://mallette-pedagogique.itsap.asso.fr/


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