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Die Isolierung von Bienenstöcken im Winter ist seit Langem Gegenstand einer Debatte innerhalb der Imkerschaft. Während einige Studien ihre positiven Effekte auf die Reduktion des Energieverbrauchs und das Überleben der Völker hervorheben (St. Clair et al., 2022; Alburaki & Corona, 2021), weisen andere auf ihre Grenzen und potenziellen Nebenwirkungen hin, insbesondere wenn sie die natürlichen Mechanismen der Thermoregulation des Superorganismus stört (Mitchell, 2023; Minaud et al., 2024).

Die Schwächung einer Bienenkolonie ist selten auf einen einzelnen Faktor zurückzuführen: Meist handelt es sich um einen schrittweisen Prozess, bei dem mehrere Faktoren zusammenwirken und die Widerstandsfähigkeit des Superorganismus verringern. Diese Zusammenfassung stellt ein konzeptionelles Modell vor, das in drei sich selbst verstärkende Hauptspiralen gegliedert ist: eine Infektionsspirale, eine Abkühlungsspirale und eine Hungerspirale. Solange die Population ausreichend groß und gesund ist, kann das Bienenvolk vorübergehende Störungen kompensieren, aber wenn die Widerstandsfähigkeit abnimmt, werden die Regulationsmechanismen anfällig und die Dynamik der Schwächung beschleunigt sich. Der praktische Nutzen besteht darin, dem Imker zu helfen, schwache Signale früher zu erkennen und einzugreifen, bevor mehrere Spiralen gleichzeitig in Gang kommen.

Bienenwachs ist ein biologisch relevantes Element innerhalb des Bienenvolkes. Es kann als Reservoir für Krankheitserreger und chemische Schadstoffe dienen und die Entwicklung der Brut sowie bestimmte Parameter der Leistungsfähigkeit des Bienenvolkes beeinflussen. Die strukturierte Bewirtschaftung des Wachskreislaufs, einschließlich der regelmäßigen Erneuerung der Brutwaben, erscheint somit als ein wissenschaftlich fundierter Hebel zur Verringerung der kumulativen Risikoanreicherung.

Der Austausch alter Rähmchen gehört zu den klassischen Empfehlungen in der Imkerei. In der Praxis wird diese Maßnahme jedoch häufig hinausgeschoben, hauptsächlich aus wirtschaftlichen Gründen oder aufgrund einer Unterschätzung ihrer biologischen Effekte. Mehrere experimentelle Studien zeigen jedoch, dass das Alter der Waben die Morphologie der Bienen, die demografische Dynamik der Völker, die Honigproduktivität sowie die Akkumulation von Kontaminanten in der Beute direkt beeinflusst (Berry & Delaplane, 2001 ; Abd Al-Fattah et al., 2021 ; Taha et al., 2021 ; Meng et al., 2025).

Dieser Übersichtsartikel analysiert Verluste von Honigbienenvölkern aus immunologischer Perspektive und fokussiert darauf, wie vielfältige Umwelt- und ökologische Stressoren die Immunkompetenz beeinflussen. Er bündelt den aktuellen Wissensstand zu den angeborenen und sozialen Immunmechanismen von Apis mellifera und untersucht, wie Krankheitserreger, Parasiten, Pestizide und Ernährungsstress miteinander interagieren. Besonderes Augenmerk gilt synergistischen Effekten zwischen Stressoren und deren Implikationen für das Colony Collapse Disorder. Die Übersichtsarbeit diskutiert zudem ernährungsbezogene, naturstoffbasierte und technologische Strategien zur Unterstützung der Bienengesundheit, hebt jedoch zugleich die Notwendigkeit integrierter und evidenzbasierter Managementansätze hervor.

Diese wissenschaftliche Übersichtsarbeit analysiert 191 seit 1995 veröffentlichte Feldstudien, um imkerliche Praktiken und Biosicherheitsmaßnahmen zu identifizieren, die einen messbaren Effekt auf die Gesundheit und Produktivität von Bienenvölkern gezeigt haben. Insgesamt wurden 744 „practice records“ extrahiert und nach Thema, Region und Anwendungszeitraum strukturiert. Ziel ist es, einen analytischen Rahmen vorzuschlagen, der imkerliche Entscheidungen auf der Grundlage vergleichender Versuche unter realen Bedingungen unterstützt. Der Charakter einer methodisch strukturierten Übersichtsarbeit steht im Zentrum dieser Synthese, die sowohl dominante Praktiken als auch Forschungslücken aufzeigt.

Idealerweise weist ein hochwertiger Honig einen Wassergehalt von höchstens 17,5 % auf. Auf diese Weise kann der Imker einen Honig von hoher Qualität verkaufen, der beim Kunden nicht fermentiert.

Forschende haben beobachtet, dass auf der Insel Gotland in Schweden Bienenkolonien, die über einen Zeitraum von zehn Jahren verlassen und unbehandelt geblieben waren, zur Entstehung und Selektion spontan varroaresistenter Linien geführt haben. In der Folge wurden an weiteren Orten weltweit mehrere natürlich resistente Kolonien entdeckt. Dieser Artikel stellt den Stand der Literatur zu den drei Phänomenen dar, die das Resistenzverhalten der Honigbiene gegenüber der Varroamilbe beeinflussen.

Dieser Artikel bietet eine strukturierte Synthese des aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstands zu den Faktoren, die die Qualität von Honig beeinflussen. Er stützt sich ausschließlich auf eine aktuelle Literaturübersicht und untersucht die Zusammensetzung des Honigs, seine Qualitätskriterien, den Einfluss imkerlicher und umweltbezogener Praktiken sowie die Zusammenhänge zwischen der Bewirtschaftung der Bienenvölker, der Honigverarbeitung und biologischen Eigenschaften.

Die Behandlung mit Ameisensäure-Streifen (Formicpro®) ist eine zugelassene Methode zur Bekämpfung der Varroamilbe während der brütenden Phase des Bienenvolkes. Sie ermöglicht eine kontrollierte Wirkstoffabgabe über einen definierten Zeitraum. Die folgenden Hinweise basieren auf dem offiziellen Merkblatt 1.2.5 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes.


Krankheiten und Schädlinge stellen eine zentrale Herausforderung für die Bienengesundheit dar und erfordern eine frühzeitige Erkennung sowie ein korrektes Vorgehen. Die Übersicht bietet eine strukturierte Zusammenfassung der wichtigsten Krankheitsbilder und Schädlinge der Honigbiene. Die folgenden Hinweise basieren auf dem offiziellen Übersichtsmerkblatt 2 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes.


Die Varroatose ist die bedeutendste parasitäre Erkrankung der Honigbiene und stellt ohne konsequente Bekämpfung eine existenzielle Bedrohung für Bienenvölker dar. Sie wird durch die Varroamilbe verursacht und schwächt sowohl Brut als auch erwachsene Bienen. Die folgenden Hinweise basieren auf dem offiziellen Merkblatt 2.8 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes.


Die Hyperthermie ist eine biotechnische Methode zur Reduktion des Varroabefalls, bei der Brut gezielt erhitzt wird, um Milben abzutöten. Sie nutzt die unterschiedliche Temperaturempfindlichkeit von Bienenbrut und Varroamilben. Die folgenden Hinweise basieren auf dem offiziellen Merkblatt 1.6.3 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes.


Der Schwarm ist die natürliche Form der Vermehrung von Bienenvölkern und tritt vor allem im Frühjahr und Frühsommer auf. Er stellt sowohl eine Chance zur Vermehrung als auch eine Herausforderung für die Betriebsführung dar. Die folgenden Hinweise basieren auf dem offiziellen Merkblatt 1.4.6 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes.


Die Fluglochbeobachtung ist eine einfache und wirkungsvolle Methode, um den Zustand eines Bienenvolkes zu beurteilen, ohne die Beute zu öffnen. Sie erlaubt Rückschlüsse auf Volksstärke, Brutaktivität und mögliche Störungen. Die folgenden Hinweise basieren auf dem offiziellen Merkblatt 4.8.1 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes.


Hygiene im Umgang mit Bienen ist eine grundlegende Voraussetzung zur Vorbeugung von Krankheiten und zur Erhaltung gesunder Bienenvölker. Sie betrifft sowohl den persönlichen Umgang der Imkerinnen und Imker mit den Völkern als auch den sachgerechten Einsatz von Material und Werkzeugen. Die folgenden Hinweise basieren auf dem offiziellen Merkblatt 4.1 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes.


Die Bienenparalyse ist eine virale Erkrankung erwachsener Bienen und kann je nach Ausprägung zu auffälligen Verhaltensänderungen und erhöhten Verlusten führen. Das offizielle Merkblatt 2.10 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes beschreibt Symptome, begünstigende Faktoren und das empfohlene Vorgehen bei Verdacht.


Der Kunstschwarm ist eine imkerliche Methode zur Neubildung von Bienenvölkern, bei der Bienen gezielt von bestehenden Völkern entnommen und neu zusammengesetzt werden. Er dient unter anderem der Vermehrung, der Sanierung belasteter Völker und der Varroareduktion. Die folgenden Hinweise basieren auf dem offiziellen Merkblatt 1.4.2 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes.


Die Gemüllkontrolle ist eine einfache, aber sehr aussagekräftige Methode zur Beurteilung des Zustands eines Bienenvolkes ohne Eingriff in die Beute. Anhand der Rückstände auf der Bodeneinlage lassen sich Hinweise auf Volksstärke, Brutaktivität und mögliche Probleme erkennen. Die folgenden Hinweise basieren auf dem offiziellen Merkblatt 4.8.2 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes.


Die Sauerbrut ist eine anzeigepflichtige Brutkrankheit der Honigbiene und betrifft vor allem die offene Brut. Eine frühzeitige Erkennung und das korrekte Vorgehen sind entscheidend, um eine Ausbreitung zu verhindern. Die folgenden Hinweise basieren auf dem offiziellen Merkblatt 2.2 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes.


Das Auffinden der Königin ist eine grundlegende imkerliche Fertigkeit und Voraussetzung für zahlreiche Eingriffe wie Zucht, Umweiselung oder Beurteilung der Volksentwicklung. Das offizielle Merkblatt 4.5.1 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes beschreibt bewährte Vorgehensweisen und Beobachtungskriterien, um die Königin sicher und schonend zu finden.